Viele Reisen, schwere Gegner: Hammerprogramm für GWD Minden zum Start in die 55. Saison Marcus Riechmann Minden. Die Zeit der Ungewissheit hat ein Ende: Der Ligaverband HBL hat den lang ersehnten Spielplan der 55. Saison der Handball-Bundesliga veröffentlicht. 38 Spieltag sind in den kommenden neun Monaten von den 20 Bundesligisten zu bewältigen. Saisonstart wird am ersten Oktoberwochenende sein, das Finale steigt am Sonntag, 27. Juni. Die ersten vier Spieltage bis zum 18. Oktober sowie der siebte Spieltag am 11. und 12. November sind exakt angesetzt. Für die weiteren Spieltage stehen noch die meisten Anwurfzeiten noch aus. GWD Minden wird die Saison sowohl auswärts beginnen als auch beenden. Das erste Spiel steht für das Team um Trainer Frank Carstens am Donnerstag, 1. Oktober, um 19 Uhr bei der TSV Hannover-Burgdorf. Bereits in der abgelaufenen Saison führte der erste Weg die Mindener auf die kurze Fahrt ins benachbarte Niedersachsen, wo es eine 30:36-Niederlage gab. Den letzten Spieltag Ende Juni bestreiten die Dankerser dann in der Rittal-Arena gegen die HSG Wetzlar. Gegen die Hessen trägt GWD auch das erste Heimspiel der Saison aus. Am Donnerstag, 7. Oktober, wird zum Auftakt eines Doppelspieltags die Heimpremiere gegen die HSG Wetzlar um 19 Uhr angepfiffen. Ob in der Kreissporthalle in Lübbecke dann auch Fans zuschauen dürfen, ist noch nicht geklärt. Zeitnah will man das gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke und dem Johannes-Wesling-Klinikum erarbeitete Hygienekonzept vorstellen. Das Maßnahmen-Papier muss vom Kreisgesundheitsamt und vom Ordnungsamt der Stadt Lübbecke unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Schutzverordnungen des Landes NRW freigegeben werden. Zügig geht es für GWD weiter: Am Sonntag, 11. Oktober, treten die Grün-Weißen um Teamkapitän Miljan Pusica bei der SG Flensburg-Handewitt an (16 Uhr). Es folgt dann am vierten Spieltag die dritte Reise: Am 17. Oktober geht es zum Samstagsduell um 20.30 Uhr nach Kassel zur MT Melsungen. Noch ohne feste Anwurfzeit sind die nächsten beiden Spiele: Der Heimauftritt gegen die Füchse Berlin um den letztjährigen GWD-Leitwolf Marian Michalczik am Sonntag, 25. Oktober, sowie die Partie beim Deutschen Meister THW Kiel am Sonntag, 1. November. Der Auftakt hat es für GWD, 15. der Abschlusstabelle der Corona-Spielzeit, in sich. Die Mindener müssen vier der ersten sechs Spiele in fremder Halle bestreiten und treffen dabei auf drei Mannschaften, die in der abgebrochenen Corona-Saison unter den Top-Fünf der Tabelle standen sowie auf die überaus ambitionierten wie ungeheuer stark besetzten Melsunger. Das Hammer-Programm könnte Minden früh unter Druck setzen, ein Heimsieg gegen Wetzlar ist beinahe Pflicht. Anders formuliert könnte man sagen: GWD kann eigentlich nur positiv überraschen. Das gelang jedenfalls in der abgebrochenen Saison: Gegen Berlin gelangen gleich zwei Siege, gegen Kiel und Flensburg verkaufte man sich prächtig, blieb aber auswärts ohne Punkt. Erst am siebten Spieltag normalisiert sich das Pensum. Zum Beginn des zweiten Doppelspieltags trifft GWD in Lübbecke am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr auf den Bergischen HC, drei Tage später spielen Juri Knorr und Co. beim Aufsteiger HSC Coburg. Die weiteren Heimgegner: Der Vorjahresdritte Rhein-Neckar Löwen am 9. Spieltag (19.