Verbandsliga: Bastelstunde im Hahler Feld Christian Bendig Minden (cb). Der letzte Spieltag vor der Winterpause hält vor allem für Henrik Thielking, Trainer des Männer-Verbandsligisten TSV Hahlen, einige Denksportaufgaben bereit. Aufgrund der Verletzungsmisere ist Thielking im Heimspiel gegen den TuS Brake zur Improvisationen gezwungen. Während die Amateurteams von der Oberliga abwärts sich nach dem Wochenende in die Winterpause verabschieden, müssen die Drittliga-Handballer drei Tage vor Heiligabend noch einmal ran. Die Aufgaben am ersten Rückrunden-Spieltag haben es in sich. Lit-Lazarett lichtet sich Gegen die SG Menden feierte GWD Minden II zuletzt einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf. „Nun gilt, es uns weiter zu stabilisieren“, sagt GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier vor dem Spiel beim Dritten SG Schalksmühle-Halver. In das gehen die Mindener als krasser Außenseiter – erst recht ohne Jannik Jungmann (beruflich verhindert). Zu Saisonbeginn spielte die SGSH stark auf, gewann unter anderem 33:19 in Minden und am dritten Spieltag 34:29 bei Lit Tribe Germania. Dann musste Trainer Stefan Neff gehen. „Sie haben jetzt gemerkt, dass es für sie in der Tabelle nicht ganz nach oben geht und sammeln sich vielleicht für die neue Saison“, hegt Schäpsmeier die leise Hoffnung, dass der Kontrahent den allerletzten Biss vermissen lässt. Daniel Gerling gibt sich dieser Hoffnung vor dem Auswärtsspiel beim TuS Volmetal nicht hin. Die Gastgeber haben in der engen Halle ein heißblütiges Publikum im Rücken. Im Verbund mit der Kampfkraft und dem mit genialen Momenten ausgestatten Jan König ist das eine für jeden Gegner gefährliche Mixtur. Das bekamen der alles überragende Spitzenreiter Wilhelmshavener HV und zuletzt das Spitzenteam Longericher SC zu spüren. Beide Male schwang sich König zum „König von Volmetal auf“. Gegen den WHV traf der Rechtshänder nach der Schlusssirene per Direktfreiwurf zum Sieg, gegen Longerich markierte König per Strafwurf nach Spielende nervenstark den 27:27-Ausgleich. Trotz der überraschenden Punktgewinne, unter anderem auch auswärts beim Zweiten TuS Spenge, steckt Volmetal im Abstiegskampf. In den sieht Lit-Trainer Daniel Gerling trotz eines Polsters von fünf Punkten auf die Abstiegsränge sein Team ebenfalls verwickelt. „Ich habe großen Respekt“, gibt Gerling zu. Im Vergleich zur schlechten Personallage vor einer Woche lichtet sich das Lazarett. Jannik Gartmann wird vielleicht nach seinem Handbruch wieder auflaufen. Zudem sind Julien Knickmeier und Jannik Borcherding an Bord, Kim-Patrick Kliver eventuell. Eine Charakterfrage Am Sonntag bildet das Auswärtsspiel bei der Zweitliga-Reserve des TuS Ferndorf für den TuS 09 Möllbergen den Auftakt des Winterpausen-übergreifenden Dreierpacks gegen Teams gleicher Kragenweite der Oberliga. Trainer André Torge rief bereits nach dem Hamm-Spiel für das Duell in Ferndorf die Charakterfrage aus. Torge zählte die Gründe für seine Einschätzung auf: „Die weiteste Fahrt, Anwurf sonntags am späten Nachmittag und wenige Zuschauer.“ Zu diesem Zeitpunkt ahnte der Trainer nicht, dass sich die Ausfallliste für das Ferndorf-Spiel noch verlängern wird. Neben den Langzeitverletzten fallen für das Spiel der beruflich verhinderte Arne Ransiek und Arne Kämper (Bänderriss) aus. Ein Geduldsspiel Prekär ist die personelle Lage auch bei Verbandsligist TSV Hahlen. Neben Paco Kurz, und Sebastian Sülberg-Tewes fallen seit vergangener Woche neben Torjäger Stefan Bruns (Bänderriss) noch Hannes Kolbe (privat verhindert) und wahrscheinlich Eike Böker aus. „Das ist heftig“, sagt TSV-Trainer Henrik Thielking, wirft die Flinte vor dem Heimspiel gegen den Dritten TuS Brake aber nicht ins Korn. „Wir werden basteln und alles in die Waagschale werfen“, versichert der Hahler Coach. Der fordert gegen die Braker 3:2:1-Abwehr am heutigen Samstag ab 17.15 Uhr „Disziplin im Angriff und Konzentration in der Abwehr“.Hahlen ist als Neunter Außenseiter. Im Gegensatz zur HSG Porta im Heimspiel gegen TuS Spenge. „Dummerweise tun wir uns in der Favoritenrolle immer schwer“, sagt HSG-Trainer Daniel Franke. Mit einem Sieg am heutigen Samstag könne seine Mannschaft mit 12:10 Punkten „mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.“ Anwurf ist um 18.30 Uhr. Lit Tribe Germania II empfängt am heutigen Samstag um 17.30 Uhr Spitzenreiter TSG Harsewinkel in Nordhemmern. Obwohl Lit II vor einer Woche die mehrwöchige Durststrecke beendete, geht der Rangachte als klarer Außenseiter ins Spiel. Abstiegskampf pur Derby und Abstiegskampf. Das sind die Zutaten des Aufeinandertreffen zwischen der HSG Petershagen/Lahde und dem TV Hille. Beide Mannschaften befinden sich tief im Tabellenkeller und benötigen jeden Zähler. Die Gastgeber können mit einem Sieg in Lahde an den Gästen vorbeiziehen. Anwurf ist am heutigen Samstag um 18 Uhr. Nach dem Husarenstreich gegen Bad Salzuflen möchte Oberlübbe auswärts bei der TSG Altenhagen-Heepen II nachlegen. Die Bielefelder stecken im Abstiegskampf, die Eintracht als Tabellendritter favorisiert.

