Staffeleinteilung: Eine bockstarke Liga wartet auf GWD II und die Germanen Christian Bendig Minden (cb). Mit dem Romantitel „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque lässt sich die Einteilung der vier Drittliga-Staffeln zusammenfassen. Unter der Leitung von Andreas Tiemann tagte die Spielkommission des Deutschen Handballbundes und gab unter anderem die Zusammensetzung der neu geschaffenen Staffel Nord-West bekannt. Schon weit vor dem Saisonstart Anfang steht sowohl für Daniel Gerling, Trainer des Aufsteigers Lit Tribe Germania, wie für GWD-Minden-II-Trainer Moritz Schäpsmeier fest: Die Liga ist deutlich stärker besetzt als die Weststaffel der vergangenen Saison. Die Derbys sind das Salz in der Suppe. 3. Liga: Neun Westfalen Mit der Konstellation der Staffel Nord-West war in weiten Teilen zu rechnen gewesen. Lediglich die Eingruppierung des Zweitligaabsteigers Wilhelmshavener HV und Aufsteigers OHV Aurich überrascht. „Die beiden Vereine waren die Härtefälle und hätten auch in die Nord-Ost-Staffel eingruppiert werden können. Vielleicht hätten sie das auch lieber so gesehen“, sagt der Hiller Tiemann, der erstmalig in seiner Funktion als Spielleiter die Einteilung gemeinsam mit weiteren DHB-Verantwortlichen und Vereinsvertretern vornahm. Tiemann empfand die zu treffenden Entscheidungen als Herausforderung. Solche warten auch auf Bert Fuchs. Der Sportliche Leiter Lit Tribe Germanias blickt dem Ligastart gespannt entgegen. „Wir müssen in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze stoßen. Selbst dann ist nicht gewährleistet, dass man auch einen Sieg einfährt. Aber wir nehmen diese Aufgabe an“, betont Fuchs, der spürt: „Das Dorf freut sich auf die Liga.“ In der stellen die ostwestfälischen Klubs Lit Tribe Germania, GWD Minden II, TuS Spenge und Team Handball-Lippe ein Viertel der 16er Staffel. Hinzu kommen die fünf westfälischen Vereine Ahlener SG, TuS Volmetal, Zweitligaabsteiger Eintracht Hagen – mit Trainer Niels Pfannenschmidt sowie den ehemaligen GWD-Spielern Lukas Kister, Tim Brand und Nils Dresrüsse – SG Menden und SG Schalksmühle-Halver. „Wir treffen auf einige alte Bekannte wie Volmetal oder Menden.“, sagt Lit-Coach Daniel Gerling. Er freut sich neben den Derbys gegen GWD II, Spenge und dem Team HB Lippe auch auf das Auswärtsspiel bei der Ahlener SG: „Da kommen ja auch immer ziemlich viele Zuschauer in die Halle.“ Zudem kommt es zum Wiedersehen mit dem OHV Aurich, der ebenfalls ein Zuschauermagnet ist. In der erste Runde der Relegation hatte sich Lit gegen die Ostfriesen durchgesetzt, in der zweiten Runde schaffte auch der OHV den Aufstieg. „Die Liga ist durch die drei Zweitliga-Absteiger auf keinen Fall schwächer geworden“, sagt Gerling. Keine Frage: Leistungsdichte und Spielniveau der Liga sind hoch. Auch, weil die beiden Aufsteiger Lit und Aurich viel Qualität mitbringen. „Es gibt keine Teams, die von vornherein chancenlos sind“, unterstreicht GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier. Für den Kampf an der Spitze hat Schäpsmeier neben Hagen und der SG Schalksmühle-Halver auch Wilhelmshaven auf dem Zettel. Die Norddeutschen konnten den Zweitliga-Kader, unter anderem mit Ex-GWD-Profi Miladin Kozlina bisher einigermaßen zusammenhalten und verpflichteten zudem den slowenischen Keeper Primoz Prost vom Bundesligisten FA Göppingen. „Außerdem sind noch der Vorjahresdritte Spenge und die Bergischen Panther zu beachten“, führt Schäpsmeier aus und gewinnt der Vielzahl der Vereine auf engem Raum Positives ab: „Das sind sehr ökonomische Fahrstrecken.“ Oberliga: Breites Mittelfeld Auch eine Etage tiefer, in der Oberliga Westfalen, erwartet TuS 009 Möllbergen-Coach André Torge ein hauen und Stechen. „Oben werden sich neben den Titelfavoriten TSG A-H Bielefeld und ASV Hamm-Westfalen II mit den Sportfreunden Loxten, dem VfL Gladbeck und dem Soester TV fünf Teams tummeln.“ Dahinter erwartet Torge „ein breites Mittelfeld“ und insgesamt ein spannendes Ligageschehen. „Die Aufsteiger Rödinghausen, Bergkamen und Haltern-Sythen haben viel Qualität. Den Absteiger Nummer eins gibt es nicht.“ Männer, 3. Liga Nord-West: Ahlener SG, SG Menden Sauerland Wölfe, VfL Gummersbach II, TuS Volmetal, Longericher SC Köln, Leichlinger TV, Team Handball Lippe II, GWD Minden II, HSG Bergische Panther, SG Schalksmühle- Halver Dragons, TuS Spenge, HSG Neuss/Düsseldorf, Wilhelmshavener HV, VfL Eintracht Hagen, OHV Aurich, Lit Tribe Germania. Männer, Oberliga: HC Tura Bergkamen, ASV Hamm-Westfalen II, TuS Ferndorf II, TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, VfL Handball Mennighüffen, TSG A-H Bielefeld, HTV Hemer, CVJM Rödinghausen, Sportfreunde Loxten, TuS 09 Möllbergen, FC Schalke 04, HSC Haltern-Sythen, Soester TV, VfL Gladbeck.

