Corona-Fälle beim TuS N-Lübbecke: Zwei Spieler trotz Impfung infiziert Alexander Grohmann Lübbecke. Der Saisonstart steht weiter unter keinem guten Stern: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke muss nach positiven Corona-Befunden für zwei Wochen auf Lutz Heiny und Yannick Dräger verzichten. Beide Spieler hatten am Sonntag bei der 24:27-Niederlage des Aufsteigers in Göppingen nicht im Kader gestanden. Offizieller Grund: Grippe. Wie der TuS gestern bekannt gab, war bei Rückraumspieler Heiny und Kreisläufer Dräger aber schon am Samstag eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Das TuS-Duo ist Opfer eines Impfdurchbruchs geworden. Die Gesundheitsbehörden haben in beiden Fällen eine Quarantäne bis 25. September verhängt. Somit könnten die beiden Lübbeckes Profis frühestens im Auswärtsspiel bei der MT Melsungen (Sonntag, 26. September) wieder mitwirken. Das Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten am kommenden Sonntag um 16 Uhr wird der TuS ohne die beiden bestreiten müssen. „Wir mussten erst Rücksprache mit Verband, Gesundheitsbehörden und unseren Spielern halten. Darüber hinaus gab es das Thema Datenschutz“, erklärt Geschäftsführer Torsten Appel, warum der TuS mit der Information verzögert an die Öffentlichkeit gegangen ist. „Maximale Transparenz zu allen Seiten ist für uns wichtig. Über allem steht die Gesundheit der Spieler“, ergänzt der Sportliche Leiter Rolf Hermann. Auslöser war ein Anruf von Lutz Heiny, der am Samstagmorgen über Fieber geklagt und daheim einen Schnelltest durchgeführt hatte. Nachdem dieser positiv ausfiel, wurden sowohl Heiny wie auch der Rest der Mannschaft am Vormittag im Lübbecker Testzentrum vorstellig. Dort erhielt auch Yannick Dräger – obwohl symptomfrei – einen positiven Befund. Bei beiden Spielern wurde anschließend noch ein PCR-Test durchgeführt, der den Befund bestätigte. Damit waren Dräger und Heiny raus. „Beiden Spielern geht es aber gut“, sagt Hermann. Danach ging alles schnell. „Um 10 Uhr waren die HBL und unser Gegner aus Göppingen bereits im Bilde“, berichtet Appel. Gleichzeitig hielt der Verein mit dem Mindener Gesundheitsamt Rücksprache. „Dort hat man uns, obwohl es Samstagmorgen war, unkompliziert zur Seite gestanden“, loben Appel und Hermann die Hilfestellung durch die Behörde. Nachdem alles geklärt war, konnte die Mannschaft die Auswärtsfahrt antreten. Nicht erklären können sich die Verantwortlichen und die betroffenen Spieler, wie es zur Infektion kommen konnte – zumal der TuS N-Lübbecke sein Testkonzept in dieser Saison auf freiwilliger Basis fortgesetzt hat. „Unsere Mannschaft ist seit Mai vollständig geimpft“, sagt Rolf Hermann. „Dass es zu einem Impfdurchbruch kommen kann, ist aber mittlerweile ja bekannt. Ich vermute, es wird nicht der letzte Fall in der Liga sein“, mutmaßt er. Trotz der beiden Corona-Fälle ist auch das nächste Heimspiel des TuS N-Lübbecke an diesem Sonntag gegen HBW Balingen-Weilstetten (16 Uhr) nicht in Gefahr, wie Hermann und Appel unterstreichen: „Eine Absage steht nicht im Raum.“ Der Liga-Verband HBL hat in Absprache mit den Gesundheitsbehörden die Freigabe erteilt. Der Gast wurde über die Fälle längst informiert. Auch der Bergische HC, Auftaktgegner des TuS am vergangenen Donnerstag, ist unterrichtet worden, damit auch dort Infektionen ausgeschlossen werden können. „Wir werden unsere Mannschaft am Samstag noch einmal testen, um für das Heimspiel auf Nummer sicher zu gehen“, sagt Hermann. Der Ausfall von Heiny und Dräger erschwert den ohnehin komplizierten Saisonstart der Lübbecker, die in den bisherigen Partien auch personell bedingt einen schweren Stand hatten. Vor allem die Wurfkraft Heinys im linken Rückraum fehlt dem Aufsteiger. In Göppingen musste der TuS mit Valentin Spohn einen weiteren Halblinken ersetzen. Bei ihm handelte es sich aber tatsächlich um eine Erkältung. „Valle ist wieder ins Training eingestiegen“, berichtet Hermann. Gute gesundheitliche Nachrichten gibt es zudem von zwei angeschlagenen Teamkollegen: Neuzugang Luka Mrakovcic, der in Göppingen nach der Pause mit einer Oberschenkelprellung auf der Bank Platz nehmen musste, sowie der abwehrstarke Kreisläufer Tin Kontrec, der sich kurz vor Abpfiff an der Schulter verletzt hatte, haben ebenfalls die Vorbereitung auf das wichtige Balingen-Spiel aufgenommen.

