2. Liga: Der TuS N-Lübbecke zeigt mit dem 29:24 in Bietigheim eine starke Reaktion Ingo Notz Bietigheim. Starke Reaktion des TuS N-Lübbecke: Nach dem vermeidbaren Punktverlust im Hinspiel gegen die SG Bietigheim-Bissingen, hat der TuS am Samstagabend mit dem dringend benötigten Auswärtssieg passend geantwortet. Mit dem 29:24 (15:11)-Sieg sind die Lübbecker weiter im Aufstiegsrennen der Zweiten Bundesliga auf Kurs. „Wir haben besser verteidigt mit einer besseren Torwartleistung als am Mittwoch“, sagt der Chefcoach des TuS Emir Kurtagic und ergänzt: „Wir haben die Stabilität in der Abwehr behalten.“ Bietigheim begann die Partie mit einer starken Defensivleistung und überraschte in den ersten Minuten mit einer konsequenten Siebener-Offensive ohne Torwart. Und sie verdienten sich mit dieser Aggressivität eine ausgeglichene Anfangsphase, in der der TuS etwas brauchte, um die richtigen Mittel gegen diese Spielweise zu finden. Lutz Heiny stellte nach zehn Minuten den ersten Zwei-Tore-Vorsprung zum 6:4 her, nachdem die Gastgeber in den Aktionen zuvor mit zwei Pfostentreffern hadern durften. Erst war die Mauer aus Holz, dann aus Rezar: Lübbeckes Keeper wurde neben dem Torgestänge zum großen Problem der Gastgeber und lief sich jetzt richtig warm. „Aljosa hat im Tor richtig stark gehalten. Er vor allem war es, der allen rasch Sicherheit verschafft hat“, sagt Kurtagic. Ein Lob verteilte der TuS-Trainer aber auch an Leos Petrovsky und Marko Bagaric, die im Innenblock gute Arbeit ablieferten. Den Unterschied machte am Samstag aber die Chancenverwertung aus. „Wir haben gut gespielt im Angriff, lassen aber zu viele Chancen liegen“, sagte Bietigheims Interimscoach Brian Ankersen. Das seien dann gegen eine Mannschaft wie Nettelstedt, die prompt im Tempospiel antwortet, Szenen, die doppelt schmerzten. „Ich bin zufrieden mit der kämpferischen Leistung. Wir wollten nie aufgeben, das ist uns gelungen“, unterstreicht der Däne. Schnelle Gegenstöße brachten die Lübbecker schnell mit 9:5 in Führung. Nach einer Roten Karte gegen Patrick Rentschler baute Lübbecke die Führung bis zum 13:6 aus (21.). Dass eine Sechs-Tore-Führung gegen Bietigheim nichts bedeuten muss, hatten die Lübbecker am vergangenen Mittwoch schmerzvoll miterleben müssen. Auch diesmal schmolz der Vorsprung, diesmal schon vor der Pause. Lübbecke nahm aber noch eine 15:11-Führung mit in die Halbzeit. Im zweiten Abschnitt vernagelte Aljosa Rezar seinen Kasten weiterhin zuverlässiger als jeder badische Zimmermann, sodass seine Vorderleute bis zur 45. Minute mit schnellen Toren und einigem Glück bei Abprallern zum 22:15 kontern konnten. Im Hinspiel kippte die Partie in den letzten 20 Minuten – ein zweites Mal ließen sich die Lübbecker aber nicht aus der Ruhe bringen. Über 24:18 und 25:19 schien die Partie sieben Minuten vor dem Ende eine sichere Sache für den TuS zu sein, ehe Bietigheim in der Schlussphase doch noch einmal die Räume bekam und knapp vier Minuten vor dem Ende bei 22:25 wieder halbwegs auf Schlagdistanz war. „Klar gab es wieder ein paar nervöse Aktionen bei uns, aber solche Phasen bleiben im Handball nie ganz aus. Die Mannschaft wirkte sehr souverän und wir konnten Bietigheim immer wieder auf Distanz halten“, sagte Kurtagic. Der TuS-Trainer beruhigte die Partie nach Roman Becvars 26:22 mit seiner letzten Auszeit, danach geriet der Lübbecker Sieg nicht mehr in Gefahr. Peter Strosack machte mit einem Doppelpack den Deckel drauf zum 28:24. Neben Aljosa Rezar überragte beim TuS einmal mehr Tom Skroblien, der das Duell der Toptorjäger mit neun Treffern gegen Bietigheims Christian Schäfer (4) deutlich für sich entschied. Trotz einiger Fehler, vor allem am Anfang und in den Schlussphasen beider Halbzeiten, stand unterm Strich dank eine Spitzenleistung einer Spitzenmannschaft, die sich diesmal zusätzlich zu einer geschlossenen Teamleistung vor allem auf die Effizienz von Aljosa Rezar und Tom Skroblien verlassen konnte. „Diese zwei Punkte auswärts müssen erstmal geholt werden“, lobte Kurtagic seine Schützlinge. Gestern stand bei den Lübbeckern Regeneration an, bevor ab heute die Arbeit für das Mittwoch-Heimspiel gegen Bayer Dormagen. beginnt.

