Mit Anlauf in den Abstiegskampf: GWD Minden trifft im ersten Lübbecker Heimspiel auf FA Göppingen Marcus Riechmann Minden. Nicht nur der Umzug nach Lübbecke macht den Neustart in die Handball-Bundesliga nach der EM-Pause für GWD Minden besonders. Auch die sportlichen Vorzeichen sind ungewöhnlich vor dem Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr gegen Frisch Auf Göppingen. Denn das Team findet sich 14 Spieltage vor Saisonende in einer anspruchsvollen Situation wieder: mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Gerade mal 13 Zähler sammelten die Grün-Weißen in den vergangenen 20 Spielen. Die Bilanz von 1:13 Punkten in den eineinhalb Monaten vor Weihnachten, mit der 26:29-Heimniederlage gegen den HC Erlangen als Tief- und Schlusspunkt, hinterließen tabellarische Spuren. Doch mit starken Heimspielen kurz vor der Schließung der Kampa-Halle holte sich das Team wichtiges Selbstbewusstsein zurück. „Wir haben aus dem Erlangen-Spiel unsere Lehren gezogen“, beschreibt GWD-Trainer Frank Carstens den Wendepunkt. Zum Abstiegskampf sagt der Coach nüchtern: „Das ist keine Situation, die uns über Nacht getroffen hat. Vor der Saison hatten wir das so nicht erwartet, aber uns haben die Verletzungen zu schaffen gemacht.“ Carstens betont: Das Team nehme die neue Lage an. Viel besser sieht es beim Gegner aber auch nicht aus. Frisch Auf Göppingen liegt in der Liga in schöner Regelmäßigkeit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Gerade einmal zwei Punkte Vorsprung vor GWD besitzt der Traditionsverein aus Baden-Württemberg. Die Leistungen des Teams von Coach Hartmut Mayerhoffer, das im Hinspiel gegen GWD 26:23 gewann, sind wechselhaft: Zum Jahresabschluss schrammte Göppingen gegen den Titelkandidaten THW Kiel mit 26:27 knapp an einer Überraschung vorbei, danach ließ man beim 23:24 in Ludwigshafen die Punkte liegen. „Wir müssen wachsam bleiben“, fordert Trainer Mayerhoffer in den Stuttgarter Nachrichten. Sein Sportlicher Leiter Christian Schöne sagt: „Wir können die Tabelle lesen.“ Beide Mannschaften hatten am vergangenen Wochenende spielfrei, beide steigen mit Verspätung in den zweiten Saisonabschnitt ein. „Der Spielplan ist ein Vorteil, wir hatten ein bisschen mehr Erholungszeit“, sagt Marian Michalczik, der bis zum 25. Januar im EM-Einsatz war. Der Teamkapitän. im Hinspiel zehnmaliger Torschütze, ist fit. Die anderen sechs Mindener EM-Fahrer sind es auch. Erstmals in dieser Saison ist der Kader komplett einsatzfähig. Auch Juri Knorr steht drei Monate nach seiner Handverletzung wieder als Alternative für den Rückraum zur Verfügung. So viele Spieler wie lange nicht entsandten die Mindener zur EM. „Ich bin zufrieden, wenn sie bei der Rückkehr nicht aussehen wie Geister und wenn sie gesund sind“, kommentierte Carstens, der diesbezüglich keinen Grund zur Klage hatte. Nun gelte für die Nationalspieler, schnell wieder in die Spur zu kommen. Lediglich drei EM-Teilnehmer mussten die Göppinger entbehren, doch nur der slowenische Nationaltorwart Urh Kastelic kam gesund zurück. Linkshänder Nemanja Zelenovic, bei Serbien gemeinsam mit GWD-Abwehrchef und Zimmergenossen Miljan Pusica am Ball, plagt eine Fersenprellung, Spielmacher Josip Peric hat mit Problemen im Oberschenkel zu kämpfen. Ihr Einsatz in Lübbecke entscheidet sich kurzfristig. Göppingens Spielmacher Tim Kneule sagt: „Es ist immer schwer, gegen Minden zu gewinnen, weil das Team sehr aggressiv spielt.“ Der GWD-Umzug spielt für ihn keine Rolle: „Ob Minden oder Lübbecke – in beiden Hallen ist es eng und auf jeden Fall sehr hitzig.“ Darauf setzen auch die Gastgeber. „Die letzten Spiele in der Kampa-Halle haben gezeigt, was möglich ist“, sagt Frank Carstens, „das brauchen wir auch in Lübbecke. Die Fans sind wichtig. Vor allem im Abstiegskampf.“ Gut zu wissen Tickets: Es gibt noch Karten an der Tageskasse. Deutlich über 2.000 Karten sind für verkauft, 2.836 passen rein. Bus-Shuttle: Drei Busse – darunter der sonst vom Team genutzte Bus – starten am Sonntag von der Kampa-Halle. Abfahrtszeiten sind 14.30, 14.45 und 15.00 Uhr. Tipp: Nicht unbedingt darauf verlassen, dass im 15-Uhr-Bus noch Platz ist. Zurück startet von der Kreissporthalle Lübbecke der erste Bus eine halbe Stunde nach Abpfiff, danach fahren die Busse, wenn sie ausreichend besetzt sind. Die Fahrten sind für GWD-Fans kostenlos. Applaus: Anders als in der Kampa-Halle liegen die Klatschpappen nicht auf den Plätzen. Die Fans müssen die Pappen aus dem Eingangsbereich der Kreissporthalle mitnehmen. Party: Wichtig für durstige Fans: Sportsbar und Vip-Raum vor der Kreissporthalle öffnen bereits eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff. (mt)

