Eine Investition in die Zukunft: GWD Minden verpflichtet Juri Knorr Marcus Riechmann,Sebastian Külbel Minden (mt). GWD Minden hat das deutsche Top-Talent Juri Knorr vom FC Barcelona verpflichtet. Der Mittelmann, Sohn des Ex-Nationalspielers Thomas Knorr, erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Handball-Bundesligisten. Der Kader der Grün-Weißen für die Saison 2019/2020 ist damit komplett. Knorr, der erst jüngst am 9. Mai seinen 19. Geburtstag feierte, zählt zu den großen Nachwuchshoffnungen im deutschen Handball. Der Jugend-Nationalspieler sammelt seit dem vergangenem Sommer wertvolle Erfahrung in der berühmten Nachwuchsakademie La Masia des FC Barcelona, wo er gemeinsam mit dem ein Jahr älteren Jannek Klein an den Profisport herangeführt wird. Junioren-Nationalspieler Klein war aus der Jugendakademie der SG Flensburg-Handewitt nach Spanien gewechselt, der Schwartauer Knorr kam von der HSG Ostsee aus der vierten Liga in die Nachwuchsschmiede des vielfachen Champions-League-Siegers. Dort löste er seinen bis 2020 geltenden Vertrag nun vorzeitig auf. Knorr wird hauptsächlich im B-Team der Katalanen eingesetzt, das in der zweithöchsten spanischen Spielklasse um die vorderen Plätze mitspielt. Der 1,90 Meter Knorr gehört als Spielmacher zu den Leistungsträgern und ist mit mehr als 150 Treffern einer der Top-Torjäger der 2. Liga. Das deutsche Talent wurde auch schon mit ersten Einsätzen für die erste Mannschaft belohnt. Für die Nachwuchsteams des Deutschen Handball-Bundes ist Knorr bereits 45 Mal aufgelaufen und hat dabei 183 Tore erzielt. Bei der U18-Europameisterschaft wurde er ins All-Star-Team gewählt. Christian Schwarzer, 2007er Weltmeister, erfolgreicher DHB-Nachwuchstrainer und einst Profi in Barcelona, äußerte sich erst jüngst gegenüber Spox.com über die beiden deutschen Talente und die Situation in Spanien. „Die Rahmenbedingungen sind top, man kümmert sich dort ausgezeichnet um die jungen Leute“, sagte Schwarzer. Allerdings betont er: „Die Ausbildungsstufen sind in Deutschland besser. Man hat die A-Jugend-Bundesliga und die 2. Liga in Deutschland ist viel stärker als die 2. Liga in Spanien.“ Knorr ist der fünfte GWD-Zugang für die kommende Saison. Bislang hat der Klub den 23-jährigen Kreisläufer Lucas Meister vom Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen, Linksaußen Joscha Ritterbach (25/Frisch Auf Göppingen) sowie von den Füchsen Berlin Torwart Malte Semisch (26) und für den rechten Rückraum Christoph Reißky (23/kommt auf Leihbasis) verpflichtet. Mindens Geschäftsführer Sport Frank von Behren freut sich über den Transfer von Knorr: „Wir sind sehr glücklich, dass sich Juri für uns entschieden hat. Er ist ein Spieler mit großer Perspektive, der ein gutes Auge und großes taktisches Verständnis besitzt.“ Knorr sagt in einer Pressemitteilung des Vereins: „Das Jahr beim FC Barcelona war für mich ein bedeutsamer Schritt in meiner sportlichen und persönlichen Entwicklung. Die Gespräche mit GWD Minden haben mich überzeugt“ sagt er und spricht von „einer Kombination aus traditionellem Umfeld und sportlicher Ambition.“ GWD setzt mit der Verpflichtung Knorrs die Strategie fort, in Talente und damit in die Zukunft zu investieren. Das gilt erst Recht für die Position des Spielmachers: Den Schweden Dalibor Doder, der gerade erst seinen 40. Geburtstag feierte, beerben der im vergangenen Sommer geholte 23-jährige Weißrusse Aliaksandr Padshyvalau und der 19 Jahre junge Knorr. Dritter Kandidat für den verantwortungsvollen Posten des Regisseurs ist der 22-jährige Nationalspieler Marian Michalczik. Wie weit der Weg vom Perspektiv- zum Stammspieler ist, musste Padshyvalau in dieser Saison ebenso erfahren wie Torjäger Savvas Savvas, der 21-jährig erst langsam ins Team hineinwächst. Man will Knorr aber Zeit geben. „Wir möchten ihn behutsam an die Bundesliga heranführen und glauben, dass er sehr wertvoll für das Team sein wird“, sagt von Behren.

Eine Investition in die Zukunft: GWD Minden verpflichtet Juri Knorr

Minden (mt). GWD Minden hat das deutsche Top-Talent Juri Knorr vom FC Barcelona verpflichtet. Der Mittelmann, Sohn des Ex-Nationalspielers Thomas Knorr, erhält einen Zwei-Jahres-Vertrag beim Handball-Bundesligisten. Der Kader der Grün-Weißen für die Saison 2019/2020 ist damit komplett.

