GWD II scheitert knapp am Spitzenreiter Wilhelmshavener HV Christian Bendig Minden. Simon Strakeljahn und der Wilhelmshavener HV. Das will irgendwie nicht zusammenpassen. Bereits im Hinspiel hatte der Rückraumspieler von GWD Minden II den Ausgleich auf der Hand. Der Ball landete auch wenige Augenblicke vor der Schlusssirene im Netz – das Tor wurde nicht anerkannt. Am 19. Spieltag der 3. Liga hieß der Gegner wieder Wilhemshaven. Wieder verloren die Mindener Handballer mit einem Tor. Nach tempogeladenen 60 Spielminuten hieß es 31:32 aus Sicht der Dankerser, die gegen den Spitzenreiter auf vierfache Unterstützung aus dem Erstliga-Kader bauen konnten. „Ich muss den reinmachen, keine Frage“, sagte Strakeljahn zur Schlussszene des Spiels. Energisch hatte sich der Rechtshänder gegen die stabilen WHV-Abwehrrecken Stanko Sabljic und Tim Rozman durchgesetzt, brachte den Ball auch an Keeper Primoz Prost vorbei, aber das Leder klatschte an den Pfosten. Die Gästespieler reckten die Arme in die Höhe, der Sieg war nach einem harten Stück Arbeit perfekt. „Einen Punkt hätte sich GWD II verdient“, erkannte Gäste-Trainer Christian Köhrmann die Leistung der Mindener an, suchte die Gründe, weshalb die Partie nach der 24:20-Führung der Gäste (41. Minute) noch einmal spannend wurde, bei seinem für die 3. Liga deutlich überqualifizierten Team. „In der Abwehr haben wir den oft zitierten Schritt zu wenig gemacht. Auf Jonas Molz sind wir nicht raus gegangen. Und nach der Pause hatten wir lediglich zwei Torwartparaden“, bemerkte Köhrmann. Molz legte in der Tat mit sechs Treffern sein bisher bestes Spiel im Dankerser Dress hin. „Wir hatten bei dem Rückstand nichts mehr zu verlieren“, sagte Molz. Der löste den enttäuschenden Profi Savvas Savvas in der 28. Minute im linken Rückraum ab und fügte sich sogleich mit einem Kracher zum 13:17 (29.) blendend ins Spiel einführte. Molz war ein belebendes Element, dass das Dankerser Spiel dringend benötigte. Denn bis zum 8:9 durch Max Staar hatten dessen Kollegen aus dem Erstliga-Kader, Mats Korte und Juri Knorr das Spiel getragen. Aber die WHV-Abwehr stellte sich zunehmend besser auf das GWD-Angriffsspiel ein und nutze die Vorteile, um sich auf 13:10 (22.) abzusetzen und den klaren 18:14-Pausenvorsprung herauszuwerfen. In die zweite Halbzeit starteten die Mindener wieder mit dem in der 23. Minute ausgewechselten Knorr auf der Spielmacherposition. Molz, Knorr und Jannik Jungmann mit einer feinen Einzelleistung brachten GWD II wieder auf 18:20, 19:21 und 20:22 heran. Das Köhrmann-Team zeigte sich unbeeindruckt und ging wieder mit 24:20 in Front. Die Entscheidung war das nicht. Lucas Grabitz im GWD-Gehäuse steigerte sich wie die Mindener Defensive von Minute zu Minute und folgerichtig kamen die Hausherren zum vielumjubelten 25:25-Ausgleich (48.) und durch Malte Nolting in der 56. Minute zur 31:30-Führung. „Unsere Abwehr hat super gefightet. Das hat mir richtig gut gefallen“, lobte GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier nach der Niederlage. Die wäre vielleicht gar nicht zustande gekommen, hätten die Unparteiischen den scheinbar regulären Treffer von Max Staar zum 32:30 anerkannt. Im Gegenzug glich Rechtsaußen Yannick-Marcos Pust zum 31:31 aus. Im folgenden Angriff liefen die Gastgeber ins Zeitspiel, den schnellen Gegenzug verhinderte Jungmann mit einem Foul an Tobias Schwolow auf Kosten einer Zeitstrafe. Den fälligen Strafwurf setzte der frühere Zweitliga-Torschützenkönig an die Latte, den Nachwurf parierte Grabitz stark. Nach einem neuerlichen Mindener Ballverlust ging der WHV durch Sebastian Maas mit 32:31 in Führung. Im letzten Angriff stand Strakeljahn der Pfosten im Weg. „Am Ende kassieren wir zu viele Tore über Rechtsaußen“ haderte der ansonsten zufriedene Schäpsmeier. GWD Minden II: Grabenstein, Grabitz 1- Molz 6, Knorr 6/2, Korte 4, Nolting 3, Jungmann 3, Staar 2, Nowatzki 2, Richtzenhain 1, Mattausch 1, Strakeljahn 1, Savvas 1, Braun.