-22.11.), Aufsteiger Tusem Essen am 11. Spieltag (3.-6-12.), der OWL-Konkurrent TBV Lemgo am 13. Spieltag (15./16.12.) sowie der SC DHfK Leipzig unmittelbar vor weihnachten am 22./23. Dezember. Das letzte Spiel des Jahres 2020 bestreiten die Mindener am 26./27. Dezember beim Frisch Auf Göppingen. 16 Spieltage sind bis zum Jahresende angesetzt, sieben Heimspiele stehen für GWD auf dem Programm. Mehr Rückenwind dürfen die Grün-Weißen im zweiten Saisonabschnitt nach der Weltmeisterschaft in Ägypten erhoffen: Dann stehen noch zwölf Heimspiele an 22 Spieltagen an. Den Auftakt macht die Partie gegen HBW Balingen-Weilstetten, die nach der WM-Pause am 6./7. Februar 2021 in Lübbecke angesetzt ist. Die große Zahl von Heimspielen im neuen Jahr könnte sich für GWD sowohl unter finanziellen Aspekten wie auch unter dem Gesichtspunkt echter „Heimatmosphäre“ als Vorteil erweisen, sofern die Corona-Pandemie abebbt und 2021 mehr Zuschauer in den Hallen zugelassen werden. Blick in die Liga: Der deutsche Meister THW Kiel wird mit einem Heimspiel in die 55. Saison starten. Der Titelverteidiger empfängt am 4. Oktober den HC Erlangen. Beginnen wird die neue Spielzeit, die ganz unter dem Zeichen der Corona-Pandemie steht, bereits drei Tage zuvor mit fünf Begegnungen. Auf den geplanten Start am 1. Oktober hatten sich die Bundesligisten am Dienstag per Telefonkonferenz geeinigt. Damit war auch der Vorstoß unter anderem der Nordlichter Kiel und SG Flensburg-Handewitt vom Tisch, erst am 1. Januar zu starten. Ob Zuschauer zugelassen werden, steht wegen der nach wie vor angespannten Corona-Lage noch nicht fest. Vor dem Bundesligastart steigt am 26. September der Supercup in Düsseldorf zwischen Kiel und Vizemeister Flensburg-Handewitt. Wegen der Pandemie wurde die Liga von 18 auf 20 Vereine aufgestockt. Absteiger gab es nicht, den Schlusslichtern Eulen Ludwigshafen und HSG Nordhorn-Lingen blieb nach dem Saisonabbruch der Gang in die 2. Liga erspart. Neu in der höchsten deutschen Spielklasse sind die beiden Aufsteiger HSC 2000 Coburg und Tusem Essen. Tickets für GWD-Heimspiele werden zur Mangelware¶ Der Spielplan liegt auf dem Tisch, de Fans freuen sich auf die neue Saison. Es ist aber offen, ob das Minden-Lübbecker Corona-Schutzkonzept mit begrenzten Zuschauerzahlen greifen wird oder die Tribünen bei den GWD-Heimspielen zunächst leer bleiben müssen. „Wenn keine Zuschauer in der Halle sind, fehlt dem Spiel ein sehr wichtiger Bestandteil. Handball und Fans gehören zusammen“, sagt GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche. Er hofft, dass eine Rückkehr der Zuschauer bald möglich sein wird, auch aus finanziellen Gründen: „Spiele ohne Fans belasten uns auf mehreren Ebenen. Sponsoring lebt schließlich von der Nähe zum Produkt, vom Erlebnis in der Halle. Wenn das fehlt, wird es schwierig.“ Sicher ist: Die Zuschauerzahl wird begrenzt sein und Tickets für die Heimspiele werden zur Mangelware. Wie werden die Eintrittskarten vergeben? „Darüber zerbrechen wir uns den Kopf“, sagt Kalusche, „vieles ist unsicher. Aber klar ist: „Wir wollen eine möglichst breite Streuung, eine große Mischung erreichen und möglichst vielen Fans die Chance geben, unsere Spiele live zu sehen.“ Dauerkarten im klassischen Sinn wird es nicht geben können. Preislich werde man sich am Vorjahresniveau orientieren. (rich)