Mit Anlauf in den Abstiegskampf: GWD Minden trifft im ersten Lübbecker Heimspiel auf FA Göppingen

Drei Treffer erzielte Joscha Ritterbach im Hinspiel beim 23:26 gegen seinen ehemaligen Verein Frisch Auf Göppingen. Vier Tore warf der Mindener Linksaußen beim Hallentest am 23. Januar in Lübbecke gegen den TuS um Torwart Peter Tatai. MT- © Foto: Sebastian Külbel

Minden. Nicht nur der Umzug nach Lübbecke macht den Neustart in die Handball-Bundesliga nach der EM-Pause für GWD Minden besonders. Auch die sportlichen Vorzeichen sind ungewöhnlich vor dem Heimspiel am Sonntag um 16 Uhr gegen Frisch Auf Göppingen. Denn das Team findet sich 14 Spieltage vor Saisonende in einer anspruchsvollen Situation wieder: mitten im Kampf um den Klassenerhalt.

Gerade mal 13 Zähler sammelten die Grün-Weißen in den vergangenen 20 Spielen. Die Bilanz von 1:13 Punkten in den eineinhalb Monaten vor Weihnachten, mit der 26:29-Heimniederlage gegen den HC Erlangen als Tief- und Schlusspunkt, hinterließen tabellarische Spuren. Doch mit starken Heimspielen kurz vor der Schließung der Kampa-Halle holte sich das Team wichtiges Selbstbewusstsein zurück. „Wir haben aus dem Erlangen-Spiel unsere Lehren gezogen“, beschreibt GWD-Trainer Frank Carstens den Wendepunkt.

Zum Abstiegskampf sagt der Coach nüchtern: „Das ist keine Situation, die uns über Nacht getroffen hat. Vor der Saison hatten wir das so nicht erwartet, aber uns haben die Verletzungen zu schaffen gemacht.“ Carstens betont: Das Team nehme die neue Lage an.