Verbandsliga: Bastelstunde im Hahler Feld

Beim Auswärtssieg des TSV Hahlen bei der HSG Hüllhorst sprang Axel Möws erfolgreich in die Bresche und zeigte eine ganz starke Angriffsleistung. Archivfoto: Christian Bendig

Minden (cb). Der letzte Spieltag vor der Winterpause hält vor allem für Henrik Thielking, Trainer des Männer-Verbandsligisten TSV Hahlen, einige Denksportaufgaben bereit. Aufgrund der Verletzungsmisere ist Thielking im Heimspiel gegen den TuS Brake zur Improvisationen gezwungen. Während die Amateurteams von der Oberliga abwärts sich nach dem Wochenende in die Winterpause verabschieden, müssen die Drittliga-Handballer drei Tage vor Heiligabend noch einmal ran. Die Aufgaben am ersten Rückrunden-Spieltag haben es in sich.

Lit-Lazarett lichtet sich

Gegen die SG Menden feierte GWD Minden II zuletzt einen wichtigen Heimsieg im Abstiegskampf. „Nun gilt, es uns weiter zu stabilisieren“, sagt GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier vor dem Spiel beim Dritten SG Schalksmühle-Halver. In das gehen die Mindener als krasser Außenseiter – erst recht ohne Jannik Jungmann (beruflich verhindert). Zu Saisonbeginn spielte die SGSH stark auf, gewann unter anderem 33:19 in Minden und am dritten Spieltag 34:29 bei Lit Tribe Germania. Dann musste Trainer Stefan Neff gehen. „Sie haben jetzt gemerkt, dass es für sie in der Tabelle nicht ganz nach oben geht und sammeln sich vielleicht für die neue Saison“, hegt Schäpsmeier die leise Hoffnung, dass der Kontrahent den allerletzten Biss vermissen lässt.