Viele Reisen, schwere Gegner: Hammerprogramm für GWD Minden zum Start in die 55. Saison

In den Spielen gegen die Füchse Berlin zeigte sich das Team von GWD Minden in der letzten Saison in Bestform. In der Hauptstadt gelang vor exakt einem Jahr am 4. September mit 29:25 ein Husarenstreich und der der allererste Sieg. Der 30:25-Triumph im Rückspiel markierte einen stimmungsvollen Höhepunkt in der neuen Heimat in Lübbecke. Im Februar jubelte Marian Michalczik (Mitte) noch im GWD-Trikot, beim nächsten Aufeinandertreffen wird er für Berlin auflaufen. Fotos: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Die Zeit der Ungewissheit hat ein Ende: Der Ligaverband HBL hat den lang ersehnten Spielplan der 55. Saison der Handball-Bundesliga veröffentlicht. 38 Spieltag sind in den kommenden neun Monaten von den 20 Bundesligisten zu bewältigen. Saisonstart wird am ersten Oktoberwochenende sein, das Finale steigt am Sonntag, 27. Juni. Die ersten vier Spieltage bis zum 18. Oktober sowie der siebte Spieltag am 11. und 12. November sind exakt angesetzt. Für die weiteren Spieltage stehen noch die meisten Anwurfzeiten noch aus.

GWD Minden wird die Saison sowohl auswärts beginnen als auch beenden. Das erste Spiel steht für das Team um Trainer Frank Carstens am Donnerstag, 1. Oktober, um 19 Uhr bei der TSV Hannover-Burgdorf. Bereits in der abgelaufenen Saison führte der erste Weg die Mindener auf die kurze Fahrt ins benachbarte Niedersachsen, wo es eine 30:36-Niederlage gab. Den letzten Spieltag Ende Juni bestreiten die Dankerser dann in der Rittal-Arena gegen die HSG Wetzlar.

GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche hofft, dass die Heimspiele für Zuschauer geöffnet werden. - © MT-Foto: Riechmann
GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche hofft, dass die Heimspiele für Zuschauer geöffnet werden. - © MT-Foto: Riechmann

Gegen die Hessen trägt GWD auch das erste Heimspiel der Saison aus. Am Donnerstag, 7. Oktober, wird zum Auftakt eines Doppelspieltags die Heimpremiere gegen die HSG Wetzlar um 19 Uhr angepfiffen. Ob in der Kreissporthalle in Lübbecke dann auch Fans zuschauen dürfen, ist noch nicht geklärt. Zeitnah will man das gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke und dem Johannes-Wesling-Klinikum erarbeitete Hygienekonzept vorstellen. Das Maßnahmen-Papier muss vom Kreisgesundheitsamt und vom Ordnungsamt der Stadt Lübbecke unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Schutzverordnungen des Landes NRW freigegeben werden.

Zügig geht es für GWD weiter: Am Sonntag, 11. Oktober, treten die Grün-Weißen um Teamkapitän Miljan Pusica bei der SG Flensburg-Handewitt an (16 Uhr). Es folgt dann am vierten Spieltag die dritte Reise: Am 17. Oktober geht es zum Samstagsduell um 20.30 Uhr nach Kassel zur MT Melsungen. Noch ohne feste Anwurfzeit sind die nächsten beiden Spiele: Der Heimauftritt gegen die Füchse Berlin um den letztjährigen GWD-Leitwolf Marian Michalczik am Sonntag, 25. Oktober, sowie die Partie beim Deutschen Meister THW Kiel am Sonntag, 1. November.

Der Auftakt hat es für GWD, 15. der Abschlusstabelle der Corona-Spielzeit, in sich. Die Mindener müssen vier der ersten sechs Spiele in fremder Halle bestreiten und treffen dabei auf drei Mannschaften, die in der abgebrochenen Corona-Saison unter den Top-Fünf der Tabelle standen sowie auf die überaus ambitionierten wie ungeheuer stark besetzten Melsunger. Das Hammer-Programm könnte Minden früh unter Druck setzen, ein Heimsieg gegen Wetzlar ist beinahe Pflicht. Anders formuliert könnte man sagen: GWD kann eigentlich nur positiv überraschen. Das gelang jedenfalls in der abgebrochenen Saison: Gegen Berlin gelangen gleich zwei Siege, gegen Kiel und Flensburg verkaufte man sich prächtig, blieb aber auswärts ohne Punkt.