Ein Top-Talent des deutschen Handballs: Juri Knorr, hier im Trikot der Jugend-Nationalmannschaft, spielt künftig für GWD. Foto: Sascha Klahn - © Sascha Klahn/saschaklahn.com
Ein Top-Talent des deutschen Handballs: Juri Knorr, hier im Trikot der Jugend-Nationalmannschaft, spielt künftig für GWD. Foto: Sascha Klahn - © Sascha Klahn/saschaklahn.com

Knorr, der erst jüngst am 9. Mai seinen 19. Geburtstag feierte, zählt zu den großen Nachwuchshoffnungen im deutschen Handball. Der Jugend-Nationalspieler sammelt seit dem vergangenem Sommer wertvolle Erfahrung in der berühmten Nachwuchsakademie La Masia des FC Barcelona, wo er gemeinsam mit dem ein Jahr älteren Jannek Klein an den Profisport herangeführt wird. Junioren-Nationalspieler Klein war aus der Jugendakademie der SG Flensburg-Handewitt nach Spanien gewechselt, der Schwartauer Knorr kam von der HSG Ostsee aus der vierten Liga in die Nachwuchsschmiede des vielfachen Champions-League-Siegers. Dort löste er seinen bis 2020 geltenden Vertrag nun vorzeitig auf.

Knorr wird hauptsächlich im B-Team der Katalanen eingesetzt, das in der zweithöchsten spanischen Spielklasse um die vorderen Plätze mitspielt. Der 1,90 Meter Knorr gehört als Spielmacher zu den Leistungsträgern und ist mit mehr als 150 Treffern einer der Top-Torjäger der 2. Liga. Das deutsche Talent wurde auch schon mit ersten Einsätzen für die erste Mannschaft belohnt. Für die Nachwuchsteams des Deutschen Handball-Bundes ist Knorr bereits 45 Mal aufgelaufen und hat dabei 183 Tore erzielt. Bei der U18-Europameisterschaft wurde er ins All-Star-Team gewählt.

Christian Schwarzer, 2007er Weltmeister, erfolgreicher DHB-Nachwuchstrainer und einst Profi in Barcelona, äußerte sich erst jüngst gegenüber Spox.com über die beiden deutschen Talente und die Situation in Spanien. „Die Rahmenbedingungen sind top, man kümmert sich dort ausgezeichnet um die jungen Leute“, sagte Schwarzer. Allerdings betont er: „Die Ausbildungsstufen sind in Deutschland besser. Man hat die A-Jugend-Bundesliga und die 2. Liga in Deutschland ist viel stärker als die 2. Liga in Spanien.“

Knorr ist der fünfte GWD-Zugang für die kommende Saison. Bislang hat der Klub den 23-jährigen Kreisläufer Lucas Meister vom Schweizer Meister Kadetten Schaffhausen, Linksaußen Joscha Ritterbach (25/Frisch Auf Göppingen) sowie von den Füchsen Berlin Torwart Malte Semisch (26) und für den rechten Rückraum Christoph Reißky (23/kommt auf Leihbasis) verpflichtet.

Mindens Geschäftsführer Sport Frank von Behren freut sich über den Transfer von Knorr: „Wir sind sehr glücklich, dass sich Juri für uns entschieden hat. Er ist ein Spieler mit großer Perspektive, der ein gutes Auge und großes taktisches Verständnis besitzt.“ Knorr sagt in einer Pressemitteilung des Vereins: „Das Jahr beim FC Barcelona war für mich ein bedeutsamer Schritt in meiner sportlichen und persönlichen Entwicklung. Die Gespräche mit GWD Minden haben mich überzeugt“ sagt er und spricht von „einer Kombination aus traditionellem Umfeld und sportlicher Ambition.“

GWD setzt mit der Verpflichtung Knorrs die Strategie fort, in Talente und damit in die Zukunft zu investieren. Das gilt erst Recht für die Position des Spielmachers: Den Schweden Dalibor Doder, der gerade erst seinen 40. Geburtstag feierte, beerben der im vergangenen Sommer geholte 23-jährige Weißrusse Aliaksandr Padshyvalau und der 19 Jahre junge Knorr. Dritter Kandidat für den verantwortungsvollen Posten des Regisseurs ist der 22-jährige Nationalspieler Marian Michalczik.

Wie weit der Weg vom Perspektiv- zum Stammspieler ist, musste Padshyvalau in dieser Saison ebenso erfahren wie Torjäger Savvas Savvas, der 21-jährig erst langsam ins Team hineinwächst. Man will Knorr aber Zeit geben. „Wir möchten ihn behutsam an die Bundesliga heranführen und glauben, dass er sehr wertvoll für das Team sein wird“, sagt von Behren.

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