„Wir kooperieren wieder“ - GWD mit frischem Selbstvertrauen gegen Nordhorn Marcus Riechmann Minden. Nicht nur Siege stärken den Rücken. Auch aus Niederlagen kann sich das Selbstbewusstsein speisen. Zwar reisten die Handball-Profis von GWD Minden am Sonntag ohne Punkte aus Magdeburg heim nach Ostwestfalen, doch sie waren nach der dritten Niederlage im dritten Spiel des Jahres 2021 rechtzeitig vor dem Kellerduell gegen die HSG Nordhorn-Lingen am Donnerstagabend bereichert um die Erkenntnis: Wir können es noch. „Wenn man in Magdeburg mit nur einem Tor verliert, muss man ein paar Sachen richtig gemacht haben“, betonte Trainer Frank Carstens gestern einen positiven Aspekt der 29:30-Niederlage des Bundesligisten. Unmittelbar nach dem Abpfiff seien die Spieler wie er selbst enttäuscht gewesen, zumal das GWD-Team im 32 Sekunden währenden letzten Angriff die Chance zum Ausgleich nicht kreieren konnte. Doch den Umstand, dass überhaupt das Remis im Raum stand, bewertete der Trainer positiv: „Das haben wir in Magdeburg noch nicht gehabt, seit ich hier Trainer bin“, meinte Carstens. Lediglich einige ungestüme Aktionen vor allem der jungen Spieler sowie drei Siebenmeter-Fahrkarten kosteten die Mindener in Sachsen-Anhalt eine zählbare Ausbeute. „Uns haben in der zweiten Halbzeit ein bisschen die Antworten gefehlt“ bedauerte der Coach. Doch er sah nach den bitteren Niederlagen gegen HBW Balingen-Weilstetten und den Bergischen HC einen „Schritt in die richtige Richtung.“ Er lobte das Tempospiel nach Ballgewinnen, das sein Team gegen den Champions-League-Anwärter gewann: „Das macht Hoffnung.“ Nicht nur, wie sein Team aus der Abwehr Kapital schlug, sondern vor allem, wie es sich in der Deckung präsentierte, stimmte Carstens vor den schweren und richtungsweisenden Spielen gegen Nordhorn-Lingen und dann in Coburg zuversichtlich: „Wir kooperieren wieder“, lobte er das wieder zum Leben erweckte Zusammenspiel zwischen Torhütern und Abwehr: „Das ist ein gutes Zeichen, dass die Dinge wieder ineinander greifen.“ Auch das gefiel dem Trainer: Acht Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, Rückraumspieler Doruk Pehlivan zeigte mit sechs Treffern aufsteigende Form, Zugang Maximilian Janke findet sich immer besser in die Abwehr ein. „Es werden immer mehr Spieler, die Anteil an der Leistung haben“, stellte Carstens fest und betonte eine zentrale Erkenntnis im Kampf um den Klassenerhalt: „Wir werden nur als Team bestehen.“ Das soll auch am Donnerstag von 19 Uhr an gegen die HSG Nordhorn-Lingen gelten, die in der Tabelle auf dem ersten Abstiegsplatz lediglich zwei Punkte hinter GWD lauert. Dann wollen die Grün-Weißen nach drei Niederlagen im Jahr 2021 endlich den ersten Sieg feiern. Ob Linkshänder Christian Zeitz seinem Mindener Team dabei zur Verfügung stehen kann, ist offen. Der 40-Jährige laborierte zuletzt an einer Entzündung der Achillessehne. ZUM THEMA Die HSG Nordhorn-Lingen macht in dieser Saison das, was man „den Hof sauberhalten“ nennt. Die bisher acht Punkte holte sich das Team aus der Grafschaft ausschließlich gegen die Konkurrenz aus dem Keller der Bundesliga: Die HSG gewann zuhause gegen Ludwigshafen und Balingen sowie auswärts in Essen und Coburg. Diese Serie will das Team von GWD brechen. Minden holte seine Punkte, abgesehen vom 30:29-Heimsieg gegen Tusem Essen, bisher vor allem gegen die Mittelfeldmannschaften der Liga. In den beiden Spielen gegen unmittelbare Konkurrenten in Ludwigshafen (24:30) und gegen Balingen (20:27) setzte es krachende Niederlagen.

