2. Liga: Heiny wirft Lübbecke in letzter Sekunde zum Pflichtsieg Alexander Grohmann Fürstenfeldbruck/Lübbecke. ?Unglaubliches Ende eines verrückten Handballspiels: Mit einem Tor in letzter Sekunde hat Lutz Heiny Zweitligist TuS N-Lübbecke beim Favoritenschreck TuS Fürstenfeldbruck zu einem 22:21 (15:12)-Sieg geworfen, nachdem sich die Gastgeber kurz zuvor schon über einen fast sicheren Punktgewinn gefreut hatten. Durch den Erfolg verteidigten die Lübbecker Platz zwei vor dem ebenfalls siegreichen VfL Gummersbach. Während sich die Gäste nach dem Happy-End in den Armen lagen, sanken die gegnerischen Akteure aufs Parkett. Ein paar Meter weiter versuchte Rolf Hermann die wilde Schlussminute zu verarbeiten. „Mein Herz! Ich glaube, ich muss mich bald zur Ruhe setzen“, kommentierte der Sportliche Leiter das gerade Erlebte. Mit einer schwachen Angriffsleistung hatte sich der TuS nach der Pause in die Bredouille gebracht und schien vom Schlusslicht bitter bestraft zu werden. Doch der letzte Wurf des Abends landete im Kasten der Gastgeber. „Über das, was heute nicht so gut gelaufen ist, will ich jetzt nicht sprechen. Die Hauptaussage ist: Hier musst du erstmal gewinnen und das hat unsere Mannschaft geschafft“, sagte Hermann erleichtert und glücklich. Der TuS Fürstenfeldbruck, der in diesem Jahr in eigener Halle schon Spitzenreiter HSV Hamburg und den Tabellendritten VfL Gummersbach besiegt t hatte, wollte sich am Samstagabend nun den nächsten „Großen“ krallen. Wie erwartet, setzten die Hausherren im „Pantherkäfig“ auf ihre 3-2-1-Abwehr und attackierten die Lübbecker schon früh. Der Favorit erwischte dennoch den besseren Start und warf eine 5:2-Führung heraus (11.). Gerade zu Beginn leistete sich der TuS allerdings einige leichte Fehler im Aufbauspiel. Glücklicherweise hatte Aljosa Rezar erneut einen guten Tag erwischt: Der TuS-Keeper konnte einige Gegenstöße entschärfen und ahnte auch beim Siebenmeter von Falk Kolodziej die richtige Ecke. Mit einem Blitzreflex lenkte „Joschi“ den Ball um den rechten Pfosten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Lübbecker das Geschehen bei einer 9:5-Führung weitgehend unter Kontrolle. Auch weil Emir Kurtagic im Angriff früh durchgewechselt hatte: Für Roman Becvar, Dominik Ebner und Lutz Heiny kamen bereits Mitte der ersten Halbzeit Benas Petreikis, Florian Baumgärtner und Valentin Spohn in die Partie. Das Trio schaffte es besser, die Nahtstellen in der offensiven Abwehr der Gastgeber zu finden. Beim 9:14 lag der TuS erstmals mit fünf Treffern in Front. Auch, weil die Abwehr immer besser zupackte und dem Schlusslicht kaum freie Würfe erlaubte. Fürstenfeldbruck war, unterstützt von mehr als nur einer Handvoll Trommlern, aber noch längst nicht am Ende mit seinem Latein: Kurz vor der Pause verkürzte der kampfstarke Außenseiter auf 12:15. Danach der Pause arbeitete sich die Truppe von Martin Wild Stück für Stück heran. Die Lübbecker verließen im Angriff ihre zuvor erfolgreiche Linie, schoben auch in der Abwehr nicht mehr so gut zu. Die Folge: 90 Sekunden vor Schluss verkürzte Falk Kolodziej auf 20:21 und brachte Lübbecke endgültig in die Bredouille. Auch den folgenden Angriff schlossen die Gäste nicht erfolgreich ab, zumal sie nach der Roten Karte gegen Leos Petrovsky (dritte Zeitstrafe) auch noch in Unterzahl auf dem Parkett standen. 20 Sekunden vor dem Ende wechselte der Ballbesitz noch einmal. Und die „Panther“ hatten sich etwas ganz Besonderes für ihre letzte Chance ausgedacht: Sie passten den Ball auf Rechtsaußen und von dort auf direktem Weg in den Kreis, wo Johannes Stumpf per Kempa zum umjubelten 21:21 abstaubte. Doch während sich die Brucker innerlich schon über einen weiteren Husarenstreich gegen ein Topteam freuten und mental etwas zu früh abschalteten, holte der Tabellenzweite zum Gegenschlag aus: Lutz Heiny schnappte sich den Ball, zog „im Vollsprint“ (Rolf Hermann) Richtung gegnerisches Tor und traf aus neun Metern zum 21:22. „Wir müssen uns heute auch bei Aljosa Rezar bedanken, der wieder einmal fantastisch gehalten hat. Ohne ihn wäre es eventuell schwierig geworden. Das war auch für den Kopf ein ganz wichtiger Sieg“, sagte Rolf Hermann nach einem Abend in Bayern, den Lübbeckes Handballer nicht so schnell vergessen werden. TuS Fürstenfeldbruck: M. Luderschmid, Oberosler, Hanemann – Huber, Kaulitz (2), Kolodziej (4/2), Borschel (1), Lex, Seitz (2), J. Luderschmid, Meinzer (1), Engelmann (1), Stumpf (6), Prause (1), Horner (2), Priestele (1). TuS N-Lübbecke: Rezar, Gercar – Skroblien (5/2), Heiny (3), Petrovsky, Heiny, Ebner (1), Petreikis (2), Spohn (5), Strosack, Becvar, Bagaric, Speckmann, Baumgärtner (4), Nissen (2). Rote Karte: Petrovsky (TuS N-Lübbecke/59. dritte Zeitstrafe).

