Trotz emotionaler Gegensätze: Die Hoffnung auf Punkte fährt mit Jörg Wehling Minden. Vor dem Saisonstart der Handball-Bundesliga hätten wohl viele darauf getippt, dass das Duell zwischen GWD Minden und dem Aufsteiger HSV Hamburg ein Duell auf Augenhöhe sein könnte. Der Blick auf die Tabelle nach dem siebten Spieltag verdeutlicht nur allzu gut, dass dem nicht so ist. Viel mehr handelt es sich um ein Duell der emotionalen Gegensätze. Null Punkte und Derbyniederlage auf der einen Seite, Achtungserfolge und Platz sieben auf der anderen. „Für mich ist der HSV Hamburg die Mannschaft der Stunde“, sagt Trainer Frank Carstens, und Frank von Behren, Geschäftsführer Sport bei den Grün-Weißen, pflichtet dem GWD-Trainer bei: „Emotional schwimmt der HSV auf einer ganz anderen Welle als wir. Der HSV ist für mich der stärkste Aufsteiger seit vielen Jahren.“ Wenn sich der GWD-Tross also auf den Weg in die Hansestadt macht, dann fährt dennoch die Hoffnung mit, am Sonntag ab 16 Uhr auch um die ersten Punkte kämpfen zu können. „In unserer derzeitigen Situation ist das Spiel zwar kein Duell auf Augenhöhe. Aber es ist eine Partie, in der wir durchaus unsere Chancen sehen“, sagt Carstens. Die Gründe, warum es bei den Hanseaten deutlich besser läuft, sind vielfältig. Grund Nummer eins: Im Gegensatz zum GWD-Team ist die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen seit vielen Jahren eingespielt. Und Grund Nummer zwei: Die HSV-Mannschaft wurde vor der Saison noch einmal gezielt verstärkt. Mit Jens Vortmann und nun auch Johannes Bitter verfügen die Hamburger über ein bärenstarkes Torwartgespann und haben mit dem Rückraumlinken Azat Valiullin und Mittelmann Leif Tissier zwei Akteure, die dem HSV-Spiel ihren Stempel aufdrücken. Neben Bitter kamen noch Manuel Späth, Nicolai Theilinger und Caspar Mortensen nach Hamburg. „Die Mannschaft ist gut organisiert. Es wird viel durchgewechselt. Dadurch können sie das Tempo über 60 Minuten sehr hoch halten“, sagt Carstens. Entsprechend beeindruckend sind die bisherigen Ergebnisse des keinesfalls „normalen“ Aufsteigers. Nach den beiden Auftakt-Niederlagen platzte der Knoten beim 32:27-Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen sowie den deutlichen Erfolgen gegen die HSG Wetzlar (31:23) und TVB Stuttgart (34:26). Hinzu kam die unglückliche 28:29-Pokalniederlage gegen die Füchse Berlin, in dem das HSV-Team gegen eine starke Berliner Mannschaft zu überzeugen wusste. Bei aller Wertschätzung für den Gegner stellt Carstens aber auch heraus, dass seine Mannschaft die Qualität hat, gegen die Hanseaten mithalten zu können. „Auch wir können einen sehr guten Gegenstoß spielen. Und in der Defensive wird unser Rückzugsverhalten sehr wichtig werden.“ Dazu setzt Carstens auf die Fortschritte, die seine Mannschaft offenbar im Training gemacht hat. Ein bisschen Wiedersehen wird an der Alster aber auch gefeiert. Neben Jens Vortmann, der von 2011 bis 2015 für GWD Minden auflief, gibt es einen weiteren Akteur, der bereits im GWD-Trikot auflief. So spielt der gebürtige Mindener Jonas Gertges seit der Saison 2019/2020 für den HSV. Personell bleibt bei GWD Minden fast alles beim alten. Carstens rechnet damit, dass die angeschlagenen Spieler wie Nikola Jukic in Hamburg auflaufen können. Für Spielmacher Amine Darmoul dürfte die Zeit für einen Einsatz nach seiner Verletzung zu kurz sein. Immerhin nahm der Tunesier wieder das Training auf, absolvierte aber nur vorsichtige Laufeinheiten.