Viel besser sieht es beim Gegner aber auch nicht aus. Frisch Auf Göppingen liegt in der Liga in schöner Regelmäßigkeit hinter den eigenen Erwartungen zurück. Gerade einmal zwei Punkte Vorsprung vor GWD besitzt der Traditionsverein aus Baden-Württemberg. Die Leistungen des Teams von Coach Hartmut Mayerhoffer, das im Hinspiel gegen GWD 26:23 gewann, sind wechselhaft: Zum Jahresabschluss schrammte Göppingen gegen den Titelkandidaten THW Kiel mit 26:27 knapp an einer Überraschung vorbei, danach ließ man beim 23:24 in Ludwigshafen die Punkte liegen. „Wir müssen wachsam bleiben“, fordert Trainer Mayerhoffer in den Stuttgarter Nachrichten. Sein Sportlicher Leiter Christian Schöne sagt: „Wir können die Tabelle lesen.“

Beide Mannschaften hatten am vergangenen Wochenende spielfrei, beide steigen mit Verspätung in den zweiten Saisonabschnitt ein. „Der Spielplan ist ein Vorteil, wir hatten ein bisschen mehr Erholungszeit“, sagt Marian Michalczik, der bis zum 25. Januar im EM-Einsatz war. Der Teamkapitän. im Hinspiel zehnmaliger Torschütze, ist fit. Die anderen sechs Mindener EM-Fahrer sind es auch. Erstmals in dieser Saison ist der Kader komplett einsatzfähig. Auch Juri Knorr steht drei Monate nach seiner Handverletzung wieder als Alternative für den Rückraum zur Verfügung.

So viele Spieler wie lange nicht entsandten die Mindener zur EM. „Ich bin zufrieden, wenn sie bei der Rückkehr nicht aussehen wie Geister und wenn sie gesund sind“, kommentierte Carstens, der diesbezüglich keinen Grund zur Klage hatte. Nun gelte für die Nationalspieler, schnell wieder in die Spur zu kommen.

Lediglich drei EM-Teilnehmer mussten die Göppinger entbehren, doch nur der slowenische Nationaltorwart Urh Kastelic kam gesund zurück. Linkshänder Nemanja Zelenovic, bei Serbien gemeinsam mit GWD-Abwehrchef und Zimmergenossen Miljan Pusica am Ball, plagt eine Fersenprellung, Spielmacher Josip Peric hat mit Problemen im Oberschenkel zu kämpfen. Ihr Einsatz in Lübbecke entscheidet sich kurzfristig.

Göppingens Spielmacher Tim Kneule sagt: „Es ist immer schwer, gegen Minden zu gewinnen, weil das Team sehr aggressiv spielt.“ Der GWD-Umzug spielt für ihn keine Rolle: „Ob Minden oder Lübbecke – in beiden Hallen ist es eng und auf jeden Fall sehr hitzig.“ Darauf setzen auch die Gastgeber. „Die letzten Spiele in der Kampa-Halle haben gezeigt, was möglich ist“, sagt Frank Carstens, „das brauchen wir auch in Lübbecke. Die Fans sind wichtig. Vor allem im Abstiegskampf.“

Gut zu wissen

Tickets: Es gibt noch Karten an der Tageskasse. Deutlich über 2.000 Karten sind für verkauft, 2.836 passen rein.

Bus-Shuttle: Drei Busse – darunter der sonst vom Team genutzte Bus – starten am Sonntag von der Kampa-Halle. Abfahrtszeiten sind 14.30, 14.45 und 15.00 Uhr. Tipp: Nicht unbedingt darauf verlassen, dass im 15-Uhr-Bus noch Platz ist. Zurück startet von der Kreissporthalle Lübbecke der erste Bus eine halbe Stunde nach Abpfiff, danach fahren die Busse, wenn sie ausreichend besetzt sind. Die Fahrten sind für GWD-Fans kostenlos.

Applaus: Anders als in der Kampa-Halle liegen die Klatschpappen nicht auf den Plätzen. Die Fans müssen die Pappen aus dem Eingangsbereich der Kreissporthalle mitnehmen.

Party: Wichtig für durstige Fans: Sportsbar und Vip-Raum vor der Kreissporthalle öffnen bereits eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff. (mt)

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