Vor dem Kellerduell in Stuttgart könnte der Druck für GWD Minden kaum größer sein Sebastian Külbel Minden. „Druck ist immer da“, pflegt GWD Mindens Trainer Frank Carstens unabhängig von der sportlichen Situation seines Teams zu sagen. Vor dem Auswärtsspiel beim TVB Stuttgart könnte dieser für die Gäste aber kaum größer sein. Fünf Punkte liegt der Tabellen-16. zurzeit vor dem Letzten aus Ostwestfalen, bei einem Sieg würde das rettende Ufer für diesen immer weiter aus dem Blick geraten. GWD muss gewinnen, um sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga wirkungsvoll zurückzumelden. Das weiß auch Carstens. „Wir sehen diese Gefahr und können die Tabellensituation nicht einfach wegschmeißen“, sagt er vor dem „bislang wichtigsten Spiel der Saison“. Dennoch will er den Rucksack, den seine Profis nach dem misslungenen ersten Saisondrittel ohnehin mit sich herumschleppen, nicht zu voll packen: „Dieses Spiel ist nicht das Ende. Es ist weder ein Finale noch wird am Donnerstag der Abstieg besiegelt. Auch danach geht es weiter.“ Die Frage ist nur, wie. Mit einem Sieg im Rücken könnten die Mindener schwungvoll ins nächste Heimspiel gegen den zuletzt schwachen Bergischen HC gehen. Eine Niederlage wäre dagegen der nächste Niederschlag, und mit jedem fällt das Aufrappeln schwerer. Diese Gedanken will Coach Carstens aber gar nicht erst in die Köpfe seiner Spieler lassen. Er setzt wie immer auf eine akribische Spielvorbereitung. „Wir müssen so konzentriert wie möglich daran arbeiten, auch in Stuttgart konkurrenzfähig zu sein“, sagt der GWD-Trainer. Das ist seinem Team zuletzt immer wieder gut gelungen. Allerdings fehlten nach dem erlösenden ersten Saisonsieg in Melsungen immer ein paar Prozente, so dass es seither drei Niederlagen gab. So war es auch im Spiel gegen Magdeburg, das Carstens und sein Team „schnell abgeheftet“ haben, um sich auf Donnerstag zu konzentrieren. Dennoch taugt die 26:31-Niederlage gegen „die beste deutsche Mannschaft“ (Carstens) als Mutmacher für den Tabellenletzten: „Wir haben im Angriff viele Dinge gut gemacht, die wir auch in Stuttgart brauchen.“ Er streicht vor allem die Sicherheit im Entscheidungsverhalten heraus: „26 Tore gegen Magdeburg sind absolut okay. Wir hatten im ganzen Spiel nur zwei Würfe, die nicht so gut vorbereitet waren.“ Genau das fordert der Trainer auch im Kellerduell gegen einen neu formierten Gegner. Denn mit dem Amtsantritt des spanischen Trainers Roi Sanchez im Sommer folgt der TVB dem typischen Abwehrstil in dessen Heimatland: „Ihre Deckung ist jetzt sehr auf Ballgewinne ausgerichtet“, betont Carstens: „Magdeburg war einfach, Stuttgart wird in Sachen Angriffsgestaltung deutlich anspruchsvoller.“ Da passt es gut, dass in Jan Grebenc und Nikola Jukic zwei zuletzt sparsam oder gar nicht eingesetzte Rückraum-Akteure nach überstandener Erkältung wieder fit sind. Gleiches gilt für Kreisläufer Lucas Meister. Dafür liegt Torwart Malte Semisch seit Sonntag mit Grippesymptomen flach. „Er hat aber kein Fieber, die Corona-Tests waren auch negativ“, teilt sein Trainer mit: „Trotzdem ist sein Einsatz fraglich.“ Getestet wird im ganzen Team mittlerweile wieder am Tag vor und am Tag nach dem Spiel. „Das ist zwar noch nicht vorgeschrieben, aber wir wollen Sicherheit haben und kein Risiko eingehen“, sagt Carstens. Die sportlichen Aufgaben sind groß genug.