Staffeleinteilung: Eine bockstarke Liga wartet auf GWD II und die Germanen

Auf sie mit Gebrüll: Aufsteiger Lit Tribe Germania steht vor vielen harten Aufgaben in der Staffel Nord-West der 3. Liga. © Foto: Bendig

Minden (cb). Mit dem Romantitel „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque lässt sich die Einteilung der vier Drittliga-Staffeln zusammenfassen. Unter der Leitung von Andreas Tiemann tagte die Spielkommission des Deutschen Handballbundes und gab unter anderem die Zusammensetzung der neu geschaffenen Staffel Nord-West bekannt. Schon weit vor dem Saisonstart Anfang steht sowohl für Daniel Gerling, Trainer des Aufsteigers Lit Tribe Germania, wie für GWD-Minden-II-Trainer Moritz Schäpsmeier fest: Die Liga ist deutlich stärker besetzt als die Weststaffel der vergangenen Saison. Die Derbys sind das Salz in der Suppe.

3. Liga: Neun Westfalen

Mit der Konstellation der Staffel Nord-West war in weiten Teilen zu rechnen gewesen. Lediglich die Eingruppierung des Zweitligaabsteigers Wilhelmshavener HV und Aufsteigers OHV Aurich überrascht. „Die beiden Vereine waren die Härtefälle und hätten auch in die Nord-Ost-Staffel eingruppiert werden können. Vielleicht hätten sie das auch lieber so gesehen“, sagt der Hiller Tiemann, der erstmalig in seiner Funktion als Spielleiter die Einteilung gemeinsam mit weiteren DHB-Verantwortlichen und Vereinsvertretern vornahm.

