Corona-Ausbruch bei Gegner: Spiel des TuS N-Lübbecke beim SC Magdeburg am heutigen Sonntag fällt aus Alexander Grohmann,Marcus Riechmann Magdeburg/Lübbecke. Die Pandemie hat mit ihrer vierten Welle die Handball-Bundesliga voll erwischt: Zunächst wurde die Partie zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der SG Flensburg-Handewitt wegen einer Infektionslage bei Flensburg abgesagt. Dann traf es das Auswärtsspiel des TuS N-Lübbecke. Die für Sonntagnachmittag vorgesehene Begegnung des Aufsteigers beim SC Magdeburg ist nach einem Corona-Ausbruch beim Spitzenreiter vom Liga-Verband HBL am Samstagabend abgesetzt worden. Mindestens sechs Mitglieder des Magdeburger Kaders haben sich bislang infiziert. Es sind die ersten auf Corona-Infektionen beruhenden Spielabsagen der Liga. In allen Fällen soll es sich um sogenannte Impfdurchbrüche handeln, also um Infektionen trotz vorangegangener Impfung. „Beim SC Magdeburg sind in den letzten zwei Tagen sechs Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Personen weisen schwache bis mäßige Symptome auf und befinden sich in häuslicher Quarantäne“, schreibt der SC Magdeburg auf seiner Homepage. Und weiter: „Mit Blick auf die Inkubationszeit könnten noch weitere positive Fälle hinzukommen. Insofern muss in den nächsten Tagen weiter getestet werden. Daher rät das Gesundheitsamt Magdeburg eindringlich davon ab, die Partie zwischen dem SCM und Lübbecke stattfinden zu lassen. Dieser Empfehlung ist die HBL gefolgt.“ Am Dienstag war der SCM noch in der European League in Spanien im Einsatz. Wenige Tage später der Schock bei den bisherigen Überfliegern der laufenden Saison: „Auch nach eineinhalb Jahren ohne einen einzigen Coronafall im Team war es wohl unumgänglich, dass auch wir irgendwann von diesem Thema eingeholt werden. Wir akzeptieren die Entscheidung und werden in den kommenden Tagen weitere Tests durchführen, um schnellstmöglich die Spielfähigkeit wieder herzustellen. Für alle Fans und Partner tut uns die kurzfristige Absage sehr leid und wir informieren schnellstmöglich über einen Nachholtermin“, sagt Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt. Der TuS N-Lübbecke wurde in dieser Woche laufend informiert und von der Absage nicht überrascht. „Wir müssen uns beim SC Magdeburg dafür bedanken, wie das hinter den Kulissen gelaufen ist. Zwischen unserem Sportlichen Leiter Rolf Hermann und SCM-Trainer Bennet Wiegert gab es die ganze Zeit über eine enge Abstimmung. So muss es sein“, lobt TuS-Geschäftsführer Torsten Appel das transparente Vorgehen des Tabellenführers. Um 20 Uhr wurden die Vereine am Samstagabend offiziell über die Absage informiert. „Wir wünschen den betroffenen Spielern alles Gute“, sagt Torsten Appel. Die HBL-Regularien schreiben eigentlich vor, dass mindestens sieben Spieler einer Mannschaft an Corona erkrankt sein müssen, damit es zu einer Absage kommt. Auch auf Anraten des Magdeburger Gesundheitsamtes setzte der Verband die Partie aber zur Sicherheit aller Beteiligten vorzeitig ab. Schließlich ist es durchaus möglich, dass bis Sonntag weitere Fälle beim Spitzenreiter dazukommen.Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann begründete die Absagen: „Unsere Maßgabe lautet: Die Gesundheit steht über allem. Wir gehen auf Nummer sicher“, sagte der 57-Jährige am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur DPA. Für Kritik und Missstimmung aus Hannover angesichts der Kurzfristigkeit hat Bohmann Verständnis, doch an der Richtigkeit der Maßnahme zweifelt er nicht. Sowohl bei Magdeburg als auch bei Flensburg hätten am Samstag zwar nicht die in der Richtlinie verankerten sieben Corona-Fälle vorgelegen. Allerdings wolle man nicht das Risiko eingehen, dass die Zahlen durch weitere positive Nachtestungen noch höher werden. Bei der HBL ist die Hoffnung groß, dass sich der negative Corona-Trend nicht fortsetzt: „Alle Mannschaften kümmern sich um Booster-Termine“, sagte Bohmann zu den Impfbemühungen der Klubs.