Daniel Gerling gibt sich dieser Hoffnung vor dem Auswärtsspiel beim TuS Volmetal nicht hin. Die Gastgeber haben in der engen Halle ein heißblütiges Publikum im Rücken. Im Verbund mit der Kampfkraft und dem mit genialen Momenten ausgestatten Jan König ist das eine für jeden Gegner gefährliche Mixtur. Das bekamen der alles überragende Spitzenreiter Wilhelmshavener HV und zuletzt das Spitzenteam Longericher SC zu spüren. Beide Male schwang sich König zum „König von Volmetal auf“. Gegen den WHV traf der Rechtshänder nach der Schlusssirene per Direktfreiwurf zum Sieg, gegen Longerich markierte König per Strafwurf nach Spielende nervenstark den 27:27-Ausgleich. Trotz der überraschenden Punktgewinne, unter anderem auch auswärts beim Zweiten TuS Spenge, steckt Volmetal im Abstiegskampf. In den sieht Lit-Trainer Daniel Gerling trotz eines Polsters von fünf Punkten auf die Abstiegsränge sein Team ebenfalls verwickelt. „Ich habe großen Respekt“, gibt Gerling zu. Im Vergleich zur schlechten Personallage vor einer Woche lichtet sich das Lazarett. Jannik Gartmann wird vielleicht nach seinem Handbruch wieder auflaufen. Zudem sind Julien Knickmeier und Jannik Borcherding an Bord, Kim-Patrick Kliver eventuell.

Eine Charakterfrage

Am Sonntag bildet das Auswärtsspiel bei der Zweitliga-Reserve des TuS Ferndorf für den TuS 09 Möllbergen den Auftakt des Winterpausen-übergreifenden Dreierpacks gegen Teams gleicher Kragenweite der Oberliga. Trainer André Torge rief bereits nach dem Hamm-Spiel für das Duell in Ferndorf die Charakterfrage aus. Torge zählte die Gründe für seine Einschätzung auf: „Die weiteste Fahrt, Anwurf sonntags am späten Nachmittag und wenige Zuschauer.“ Zu diesem Zeitpunkt ahnte der Trainer nicht, dass sich die Ausfallliste für das Ferndorf-Spiel noch verlängern wird. Neben den Langzeitverletzten fallen für das Spiel der beruflich verhinderte Arne Ransiek und Arne Kämper (Bänderriss) aus.

Ein Geduldsspiel

Prekär ist die personelle Lage auch bei Verbandsligist TSV Hahlen. Neben Paco Kurz, und Sebastian Sülberg-Tewes fallen seit vergangener Woche neben Torjäger Stefan Bruns (Bänderriss) noch Hannes Kolbe (privat verhindert) und wahrscheinlich Eike Böker aus. „Das ist heftig“, sagt TSV-Trainer Henrik Thielking, wirft die Flinte vor dem Heimspiel gegen den Dritten TuS Brake aber nicht ins Korn. „Wir werden basteln und alles in die Waagschale werfen“, versichert der Hahler Coach. Der fordert gegen die Braker 3:2:1-Abwehr am heutigen Samstag ab 17.15 Uhr „Disziplin im Angriff und Konzentration in der Abwehr“.Hahlen ist als Neunter Außenseiter.

Im Gegensatz zur HSG Porta im Heimspiel gegen TuS Spenge. „Dummerweise tun wir uns in der Favoritenrolle immer schwer“, sagt HSG-Trainer Daniel Franke. Mit einem Sieg am heutigen Samstag könne seine Mannschaft mit 12:10 Punkten „mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.“ Anwurf ist um 18.30 Uhr. Lit Tribe Germania II empfängt am heutigen Samstag um 17.30 Uhr Spitzenreiter TSG Harsewinkel in Nordhemmern. Obwohl Lit II vor einer Woche die mehrwöchige Durststrecke beendete, geht der Rangachte als klarer Außenseiter ins Spiel.

Abstiegskampf pur

Derby und Abstiegskampf. Das sind die Zutaten des Aufeinandertreffen zwischen der HSG Petershagen/Lahde und dem TV Hille. Beide Mannschaften befinden sich tief im Tabellenkeller und benötigen jeden Zähler. Die Gastgeber können mit einem Sieg in Lahde an den Gästen vorbeiziehen. Anwurf ist am heutigen Samstag um 18 Uhr. Nach dem Husarenstreich gegen Bad Salzuflen möchte Oberlübbe auswärts bei der TSG Altenhagen-Heepen II nachlegen. Die Bielefelder stecken im Abstiegskampf, die Eintracht als Tabellendritter favorisiert.

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