2. Liga: Der TuS N-Lübbecke setzt sein erstes Heimspiel kräftig in den Sand Jörg Wehling Lübbecke. Frust statt Freudenfest: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat sein erstes Heimspiel der Saison 2020/2021 kräftig in den Sand gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic verlor am Freitagabend hoch verdient gegen den HC Elbflorenz 2006 mit 21:27 (9:13)-Toren. Sichtlich konsterniert standen die TuS-Spieler anschließend auf dem Spielfeld. Nach einem zaghaften Dank an die 301 Zuschauer in der Merkur-Arena verschwanden sie aus Enttäuschung schnell in den Katakomben der Halle. „Wir waren von der ersten Minute an kopflos. In dem Maße, wie beim HC Elbflorenz alles geklappt hat, ist bei uns alles schief gelaufen, was nur schief laufen kann“, sagte der Lübbecker Trainer Emir Kurtagic anschließend. Dass mit Dominik Ebner ein wichtiger Akteur fehlte, weil er vom Gesundheitsamt vorsorglich in die Quarantäne geschickt wurde, wollte Kurtagic nicht als Ausrede gelten lassen. „Wenn wir nur von einem Spieler so abhängig wären, dann würde bei uns etwas nicht stimmen.“ Die Lübbecker Mannschaft fand von der ersten Minute an nicht ins Spiel und das lag an der mutigen Spielweise der Gäste. „Wir waren von der ersten Minute an hellwach und haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Die Abwehr hat sehr gut gestanden. Das war extrem gut bei uns“, sagte Gäste-Trainer Rico Göde. Die Lübbecker erlaubten sich Fehler in allen Mannschaftsteilen. Das hatte zur Folge, dass auch Torwart Aljosa Rezar fast überhaupt nichts zu fassen bekam. Und in der Offensive mühten sich die Lübbecker, um überhaupt zum Torabschluss zu kommen. Das war aber viel zu selten erfolgreich. Über 0:1 und 2:3 (6.) handelten sie sich einen Rückstand ein, dem sie bis zum Schluss hinterherliefen. Die Gäste wirkten in der Abwehr deutlich aggressiver und ließen den Rückraum mit Valentin Spohn und Bogdan Criciotoio selten freie Wurfbahn. Nach einer Viertelstunde führten die Gäste mit 8:5 (18.). Das war das Zeichen für Kurtagic, eine Auszeit zu nehmen. Am Kreis spielte nun Leos Petrovsky, auf der halblinken Seite Lutz Heiny. Besser wurde das Spiel der Lübbecker damit nicht. Das TuS-Spiel bleib fehlerhaft. Und die Gäste aus Sachsen bestraften dies fast nach Belieben. Sebastian Greß war in der Offensive der Lübbecker Spielverderber. Acht Mal war der Rückraumschütze erfolgreich, allein im ersten Durchgang netzte er fünf Mal ein. Sein Treffer zum 10:6 bedeutete die erste Vier-Tore-Führung für Elbflorenz. Bezeichnend beim TuS war, dass Tom Skroblien mit drei Toren, darunter zwei verwandelten Siebenmetern der beste TuS-Schütze der erste Halbzeit war. Der Wechsel im Tor ab der 26. Minute zu Johannes Jepsen hatte ebenfalls nur mäßige Wirkung. Auch die zweite Halbzeit begann schlecht für den TuS. Schnell führten die Gäste mit 15:10. Dann folgten aber die besten Minuten der Gastgeber, die bis zur 39. Minute auf 13:15 verkürzten. Es blieb letztendlich ein Strohfeuer, weil sich die Rothemden wieder zu viele technische Fehler erlaubten. Mit einem Doppelkempa-Trick zogen die die Dresdener wieder auf 18:14 (44.) davon. Und über 21:17 und 22:19 (50.) schwanden die Hoffnung auf etwas Zählbares für den TuS weiter. Die letzte Trumpfkarte zog Kurtagic mit der Auszeit in der 56. Minute. Beim Stande von 21:24 zog Yannick Dräger aus dem Rückraum ab, scheiterte aber an Torwart Max Mohs. Auf der Gegenseite erhöhten die Gäste auf 25:21. Damit war die Partie entschieden, weil sich Lübbeckes Becvar auch noch eine Zeitstrafe einhandelte. Die Gäste blieben konzentriert in der Deckung und schlossen noch zwei weitere Angriffe erfolgreich ab. Damit fiel die erste Saisonniederlage für die Lübbecker auch noch richtig deutlich aus. Männer, 2. Liga TuS N-Lübbecke - HC Elbflorenz Dresden 21:27 (9:13).TuS-N Lübbecke: Rezar, ab 26. Jepsen - Becvar 3, Heiny 2, Petreikis 4, Bagaric, Strosack, Mundus 2, Dräger 1, Spohn 3, Nissen, Speckmann 1, Petrovsky, Skroblien 3/3, Ciciotoiu 2.HC Elbflorenz: Huhnstock, 40. Mohs - Wucherpfennig 1, Emanuel 4, Dierberg 2/2, Buschmann 1, Dumcius 4, Oehler, Jungemann 1, Stavast, Greß 8, Vanco 1, Quade 3, Kasal 2, Thümmler. Zeitstrafen: 5/5.Zuschauer: 301. Spielfilm: 0:1, 2:2 (5.), 2:4, 4:4 (11.), 4:6, 5:8 (19.), 6:10, 8:11 (28.), 8:13, 9:13 - 10:15 (34.), 13.15 (39.), 14:18, 14:19 (44.), 16:20 (47.), 19:22, 20:23 (55.), 21:24, 21:27.