Corona-Ausbruch bei Gegner: Spiel des TuS N-Lübbecke beim SC Magdeburg am heutigen Sonntag fällt aus

Auszeit in der Bundesliga: Zwei Spiele wurden am Wochenende wegen Corona-Infektionen in zwei Klubs abgesagt. Auch die Partie des TuS N-Lübbecke beim SC Magdeburg fiel aus, weil gleich sechs Spieler des SCM positiv getestet worden waren. Symbolfoto: Noah Wedel

Magdeburg/Lübbecke. Die Pandemie hat mit ihrer vierten Welle die Handball-Bundesliga voll erwischt: Zunächst wurde die Partie zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und der SG Flensburg-Handewitt wegen einer Infektionslage bei Flensburg abgesagt. Dann traf es das Auswärtsspiel des TuS N-Lübbecke. Die für Sonntagnachmittag vorgesehene Begegnung des Aufsteigers beim SC Magdeburg ist nach einem Corona-Ausbruch beim Spitzenreiter vom Liga-Verband HBL am Samstagabend abgesetzt worden. Mindestens sechs Mitglieder des Magdeburger Kaders haben sich bislang infiziert. Es sind die ersten auf Corona-Infektionen beruhenden Spielabsagen der Liga. In allen Fällen soll es sich um sogenannte Impfdurchbrüche handeln, also um Infektionen trotz vorangegangener Impfung.

„Beim SC Magdeburg sind in den letzten zwei Tagen sechs Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Personen weisen schwache bis mäßige Symptome auf und befinden sich in häuslicher Quarantäne“, schreibt der SC Magdeburg auf seiner Homepage. Und weiter: „Mit Blick auf die Inkubationszeit könnten noch weitere positive Fälle hinzukommen. Insofern muss in den nächsten Tagen weiter getestet werden. Daher rät das Gesundheitsamt Magdeburg eindringlich davon ab, die Partie zwischen dem SCM und Lübbecke stattfinden zu lassen. Dieser Empfehlung ist die HBL gefolgt.“

TuS N-Lübbeckes Geschäftsführer Torsten Appel lobt die gute Kommunikation vor der Spielabsage: „So muss es sein.“ MT-Foto: Marcus Riechmann - © Marcus Riechmann
TuS N-Lübbeckes Geschäftsführer Torsten Appel lobt die gute Kommunikation vor der Spielabsage: „So muss es sein.“ MT-Foto: Marcus Riechmann - © Marcus Riechmann

Am Dienstag war der SCM noch in der European League in Spanien im Einsatz. Wenige Tage später der Schock bei den bisherigen Überfliegern der laufenden Saison: „Auch nach eineinhalb Jahren ohne einen einzigen Coronafall im Team war es wohl unumgänglich, dass auch wir irgendwann von diesem Thema eingeholt werden. Wir akzeptieren die Entscheidung und werden in den kommenden Tagen weitere Tests durchführen, um schnellstmöglich die Spielfähigkeit wieder herzustellen. Für alle Fans und Partner tut uns die kurzfristige Absage sehr leid und wir informieren schnellstmöglich über einen Nachholtermin“, sagt Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt.

Der TuS N-Lübbecke wurde in dieser Woche laufend informiert und von der Absage nicht überrascht. „Wir müssen uns beim SC Magdeburg dafür bedanken, wie das hinter den Kulissen gelaufen ist. Zwischen unserem Sportlichen Leiter Rolf Hermann und SCM-Trainer Bennet Wiegert gab es die ganze Zeit über eine enge Abstimmung. So muss es sein“, lobt TuS-Geschäftsführer Torsten Appel das transparente Vorgehen des Tabellenführers. Um 20 Uhr wurden die Vereine am Samstagabend offiziell über die Absage informiert. „Wir wünschen den betroffenen Spielern alles Gute“, sagt Torsten Appel.

Die HBL-Regularien schreiben eigentlich vor, dass mindestens sieben Spieler einer Mannschaft an Corona erkrankt sein müssen, damit es zu einer Absage kommt. Auch auf Anraten des Magdeburger Gesundheitsamtes setzte der Verband die Partie aber zur Sicherheit aller Beteiligten vorzeitig ab. Schließlich ist es durchaus möglich, dass bis Sonntag weitere Fälle beim Spitzenreiter dazukommen.

Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann begründete die Absagen: „Unsere Maßgabe lautet: Die Gesundheit steht über allem. Wir gehen auf Nummer sicher“, sagte der 57-Jährige am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur DPA. Für Kritik und Missstimmung aus Hannover angesichts der Kurzfristigkeit hat Bohmann Verständnis, doch an der Richtigkeit der Maßnahme zweifelt er nicht. Sowohl bei Magdeburg als auch bei Flensburg hätten am Samstag zwar nicht die in der Richtlinie verankerten sieben Corona-Fälle vorgelegen. Allerdings wolle man nicht das Risiko eingehen, dass die Zahlen durch weitere positive Nachtestungen noch höher werden.

Bei der HBL ist die Hoffnung groß, dass sich der negative Corona-Trend nicht fortsetzt: „Alle Mannschaften kümmern sich um Booster-Termine“, sagte Bohmann zu den Impfbemühungen der Klubs.

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