Tiemann empfand die zu treffenden Entscheidungen als Herausforderung. Solche warten auch auf Bert Fuchs. Der Sportliche Leiter Lit Tribe Germanias blickt dem Ligastart gespannt entgegen. „Wir müssen in jedem Spiel an unsere Leistungsgrenze stoßen. Selbst dann ist nicht gewährleistet, dass man auch einen Sieg einfährt. Aber wir nehmen diese Aufgabe an“, betont Fuchs, der spürt: „Das Dorf freut sich auf die Liga.“

In der stellen die ostwestfälischen Klubs Lit Tribe Germania, GWD Minden II, TuS Spenge und Team Handball-Lippe ein Viertel der 16er Staffel. Hinzu kommen die fünf westfälischen Vereine Ahlener SG, TuS Volmetal, Zweitligaabsteiger Eintracht Hagen – mit Trainer Niels Pfannenschmidt sowie den ehemaligen GWD-Spielern Lukas Kister, Tim Brand und Nils Dresrüsse – SG Menden und SG Schalksmühle-Halver. „Wir treffen auf einige alte Bekannte wie Volmetal oder Menden.“, sagt Lit-Coach Daniel Gerling. Er freut sich neben den Derbys gegen GWD II, Spenge und dem Team HB Lippe auch auf das Auswärtsspiel bei der Ahlener SG: „Da kommen ja auch immer ziemlich viele Zuschauer in die Halle.“ Zudem kommt es zum Wiedersehen mit dem OHV Aurich, der ebenfalls ein Zuschauermagnet ist. In der erste Runde der Relegation hatte sich Lit gegen die Ostfriesen durchgesetzt, in der zweiten Runde schaffte auch der OHV den Aufstieg. „Die Liga ist durch die drei Zweitliga-Absteiger auf keinen Fall schwächer geworden“, sagt Gerling. Keine Frage: Leistungsdichte und Spielniveau der Liga sind hoch.

Auch, weil die beiden Aufsteiger Lit und Aurich viel Qualität mitbringen. „Es gibt keine Teams, die von vornherein chancenlos sind“, unterstreicht GWD-II-Trainer Moritz Schäpsmeier. Für den Kampf an der Spitze hat Schäpsmeier neben Hagen und der SG Schalksmühle-Halver auch Wilhelmshaven auf dem Zettel. Die Norddeutschen konnten den Zweitliga-Kader, unter anderem mit Ex-GWD-Profi Miladin Kozlina bisher einigermaßen zusammenhalten und verpflichteten zudem den slowenischen Keeper Primoz Prost vom Bundesligisten FA Göppingen. „Außerdem sind noch der Vorjahresdritte Spenge und die Bergischen Panther zu beachten“, führt Schäpsmeier aus und gewinnt der Vielzahl der Vereine auf engem Raum Positives ab: „Das sind sehr ökonomische Fahrstrecken.“

Oberliga: Breites Mittelfeld

Auch eine Etage tiefer, in der Oberliga Westfalen, erwartet TuS 009 Möllbergen-Coach André Torge ein hauen und Stechen. „Oben werden sich neben den Titelfavoriten TSG A-H Bielefeld und ASV Hamm-Westfalen II mit den Sportfreunden Loxten, dem VfL Gladbeck und dem Soester TV fünf Teams tummeln.“ Dahinter erwartet Torge „ein breites Mittelfeld“ und insgesamt ein spannendes Ligageschehen. „Die Aufsteiger Rödinghausen, Bergkamen und Haltern-Sythen haben viel Qualität. Den Absteiger Nummer eins gibt es nicht.“

Männer, 3. Liga Nord-West: Ahlener SG, SG Menden Sauerland Wölfe, VfL Gummersbach II, TuS Volmetal, Longericher SC Köln, Leichlinger TV, Team Handball Lippe II, GWD Minden II, HSG Bergische Panther, SG Schalksmühle- Halver Dragons, TuS Spenge, HSG Neuss/Düsseldorf, Wilhelmshavener HV, VfL Eintracht Hagen, OHV Aurich, Lit Tribe Germania.

Männer, Oberliga: HC Tura Bergkamen, ASV Hamm-Westfalen II, TuS Ferndorf II, TuS 97 Bielefeld/Jöllenbeck, VfL Handball Mennighüffen, TSG A-H Bielefeld, HTV Hemer, CVJM Rödinghausen, Sportfreunde Loxten, TuS 09 Möllbergen, FC Schalke 04, HSC Haltern-Sythen, Soester TV, VfL Gladbeck.

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