2. Liga: TuS N-Lübbecke schlägt mit dem letzten Wurf eiskalt zurück Alexander Grohmann Fürstenfeldbruck/Lübbecke. Wer solche Spiele gewinnt, kann möglicherweise Großes erreichen: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke gerät beim Favoritenschreck TuS Fürstenfeldbruck nach der Pause ins Schlingern, hat beim 22:21 (15:12)-Sieg in einer dramatischen Schlussphase aber das letzte Wort. Nach dem Ausgleich der Gastgeber per Kempa-Tor acht Sekunden vor Schluss antwortet der Tabellenzweite mit kühlem Kopf: Lutz Heiny schließt im Vollsprint aus zehn Metern mit dem 22:21 ab und lässt Lübbecke jubeln. Der Aufstiegstraum lebt. „Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Es war ein überwältigendes Gefühl, weil es zwei ganz wichtige Punkte waren“, sagte Linksaußen Tom Skroblien über den Siegtreffer seines Teamkollegen nach einer blitzschnell eingeleiteten Schnellen Mitte. Ein Auftrag, den Trainer Emir Kurtagic seiner Mannschaft in der letzten Auszeit der Brucker erteilt hatte. „Er hat gesagt, dass wir versuchen sollen, schnell umzuschalten, falls nach einem Gegentor noch Zeit auf der Uhr ist“, verriet Skroblien. Dass es am Ende immer enger wurde für den Favoriten, lag auch an der Kampfkraft der Gastgeber, die sich auch von einem Fünf-Tore-Rückstand (9:14) nicht beirren ließen und dem Tabellenzweiten mehr und mehr zusetzten. „Wir waren auf eine offensive Deckung eingestellt, aber dass sie so weit vorne angreifen, hat uns doch ein bisschen überrascht. Das hat Hektik verursacht“, analysierte Skroblien. Nachdem sich die Lübbecker im Verlauf der ersten Halbzeit, auch bedingt durch frühe Wechsel im Angriff, besser auf die 3:2:1-Abwehr der „Panther“ eingestellt hatten, fanden sie nach der Pause immer weniger Lösungen. Den Grundstein zum Arbeitssieg legten die Gäste schließlich in der Deckung: „Ich bin froh, dass wir eine ähnlich gute Abwehr wie Fürstenfeldbruck gestellt haben – mit einem guten Aljosa Rezar dahinter“, sagte Emir Kurtagic über den Ritt auf der Rasierklinge beim Favoritenschreck, der in seinem „Pantherkäfig“ 2021 schon den HSV Hamburg und den VfL Gummersbach bezwungen hatte. Die Lübbecker kamen am Samstag dagegen mit ein paar Kratzern und einem blauen Auge davon. „Mit nur einem Prozent weniger Bereitschaft wären wir hier wie die anderen Spitzenteams mit einer Klatsche nach Hause gefahren“, urteilte Kurtagic. Zum Glück konnten sich die Gäste erneut auf Aljosa Rezar verlassen. Die Statistik wies elf Paraden des Keepers aus, darunter zwei gehaltene Siebenmeter. „Da waren einige ganz wichtige Aktionen dabei. Ohne Joschi wäre es heute schwierig geworden“, zollte der Sportliche Leiter Rolf Hermann dem seit Wochen in Bestform agierenden Routinier ein Sonderlob. Auch Rezar jedoch konnte nicht verhindern, dass die Luft für die Lübbecker in der zweiten Halbzeit immer dünner wurde. Denn als die Brucker sich zum Ausgleich kämpften und auch noch Leos Petrovsky nach seiner dritten Zeitstrafe Rot sah, war endgültig ein Punktverlust zu befürchten. Acht Sekunden waren noch auf der Uhr. Doch die Antwort folgte prompt: Heiny stürmte nach vorne, nahm sich nach einem Fehlversuch kurz zuvor auch den letzten Wurf des Abends und verschwand nach seinem Volltreffer blitzschnell in der Jubeltraube.