Erst am siebten Spieltag normalisiert sich das Pensum. Zum Beginn des zweiten Doppelspieltags trifft GWD in Lübbecke am Donnerstag, 12. November, um 19 Uhr auf den Bergischen HC, drei Tage später spielen Juri Knorr und Co. beim Aufsteiger HSC Coburg. Die weiteren Heimgegner: Der Vorjahresdritte Rhein-Neckar Löwen am 9. Spieltag (19.-22.11.), Aufsteiger Tusem Essen am 11. Spieltag (3.-6-12.), der OWL-Konkurrent TBV Lemgo am 13. Spieltag (15./16.12.) sowie der SC DHfK Leipzig unmittelbar vor weihnachten am 22./23. Dezember. Das letzte Spiel des Jahres 2020 bestreiten die Mindener am 26./27. Dezember beim Frisch Auf Göppingen.

16 Spieltage sind bis zum Jahresende angesetzt, sieben Heimspiele stehen für GWD auf dem Programm. Mehr Rückenwind dürfen die Grün-Weißen im zweiten Saisonabschnitt nach der Weltmeisterschaft in Ägypten erhoffen: Dann stehen noch zwölf Heimspiele an 22 Spieltagen an. Den Auftakt macht die Partie gegen HBW Balingen-Weilstetten, die nach der WM-Pause am 6./7. Februar 2021 in Lübbecke angesetzt ist. Die große Zahl von Heimspielen im neuen Jahr könnte sich für GWD sowohl unter finanziellen Aspekten wie auch unter dem Gesichtspunkt echter „Heimatmosphäre“ als Vorteil erweisen, sofern die Corona-Pandemie abebbt und 2021 mehr Zuschauer in den Hallen zugelassen werden.

Blick in die Liga:

Der deutsche Meister THW Kiel wird mit einem Heimspiel in die 55. Saison starten. Der Titelverteidiger empfängt am 4. Oktober den HC Erlangen. Beginnen wird die neue Spielzeit, die ganz unter dem Zeichen der Corona-Pandemie steht, bereits drei Tage zuvor mit fünf Begegnungen. Auf den geplanten Start am 1. Oktober hatten sich die Bundesligisten am Dienstag per Telefonkonferenz geeinigt. Damit war auch der Vorstoß unter anderem der Nordlichter Kiel und SG Flensburg-Handewitt vom Tisch, erst am 1. Januar zu starten. Ob Zuschauer zugelassen werden, steht wegen der nach wie vor angespannten Corona-Lage noch nicht fest.

Vor dem Bundesligastart steigt am 26. September der Supercup in Düsseldorf zwischen Kiel und Vizemeister Flensburg-Handewitt. Wegen der Pandemie wurde die Liga von 18 auf 20 Vereine aufgestockt. Absteiger gab es nicht, den Schlusslichtern Eulen Ludwigshafen und HSG Nordhorn-Lingen blieb nach dem Saisonabbruch der Gang in die 2. Liga erspart. Neu in der höchsten deutschen Spielklasse sind die beiden Aufsteiger HSC 2000 Coburg und Tusem Essen.

Tickets für GWD-Heimspiele werden zur Mangelware¶

Der Spielplan liegt auf dem Tisch, de Fans freuen sich auf die neue Saison. Es ist aber offen, ob das Minden-Lübbecker Corona-Schutzkonzept mit begrenzten Zuschauerzahlen greifen wird oder die Tribünen bei den GWD-Heimspielen zunächst leer bleiben müssen.

„Wenn keine Zuschauer in der Halle sind, fehlt dem Spiel ein sehr wichtiger Bestandteil. Handball und Fans gehören zusammen“, sagt GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche. Er hofft, dass eine Rückkehr der Zuschauer bald möglich sein wird, auch aus finanziellen Gründen: „Spiele ohne Fans belasten uns auf mehreren Ebenen. Sponsoring lebt schließlich von der Nähe zum Produkt, vom Erlebnis in der Halle. Wenn das fehlt, wird es schwierig.“

Sicher ist: Die Zuschauerzahl wird begrenzt sein und Tickets für die Heimspiele werden zur Mangelware. Wie werden die Eintrittskarten vergeben? „Darüber zerbrechen wir uns den Kopf“, sagt Kalusche, „vieles ist unsicher. Aber klar ist: „Wir wollen eine möglichst breite Streuung, eine große Mischung erreichen und möglichst vielen Fans die Chance geben, unsere Spiele live zu sehen.“ Dauerkarten im klassischen Sinn wird es nicht geben können. Preislich werde man sich am Vorjahresniveau orientieren. (rich)

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