2. Liga: Der TuS N-Lübbecke setzt sein erstes Heimspiel kräftig in den Sand

Der geballte Frust der Lübbecker Mannschaft zeigt sich hier: Benas Petreikis verbirgt seine Enttäuschung im Trikot, während der Blick von Marvin Mundus (Nummer 15) ins Leere geht. Foto: Oliver Krato © Oliver Krato

Lübbecke. Frust statt Freudenfest: Handball-Zweitligist TuS N-Lübbecke hat sein erstes Heimspiel der Saison 2020/2021 kräftig in den Sand gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Emir Kurtagic verlor am Freitagabend hoch verdient gegen den HC Elbflorenz 2006 mit 21:27 (9:13)-Toren. Sichtlich konsterniert standen die TuS-Spieler anschließend auf dem Spielfeld. Nach einem zaghaften Dank an die 301 Zuschauer in der Merkur-Arena verschwanden sie aus Enttäuschung schnell in den Katakomben der Halle.

„Wir waren von der ersten Minute an kopflos. In dem Maße, wie beim HC Elbflorenz alles geklappt hat, ist bei uns alles schief gelaufen, was nur schief laufen kann“, sagte der Lübbecker Trainer Emir Kurtagic anschließend. Dass mit Dominik Ebner ein wichtiger Akteur fehlte, weil er vom Gesundheitsamt vorsorglich in die Quarantäne geschickt wurde, wollte Kurtagic nicht als Ausrede gelten lassen. „Wenn wir nur von einem Spieler so abhängig wären, dann würde bei uns etwas nicht stimmen.“

Die Lübbecker Mannschaft fand von der ersten Minute an nicht ins Spiel und das lag an der mutigen Spielweise der Gäste. „Wir waren von der ersten Minute an hellwach und haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen. Die Abwehr hat sehr gut gestanden. Das war extrem gut bei uns“, sagte Gäste-Trainer Rico Göde. Die Lübbecker erlaubten sich Fehler in allen Mannschaftsteilen. Das hatte zur Folge, dass auch Torwart Aljosa Rezar fast überhaupt nichts zu fassen bekam. Und in der Offensive mühten sich die Lübbecker, um überhaupt zum Torabschluss zu kommen. Das war aber viel zu selten erfolgreich. Über 0:1 und 2:3 (6.) handelten sie sich einen Rückstand ein, dem sie bis zum Schluss hinterherliefen.

