David Schmidt schaffte es als Spätstarter bis ins Nationalteam Minden (sru). Linkshänder, WM-Teilnehmer, Spätstarter. David Schmidt vom Bergischen HC hat eine eher ungewöhnliche Handball-Vita. Er war schon 13 Jahre alt, als er zum ersten Mal bei der HSG Ettlingen-Bruchhausen bei Karlsruhe zum Training ging. Da hatten Jogi Bitter und Co. gerade den WM-Titel im eigenen Land gewonnen. „Dass ich später mal mit einem wie Jogi zusammenspiele, hätte ich niemals gedacht“, sagt Schmidt heute mit dem Blick auf seine Karriere. Mit Bitter verbindet ihn mittlerweile eine richtige Freundschaft. Sie spielten zuletzt zwei Jahre in Stuttgart zusammen und hatten viel Spaß: „Ich habe ein loses Mundwerk und auch Jogi hat Sprüche abbekommen. Das hat ihm gut gefallen und manchmal tierisch genervt. Wir haben ein super Verhältnis“, erzählt Schmidt lachend. Nach seinen eigenen ersten Schritten im Handball, wechselte er in die Jugend der Rhein-Neckar Löwen, feierte dort auch sein Bundesliga-Debüt. Über Friesenheim und Stuttgart schaffte Schmidt den Sprung zur Nationalmannschaft. Auch da war er als 26-jähriger Debütant eher ein Spätstarter. „Mir wäre es auch egal gewesen, wenn ich erst mit 36 Jahren mein erstes Länderspiel gemacht hätte.“ Schmidt sieht einen ganz bestimmten Grund für seine Erfolge als Spätstarter: „Ich hätte es niemals so weit gebracht, wenn ich nicht mit links werfen würde. Da wäre ich durchs Raster gefallen.“ Ist er aber nicht, und stattdessen steht er mehr denn je im Rampenlicht. Seit dem Sommer spielt Schmidt im Trikot des Bergischen HC. Seinen neuen Verein sieht er vor einer rosigen Zukunft stehen – dank der guten Mannschaft, dem neuen Trainingszentrum und Sebastian Hinze, den er als hervorragenden Trainer bezeichnet. David Schmidt passt perfekt in das Team, gibt immer Gas, hat klare Ziele vor Augen. Zusammen mit dem BHC will er sich im oberen Mittelfeld festsetzen. Doch Handball machte Schmidt vor Corona deutlich mehr Spaß. Ihm fehlen die Zuschauer in den Hallen, das merke er auch seinem Spiel an. Er komme gar nicht in diesen emotionalen Bereich wie vor der großen Einsamkeit. Mit Fans sei es einfach packender, es würden mehr Kräfte freigesetzt. Überhaupt fehlt es Schmidt, mal was mit Freunden zu unternehmen, die Städte im Rheinland und im Ruhrgebiet zu erkunden. Doch immerhin kann er raus in die Natur. Entweder mit dem Hund seiner Freundin oder mit seinem Motorrad – ein Familienhobby bei den Schmidts: „Mein Papa fährt Motorrad, meine Schwester auch. Und hier bei den Touren im Bergischen Land kann ich ja gar nichts falsch machen. Das gefällt mir super.“ Sein BWL-Studium hat er mit einem Master-Abschluss beendet, aktuell konzentriert er sich voll auf Handball. Gegen GWD will er die nächsten zwei Punkte einheimsen. Schmidt erwartet ein ganz knappes Spiel. „Es ist immer ein harter Kampf gegen Minden. Bei GWD denke ich sofort an die lange Tradition. Ich tippe wir gewinnen ganz knapp, mit einem oder zwei Toren Vorsprung.“

David Schmidt schaffte es als Spätstarter bis ins Nationalteam

BHC-Linkshänder David Schmidt. Foto: Eibner © Eibner-Pressefoto / Michael Schmid

Minden (sru). Linkshänder, WM-Teilnehmer, Spätstarter. David Schmidt vom Bergischen HC hat eine eher ungewöhnliche Handball-Vita. Er war schon 13 Jahre alt, als er zum ersten Mal bei der HSG Ettlingen-Bruchhausen bei Karlsruhe zum Training ging. Da hatten Jogi Bitter und Co. gerade den WM-Titel im eigenen Land gewonnen.

„Dass ich später mal mit einem wie Jogi zusammenspiele, hätte ich niemals gedacht“, sagt Schmidt heute mit dem Blick auf seine Karriere. Mit Bitter verbindet ihn mittlerweile eine richtige Freundschaft. Sie spielten zuletzt zwei Jahre in Stuttgart zusammen und hatten viel Spaß: „Ich habe ein loses Mundwerk und auch Jogi hat Sprüche abbekommen. Das hat ihm gut gefallen und manchmal tierisch genervt. Wir haben ein super Verhältnis“, erzählt Schmidt lachend.

Nach seinen eigenen ersten Schritten im Handball, wechselte er in die Jugend der Rhein-Neckar Löwen, feierte dort auch sein Bundesliga-Debüt. Über Friesenheim und Stuttgart schaffte Schmidt den Sprung zur Nationalmannschaft. Auch da war er als 26-jähriger Debütant eher ein Spätstarter. „Mir wäre es auch egal gewesen, wenn ich erst mit 36 Jahren mein erstes Länderspiel gemacht hätte.“

Schmidt sieht einen ganz bestimmten Grund für seine Erfolge als Spätstarter: „Ich hätte es niemals so weit gebracht, wenn ich nicht mit links werfen würde. Da wäre ich durchs Raster gefallen.“ Ist er aber nicht, und stattdessen steht er mehr denn je im Rampenlicht.

Seit dem Sommer spielt Schmidt im Trikot des Bergischen HC. Seinen neuen Verein sieht er vor einer rosigen Zukunft stehen – dank der guten Mannschaft, dem neuen Trainingszentrum und Sebastian Hinze, den er als hervorragenden Trainer bezeichnet. David Schmidt passt perfekt in das Team, gibt immer Gas, hat klare Ziele vor Augen. Zusammen mit dem BHC will er sich im oberen Mittelfeld festsetzen.

Doch Handball machte Schmidt vor Corona deutlich mehr Spaß. Ihm fehlen die Zuschauer in den Hallen, das merke er auch seinem Spiel an. Er komme gar nicht in diesen emotionalen Bereich wie vor der großen Einsamkeit. Mit Fans sei es einfach packender, es würden mehr Kräfte freigesetzt.

Überhaupt fehlt es Schmidt, mal was mit Freunden zu unternehmen, die Städte im Rheinland und im Ruhrgebiet zu erkunden. Doch immerhin kann er raus in die Natur. Entweder mit dem Hund seiner Freundin oder mit seinem Motorrad – ein Familienhobby bei den Schmidts: „Mein Papa fährt Motorrad, meine Schwester auch. Und hier bei den Touren im Bergischen Land kann ich ja gar nichts falsch machen. Das gefällt mir super.“

Sein BWL-Studium hat er mit einem Master-Abschluss beendet, aktuell konzentriert er sich voll auf Handball. Gegen GWD will er die nächsten zwei Punkte einheimsen. Schmidt erwartet ein ganz knappes Spiel. „Es ist immer ein harter Kampf gegen Minden. Bei GWD denke ich sofort an die lange Tradition. Ich tippe wir gewinnen ganz knapp, mit einem oder zwei Toren Vorsprung.“

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