Ein Zeichen vor dem Nervenspiel gegen Balingen: Staar und Urban verlängern bei GWD Sebastian Külbel Minden. Als der erste Frust über den verschenkten Punkt verdaut war, gab es am Mittwochabend auch noch positive Nachrichten aus der Kabine von GWD Minden: Mit Max Staar und Tomas Urban haben die ersten beiden Spieler des aktuellen Kaders ihren Vertrag beim Tabellenletzten der Handball-Bundesliga verlängert. Ein wichtiger Schub für die allgemeine Stimmung, wie auch Trainer Frank Carstens vor dem so wichtigen Kellerduell am Sonntag um 18 Uhr gegen HBW Balingen-Weilstetten hervorhob. „Ich freue mich, dass diese beiden Leistungsträger in unserer sportlich schwierigen Situation sich so klar und frühzeitig zu GWD bekennen. Das ist für unsere ganze Gruppe ein tolles Zeichen!“, wird der Coach in der gestrigen Mitteilung zu den beiden Personalien zitiert. Und nicht nur die Verlängerungen der beiden Verträge sind ein Signal, sondern auch deren Laufzeit: Urban unterschrieb für zwei Jahre bis 2024, Staar bleibt seinem bislang einzigen Verein als Profi sogar bis 2025 treu. „Max ist ein Symbol für den Werdegang, den man bei GWD nehmen kann“, sagt Carstens über den 23-Jährigen, der als Jugendspieler nach Minden kam und sein fünftes Profijahr spielt. Vor allem seine Abwehrstärke ist ein wichtiger Faktor: „Außenspieler, die auf der Halbposition verteidigen können und auch noch vorne konkurrenzfähig sind, gibt es nicht so viele“, erklärt Mindens Trainer.Als echter Glücksgriff hat sich Tomas Urban erwiesen. Der Slowake kam kurz vor dem Saisonstart als letzter Transfer zu GWD und hat sich schnell zum besten Torschützen im Team entwickelt. „Er war vom ersten Tag an präsent und hat tolle Leistungen gezeigt“, lobt sein Coach. Der bestätigt auf Nachfrage, dass die beiden Vertragsverlängerungen auch für die 2. Liga gelten: „In unserer Situation müssen wir zweigleisig planen.“ Ihre immer noch schwierige Lage können die Mindener allerdings am zweiten Weihnachtstag entscheidend verbessern. Denn wenn der Letzte den Vorletzten empfängt, ist mehr Abstiegskampf kaum möglich. „In so einem Spiel gelten besondere Vorzeichen“, beschreibt Frank Carstens die hohe nervliche Anspannung: „Da geht es auch um den Spaß, den man dieser Herausforderung abgewinnen kann.“ Angst zumindest müssen er und sein Team nicht haben, denn die Phasen der klaren Unterlegenheit sind längst vorbei.In eine solche fiel die 21:27-Niederlage aus dem Hinspiel in Balingen Anfang September. Doch inzwischen sind die Mindener eine andere Mannschaft, was sie auch bei der etwas unglücklichen 23:24-Niederlage am Mittwoch gegen Wetzlar gezeigt haben. „Die hatten wir uns selbst zuzuschreiben, wir hatten großen Anteil an dem Ergebnis“, sagt der GWD-Trainer: „Trotzdem hat uns auch dieses Spiel auf unserem Weg bestätigt. Wir sind konkurrenzfähig.“ Was vorgestern vor allem fehlte, waren die Routine und die Cleverness des Gegners vor dem Tor: „Dieser Schritt fehlt uns, und den brauchen wir gegen Balingen.“ Deshalb stehen die nächsten Tage nach einem Mittwoch mit individuellen Aufgaben ganz im Zeichen des Handballs. „Je weniger wir an Weihnachten denken, desto besser“, betont Carstens: „Der Fokus muss auf Balingen liegen, wir dürfen uns nicht ablenken lassen.“ Das falle auch ihm selbst nicht leicht, räumt der Familienvater ein: „Aber wir befinden uns in einer besonderen Phase.“ Schließlich geht es am Sonntag nicht nur darum, den Gegner auf den letzten Tabellenplatz zu verdrängen. Auch wird das Spiel zum Wegweiser für die weiteren Planungen, in denen zum Beispiel weiter nach einer kurzfristigen Verstärkung für den Kader gesucht wird. Umso wichtiger sind die ersten Vertragsverlängerungen, denen bald weitere folgen könnten. „Auch die Kollegen haben sich über diese Nachricht gefreut“, schildert Carstens seine Eindrücke aus der Kabine. Das nächste Zeichen muss die Mannschaft jetzt gemeinsam am Sonntag in der Kampa-Halle setzen, die vorerst zum letzten Mal mit bis zu 1.700 Zuschauern gefüllt werden darf. „Ich hoffe, dass wir noch einmal eine Verbindung zwischen dem Publikum und der Mannschaft herstellen können“, sagt der GWD-Trainer.