2. Liga: Der TuS N-Lübbecke zeigt mit dem 29:24 in Bietigheim eine starke Reaktion

Bietigheim. Starke Reaktion des TuS N-Lübbecke: Nach dem vermeidbaren Punktverlust im Hinspiel gegen die SG Bietigheim-Bissingen, hat der TuS am Samstagabend mit dem dringend benötigten Auswärtssieg passend geantwortet. Mit dem 29:24 (15:11)-Sieg sind die Lübbecker weiter im Aufstiegsrennen der Zweiten Bundesliga auf Kurs.

In Jubelpose: TuS N-Lübbeckes Tom Skroblien freut sich über einen seiner insgesamt neun Tore. Foto: Marco Wolf - © Marco Wolf
In Jubelpose: TuS N-Lübbeckes Tom Skroblien freut sich über einen seiner insgesamt neun Tore. Foto: Marco Wolf - © Marco Wolf

„Wir haben besser verteidigt mit einer besseren Torwartleistung als am Mittwoch“, sagt der Chefcoach des TuS Emir Kurtagic und ergänzt: „Wir haben die Stabilität in der Abwehr behalten.“

Bietigheim begann die Partie mit einer starken Defensivleistung und überraschte in den ersten Minuten mit einer konsequenten Siebener-Offensive ohne Torwart. Und sie verdienten sich mit dieser Aggressivität eine ausgeglichene Anfangsphase, in der der TuS etwas brauchte, um die richtigen Mittel gegen diese Spielweise zu finden.

Lutz Heiny stellte nach zehn Minuten den ersten Zwei-Tore-Vorsprung zum 6:4 her, nachdem die Gastgeber in den Aktionen zuvor mit zwei Pfostentreffern hadern durften. Erst war die Mauer aus Holz, dann aus Rezar: Lübbeckes Keeper wurde neben dem Torgestänge zum großen Problem der Gastgeber und lief sich jetzt richtig warm.

„Aljosa hat im Tor richtig stark gehalten. Er vor allem war es, der allen rasch Sicherheit verschafft hat“, sagt Kurtagic. Ein Lob verteilte der TuS-Trainer aber auch an Leos Petrovsky und Marko Bagaric, die im Innenblock gute Arbeit ablieferten.

Den Unterschied machte am Samstag aber die Chancenverwertung aus. „Wir haben gut gespielt im Angriff, lassen aber zu viele Chancen liegen“, sagte Bietigheims Interimscoach Brian Ankersen. Das seien dann gegen eine Mannschaft wie Nettelstedt, die prompt im Tempospiel antwortet, Szenen, die doppelt schmerzten. „Ich bin zufrieden mit der kämpferischen Leistung. Wir wollten nie aufgeben, das ist uns gelungen“, unterstreicht der Däne.

Schnelle Gegenstöße brachten die Lübbecker schnell mit 9:5 in Führung. Nach einer Roten Karte gegen Patrick Rentschler baute Lübbecke die Führung bis zum 13:6 aus (21.). Dass eine Sechs-Tore-Führung gegen Bietigheim nichts bedeuten muss, hatten die Lübbecker am vergangenen Mittwoch schmerzvoll miterleben müssen. Auch diesmal schmolz der Vorsprung, diesmal schon vor der Pause. Lübbecke nahm aber noch eine 15:11-Führung mit in die Halbzeit.

Im zweiten Abschnitt vernagelte Aljosa Rezar seinen Kasten weiterhin zuverlässiger als jeder badische Zimmermann, sodass seine Vorderleute bis zur 45. Minute mit schnellen Toren und einigem Glück bei Abprallern zum 22:15 kontern konnten. Im Hinspiel kippte die Partie in den letzten 20 Minuten – ein zweites Mal ließen sich die Lübbecker aber nicht aus der Ruhe bringen. Über 24:18 und 25:19 schien die Partie sieben Minuten vor dem Ende eine sichere Sache für den TuS zu sein, ehe Bietigheim in der Schlussphase doch noch einmal die Räume bekam und knapp vier Minuten vor dem Ende bei 22:25 wieder halbwegs auf Schlagdistanz war.

„Klar gab es wieder ein paar nervöse Aktionen bei uns, aber solche Phasen bleiben im Handball nie ganz aus. Die Mannschaft wirkte sehr souverän und wir konnten Bietigheim immer wieder auf Distanz halten“, sagte Kurtagic.

Der TuS-Trainer beruhigte die Partie nach Roman Becvars 26:22 mit seiner letzten Auszeit, danach geriet der Lübbecker Sieg nicht mehr in Gefahr. Peter Strosack machte mit einem Doppelpack den Deckel drauf zum 28:24.

Neben Aljosa Rezar überragte beim TuS einmal mehr Tom Skroblien, der das Duell der Toptorjäger mit neun Treffern gegen Bietigheims Christian Schäfer (4) deutlich für sich entschied.

Trotz einiger Fehler, vor allem am Anfang und in den Schlussphasen beider Halbzeiten, stand unterm Strich dank eine Spitzenleistung einer Spitzenmannschaft, die sich diesmal zusätzlich zu einer geschlossenen Teamleistung vor allem auf die Effizienz von Aljosa Rezar und Tom Skroblien verlassen konnte. „Diese zwei Punkte auswärts müssen erstmal geholt werden“, lobte Kurtagic seine Schützlinge.

Gestern stand bei den Lübbeckern Regeneration an, bevor ab heute die Arbeit für das Mittwoch-Heimspiel gegen Bayer Dormagen. beginnt.

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