2. Liga: Heiny wirft Lübbecke in letzter Sekunde zum Pflichtsieg

Die Spieler des TuS N-Lübbecke feiern ihren Sieg in letzter Sekunde. Foto: Beautiful Sports/Goldberg via imago © imago images/Beautiful Sports

Fürstenfeldbruck/Lübbecke. ?Unglaubliches Ende eines verrückten Handballspiels: Mit einem Tor in letzter Sekunde hat Lutz Heiny Zweitligist TuS N-Lübbecke beim Favoritenschreck TuS Fürstenfeldbruck zu einem 22:21 (15:12)-Sieg geworfen, nachdem sich die Gastgeber kurz zuvor schon über einen fast sicheren Punktgewinn gefreut hatten. Durch den Erfolg verteidigten die Lübbecker Platz zwei vor dem ebenfalls siegreichen VfL Gummersbach.

Während sich die Gäste nach dem Happy-End in den Armen lagen, sanken die gegnerischen Akteure aufs Parkett. Ein paar Meter weiter versuchte Rolf Hermann die wilde Schlussminute zu verarbeiten. „Mein Herz! Ich glaube, ich muss mich bald zur Ruhe setzen“, kommentierte der Sportliche Leiter das gerade Erlebte. Mit einer schwachen Angriffsleistung hatte sich der TuS nach der Pause in die Bredouille gebracht und schien vom Schlusslicht bitter bestraft zu werden. Doch der letzte Wurf des Abends landete im Kasten der Gastgeber. „Über das, was heute nicht so gut gelaufen ist, will ich jetzt nicht sprechen. Die Hauptaussage ist: Hier musst du erstmal gewinnen und das hat unsere Mannschaft geschafft“, sagte Hermann erleichtert und glücklich.

