Die Freundschaft macht Pause: Marc Pohlmann steht in der Hahler Heimat ein besonderer Abend bevor Marcus Riechmann Minden. Marc Pohlmann ist ein Hahler Jung. 36 seiner 37 Lebensjahre hat er im Hahler Dorf gelebt. Natürlich ist er mit Handball groß geworden. Selbstverständlich ist er Kranzreiter. Das gehört in Hahlen dazu. „Ich bin ein echter Hahler“, sagt er. Sportlich hat er Spuren hinterlassen. Als B-Jugendspieler wurde er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jan 2001 mit der A-Jugend Deutscher Vizemeister. Danach wechselte der Auswahlspieler zu GWD Minden und war später Teil eines besonderen Experiments: Mit einem Doppelspielrecht war er auch für den TuS N-Lübbecke am Ball. Es ging bei GWD hoch bis ins Bundesliga-Team, dem er von 203 bis 2005 angehörte. Nach einer Station in Nordhemmern ging es zurück zum TSV. Dort wurde er schließlich Trainer: Er coachte die Oberliga-Frauen und rückte dann auch bei den Männern in die Verantwortung: Im Dezember 2017 übernahm er das Verbandsliga-Team als Co-Trainer gemeinsam mit Henrik Thielking. Eineinhalb Jahre machte sie gemeinsame Sache. Danach legte Pohlmann eine Pause ein. Nun kommt er zurück. Ausgerechnet als Gegner wird er nach seiner Auszeit das erste Spiel n Hahlen bestreiten. „Ich habe noch nie ein Pflichtspiel gegen Hahlen gemacht“, sagt er und sagt beim Gedanken an den Samstagabend: „Hahlen liegt mir am Herzen, das wird speziell.“ Sportlich wie privat hat er neue Kapitel aufgeschlagen. Im letzten Jahr ist er mit seiner Lebensgefährtin Anke nach Messlingen gezogen. Seit Sommer ist er neuer Trainer der Nordhemmeraner Nachwuchsschmiede von Lit 1912 III. Mit den Lit-Boys tritt er heute zum Start der Verbandsliga-Saison im Hahler Feld an und trifft dort ausgerechnet auf seinen alten Trainerkumpel Henrick Thielking. „Henner wird sich gut vorbereitet haben“, vermutet Pohlmann und schiebt nach: „Aber das haben wir uns auch.“ „Das wird ein Kracher“, sagt er über das Derby zum Saisonstart, das neben seiner besonderen Hahler Geschichte beinahe mit den Nordhemmeraner Finke-Brüdern eine zweite geschrieben hätte: Jona spielt beim TSV, David bei Lit. Doch weil David Finke verletzt ist, fällt das Bruder-Duell heute Abend aus. Auch sportlich verspricht die Begegnung um 19.30 Uhr ein Hit zu werden, denn beide Teams zählen zu den Titelanwärtern. „Die haben Qualität, die werden es uns schwer machen“, äußert Pohlmann Respekt vor der Hahler Mannschaft. „Aber wir haben auch eine gute Vorbereitung gespielt und sind gut dabei.“ Er selbst hat seine Rolle vor dem Spiel klar definiert: „Hahlen ist für mich immer etwas Besonderes, aber ich weiß schon, auf welcher Seite ich stehe. Samstag macht die Freundschaft 60 Minuten Pause.“

Die Freundschaft macht Pause: Marc Pohlmann steht in der Hahler Heimat ein besonderer Abend bevor

Einst gemeinsam im Einsatz, heute Gegner: Marc Pohlmann (links) und Henrik Thielking. Archivfoto: Bendig © Bendig

Minden. Marc Pohlmann ist ein Hahler Jung. 36 seiner 37 Lebensjahre hat er im Hahler Dorf gelebt. Natürlich ist er mit Handball groß geworden. Selbstverständlich ist er Kranzreiter. Das gehört in Hahlen dazu. „Ich bin ein echter Hahler“, sagt er.

Sportlich hat er Spuren hinterlassen. Als B-Jugendspieler wurde er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Jan 2001 mit der A-Jugend Deutscher Vizemeister. Danach wechselte der Auswahlspieler zu GWD Minden und war später Teil eines besonderen Experiments: Mit einem Doppelspielrecht war er auch für den TuS N-Lübbecke am Ball. Es ging bei GWD hoch bis ins Bundesliga-Team, dem er von 203 bis 2005 angehörte.

Nach einer Station in Nordhemmern ging es zurück zum TSV. Dort wurde er schließlich Trainer: Er coachte die Oberliga-Frauen und rückte dann auch bei den Männern in die Verantwortung: Im Dezember 2017 übernahm er das Verbandsliga-Team als Co-Trainer gemeinsam mit Henrik Thielking. Eineinhalb Jahre machte sie gemeinsame Sache. Danach legte Pohlmann eine Pause ein.

Nun kommt er zurück. Ausgerechnet als Gegner wird er nach seiner Auszeit das erste Spiel n Hahlen bestreiten. „Ich habe noch nie ein Pflichtspiel gegen Hahlen gemacht“, sagt er und sagt beim Gedanken an den Samstagabend: „Hahlen liegt mir am Herzen, das wird speziell.“

Sportlich wie privat hat er neue Kapitel aufgeschlagen. Im letzten Jahr ist er mit seiner Lebensgefährtin Anke nach Messlingen gezogen. Seit Sommer ist er neuer Trainer der Nordhemmeraner Nachwuchsschmiede von Lit 1912 III. Mit den Lit-Boys tritt er heute zum Start der Verbandsliga-Saison im Hahler Feld an und trifft dort ausgerechnet auf seinen alten Trainerkumpel Henrick Thielking. „Henner wird sich gut vorbereitet haben“, vermutet Pohlmann und schiebt nach: „Aber das haben wir uns auch.“

„Das wird ein Kracher“, sagt er über das Derby zum Saisonstart, das neben seiner besonderen Hahler Geschichte beinahe mit den Nordhemmeraner Finke-Brüdern eine zweite geschrieben hätte: Jona spielt beim TSV, David bei Lit. Doch weil David Finke verletzt ist, fällt das Bruder-Duell heute Abend aus.

Auch sportlich verspricht die Begegnung um 19.30 Uhr ein Hit zu werden, denn beide Teams zählen zu den Titelanwärtern. „Die haben Qualität, die werden es uns schwer machen“, äußert Pohlmann Respekt vor der Hahler Mannschaft. „Aber wir haben auch eine gute Vorbereitung gespielt und sind gut dabei.“ Er selbst hat seine Rolle vor dem Spiel klar definiert: „Hahlen ist für mich immer etwas Besonderes, aber ich weiß schon, auf welcher Seite ich stehe. Samstag macht die Freundschaft 60 Minuten Pause.“

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