Vor dem Kellerduell in Stuttgart könnte der Druck für GWD Minden kaum größer sein

„Viele Dinge gut gemacht“: GWD Mindens Angreifer um Amine Darmoul (mit Ball) zeigten im jüngsten Heimspiel gegen den SC Magdeburg ein gutes Entscheidungsverhalten. ©Angela Metge

Minden. „Druck ist immer da“, pflegt GWD Mindens Trainer Frank Carstens unabhängig von der sportlichen Situation seines Teams zu sagen. Vor dem Auswärtsspiel beim TVB Stuttgart könnte dieser für die Gäste aber kaum größer sein. Fünf Punkte liegt der Tabellen-16. zurzeit vor dem Letzten aus Ostwestfalen, bei einem Sieg würde das rettende Ufer für diesen immer weiter aus dem Blick geraten. GWD muss gewinnen, um sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Bundesliga wirkungsvoll zurückzumelden.

Das weiß auch Carstens. „Wir sehen diese Gefahr und können die Tabellensituation nicht einfach wegschmeißen“, sagt er vor dem „bislang wichtigsten Spiel der Saison“. Dennoch will er den Rucksack, den seine Profis nach dem misslungenen ersten Saisondrittel ohnehin mit sich herumschleppen, nicht zu voll packen: „Dieses Spiel ist nicht das Ende. Es ist weder ein Finale noch wird am Donnerstag der Abstieg besiegelt. Auch danach geht es weiter.“

Die Frage ist nur, wie. Mit einem Sieg im Rücken könnten die Mindener schwungvoll ins nächste Heimspiel gegen den zuletzt schwachen Bergischen HC gehen. Eine Niederlage wäre dagegen der nächste Niederschlag, und mit jedem fällt das Aufrappeln schwerer. Diese Gedanken will Coach Carstens aber gar nicht erst in die Köpfe seiner Spieler lassen. Er setzt wie immer auf eine akribische Spielvorbereitung.

„Wir müssen so konzentriert wie möglich daran arbeiten, auch in Stuttgart konkurrenzfähig zu sein“, sagt der GWD-Trainer. Das ist seinem Team zuletzt immer wieder gut gelungen. Allerdings fehlten nach dem erlösenden ersten Saisonsieg in Melsungen immer ein paar Prozente, so dass es seither drei Niederlagen gab. So war es auch im Spiel gegen Magdeburg, das Carstens und sein Team „schnell abgeheftet“ haben, um sich auf Donnerstag zu konzentrieren.

Dennoch taugt die 26:31-Niederlage gegen „die beste deutsche Mannschaft“ (Carstens) als Mutmacher für den Tabellenletzten: „Wir haben im Angriff viele Dinge gut gemacht, die wir auch in Stuttgart brauchen.“ Er streicht vor allem die Sicherheit im Entscheidungsverhalten heraus: „26 Tore gegen Magdeburg sind absolut okay. Wir hatten im ganzen Spiel nur zwei Würfe, die nicht so gut vorbereitet waren.“

Genau das fordert der Trainer auch im Kellerduell gegen einen neu formierten Gegner. Denn mit dem Amtsantritt des spanischen Trainers Roi Sanchez im Sommer folgt der TVB dem typischen Abwehrstil in dessen Heimatland: „Ihre Deckung ist jetzt sehr auf Ballgewinne ausgerichtet“, betont Carstens: „Magdeburg war einfach, Stuttgart wird in Sachen Angriffsgestaltung deutlich anspruchsvoller.“

Da passt es gut, dass in Jan Grebenc und Nikola Jukic zwei zuletzt sparsam oder gar nicht eingesetzte Rückraum-Akteure nach überstandener Erkältung wieder fit sind. Gleiches gilt für Kreisläufer Lucas Meister. Dafür liegt Torwart Malte Semisch seit Sonntag mit Grippesymptomen flach. „Er hat aber kein Fieber, die Corona-Tests waren auch negativ“, teilt sein Trainer mit: „Trotzdem ist sein Einsatz fraglich.“ Getestet wird im ganzen Team mittlerweile wieder am Tag vor und am Tag nach dem Spiel. „Das ist zwar noch nicht vorgeschrieben, aber wir wollen Sicherheit haben und kein Risiko eingehen“, sagt Carstens. Die sportlichen Aufgaben sind groß genug.

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