Der TuS Fürstenfeldbruck, der in diesem Jahr in eigener Halle schon Spitzenreiter HSV Hamburg und den Tabellendritten VfL Gummersbach besiegt t hatte, wollte sich am Samstagabend nun den nächsten „Großen“ krallen. Wie erwartet, setzten die Hausherren im „Pantherkäfig“ auf ihre 3-2-1-Abwehr und attackierten die Lübbecker schon früh. Der Favorit erwischte dennoch den besseren Start und warf eine 5:2-Führung heraus (11.). Gerade zu Beginn leistete sich der TuS allerdings einige leichte Fehler im Aufbauspiel. Glücklicherweise hatte Aljosa Rezar erneut einen guten Tag erwischt: Der TuS-Keeper konnte einige Gegenstöße entschärfen und ahnte auch beim Siebenmeter von Falk Kolodziej die richtige Ecke. Mit einem Blitzreflex lenkte „Joschi“ den Ball um den rechten Pfosten.

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Lübbecker das Geschehen bei einer 9:5-Führung weitgehend unter Kontrolle. Auch weil Emir Kurtagic im Angriff früh durchgewechselt hatte: Für Roman Becvar, Dominik Ebner und Lutz Heiny kamen bereits Mitte der ersten Halbzeit Benas Petreikis, Florian Baumgärtner und Valentin Spohn in die Partie. Das Trio schaffte es besser, die Nahtstellen in der offensiven Abwehr der Gastgeber zu finden. Beim 9:14 lag der TuS erstmals mit fünf Treffern in Front. Auch, weil die Abwehr immer besser zupackte und dem Schlusslicht kaum freie Würfe erlaubte. Fürstenfeldbruck war, unterstützt von mehr als nur einer Handvoll Trommlern, aber noch längst nicht am Ende mit seinem Latein: Kurz vor der Pause verkürzte der kampfstarke Außenseiter auf 12:15.

Danach der Pause arbeitete sich die Truppe von Martin Wild Stück für Stück heran. Die Lübbecker verließen im Angriff ihre zuvor erfolgreiche Linie, schoben auch in der Abwehr nicht mehr so gut zu. Die Folge: 90 Sekunden vor Schluss verkürzte Falk Kolodziej auf 20:21 und brachte Lübbecke endgültig in die Bredouille. Auch den folgenden Angriff schlossen die Gäste nicht erfolgreich ab, zumal sie nach der Roten Karte gegen Leos Petrovsky (dritte Zeitstrafe) auch noch in Unterzahl auf dem Parkett standen.

20 Sekunden vor dem Ende wechselte der Ballbesitz noch einmal. Und die „Panther“ hatten sich etwas ganz Besonderes für ihre letzte Chance ausgedacht: Sie passten den Ball auf Rechtsaußen und von dort auf direktem Weg in den Kreis, wo Johannes Stumpf per Kempa zum umjubelten 21:21 abstaubte. Doch während sich die Brucker innerlich schon über einen weiteren Husarenstreich gegen ein Topteam freuten und mental etwas zu früh abschalteten, holte der Tabellenzweite zum Gegenschlag aus: Lutz Heiny schnappte sich den Ball, zog „im Vollsprint“ (Rolf Hermann) Richtung gegnerisches Tor und traf aus neun Metern zum 21:22.

„Wir müssen uns heute auch bei Aljosa Rezar bedanken, der wieder einmal fantastisch gehalten hat. Ohne ihn wäre es eventuell schwierig geworden. Das war auch für den Kopf ein ganz wichtiger Sieg“, sagte Rolf Hermann nach einem Abend in Bayern, den Lübbeckes Handballer nicht so schnell vergessen werden.

TuS Fürstenfeldbruck: M. Luderschmid, Oberosler, Hanemann – Huber, Kaulitz (2), Kolodziej (4/2), Borschel (1), Lex, Seitz (2), J. Luderschmid, Meinzer (1), Engelmann (1), Stumpf (6), Prause (1), Horner (2), Priestele (1).

TuS N-Lübbecke: Rezar, Gercar – Skroblien (5/2), Heiny (3), Petrovsky, Heiny, Ebner (1), Petreikis (2), Spohn (5), Strosack, Becvar, Bagaric, Speckmann, Baumgärtner (4), Nissen (2).

Rote Karte: Petrovsky (TuS N-Lübbecke/59. dritte Zeitstrafe).

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