3. Liga: GWD II holt sich mit neuer Qualität Rückenwind vor dem Derby, Lit II kassiert eine Abreibung Marcus Riechmann Minden. Gleichauf mit 4:10 Punkten gehen die beiden Handball-Drittligisten GWD Minden II und Lit 1912 II in das bevorstehende Derby. Vor dem mit Spannung erwarteten Nachbarschaftsvergleich am Freitagabend in Nordhemmern liegt der psychologische Vorteil allerdings bei den Gästen aus Dankersen, denn GWD II erkämpfte sich am Samstag mit starkem Schlussspurt noch einen Punkt. Lit II hingegen zeigte eine flaue Leistung und kassierte in Spenge eine derbe Abreibung. GWD Minden II – ATSV Habenhausen 27:27 (14:14). Moritz Schäpsmeier betonte die positive Erkenntnis: „Wenn man nur die letzten fünf Minuten betrachtet, können wir mit dem Punkt zufrieden sei. Das war eine enge Kiste und wir haben dem Druck standgehalten. Das war in der Saison bisher nicht so“, lobte der Mindener Trainer die Entwicklung seiner Mannschaft. Florian Kranzmann (zum 26:26) und Fynn Hermeling (zum 27:27) sorgten für das Unentschieden gegen die routinierten Gäste. In den restlichen 30 Sekunden Spielzeit verhinderte die Deckung den Habenhausener Siegtreffer. „Insgesamt war das Ergebnis in Ordnung“, bewertete Schäpsmeier. Die eigene Siegchance vergab GWD II Mitte der zweiten Halbzeit, als Kranzmann und Hermeling die Gastgeber von 18:17 zum 21:18 nach vorn geworfen hatten. „Daraus hätten wir mehr machen können“, bedauerte der Coach. Er verteilte ein Sonderlob an Mittelmann Jonah Jungmann. Weil Magnus Holpert mit einer schmerzhaften Ellenbogenreizung ausfiel, spielte Jungmann trotz einiger Blessuren durch. „Er hat sich durchgebissen und für hohes Tempo gesorgt“, meinte Schäpsmeier. GWD Minden II: Grabitz, Maroldt – Hermeling 7, Günther 5, Kranzmann 4, Holzhacker 4/2, Jungmann 3, Demerza 2, Mattausch 1, Frederking 1, Studberg, Stoyke, Braun, Streitberger, Holpert. TuS Spenge – Lit 1912 II 34:23 (18:11). Gästetrainer Daniel Gerling war nach der Pleite frustriert: „Wir hatten alles genau vorbereitet. Solange wir uns an den Plan halten, sind wir gut dabei, aber als wir das nicht mehr tun, kriegen wir genau die Tore, die wir erwartet haben.“ Eine Viertelstunde hielt sich sein personell geschwächtes Team an die Vorgaben: Selbst auf Durchbrüche gehen und zugleich die Spenger Durchbrüche verhindern. Doch als nach dem 10:10 plötzlich ein Rückstand entstand, verließen die unter anderem ohne Marten Franke (Stammzellenspender) spielenden Gäste die Linie. „Da wird es wild und wir kassieren für jeden Fehler ein Gegenstoßtor“, beschrieb Gerling den über 10:15 auf 11:18 gewachsenen Halbzeitrückstand, an dem auch drei vergebene Strafwürfe ihren Anteil hatten. Besser wurde es im zweiten Abschnitt nicht. „Da war dann gar nichts mehr“, ärgerte sich Gerling, „ich hatte das Gefühl, ich hätte fünf Auszeiten nehmen können.“ Allein Torwart Jannis Finke ragte heraus. „Jannis war sehr, sehr gut und hat einige freie Bälle gehalten“, lote Gerling den Torwart, der eine noch höhere Niederlage verhinderte.Lit 1912 II: Finke, Steinhauer – Borcherding 4/3, Knüttel 4, Bruns 4, Kliver 3, Gernus 2/1, Gartmann 2, Hoff 1, Krassort 1, Meinking 1, Riechmann 1/1, Kruse, Thielking, Knickmeier, Klesniks.

