„Ich lasse mich nicht verbiegen“ - Erfolgstrainer Sebastian Hinze ist mit dem Bergischen HC zu Gast in Minden Stefan Rüter Minden (sru). Die Entwicklung des Bergischen HC hat einen Namen: Sebastian Hinze. Der ehemalige Handballprofi ist seit sieben Jahren Trainer beim BHC und hat in dieser Beziehung Höhen und Tiefen erlebt. Vor dem heutigen Gastspiel in Minden gegen GWD steht der Verein so gut da wie nie zuvor. Der Aufsteiger ist Siebter und in Schlagdistanz zu den Europapokal-Plätzen. Eigentlich unglaublich. „Wir hatten einen super Saisonstart und sind verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen. Außerdem ist der Kader breiter besetzt“, nennt Hinze Gründe für den Höhenflug. Dazu kommt, dass der 40-jährige Trainer ein akribischer Arbeiter ist und einfach Bock hat auf Handball: „Dieser Job gibt mir sehr viel. Ich habe enormen Spaß daran, in der Halle zu stehen“, sagt Hinze. Er genießt jede Einheit in der Halle: „Es macht mich stolz, dass die Mannschaft den Fokus im Training nie verliert.“ Hinze ist ein typischer Bessermacher. Der BHC kennt die Qualitäten des ehemaligen Kreisläufers und hielt, wie es in einer langjährigen Ehe sein soll, auch in schlechten Zeiten zum Trainer. Im Winter 2016 stand der Bergische HC mit 5:29-Punkten nach einer katastrophalen Hinrunde ganz am Ende der Tabelle. Der Klub machte klar: Wir machen mit Hinze weiter. Komme, was wolle. Er selbst machte sich wenige Gedanken, ob es weitergeht oder nicht. „Ich lasse mich nicht verbiegen. Deshalb ist es nicht immer leicht, mit mir zusammen zu arbeiten. Ich habe auch damals einfach meinen Job gemacht“, sagt er rückblickend und freut sich, dass es die richtige Entscheidung war. Denn Hinze lieferte. Er holte mit seiner Mannschaft in der Rückrunde 17:17-Punkte, verpasste den Klassenerhalt um die Winzigkeit von 19 Toren. Hinze gilt als großer Motivator und cleverer Taktiker. Ihm kommt es darauf an, dass seine Spieler auch in schlechten Phasen am eigenen System festhalten. Zur Entspannung fährt er gerne mit seinem alten, restaurierten VW-Bus in den Urlaub. Drei Wochen schaltet er im Sommer komplett ab vom Handball. Die Ferien sind zwar nah, aber zwei Spieltage gibt es noch. Hinze hat GWD vor Augen und viel Respekt. „Die gehen 60 Minuten Tempo und werden Wut im Bauch haben“, sagt Hinze mit Blick auf die 19:39-Klatsche der Grün-Weißen in Kiel. Der BHC-Coach erwartet, dass Dalibor Doder in seinem letzten Heimspiel fast durchspielen wird. Mit Frank von Behren hat er übrigens selbst beim BHC zusammen gearbeitet, Frank Carstens kennt er seit einer gemeinsamen Trainerfortbildung. Die beiden telefonieren öfter. Auch sonst kennt Hinze GWD ziemlich gut und weiß: „Das wird ein richtig schweres Spiel.“

„Ich lasse mich nicht verbiegen“ - Erfolgstrainer Sebastian Hinze ist mit dem Bergischen HC zu Gast in Minden

Volle-Pulle-Trainer: Sebastian Hinze, hier beim 28:26-Heimsieg des BHC Anfang Mai gegen die Füchse Berlin. Foto: Wunderl/Eibner © EIBNER/beautiful sports/ Wunderl

Minden (sru). Die Entwicklung des Bergischen HC hat einen Namen: Sebastian Hinze. Der ehemalige Handballprofi ist seit sieben Jahren Trainer beim BHC und hat in dieser Beziehung Höhen und Tiefen erlebt. Vor dem heutigen Gastspiel in Minden gegen GWD steht der Verein so gut da wie nie zuvor. Der Aufsteiger ist Siebter und in Schlagdistanz zu den Europapokal-Plätzen. Eigentlich unglaublich. „Wir hatten einen super Saisonstart und sind verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen. Außerdem ist der Kader breiter besetzt“, nennt Hinze Gründe für den Höhenflug.

Dazu kommt, dass der 40-jährige Trainer ein akribischer Arbeiter ist und einfach Bock hat auf Handball: „Dieser Job gibt mir sehr viel. Ich habe enormen Spaß daran, in der Halle zu stehen“, sagt Hinze. Er genießt jede Einheit in der Halle: „Es macht mich stolz, dass die Mannschaft den Fokus im Training nie verliert.“ Hinze ist ein typischer Bessermacher.

Der BHC kennt die Qualitäten des ehemaligen Kreisläufers und hielt, wie es in einer langjährigen Ehe sein soll, auch in schlechten Zeiten zum Trainer. Im Winter 2016 stand der Bergische HC mit 5:29-Punkten nach einer katastrophalen Hinrunde ganz am Ende der Tabelle. Der Klub machte klar: Wir machen mit Hinze weiter. Komme, was wolle.

Er selbst machte sich wenige Gedanken, ob es weitergeht oder nicht. „Ich lasse mich nicht verbiegen. Deshalb ist es nicht immer leicht, mit mir zusammen zu arbeiten. Ich habe auch damals einfach meinen Job gemacht“, sagt er rückblickend und freut sich, dass es die richtige Entscheidung war. Denn Hinze lieferte. Er holte mit seiner Mannschaft in der Rückrunde 17:17-Punkte, verpasste den Klassenerhalt um die Winzigkeit von 19 Toren.

Hinze gilt als großer Motivator und cleverer Taktiker. Ihm kommt es darauf an, dass seine Spieler auch in schlechten Phasen am eigenen System festhalten. Zur Entspannung fährt er gerne mit seinem alten, restaurierten VW-Bus in den Urlaub. Drei Wochen schaltet er im Sommer komplett ab vom Handball. Die Ferien sind zwar nah, aber zwei Spieltage gibt es noch. Hinze hat GWD vor Augen und viel Respekt.

„Die gehen 60 Minuten Tempo und werden Wut im Bauch haben“, sagt Hinze mit Blick auf die 19:39-Klatsche der Grün-Weißen in Kiel. Der BHC-Coach erwartet, dass Dalibor Doder in seinem letzten Heimspiel fast durchspielen wird. Mit Frank von Behren hat er übrigens selbst beim BHC zusammen gearbeitet, Frank Carstens kennt er seit einer gemeinsamen Trainerfortbildung. Die beiden telefonieren öfter. Auch sonst kennt Hinze GWD ziemlich gut und weiß: „Das wird ein richtig schweres Spiel.“

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