GWD II scheitert knapp am Spitzenreiter Wilhelmshavener HV

Simon Strakeljahn ging nach dem Spiel gegen den Wilhelmshavener HV hart mit sich selbst ins Gericht: „Ich bin jetzt der Buhmann. Aber damit muss ich und kann ich auch leben.“ Der Mittelmann hatte den Ausgleich auf der Hand. © Foto: Bendig

Minden. Simon Strakeljahn und der Wilhelmshavener HV. Das will irgendwie nicht zusammenpassen. Bereits im Hinspiel hatte der Rückraumspieler von GWD Minden II den Ausgleich auf der Hand. Der Ball landete auch wenige Augenblicke vor der Schlusssirene im Netz – das Tor wurde nicht anerkannt. Am 19. Spieltag der 3. Liga hieß der Gegner wieder Wilhemshaven. Wieder verloren die Mindener Handballer mit einem Tor. Nach tempogeladenen 60 Spielminuten hieß es 31:32 aus Sicht der Dankerser, die gegen den Spitzenreiter auf vierfache Unterstützung aus dem Erstliga-Kader bauen konnten.

„Ich muss den reinmachen, keine Frage“, sagte Strakeljahn zur Schlussszene des Spiels. Energisch hatte sich der Rechtshänder gegen die stabilen WHV-Abwehrrecken Stanko Sabljic und Tim Rozman durchgesetzt, brachte den Ball auch an Keeper Primoz Prost vorbei, aber das Leder klatschte an den Pfosten. Die Gästespieler reckten die Arme in die Höhe, der Sieg war nach einem harten Stück Arbeit perfekt.

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„Einen Punkt hätte sich GWD II verdient“, erkannte Gäste-Trainer Christian Köhrmann die Leistung der Mindener an, suchte die Gründe, weshalb die Partie nach der 24:20-Führung der Gäste (41. Minute) noch einmal spannend wurde, bei seinem für die 3. Liga deutlich überqualifizierten Team. „In der Abwehr haben wir den oft zitierten Schritt zu wenig gemacht. Auf Jonas Molz sind wir nicht raus gegangen. Und nach der Pause hatten wir lediglich zwei Torwartparaden“, bemerkte Köhrmann.

Molz legte in der Tat mit sechs Treffern sein bisher bestes Spiel im Dankerser Dress hin. „Wir hatten bei dem Rückstand nichts mehr zu verlieren“, sagte Molz. Der löste den enttäuschenden Profi Savvas Savvas in der 28. Minute im linken Rückraum ab und fügte sich sogleich mit einem Kracher zum 13:17 (29.) blendend ins Spiel einführte. Molz war ein belebendes Element, dass das Dankerser Spiel dringend benötigte. Denn bis zum 8:9 durch Max Staar hatten dessen Kollegen aus dem Erstliga-Kader, Mats Korte und Juri Knorr das Spiel getragen. Aber die WHV-Abwehr stellte sich zunehmend besser auf das GWD-Angriffsspiel ein und nutze die Vorteile, um sich auf 13:10 (22.) abzusetzen und den klaren 18:14-Pausenvorsprung herauszuwerfen.

In die zweite Halbzeit starteten die Mindener wieder mit dem in der 23. Minute ausgewechselten Knorr auf der Spielmacherposition. Molz, Knorr und Jannik Jungmann mit einer feinen Einzelleistung brachten GWD II wieder auf 18:20, 19:21 und 20:22 heran. Das Köhrmann-Team zeigte sich unbeeindruckt und ging wieder mit 24:20 in Front.

Die Entscheidung war das nicht. Lucas Grabitz im GWD-Gehäuse steigerte sich wie die Mindener Defensive von Minute zu Minute und folgerichtig kamen die Hausherren zum vielumjubelten 25:25-Ausgleich (48.) und durch Malte Nolting in der 56. Minute zur 31:30-Führung.

„Unsere Abwehr hat super gefightet. Das hat mir richtig gut gefallen“, lobte GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier nach der Niederlage. Die wäre vielleicht gar nicht zustande gekommen, hätten die Unparteiischen den scheinbar regulären Treffer von Max Staar zum 32:30 anerkannt. Im Gegenzug glich Rechtsaußen Yannick-Marcos Pust zum 31:31 aus. Im folgenden Angriff liefen die Gastgeber ins Zeitspiel, den schnellen Gegenzug verhinderte Jungmann mit einem Foul an Tobias Schwolow auf Kosten einer Zeitstrafe. Den fälligen Strafwurf setzte der frühere Zweitliga-Torschützenkönig an die Latte, den Nachwurf parierte Grabitz stark. Nach einem neuerlichen Mindener Ballverlust ging der WHV durch Sebastian Maas mit 32:31 in Führung. Im letzten Angriff stand Strakeljahn der Pfosten im Weg. „Am Ende kassieren wir zu viele Tore über Rechtsaußen“ haderte der ansonsten zufriedene Schäpsmeier.

GWD Minden II: Grabenstein, Grabitz 1- Molz 6, Knorr 6/2, Korte 4, Nolting 3, Jungmann 3, Staar 2, Nowatzki 2, Richtzenhain 1, Mattausch 1, Strakeljahn 1, Savvas 1, Braun.

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