2. Liga: TuS N-Lübbecke schlägt mit dem letzten Wurf eiskalt zurück

Erlösung in letzter Sekunde: Während die Aufstiegskonkurrenten aus Hamburg und Gummersbach in Fürstenfeldbruck verloren, feierte der TuS N-Lübbecke einen knappen Sieg beim Tabellenletzten. Foto: HMB Media/HeikoBecker/imago © imago images/HMB-Media

Fürstenfeldbruck/Lübbecke. Wer solche Spiele gewinnt, kann möglicherweise Großes erreichen: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke gerät beim Favoritenschreck TuS Fürstenfeldbruck nach der Pause ins Schlingern, hat beim 22:21 (15:12)-Sieg in einer dramatischen Schlussphase aber das letzte Wort. Nach dem Ausgleich der Gastgeber per Kempa-Tor acht Sekunden vor Schluss antwortet der Tabellenzweite mit kühlem Kopf: Lutz Heiny schließt im Vollsprint aus zehn Metern mit dem 22:21 ab und lässt Lübbecke jubeln. Der Aufstiegstraum lebt.

„Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Es war ein überwältigendes Gefühl, weil es zwei ganz wichtige Punkte waren“, sagte Linksaußen Tom Skroblien über den Siegtreffer seines Teamkollegen nach einer blitzschnell eingeleiteten Schnellen Mitte. Ein Auftrag, den Trainer Emir Kurtagic seiner Mannschaft in der letzten Auszeit der Brucker erteilt hatte. „Er hat gesagt, dass wir versuchen sollen, schnell umzuschalten, falls nach einem Gegentor noch Zeit auf der Uhr ist“, verriet Skroblien.

Dass es am Ende immer enger wurde für den Favoriten, lag auch an der Kampfkraft der Gastgeber, die sich auch von einem Fünf-Tore-Rückstand (9:14) nicht beirren ließen und dem Tabellenzweiten mehr und mehr zusetzten. „Wir waren auf eine offensive Deckung eingestellt, aber dass sie so weit vorne angreifen, hat uns doch ein bisschen überrascht. Das hat Hektik verursacht“, analysierte Skroblien. Nachdem sich die Lübbecker im Verlauf der ersten Halbzeit, auch bedingt durch frühe Wechsel im Angriff, besser auf die 3:2:1-Abwehr der „Panther“ eingestellt hatten, fanden sie nach der Pause immer weniger Lösungen.

Den Grundstein zum Arbeitssieg legten die Gäste schließlich in der Deckung: „Ich bin froh, dass wir eine ähnlich gute Abwehr wie Fürstenfeldbruck gestellt haben – mit einem guten Aljosa Rezar dahinter“, sagte Emir Kurtagic über den Ritt auf der Rasierklinge beim Favoritenschreck, der in seinem „Pantherkäfig“ 2021 schon den HSV Hamburg und den VfL Gummersbach bezwungen hatte. Die Lübbecker kamen am Samstag dagegen mit ein paar Kratzern und einem blauen Auge davon. „Mit nur einem Prozent weniger Bereitschaft wären wir hier wie die anderen Spitzenteams mit einer Klatsche nach Hause gefahren“, urteilte Kurtagic.

Zum Glück konnten sich die Gäste erneut auf Aljosa Rezar verlassen. Die Statistik wies elf Paraden des Keepers aus, darunter zwei gehaltene Siebenmeter. „Da waren einige ganz wichtige Aktionen dabei. Ohne Joschi wäre es heute schwierig geworden“, zollte der Sportliche Leiter Rolf Hermann dem seit Wochen in Bestform agierenden Routinier ein Sonderlob.

Auch Rezar jedoch konnte nicht verhindern, dass die Luft für die Lübbecker in der zweiten Halbzeit immer dünner wurde. Denn als die Brucker sich zum Ausgleich kämpften und auch noch Leos Petrovsky nach seiner dritten Zeitstrafe Rot sah, war endgültig ein Punktverlust zu befürchten. Acht Sekunden waren noch auf der Uhr. Doch die Antwort folgte prompt: Heiny stürmte nach vorne, nahm sich nach einem Fehlversuch kurz zuvor auch den letzten Wurf des Abends und verschwand nach seinem Volltreffer blitzschnell in der Jubeltraube.

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