Ein Zeichen vor dem Nervenspiel gegen Balingen: Staar und Urban verlängern bei GWD

Max Staar (rechts) und Tomas Urban laufen auch weiterhin gemeinsam für GWD auf. Foto: Angela Metge

Minden. Als der erste Frust über den verschenkten Punkt verdaut war, gab es am Mittwochabend auch noch positive Nachrichten aus der Kabine von GWD Minden: Mit Max Staar und Tomas Urban haben die ersten beiden Spieler des aktuellen Kaders ihren Vertrag beim Tabellenletzten der Handball-Bundesliga verlängert. Ein wichtiger Schub für die allgemeine Stimmung, wie auch Trainer Frank Carstens vor dem so wichtigen Kellerduell am Sonntag um 18 Uhr gegen HBW Balingen-Weilstetten hervorhob.

„Ich freue mich, dass diese beiden Leistungsträger in unserer sportlich schwierigen Situation sich so klar und frühzeitig zu GWD bekennen. Das ist für unsere ganze Gruppe ein tolles Zeichen!“, wird der Coach in der gestrigen Mitteilung zu den beiden Personalien zitiert. Und nicht nur die Verlängerungen der beiden Verträge sind ein Signal, sondern auch deren Laufzeit: Urban unterschrieb für zwei Jahre bis 2024, Staar bleibt seinem bislang einzigen Verein als Profi sogar bis 2025 treu.

„Max ist ein Symbol für den Werdegang, den man bei GWD nehmen kann“, sagt Carstens über den 23-Jährigen, der als Jugendspieler nach Minden kam und sein fünftes Profijahr spielt. Vor allem seine Abwehrstärke ist ein wichtiger Faktor: „Außenspieler, die auf der Halbposition verteidigen können und auch noch vorne konkurrenzfähig sind, gibt es nicht so viele“, erklärt Mindens Trainer.

Als echter Glücksgriff hat sich Tomas Urban erwiesen. Der Slowake kam kurz vor dem Saisonstart als letzter Transfer zu GWD und hat sich schnell zum besten Torschützen im Team entwickelt. „Er war vom ersten Tag an präsent und hat tolle Leistungen gezeigt“, lobt sein Coach. Der bestätigt auf Nachfrage, dass die beiden Vertragsverlängerungen auch für die 2. Liga gelten: „In unserer Situation müssen wir zweigleisig planen.“

Ihre immer noch schwierige Lage können die Mindener allerdings am zweiten Weihnachtstag entscheidend verbessern. Denn wenn der Letzte den Vorletzten empfängt, ist mehr Abstiegskampf kaum möglich. „In so einem Spiel gelten besondere Vorzeichen“, beschreibt Frank Carstens die hohe nervliche Anspannung: „Da geht es auch um den Spaß, den man dieser Herausforderung abgewinnen kann.“ Angst zumindest müssen er und sein Team nicht haben, denn die Phasen der klaren Unterlegenheit sind längst vorbei.

In eine solche fiel die 21:27-Niederlage aus dem Hinspiel in Balingen Anfang September. Doch inzwischen sind die Mindener eine andere Mannschaft, was sie auch bei der etwas unglücklichen 23:24-Niederlage am Mittwoch gegen Wetzlar gezeigt haben. „Die hatten wir uns selbst zuzuschreiben, wir hatten großen Anteil an dem Ergebnis“, sagt der GWD-Trainer: „Trotzdem hat uns auch dieses Spiel auf unserem Weg bestätigt. Wir sind konkurrenzfähig.“ Was vorgestern vor allem fehlte, waren die Routine und die Cleverness des Gegners vor dem Tor: „Dieser Schritt fehlt uns, und den brauchen wir gegen Balingen.“

Deshalb stehen die nächsten Tage nach einem Mittwoch mit individuellen Aufgaben ganz im Zeichen des Handballs. „Je weniger wir an Weihnachten denken, desto besser“, betont Carstens: „Der Fokus muss auf Balingen liegen, wir dürfen uns nicht ablenken lassen.“ Das falle auch ihm selbst nicht leicht, räumt der Familienvater ein: „Aber wir befinden uns in einer besonderen Phase.“

Schließlich geht es am Sonntag nicht nur darum, den Gegner auf den letzten Tabellenplatz zu verdrängen. Auch wird das Spiel zum Wegweiser für die weiteren Planungen, in denen zum Beispiel weiter nach einer kurzfristigen Verstärkung für den Kader gesucht wird. Umso wichtiger sind die ersten Vertragsverlängerungen, denen bald weitere folgen könnten. „Auch die Kollegen haben sich über diese Nachricht gefreut“, schildert Carstens seine Eindrücke aus der Kabine. Das nächste Zeichen muss die Mannschaft jetzt gemeinsam am Sonntag in der Kampa-Halle setzen, die vorerst zum letzten Mal mit bis zu 1.700 Zuschauern gefüllt werden darf. „Ich hoffe, dass wir noch einmal eine Verbindung zwischen dem Publikum und der Mannschaft herstellen können“, sagt der GWD-Trainer.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in GWD Minden