3. Liga: GWD II holt sich mit neuer Qualität Rückenwind vor dem Derby, Lit II kassiert eine Abreibung

Turbo-Spielmacher: Mindens Jonah Jungmann, der hier am Ball die von Kreisläufer Timo Studberg geschaffenen Lücke nutzt, sorgte für Tempo im Heimspiel gegen Habenhausen und verdiente sich ein Sonderlob seines Trainers. MT-Foto: Sebastian Külbel

Minden. Gleichauf mit 4:10 Punkten gehen die beiden Handball-Drittligisten GWD Minden II und Lit 1912 II in das bevorstehende Derby. Vor dem mit Spannung erwarteten Nachbarschaftsvergleich am Freitagabend in Nordhemmern liegt der psychologische Vorteil allerdings bei den Gästen aus Dankersen, denn GWD II erkämpfte sich am Samstag mit starkem Schlussspurt noch einen Punkt. Lit II hingegen zeigte eine flaue Leistung und kassierte in Spenge eine derbe Abreibung.

GWD Minden II – ATSV Habenhausen 27:27 (14:14). Moritz Schäpsmeier betonte die positive Erkenntnis: „Wenn man nur die letzten fünf Minuten betrachtet, können wir mit dem Punkt zufrieden sei. Das war eine enge Kiste und wir haben dem Druck standgehalten. Das war in der Saison bisher nicht so“, lobte der Mindener Trainer die Entwicklung seiner Mannschaft. Florian Kranzmann (zum 26:26) und Fynn Hermeling (zum 27:27) sorgten für das Unentschieden gegen die routinierten Gäste. In den restlichen 30 Sekunden Spielzeit verhinderte die Deckung den Habenhausener Siegtreffer. „Insgesamt war das Ergebnis in Ordnung“, bewertete Schäpsmeier.

Die eigene Siegchance vergab GWD II Mitte der zweiten Halbzeit, als Kranzmann und Hermeling die Gastgeber von 18:17 zum 21:18 nach vorn geworfen hatten. „Daraus hätten wir mehr machen können“, bedauerte der Coach. Er verteilte ein Sonderlob an Mittelmann Jonah Jungmann. Weil Magnus Holpert mit einer schmerzhaften Ellenbogenreizung ausfiel, spielte Jungmann trotz einiger Blessuren durch. „Er hat sich durchgebissen und für hohes Tempo gesorgt“, meinte Schäpsmeier.

GWD Minden II: Grabitz, Maroldt – Hermeling 7, Günther 5, Kranzmann 4, Holzhacker 4/2, Jungmann 3, Demerza 2, Mattausch 1, Frederking 1, Studberg, Stoyke, Braun, Streitberger, Holpert.

TuS Spenge – Lit 1912 II 34:23 (18:11). Gästetrainer Daniel Gerling war nach der Pleite frustriert: „Wir hatten alles genau vorbereitet. Solange wir uns an den Plan halten, sind wir gut dabei, aber als wir das nicht mehr tun, kriegen wir genau die Tore, die wir erwartet haben.“ Eine Viertelstunde hielt sich sein personell geschwächtes Team an die Vorgaben: Selbst auf Durchbrüche gehen und zugleich die Spenger Durchbrüche verhindern. Doch als nach dem 10:10 plötzlich ein Rückstand entstand, verließen die unter anderem ohne Marten Franke (Stammzellenspender) spielenden Gäste die Linie. „Da wird es wild und wir kassieren für jeden Fehler ein Gegenstoßtor“, beschrieb Gerling den über 10:15 auf 11:18 gewachsenen Halbzeitrückstand, an dem auch drei vergebene Strafwürfe ihren Anteil hatten.

Besser wurde es im zweiten Abschnitt nicht. „Da war dann gar nichts mehr“, ärgerte sich Gerling, „ich hatte das Gefühl, ich hätte fünf Auszeiten nehmen können.“ Allein Torwart Jannis Finke ragte heraus. „Jannis war sehr, sehr gut und hat einige freie Bälle gehalten“, lote Gerling den Torwart, der eine noch höhere Niederlage verhinderte.

Lit 1912 II: Finke, Steinhauer – Borcherding 4/3, Knüttel 4, Bruns 4, Kliver 3, Gernus 2/1, Gartmann 2, Hoff 1, Krassort 1, Meinking 1, Riechmann 1/1, Kruse, Thielking, Knickmeier, Klesniks.

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