Start aus dem Minus - GWD Minden und die Vorbereitung für zwei Spielzeiten Sebastian Külbel Minden. Die neue Saison begann, wie die alte aufgehört hatte: mit Corona. Am Dienstag stand für die ersten Handball-Profis von GWD Minden ein Test auf das tückische Virus an, das Mitte März die Welt lahmlegte. Der Neustart nach dem Saisonabbruch stellt alle Beteiligten nun vor große Herausforderungen. „Im Prinzip ist es eine Vorbereitung für zwei Spielzeiten“, sagt Trainer Frank Carstens angesichts des engen Zeitplans in den nächsten 24 Monaten. In den ersten Tagen ging es für die Spieler noch ruhig zu: Neben den Corona-Tests begannen am Mittwoch die sportmedizinische Untersuchung im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, dann stehen zwei Bewegungseinheiten ohne Handball an. Nach dem Fußball-Testspiel in Dützen (siehe Extra-Text) geht es am Samstag zum Tennis-Mannschaftsevent beim Mindener TK. Ernst wird es ab Montag, wenn Coach Carstens das Team zum ersten Mal in der Halle versammelt. „Es gibt eine Einführung, dann wird die Gruppe wieder differenziert“, skizziert er seinen Plan für die erste Trainingsphase, die unter besonderen Vorzeichen steht. „Die Spieler kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Die Athletik- und Kraftwerte sind gut, aber einige hatten vier Monate keinen Ball in der Hand“, sagt Carstens. Er sieht drei Kategorien im Kader: Die einen haben nach den Corona-Lockerungen im Mai und Juni gemeinsam in Minden trainiert, die ausländischen Spieler haben in ihren Heimatländern ein individuelles Programm absolviert, schildert der Coach: „Und in welchem Zustand die Zugänge sind, weiß ich nicht.“ Auch deshalb hat er die Zeit bis zum Saisonstart Anfang Oktober zweigeteilt: Bis zum 7. August geht es vor allem darum, alle Spieler in eine Verfassung zu bringen, um eine normale Vorbereitung zu absolvieren. Die beginnt nach einer zehntägigen Pause zur Entlastung am 17. August. „Die Überschrift ist diesmal: Von Null auf Hundert. Wobei wir eigentlich handballerisch eher aus dem Minus kommen“, sagt Frank Carstens. Nicht nur diese besondere Situation beschert ihm viel Arbeit. Nach dem Weggang von Marian Michalczik gilt es auch, eine neue Hierarchie im Team zu finden. Überdies muss der ehemalige Kapitän als Spielmacher ersetzt werden. Einzubinden sind zudem die Zugänge Carsten Lichtlein im Tor, Kreisläufer Joshua Thiele und vor allem Doruk Pehlivan auf der Schlüsselposition im linken Rückraum. Dafür braucht es viele Testspiele, von denen auch zahlreiche im Vorbereitungsplan stehen. Final bestätigen mag GWD die meisten Partien jedoch nicht, zu unsicher ist die Corona-Lage in den unterschiedlichen Bundesländern und Landkreisen. Fest steht bislang nur, dass der Spielo-Cup auch in diesem Sommer ausgetragen wird. Das bestätigte gestern die Gauselmann-Gruppe als Turniersponsor. GWD Minden trifft Merkur-Arena Lübbecke zunächst am Freitag, 18. September, um 17 Uhr auf den Bergischen HC. Um 19 Uhr spielt der TuS N-Lübbecke gegen den SC DHfK Leipzig. Am folgenden Samstag werden das Spiel um Platz drei (17 Uhr) und das Finale (19 Uhr) ausgetragen. Weil keine Zuschauer in der Halle sein dürfen, soll es einen Livestream geben.

Start aus dem Minus - GWD Minden und die Vorbereitung für zwei Spielzeiten

Körper-Check im Herzzentrum: GWD-Handballer Juri Knorr wird beim Lauftest vermessen. MT- © Foto: Sebastian Külbel

Minden. Die neue Saison begann, wie die alte aufgehört hatte: mit Corona. Am Dienstag stand für die ersten Handball-Profis von GWD Minden ein Test auf das tückische Virus an, das Mitte März die Welt lahmlegte. Der Neustart nach dem Saisonabbruch stellt alle Beteiligten nun vor große Herausforderungen.

„Im Prinzip ist es eine Vorbereitung für zwei Spielzeiten“, sagt Trainer Frank Carstens angesichts des engen Zeitplans in den nächsten 24 Monaten. In den ersten Tagen ging es für die Spieler noch ruhig zu: Neben den Corona-Tests begannen am Mittwoch die sportmedizinische Untersuchung im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, dann stehen zwei Bewegungseinheiten ohne Handball an. Nach dem Fußball-Testspiel in Dützen (siehe Extra-Text) geht es am Samstag zum Tennis-Mannschaftsevent beim Mindener TK.

Ernst wird es ab Montag, wenn Coach Carstens das Team zum ersten Mal in der Halle versammelt. „Es gibt eine Einführung, dann wird die Gruppe wieder differenziert“, skizziert er seinen Plan für die erste Trainingsphase, die unter besonderen Vorzeichen steht. „Die Spieler kommen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Die Athletik- und Kraftwerte sind gut, aber einige hatten vier Monate keinen Ball in der Hand“, sagt Carstens.

Er sieht drei Kategorien im Kader: Die einen haben nach den Corona-Lockerungen im Mai und Juni gemeinsam in Minden trainiert, die ausländischen Spieler haben in ihren Heimatländern ein individuelles Programm absolviert, schildert der Coach: „Und in welchem Zustand die Zugänge sind, weiß ich nicht.“

Auch deshalb hat er die Zeit bis zum Saisonstart Anfang Oktober zweigeteilt: Bis zum 7. August geht es vor allem darum, alle Spieler in eine Verfassung zu bringen, um eine normale Vorbereitung zu absolvieren. Die beginnt nach einer zehntägigen Pause zur Entlastung am 17. August. „Die Überschrift ist diesmal: Von Null auf Hundert. Wobei wir eigentlich handballerisch eher aus dem Minus kommen“, sagt Frank Carstens.

Nicht nur diese besondere Situation beschert ihm viel Arbeit. Nach dem Weggang von Marian Michalczik gilt es auch, eine neue Hierarchie im Team zu finden. Überdies muss der ehemalige Kapitän als Spielmacher ersetzt werden. Einzubinden sind zudem die Zugänge Carsten Lichtlein im Tor, Kreisläufer Joshua Thiele und vor allem Doruk Pehlivan auf der Schlüsselposition im linken Rückraum.

Dafür braucht es viele Testspiele, von denen auch zahlreiche im Vorbereitungsplan stehen. Final bestätigen mag GWD die meisten Partien jedoch nicht, zu unsicher ist die Corona-Lage in den unterschiedlichen Bundesländern und Landkreisen. Fest steht bislang nur, dass der Spielo-Cup auch in diesem Sommer ausgetragen wird. Das bestätigte gestern die Gauselmann-Gruppe als Turniersponsor.

GWD Minden trifft Merkur-Arena Lübbecke zunächst am Freitag, 18. September, um 17 Uhr auf den Bergischen HC. Um 19 Uhr spielt der TuS N-Lübbecke gegen den SC DHfK Leipzig. Am folgenden Samstag werden das Spiel um Platz drei (17 Uhr) und das Finale (19 Uhr) ausgetragen. Weil keine Zuschauer in der Halle sein dürfen, soll es einen Livestream geben.

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