„Wir kooperieren wieder“ - GWD mit frischem Selbstvertrauen gegen Nordhorn

Der Kampfgeist ist geweckt: Christoffer Rambo (rechts), hier nach einem Treffer, und Kreisläufer Justus Richtzenhain (links) erzielten jeweils fünf Tore in Magdeburg. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Nicht nur Siege stärken den Rücken. Auch aus Niederlagen kann sich das Selbstbewusstsein speisen. Zwar reisten die Handball-Profis von GWD Minden am Sonntag ohne Punkte aus Magdeburg heim nach Ostwestfalen, doch sie waren nach der dritten Niederlage im dritten Spiel des Jahres 2021 rechtzeitig vor dem Kellerduell gegen die HSG Nordhorn-Lingen am Donnerstagabend bereichert um die Erkenntnis: Wir können es noch.

„Wenn man in Magdeburg mit nur einem Tor verliert, muss man ein paar Sachen richtig gemacht haben“, betonte Trainer Frank Carstens gestern einen positiven Aspekt der 29:30-Niederlage des Bundesligisten. Unmittelbar nach dem Abpfiff seien die Spieler wie er selbst enttäuscht gewesen, zumal das GWD-Team im 32 Sekunden währenden letzten Angriff die Chance zum Ausgleich nicht kreieren konnte. Doch den Umstand, dass überhaupt das Remis im Raum stand, bewertete der Trainer positiv: „Das haben wir in Magdeburg noch nicht gehabt, seit ich hier Trainer bin“, meinte Carstens.

Lediglich einige ungestüme Aktionen vor allem der jungen Spieler sowie drei Siebenmeter-Fahrkarten kosteten die Mindener in Sachsen-Anhalt eine zählbare Ausbeute. „Uns haben in der zweiten Halbzeit ein bisschen die Antworten gefehlt“ bedauerte der Coach. Doch er sah nach den bitteren Niederlagen gegen HBW Balingen-Weilstetten und den Bergischen HC einen „Schritt in die richtige Richtung.“ Er lobte das Tempospiel nach Ballgewinnen, das sein Team gegen den Champions-League-Anwärter gewann: „Das macht Hoffnung.“ Nicht nur, wie sein Team aus der Abwehr Kapital schlug, sondern vor allem, wie es sich in der Deckung präsentierte, stimmte Carstens vor den schweren und richtungsweisenden Spielen gegen Nordhorn-Lingen und dann in Coburg zuversichtlich: „Wir kooperieren wieder“, lobte er das wieder zum Leben erweckte Zusammenspiel zwischen Torhütern und Abwehr: „Das ist ein gutes Zeichen, dass die Dinge wieder ineinander greifen.“ Auch das gefiel dem Trainer: Acht Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein, Rückraumspieler Doruk Pehlivan zeigte mit sechs Treffern aufsteigende Form, Zugang Maximilian Janke findet sich immer besser in die Abwehr ein. „Es werden immer mehr Spieler, die Anteil an der Leistung haben“, stellte Carstens fest und betonte eine zentrale Erkenntnis im Kampf um den Klassenerhalt: „Wir werden nur als Team bestehen.“

Das soll auch am Donnerstag von 19 Uhr an gegen die HSG Nordhorn-Lingen gelten, die in der Tabelle auf dem ersten Abstiegsplatz lediglich zwei Punkte hinter GWD lauert. Dann wollen die Grün-Weißen nach drei Niederlagen im Jahr 2021 endlich den ersten Sieg feiern. Ob Linkshänder Christian Zeitz seinem Mindener Team dabei zur Verfügung stehen kann, ist offen. Der 40-Jährige laborierte zuletzt an einer Entzündung der Achillessehne.

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Die HSG Nordhorn-Lingen macht in dieser Saison das, was man „den Hof sauberhalten“ nennt. Die bisher acht Punkte holte sich das Team aus der Grafschaft ausschließlich gegen die Konkurrenz aus dem Keller der Bundesliga: Die HSG gewann zuhause gegen Ludwigshafen und Balingen sowie auswärts in Essen und Coburg.

Diese Serie will das Team von GWD brechen. Minden holte seine Punkte, abgesehen vom 30:29-Heimsieg gegen Tusem Essen, bisher vor allem gegen die Mittelfeldmannschaften der Liga. In den beiden Spielen gegen unmittelbare Konkurrenten in Ludwigshafen (24:30) und gegen Balingen (20:27) setzte es krachende Niederlagen.

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