GWD setzt auf den Doppelschub: Mit den Rückkehrern Miljan Pusica und Christoffer Rambo will Minden endlich wieder gewinnen Marcus Riechmann Minden (mt). Drei Heimspiele stehen noch auf dem Plan, dreimal wird GWD Minden noch in der Mindener Kampa-Halle auflaufen, ehe die ewige Heimarena ihre Türen schließt. Doch Wehmut empfindet Frank Carstens vor dem Spiel am Sonntag gegen den HC Erlangen nicht. „Es gibt eine Menge zu tun, wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit“ sagt der Trainer des Handball-Bundesligisten. Nach der klaren Ansage geht der 48-Jährige kurz in sich . „Vielleicht wird man beim letzten Spiel gegen Hannover-Burgdorf etwas wehmütig“, mutmaßt der Coach. Doch das Finale am 29. Dezember ist für ihn und sein Team noch weit weg. Zunächst Minden geht mit Volldampf in den Vergleich mit dem Tabellennachbarn. „Das ist ein immens wichtiges Spiel“, sagt Carstens. Fünf Niederlage in Folge kassierte GWD zuletzt, sechsmal in Folge gab es keinen Sieg. Der letzte doppelte Punktgewinn datiert vom 20. Oktober, als die Mindener 26:25 bei der HSG Nordhorn-Lingen gewannen. Das entscheidende letzte Tor erzielte seinerzeit Juri Knorr mit seinem siebten Treffer. Auch beim 30:30 gegen die HBW Balingen-Weilstetten wirkte der 19-Jährige mit, zog sich aber im letzten Angriff einen Knochenbruch in der Hand zu. Seitdem fehlt der Rückraumspieler, erst nach der Winterpause wird er zurück erwartet. Auch Miljan Pusica, der sich im Nordhorn-Spiel eine Meniskus-Verletzung zugezogen hatte, fehlte in den vergangenen erfolglosen Wochen. Doch der 28-jährige Serbe, der jüngst als erster Profi des Kaders seinen Vertrag in Minden um ein Jahr verlängert hat, ist zurück. Sehr zur Freude des Trainers, der mit seinem Abwehrchef zusätzliche Stabilität in der Deckung gewinnt. Außerdem werden mit Pusicas Rückkehr mehr Abwehr-Pausen für Marian Michalczik möglich sein. Das ist wichtig, da die Last des Angriffsspiels zuletzt schwer auf den Schultern des 22-jährigen Nationalspielers lastete. Doch nicht nur defensiv wird Michalczik entlastet, sondern auch im Spiel mit dem Ball. Denn gegen den HC Erlangen baut der Coach auf Christoffer Rambo. „Er bereitet uns noch immer etwas Sorgen“, sagt der Coach zwar über den von Rückenproblemen geplagten und zuletzt deswegen pausierenden norwegischen Torjäger, „aber er wird die Zähne zusammenbeißen.“ Auf Rambos Wurfkraft setzt der Coach im letzten Hinrundenspiel gegen die nur zwei Punkte besseren Franken. „Wir brauchen seine Tore aus der Distanz“, sagt Carstens klar. Acht Treffer erzielte Rambo beim letzten Heimsieg gegen den HCE. Daneben war eine bockstarke Abwehr Garant für den 29:22-Heimsieg im September 2018. Exakt auf diese Komponenten baut man bei GWD auch am Sonntag ab 16 Uhr, um die Vorgabe des Trainers umzusetzen: „Nach fünf Niederlagen müssen wir wieder gewinnen. Wir wollen diese Punkte unbedingt.“ ZUM THEMA: Kandidaten für GWD GWD Minden sucht Ersatz für Torwart Espen Christensen. Der 34-jährige norwegische Nationalkeeper kehrt nach drei Jahren in Minden im Sommer nach Skandinavien zurück. Nachfolge-Kandidaten könnten zwei ehemalige GWD-Torsteher sein. Jens Vortmann (32), der von 2011 bis 2015 für GWD spielte, erhält nach vier Jahren keinen neuen Vertrag beim SC Leipzig. Die Sachsen haben den Norweger Kristian Saeveraas als neuen Partner von Joel Birlehm verpflichtet. „Ich würde gerne noch ein paar Jahre Handball auf diesem Niveau spielen und warte jetzt ab, was sich für Türen öffnen“, sagte Vortmann jüngst. Auch Nikolas Katsigiannis vom HC Erlangen sucht eine neue Herausforderung. Der 37-Jährige, in der Saison 2009/2010 für GWD aktiv, wird den Klub nach vier Jahren verlassen. Der HCE setzt für die Zukunft auf den 30-jährigen slowenischen Nationalspieler Klemen Ferlin vom Champions League Club RK Celje Pivovarna Lasko. Für „Katze“ soll aber noch nicht Schluss sein. „Ich hoffe, ich spiele mit 40 noch“, sagte er vor dem Saisonstart. Über Katsigiannis sagt GWD-Trainer Frank Carstens: „Er passt in unser Anforderungsprofil. Er steht neben anderen auf unserem Zettel.“ Das Alter von 37 Jahren sieht Carstens als unproblematisch an: „Er hält immer noch Bälle“, sagt der GWD-Trainer augenzwinkernd. (rich)

GWD setzt auf den Doppelschub: Mit den Rückkehrern Miljan Pusica und Christoffer Rambo will Minden endlich wieder gewinnen

Minden (mt). Drei Heimspiele stehen noch auf dem Plan, dreimal wird GWD Minden noch in der Mindener Kampa-Halle auflaufen, ehe die ewige Heimarena ihre Türen schließt. Doch Wehmut empfindet Frank Carstens vor dem Spiel am Sonntag gegen den HC Erlangen nicht. „Es gibt eine Menge zu tun, wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit“ sagt der Trainer des Handball-Bundesligisten. Nach der klaren Ansage geht der 48-Jährige kurz in sich . „Vielleicht wird man beim letzten Spiel gegen Hannover-Burgdorf etwas wehmütig“, mutmaßt der Coach. Doch das Finale am 29. Dezember ist für ihn und sein Team noch weit weg.