Corona-Fälle beim TuS N-Lübbecke: Zwei Spieler trotz Impfung infiziert

Geimpft und doch erkrankt: Lutz Heiny (hier beim Wurf) hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Mit dem Rückraumspieler fällt dem TuS im nächsten Heimspiel ein wichtiger Torjäger aus. © Oliver Krato

Lübbecke. Der Saisonstart steht weiter unter keinem guten Stern: Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke muss nach positiven Corona-Befunden für zwei Wochen auf Lutz Heiny und Yannick Dräger verzichten.

Beide Spieler hatten am Sonntag bei der 24:27-Niederlage des Aufsteigers in Göppingen nicht im Kader gestanden. Offizieller Grund: Grippe. Wie der TuS gestern bekannt gab, war bei Rückraumspieler Heiny und Kreisläufer Dräger aber schon am Samstag eine Corona-Infektion nachgewiesen worden. Das TuS-Duo ist Opfer eines Impfdurchbruchs geworden.

Die Gesundheitsbehörden haben in beiden Fällen eine Quarantäne bis 25. September verhängt. Somit könnten die beiden Lübbeckes Profis frühestens im Auswärtsspiel bei der MT Melsungen (Sonntag, 26. September) wieder mitwirken. Das Heimspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten am kommenden Sonntag um 16 Uhr wird der TuS ohne die beiden bestreiten müssen.

„Wir mussten erst Rücksprache mit Verband, Gesundheitsbehörden und unseren Spielern halten. Darüber hinaus gab es das Thema Datenschutz“, erklärt Geschäftsführer Torsten Appel, warum der TuS mit der Information verzögert an die Öffentlichkeit gegangen ist. „Maximale Transparenz zu allen Seiten ist für uns wichtig. Über allem steht die Gesundheit der Spieler“, ergänzt der Sportliche Leiter Rolf Hermann.

Auslöser war ein Anruf von Lutz Heiny, der am Samstagmorgen über Fieber geklagt und daheim einen Schnelltest durchgeführt hatte. Nachdem dieser positiv ausfiel, wurden sowohl Heiny wie auch der Rest der Mannschaft am Vormittag im Lübbecker Testzentrum vorstellig. Dort erhielt auch Yannick Dräger – obwohl symptomfrei – einen positiven Befund. Bei beiden Spielern wurde anschließend noch ein PCR-Test durchgeführt, der den Befund bestätigte. Damit waren Dräger und Heiny raus. „Beiden Spielern geht es aber gut“, sagt Hermann.

Danach ging alles schnell. „Um 10 Uhr waren die HBL und unser Gegner aus Göppingen bereits im Bilde“, berichtet Appel. Gleichzeitig hielt der Verein mit dem Mindener Gesundheitsamt Rücksprache. „Dort hat man uns, obwohl es Samstagmorgen war, unkompliziert zur Seite gestanden“, loben Appel und Hermann die Hilfestellung durch die Behörde. Nachdem alles geklärt war, konnte die Mannschaft die Auswärtsfahrt antreten.

Nicht erklären können sich die Verantwortlichen und die betroffenen Spieler, wie es zur Infektion kommen konnte – zumal der TuS N-Lübbecke sein Testkonzept in dieser Saison auf freiwilliger Basis fortgesetzt hat. „Unsere Mannschaft ist seit Mai vollständig geimpft“, sagt Rolf Hermann. „Dass es zu einem Impfdurchbruch kommen kann, ist aber mittlerweile ja bekannt. Ich vermute, es wird nicht der letzte Fall in der Liga sein“, mutmaßt er.

Trotz der beiden Corona-Fälle ist auch das nächste Heimspiel des TuS N-Lübbecke an diesem Sonntag gegen HBW Balingen-Weilstetten (16 Uhr) nicht in Gefahr, wie Hermann und Appel unterstreichen: „Eine Absage steht nicht im Raum.“ Der Liga-Verband HBL hat in Absprache mit den Gesundheitsbehörden die Freigabe erteilt. Der Gast wurde über die Fälle längst informiert. Auch der Bergische HC, Auftaktgegner des TuS am vergangenen Donnerstag, ist unterrichtet worden, damit auch dort Infektionen ausgeschlossen werden können. „Wir werden unsere Mannschaft am Samstag noch einmal testen, um für das Heimspiel auf Nummer sicher zu gehen“, sagt Hermann.

Der Ausfall von Heiny und Dräger erschwert den ohnehin komplizierten Saisonstart der Lübbecker, die in den bisherigen Partien auch personell bedingt einen schweren Stand hatten. Vor allem die Wurfkraft Heinys im linken Rückraum fehlt dem Aufsteiger. In Göppingen musste der TuS mit Valentin Spohn einen weiteren Halblinken ersetzen. Bei ihm handelte es sich aber tatsächlich um eine Erkältung. „Valle ist wieder ins Training eingestiegen“, berichtet Hermann.

Gute gesundheitliche Nachrichten gibt es zudem von zwei angeschlagenen Teamkollegen: Neuzugang Luka Mrakovcic, der in Göppingen nach der Pause mit einer Oberschenkelprellung auf der Bank Platz nehmen musste, sowie der abwehrstarke Kreisläufer Tin Kontrec, der sich kurz vor Abpfiff an der Schulter verletzt hatte, haben ebenfalls die Vorbereitung auf das wichtige Balingen-Spiel aufgenommen.

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