Die Gäste wirkten in der Abwehr deutlich aggressiver und ließen den Rückraum mit Valentin Spohn und Bogdan Criciotoio selten freie Wurfbahn. Nach einer Viertelstunde führten die Gäste mit 8:5 (18.). Das war das Zeichen für Kurtagic, eine Auszeit zu nehmen. Am Kreis spielte nun Leos Petrovsky, auf der halblinken Seite Lutz Heiny. Besser wurde das Spiel der Lübbecker damit nicht. Das TuS-Spiel bleib fehlerhaft. Und die Gäste aus Sachsen bestraften dies fast nach Belieben. Sebastian Greß war in der Offensive der Lübbecker Spielverderber. Acht Mal war der Rückraumschütze erfolgreich, allein im ersten Durchgang netzte er fünf Mal ein. Sein Treffer zum 10:6 bedeutete die erste Vier-Tore-Führung für Elbflorenz. Bezeichnend beim TuS war, dass Tom Skroblien mit drei Toren, darunter zwei verwandelten Siebenmetern der beste TuS-Schütze der erste Halbzeit war. Der Wechsel im Tor ab der 26. Minute zu Johannes Jepsen hatte ebenfalls nur mäßige Wirkung.

Auch die zweite Halbzeit begann schlecht für den TuS. Schnell führten die Gäste mit 15:10. Dann folgten aber die besten Minuten der Gastgeber, die bis zur 39. Minute auf 13:15 verkürzten. Es blieb letztendlich ein Strohfeuer, weil sich die Rothemden wieder zu viele technische Fehler erlaubten. Mit einem Doppelkempa-Trick zogen die die Dresdener wieder auf 18:14 (44.) davon. Und über 21:17 und 22:19 (50.) schwanden die Hoffnung auf etwas Zählbares für den TuS weiter.

Die letzte Trumpfkarte zog Kurtagic mit der Auszeit in der 56. Minute. Beim Stande von 21:24 zog Yannick Dräger aus dem Rückraum ab, scheiterte aber an Torwart Max Mohs. Auf der Gegenseite erhöhten die Gäste auf 25:21. Damit war die Partie entschieden, weil sich Lübbeckes Becvar auch noch eine Zeitstrafe einhandelte. Die Gäste blieben konzentriert in der Deckung und schlossen noch zwei weitere Angriffe erfolgreich ab. Damit fiel die erste Saisonniederlage für die Lübbecker auch noch richtig deutlich aus.

Männer, 2. Liga

TuS N-Lübbecke - HC Elbflorenz Dresden 21:27 (9:13).TuS-N Lübbecke: Rezar, ab 26. Jepsen - Becvar 3, Heiny 2, Petreikis 4, Bagaric, Strosack, Mundus 2, Dräger 1, Spohn 3, Nissen, Speckmann 1, Petrovsky, Skroblien 3/3, Ciciotoiu 2.HC Elbflorenz: Huhnstock, 40. Mohs - Wucherpfennig 1, Emanuel 4, Dierberg 2/2, Buschmann 1, Dumcius 4, Oehler, Jungemann 1, Stavast, Greß 8, Vanco 1, Quade 3, Kasal 2, Thümmler. Zeitstrafen: 5/5.Zuschauer: 301. Spielfilm: 0:1, 2:2 (5.), 2:4, 4:4 (11.), 4:6, 5:8 (19.), 6:10, 8:11 (28.), 8:13, 9:13 - 10:15 (34.), 13.15 (39.), 14:18, 14:19 (44.), 16:20 (47.), 19:22, 20:23 (55.), 21:24, 21:27.

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