Trotz emotionaler Gegensätze: Die Hoffnung auf Punkte fährt mit

Nachdenklicher Ausdruck: GWD Mindens Mannschaftskapitän Niclas Pieczkowski. Foto: Angela Metge © Copyright 2021 Angela Metge – All rights reserved

Minden. Vor dem Saisonstart der Handball-Bundesliga hätten wohl viele darauf getippt, dass das Duell zwischen GWD Minden und dem Aufsteiger HSV Hamburg ein Duell auf Augenhöhe sein könnte. Der Blick auf die Tabelle nach dem siebten Spieltag verdeutlicht nur allzu gut, dass dem nicht so ist. Viel mehr handelt es sich um ein Duell der emotionalen Gegensätze. Null Punkte und Derbyniederlage auf der einen Seite, Achtungserfolge und Platz sieben auf der anderen.

„Für mich ist der HSV Hamburg die Mannschaft der Stunde“, sagt Trainer Frank Carstens, und Frank von Behren, Geschäftsführer Sport bei den Grün-Weißen, pflichtet dem GWD-Trainer bei: „Emotional schwimmt der HSV auf einer ganz anderen Welle als wir. Der HSV ist für mich der stärkste Aufsteiger seit vielen Jahren.“

Wenn sich der GWD-Tross also auf den Weg in die Hansestadt macht, dann fährt dennoch die Hoffnung mit, am Sonntag ab 16 Uhr auch um die ersten Punkte kämpfen zu können. „In unserer derzeitigen Situation ist das Spiel zwar kein Duell auf Augenhöhe. Aber es ist eine Partie, in der wir durchaus unsere Chancen sehen“, sagt Carstens.

Die Gründe, warum es bei den Hanseaten deutlich besser läuft, sind vielfältig. Grund Nummer eins: Im Gegensatz zum GWD-Team ist die Mannschaft von Trainer Torsten Jansen seit vielen Jahren eingespielt. Und Grund Nummer zwei: Die HSV-Mannschaft wurde vor der Saison noch einmal gezielt verstärkt. Mit Jens Vortmann und nun auch Johannes Bitter verfügen die Hamburger über ein bärenstarkes Torwartgespann und haben mit dem Rückraumlinken Azat Valiullin und Mittelmann Leif Tissier zwei Akteure, die dem HSV-Spiel ihren Stempel aufdrücken.

Neben Bitter kamen noch Manuel Späth, Nicolai Theilinger und Caspar Mortensen nach Hamburg. „Die Mannschaft ist gut organisiert. Es wird viel durchgewechselt. Dadurch können sie das Tempo über 60 Minuten sehr hoch halten“, sagt Carstens. Entsprechend beeindruckend sind die bisherigen Ergebnisse des keinesfalls „normalen“ Aufsteigers. Nach den beiden Auftakt-Niederlagen platzte der Knoten beim 32:27-Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen sowie den deutlichen Erfolgen gegen die HSG Wetzlar (31:23) und TVB Stuttgart (34:26). Hinzu kam die unglückliche 28:29-Pokalniederlage gegen die Füchse Berlin, in dem das HSV-Team gegen eine starke Berliner Mannschaft zu überzeugen wusste.

Bei aller Wertschätzung für den Gegner stellt Carstens aber auch heraus, dass seine Mannschaft die Qualität hat, gegen die Hanseaten mithalten zu können. „Auch wir können einen sehr guten Gegenstoß spielen. Und in der Defensive wird unser Rückzugsverhalten sehr wichtig werden.“ Dazu setzt Carstens auf die Fortschritte, die seine Mannschaft offenbar im Training gemacht hat.

Ein bisschen Wiedersehen wird an der Alster aber auch gefeiert. Neben Jens Vortmann, der von 2011 bis 2015 für GWD Minden auflief, gibt es einen weiteren Akteur, der bereits im GWD-Trikot auflief. So spielt der gebürtige Mindener Jonas Gertges seit der Saison 2019/2020 für den HSV.

Personell bleibt bei GWD Minden fast alles beim alten. Carstens rechnet damit, dass die angeschlagenen Spieler wie Nikola Jukic in Hamburg auflaufen können. Für Spielmacher Amine Darmoul dürfte die Zeit für einen Einsatz nach seiner Verletzung zu kurz sein. Immerhin nahm der Tunesier wieder das Training auf, absolvierte aber nur vorsichtige Laufeinheiten.

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