Herzschlagfinale: GWD Minden macht mit Sieg gegen Göppingen Boden im Abstiegskampf gut Astrid Plaßhenrich Minden/Lübbecke. Was für ein Herzschlagfinale. Was für ein wichtiger Sieg in der neuen Halle. Handball-Bundesligist GWD Minden gewann im ersten Spiel nach der EM-Pause das Abstiegsduell gegen FA Göppingen mit 27:26 (13:14). Nach der Partie in der Lübbecker Kreissporthalle schien es, als wenn große Last von den GWD-Schultern fiel. „Erleichterung pur“, sagte denn auch GWD-Kapitän Marian Michalczik nach 60 hart umkämpften Minuten. Die Spieler fühlen sich aber wohl in ihrer neuen Umgebung. „Wir haben am Samstag das erste Mal hier trainiert und waren überrascht, dass die Halle so ein Schmuckstück geworden ist“, sagte GWD-Spielmacher Juri Knorr beim TV-Sender Sky vor der Partie, „wir wurden hier super aufgenommen.“ Die Stimmung in der Lübbecker Kreissporthalle war mit den 2.320 Zuschauern dann auch richtig gut. Rambo mit historischen Treffer Schließlich war es Christoffer Rambo vorbehalten, das erste GWD-Heimtor in Lübbecke zum 1:0 nach exakt 127 Sekunden zu werfen. Doch nur eine Minute später lag Göppingen nach zwei Treffern von Kreisläufer Kresimir Kozina in Front. FAG verteidigte anschließend stark und war konzentiert im Abschluss. Die Folge: Ruckzuck lag GWD mit 1:4 zurück. Erst in der siebten Minute verkürzte Mats Korte auf 2:4, Kevin Gulliksen gelang der Anschluss. Jetzt waren die Grün-Weißen besser im Spiel - aber Göppingen hielt GWD mit ein oder zwei Toren stets auf Distanz. Zudem war die Partie von hohen Fehlerquoten auf beiden Seiten geprägt. Carstens: „Geduldig bleiben“ GWD-Trainer Frank Carstens forderte in der ersten Auszeit, in der Defensive aktiver zu werden und die Chancen noch effektiver zu nutzen. „Bleibt geduldig“, forderte der Mindener Coach. Sein Team beherzte das. Mit einem sehenswerten Bodenpass von Michalchzik auf Gulliksen schaffte GWD Sekunden vor der Halbzeitsirene den 13:14-Anschluss. Nach dem Wechsel erwischte Minden einen guten Start und ging mit 15:14 in Führung. In der 38. Minute brachte Carstens dann Spielmacher Juri Knorr nach seiner dreimonatigen Handverletzung. Und: Der 19-Jährige brachte neuen Schwung. „Es war ein Kampfspiel, wir haben immer daran geglaubt, hier zu gewinnen“, sagte Knorr, und Michalczik ergänzte: „Es war ein Sieg des Willens.“ Kopf an Kopf ging es auf die Zielgeraden. Keine der beiden Teams konnte sich zu einem Zeitpunkt des Spiels absetzen, es wog hin und her. Frank Carstens nahm 26 Sekunden vor der Schlusssirene beim Stand von 27:26 die letzte Auszeit. „Ihr habt das verdient hier“, heizte der GWD-Trainer seine Spieler zum letzten Mal. Es sollte tatsächlich reichen. Minden gewann mit hauchdünnen Vorsprung. „Wir haben vorne und hinten gute Leistungen gezeigt. Das Problem war heute bei uns die Chancenauswertung“, sagte FAG-Trainer Hartmut Mayerhoffer, „wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, uns fehlte nur die Effektivität.“

Herzschlagfinale: GWD Minden macht mit Sieg gegen Göppingen Boden im Abstiegskampf gut

Schwerer Stand: GWD-Kreisläufer Magnus Gullerud versucht sich durchzusetzen. © Foto: Noah Wedel

Minden/Lübbecke. Was für ein Herzschlagfinale. Was für ein wichtiger Sieg in der neuen Halle. Handball-Bundesligist GWD Minden gewann im ersten Spiel nach der EM-Pause das Abstiegsduell gegen FA Göppingen mit 27:26 (13:14). Nach der Partie in der Lübbecker Kreissporthalle schien es, als wenn große Last von den GWD-Schultern fiel. „Erleichterung pur“, sagte denn auch GWD-Kapitän Marian Michalczik nach 60 hart umkämpften Minuten.

Die Spieler fühlen sich aber wohl in ihrer neuen Umgebung. „Wir haben am Samstag das erste Mal hier trainiert und waren überrascht, dass die Halle so ein Schmuckstück geworden ist“, sagte GWD-Spielmacher Juri Knorr beim TV-Sender Sky vor der Partie, „wir wurden hier super aufgenommen.“ Die Stimmung in der Lübbecker Kreissporthalle war mit den 2.320 Zuschauern dann auch richtig gut.

Rambo mit historischen Treffer

Schließlich war es Christoffer Rambo vorbehalten, das erste GWD-Heimtor in Lübbecke zum 1:0 nach exakt 127 Sekunden zu werfen. Doch nur eine Minute später lag Göppingen nach zwei Treffern von Kreisläufer Kresimir Kozina in Front. FAG verteidigte anschließend stark und war konzentiert im Abschluss. Die Folge: Ruckzuck lag GWD mit 1:4 zurück. Erst in der siebten Minute verkürzte Mats Korte auf 2:4, Kevin Gulliksen gelang der Anschluss. Jetzt waren die Grün-Weißen besser im Spiel - aber Göppingen hielt GWD mit ein oder zwei Toren stets auf Distanz. Zudem war die Partie von hohen Fehlerquoten auf beiden Seiten geprägt.

Carstens: „Geduldig bleiben“

GWD-Trainer Frank Carstens forderte in der ersten Auszeit, in der Defensive aktiver zu werden und die Chancen noch effektiver zu nutzen. „Bleibt geduldig“, forderte der Mindener Coach. Sein Team beherzte das. Mit einem sehenswerten Bodenpass von Michalchzik auf Gulliksen schaffte GWD Sekunden vor der Halbzeitsirene den 13:14-Anschluss.

Nach dem Wechsel erwischte Minden einen guten Start und ging mit 15:14 in Führung. In der 38. Minute brachte Carstens dann Spielmacher Juri Knorr nach seiner dreimonatigen Handverletzung. Und: Der 19-Jährige brachte neuen Schwung. „Es war ein Kampfspiel, wir haben immer daran geglaubt, hier zu gewinnen“, sagte Knorr, und Michalczik ergänzte: „Es war ein Sieg des Willens.“

Kopf an Kopf ging es auf die Zielgeraden. Keine der beiden Teams konnte sich zu einem Zeitpunkt des Spiels absetzen, es wog hin und her. Frank Carstens nahm 26 Sekunden vor der Schlusssirene beim Stand von 27:26 die letzte Auszeit. „Ihr habt das verdient hier“, heizte der GWD-Trainer seine Spieler zum letzten Mal. Es sollte tatsächlich reichen. Minden gewann mit hauchdünnen Vorsprung.

„Wir haben vorne und hinten gute Leistungen gezeigt. Das Problem war heute bei uns die Chancenauswertung“, sagte FAG-Trainer Hartmut Mayerhoffer, „wir waren nicht die schlechtere Mannschaft, uns fehlte nur die Effektivität.“

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