Die Feuerkraft von Christoffer Rambo soll GWD Minden den Weg zum Heimsieg gegen Erlangen ebnen. Foto: Jan Strohdiek/Eibner - © EIBNER/Jan Strohdiek
Die Feuerkraft von Christoffer Rambo soll GWD Minden den Weg zum Heimsieg gegen Erlangen ebnen. Foto: Jan Strohdiek/Eibner - © EIBNER/Jan Strohdiek

Zunächst Minden geht mit Volldampf in den Vergleich mit dem Tabellennachbarn. „Das ist ein immens wichtiges Spiel“, sagt Carstens. Fünf Niederlage in Folge kassierte GWD zuletzt, sechsmal in Folge gab es keinen Sieg. Der letzte doppelte Punktgewinn datiert vom 20. Oktober, als die Mindener 26:25 bei der HSG Nordhorn-Lingen gewannen. Das entscheidende letzte Tor erzielte seinerzeit Juri Knorr mit seinem siebten Treffer. Auch beim 30:30 gegen die HBW Balingen-Weilstetten wirkte der 19-Jährige mit, zog sich aber im letzten Angriff einen Knochenbruch in der Hand zu. Seitdem fehlt der Rückraumspieler, erst nach der Winterpause wird er zurück erwartet.

Auch Miljan Pusica, der sich im Nordhorn-Spiel eine Meniskus-Verletzung zugezogen hatte, fehlte in den vergangenen erfolglosen Wochen. Doch der 28-jährige Serbe, der jüngst als erster Profi des Kaders seinen Vertrag in Minden um ein Jahr verlängert hat, ist zurück. Sehr zur Freude des Trainers, der mit seinem Abwehrchef zusätzliche Stabilität in der Deckung gewinnt. Außerdem werden mit Pusicas Rückkehr mehr Abwehr-Pausen für Marian Michalczik möglich sein. Das ist wichtig, da die Last des Angriffsspiels zuletzt schwer auf den Schultern des 22-jährigen Nationalspielers lastete.

Doch nicht nur defensiv wird Michalczik entlastet, sondern auch im Spiel mit dem Ball. Denn gegen den HC Erlangen baut der Coach auf Christoffer Rambo. „Er bereitet uns noch immer etwas Sorgen“, sagt der Coach zwar über den von Rückenproblemen geplagten und zuletzt deswegen pausierenden norwegischen Torjäger, „aber er wird die Zähne zusammenbeißen.“

Auf Rambos Wurfkraft setzt der Coach im letzten Hinrundenspiel gegen die nur zwei Punkte besseren Franken. „Wir brauchen seine Tore aus der Distanz“, sagt Carstens klar. Acht Treffer erzielte Rambo beim letzten Heimsieg gegen den HCE. Daneben war eine bockstarke Abwehr Garant für den 29:22-Heimsieg im September 2018. Exakt auf diese Komponenten baut man bei GWD auch am Sonntag ab 16 Uhr, um die Vorgabe des Trainers umzusetzen: „Nach fünf Niederlagen müssen wir wieder gewinnen. Wir wollen diese Punkte unbedingt.“

ZUM THEMA: Kandidaten für GWD

GWD Minden sucht Ersatz für Torwart Espen Christensen. Der 34-jährige norwegische Nationalkeeper kehrt nach drei Jahren in Minden im Sommer nach Skandinavien zurück. Nachfolge-Kandidaten könnten zwei ehemalige GWD-Torsteher sein.

Jens Vortmann (32), der von 2011 bis 2015 für GWD spielte, erhält nach vier Jahren keinen neuen Vertrag beim SC Leipzig. Die Sachsen haben den Norweger Kristian Saeveraas als neuen Partner von Joel Birlehm verpflichtet. „Ich würde gerne noch ein paar Jahre Handball auf diesem Niveau spielen und warte jetzt ab, was sich für Türen öffnen“, sagte Vortmann jüngst.

Auch Nikolas Katsigiannis vom HC Erlangen sucht eine neue Herausforderung. Der 37-Jährige, in der Saison 2009/2010 für GWD aktiv, wird den Klub nach vier Jahren verlassen. Der HCE setzt für die Zukunft auf den 30-jährigen slowenischen Nationalspieler Klemen Ferlin vom Champions League Club RK Celje Pivovarna Lasko. Für „Katze“ soll aber noch nicht Schluss sein. „Ich hoffe, ich spiele mit 40 noch“, sagte er vor dem Saisonstart.

Über Katsigiannis sagt GWD-Trainer Frank Carstens: „Er passt in unser Anforderungsprofil. Er steht neben anderen auf unserem Zettel.“ Das Alter von 37 Jahren sieht Carstens als unproblematisch an: „Er hält immer noch Bälle“, sagt der GWD-Trainer augenzwinkernd. (rich)

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