Schiedsrichter-Weihnachtsfeier: „Phoenix“ sorgt für Frust Hille (fat). Das neue Verwaltungssystem „Phoenix“ war das Thema schlechthin im Bürgerhaus Rothenuffeln. Auf der traditionellen Weihnachtsfeier der Handball-Schiedsrichter berichteten sämtliche Funktionäre vor den rund 130 Unparteiischen aus dem Kreis Minden-Lübbecke von angestiegenem Arbeitsaufwand seit der Einführung zur laufenden Saison. Die Plattform für alle aktiv am Spielbetrieb beteiligten Personen - wie Spieler, Schiedsrichter, Zeitnehmer, Sekretäre, Trainer und Übungsleiter - hatte der Verband Westfalen im Zuge der Umstellung auf das Portal „Handball4all“ ins Leben gerufen. Ziel: Den Spielbetrieb nach dem jahrelangen Einsatz des Anbieters „SiS-Handball“ selbst zu organisieren. „Wir dachten bereits, dass wir uns endlich mal vermehrt auf die Schiedsrichter-Ausbildung konzentrieren können und dann kam Phoenix“, sagte Frank Lüttner. Der stellvertretende Schiedsrichterwart im Verband Westfalen vertrat seinen verhinderten Chef Hermann Mehlig: „Es war ein irrsinniger Zeitaufwand, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Meine Kollegen und ich sind gehörig gefrustet. Wir werden bis Saisonende noch viel zu tun haben.“ Die Anforderungen an die Schiedsrichter seien gestiegen. „Ich kann nur appellieren: Tragt Daten wie Sperrtermine ein, damit wir wissen, für welche Spiele Gespanne angesetzt werden können“, erklärte Lüttner. Andernfalls drohen wegen des daraus resultierenden Mehraufwands für die Funktionäre in der kommenden Saison Ordnungsstrafen: „Darüber wird nachgedacht. Ohne Daten können wir es ehrenamtlich nicht mehr leisten.“ Wolfgang Budde, 2. Vorsitzender im Handball-Kreisvorstand, der den Vorsitzenden Reinhold Kölling vertrat, forderte: „Schaut immer ins Programm, damit ihr nicht vor verschlossener Hallentür steht. Denn bei Spielverlegungen gibt es von Phoenix noch keine Benachrichtigung.“ Auch Frank Begemann, Schiedsrichter-Lehrwart im Kreis Minden-Lübbecke, hatte mit Phoenix alle Hände voll zu tun: „Die Kritik, dass es dieses Jahr nur wenige Schiedsrichter-Lehrstunden gab, ist berechtigt. Wir hatten einfach so viele Phoenix-Schulungen.“ Die geringe Anzahl an Ehrungen verdeutlichte ein nächstes Problem. „182 aktive Schiedsrichter - das sind so wenige wie noch nie“, sagte Michael Vogel, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses: „Viele Jüngere sind wegen ihres Studiums heutzutage oft nur kurz dabei. Viele Ältere haben aufgehört.“ Begemann erklärte: „Die Zahl der Schiedsrichter müssen wir wieder erhöhen.“ Das zweite Großprojekt neben der Einführung von Phoenix. Ehrungen 15 Jahre: Dietmar Schumacher, Jörg Könemann, Jörg Watermann, Achim Hucke.20 Jahre: Meinhard Knickmeier, Jürgen Sander.30 Jahre: Frank Schrader, Rolf Burmester.40 Jahre: Erwin Schlötel.

Schiedsrichter-Weihnachtsfeier: „Phoenix“ sorgt für Frust

Ehrung: Frank Begemann (von links), Torsten Huck, Rolf Burmester, Michael Vogel, Frank Schrader, Erwin Schlötel, Dietmar Schumacher, Jörg Könemann, Jürgen Sander und Meinhard Knickmeier. MT- © Foto: fat

Hille (fat). Das neue Verwaltungssystem „Phoenix“ war das Thema schlechthin im Bürgerhaus Rothenuffeln. Auf der traditionellen Weihnachtsfeier der Handball-Schiedsrichter berichteten sämtliche Funktionäre vor den rund 130 Unparteiischen aus dem Kreis Minden-Lübbecke von angestiegenem Arbeitsaufwand seit der Einführung zur laufenden Saison.

Die Plattform für alle aktiv am Spielbetrieb beteiligten Personen - wie Spieler, Schiedsrichter, Zeitnehmer, Sekretäre, Trainer und Übungsleiter - hatte der Verband Westfalen im Zuge der Umstellung auf das Portal „Handball4all“ ins Leben gerufen. Ziel: Den Spielbetrieb nach dem jahrelangen Einsatz des Anbieters „SiS-Handball“ selbst zu organisieren.

„Wir dachten bereits, dass wir uns endlich mal vermehrt auf die Schiedsrichter-Ausbildung konzentrieren können und dann kam Phoenix“, sagte Frank Lüttner. Der stellvertretende Schiedsrichterwart im Verband Westfalen vertrat seinen verhinderten Chef Hermann Mehlig: „Es war ein irrsinniger Zeitaufwand, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Meine Kollegen und ich sind gehörig gefrustet. Wir werden bis Saisonende noch viel zu tun haben.“ Die Anforderungen an die Schiedsrichter seien gestiegen. „Ich kann nur appellieren: Tragt Daten wie Sperrtermine ein, damit wir wissen, für welche Spiele Gespanne angesetzt werden können“, erklärte Lüttner. Andernfalls drohen wegen des daraus resultierenden Mehraufwands für die Funktionäre in der kommenden Saison Ordnungsstrafen: „Darüber wird nachgedacht. Ohne Daten können wir es ehrenamtlich nicht mehr leisten.“

Wolfgang Budde, 2. Vorsitzender im Handball-Kreisvorstand, der den Vorsitzenden Reinhold Kölling vertrat, forderte: „Schaut immer ins Programm, damit ihr nicht vor verschlossener Hallentür steht. Denn bei Spielverlegungen gibt es von Phoenix noch keine Benachrichtigung.“ Auch Frank Begemann, Schiedsrichter-Lehrwart im Kreis Minden-Lübbecke, hatte mit Phoenix alle Hände voll zu tun: „Die Kritik, dass es dieses Jahr nur wenige Schiedsrichter-Lehrstunden gab, ist berechtigt. Wir hatten einfach so viele Phoenix-Schulungen.“

Die geringe Anzahl an Ehrungen verdeutlichte ein nächstes Problem. „182 aktive Schiedsrichter - das sind so wenige wie noch nie“, sagte Michael Vogel, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses: „Viele Jüngere sind wegen ihres Studiums heutzutage oft nur kurz dabei. Viele Ältere haben aufgehört.“ Begemann erklärte: „Die Zahl der Schiedsrichter müssen wir wieder erhöhen.“ Das zweite Großprojekt neben der Einführung von Phoenix.

Ehrungen

15 Jahre: Dietmar Schumacher, Jörg Könemann, Jörg Watermann, Achim Hucke.20 Jahre: Meinhard Knickmeier, Jürgen Sander.30 Jahre: Frank Schrader, Rolf Burmester.40 Jahre: Erwin Schlötel.

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