Semisch trifft per Kopf - aber das reicht GWD nicht Sebastian Külbel Bad Oeynhausen. Ein Fußballfest wie vor einem Jahr wurde es nicht. In der Vorbereitung der vergangenen Saison lieferten sich GWD Mindens Handballprofis beim 4:5 einen unterhaltsamen Schlagabtausch mit Bezirksligist FT Dützen. Diesmal traten sie beim Landesligisten SV Eidinghausen-Werste an, verkauften sich wieder gut, verloren aber erneut. Nach zweimal 30 Minuten hieß es gestern Abend 1:2 (0:1). Einer der herausragenden Akteure bei den Handballern war nicht nur wegen seiner Körpergröße Malte Semisch. Der Torwart zeigte im Mittelfeld ungeahnte Ballfertigkeit mit dem Fuß, sprang auch schon mal unorthodox in einen Zweikampf und erzielte zudem das umjubelte Tor seiner Mannschaft: Nach einer Ecke von Lucas Meister köpfte der 2,08-Meter-Mann in der 42. Minute zum 1:1 ein. „Ich hätte noch einen machen müssen“, meinte Semisch selbstkritisch zu einer weiteren Kopfballszene nur zwei Minuten später, als er sein Luftduell nach Ecke von Max Staar nur knapp verlor. Auch Paul Holzhacker und Miro Schluroff hatten bei einer Doppelchance (46.) einen weiteren GWD-Treffer auf dem Fuß. Und vor der Pause vergab Staar die erste Riesenchance, als ihm der Ball nach schöner Vorarbeit von Ole Günther ans Knie sprang (27.). „Wir haben immer Probleme im Abschluss“, sagte Trainer Frank Carstens zu den Fußball-Fertigkeiten seines Teams. Vor allem aber waren taktische Defizite zu sehen: „Wir haben ein Problem in der Ordnung, der Platz ist doch sehr groß für uns.“ Dabei gibt es auch im Fußball Elemente, die dem Hauptberuf seiner Mannschaft ähnlich sind. „Die Attacken der Passwege sind durchaus vergleichbar, und die erfahreneren Spieler haben das auch ganz gut gemacht“, urteilte der Coach. Dennoch hatte der Gegner vor allem im ersten Durchgang Übergewicht, als GWD nicht recht ins Spiel kam. Zugang Jerome Jutzewitz nutzte die Lücken in der Abwehr mit einem Flachschuss aus 16 Metern zur frühen Werster Führung (12.). Auch danach blieben die Gastgeber auf ihrem Kunstrasenplatz am Drücker. GWD-Torwart Carsten Lichtlein bellte seine Vorderleute bei misslungenen Aktionen mitunter gehörig an. Auch Carstens war unzufrieden, machte in der Pause ein paar Ansagen – und fortan biss sich sein Team besser ins Spiel. Der Ausgleich von Semisch war der Lohn für diese Steigerung, die verpassten Chancen danach jedoch rächten sich: Erneut Jutzewitz, der jede Schusschance rund um den Strafraum nutzte, zog aus zehn Metern ab, und der Ball flog abgefälscht zum Endstand ins Tor (56.). Vor allem versäumten es die Mindener, ihre körperlichen Vorteile auszuspielen. „Wir hätten mehr Bälle hinter deren Abwehr spielen müssen, wir waren deutlich schneller als die meisten Gegenspieler“, meinte Carstens. Torschütze Semisch zeigte sich trotzdem zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir gegen eine Landesliga-Mannschaft so gut mithalten können.“ Und auch Carstens hatte positive Dinge gesehen: „Für mich ist es vor allem wichtig, wie die Gruppe kooperiert. Und das haben die Spieler gut gemacht. Sie haben über Probleme geredet und Lösungen entwickelt. Genau darum geht es in dieser Saison.“ Dennoch dürften er und seine Spieler froh sein, dass es heute nach einer Woche voller Vorarbeiten endlich losgeht. Dem Gesundheitscheck im Herzzentrum Bad Oeynhausen folgten noch der sportmotorische Test, weitere Untersuchungen der Mannschaftsärzte Arndt Middelschulte und Dr. Jörg Pöhlmann sowie der Maximalkrafttest am gestrigen Vormittag. Heute nehmen die GWD-Profis beim ersten gemeinsamen Mannschaftstraining des neuen Kaders dann endlich wieder den Ball in die Hand.

Semisch trifft per Kopf - aber das reicht GWD nicht

GWD-Abwehrchef Maximilian Janke war auch beim Fußballspiel in Werste als Defensivexperte gefragt. Hier bedrängt er unter Beobachtung von Niclas Pieczkowski (links) Gegenspieler Gabriel Khalaf. MT-Foto: Külbel © Sebastian Külbel

Bad Oeynhausen. Ein Fußballfest wie vor einem Jahr wurde es nicht. In der Vorbereitung der vergangenen Saison lieferten sich GWD Mindens Handballprofis beim 4:5 einen unterhaltsamen Schlagabtausch mit Bezirksligist FT Dützen. Diesmal traten sie beim Landesligisten SV Eidinghausen-Werste an, verkauften sich wieder gut, verloren aber erneut. Nach zweimal 30 Minuten hieß es gestern Abend 1:2 (0:1).

Einer der herausragenden Akteure bei den Handballern war nicht nur wegen seiner Körpergröße Malte Semisch. Der Torwart zeigte im Mittelfeld ungeahnte Ballfertigkeit mit dem Fuß, sprang auch schon mal unorthodox in einen Zweikampf und erzielte zudem das umjubelte Tor seiner Mannschaft: Nach einer Ecke von Lucas Meister köpfte der 2,08-Meter-Mann in der 42. Minute zum 1:1 ein.

„Ich hätte noch einen machen müssen“, meinte Semisch selbstkritisch zu einer weiteren Kopfballszene nur zwei Minuten später, als er sein Luftduell nach Ecke von Max Staar nur knapp verlor. Auch Paul Holzhacker und Miro Schluroff hatten bei einer Doppelchance (46.) einen weiteren GWD-Treffer auf dem Fuß. Und vor der Pause vergab Staar die erste Riesenchance, als ihm der Ball nach schöner Vorarbeit von Ole Günther ans Knie sprang (27.).

„Wir haben immer Probleme im Abschluss“, sagte Trainer Frank Carstens zu den Fußball-Fertigkeiten seines Teams. Vor allem aber waren taktische Defizite zu sehen: „Wir haben ein Problem in der Ordnung, der Platz ist doch sehr groß für uns.“ Dabei gibt es auch im Fußball Elemente, die dem Hauptberuf seiner Mannschaft ähnlich sind. „Die Attacken der Passwege sind durchaus vergleichbar, und die erfahreneren Spieler haben das auch ganz gut gemacht“, urteilte der Coach.

Dennoch hatte der Gegner vor allem im ersten Durchgang Übergewicht, als GWD nicht recht ins Spiel kam. Zugang Jerome Jutzewitz nutzte die Lücken in der Abwehr mit einem Flachschuss aus 16 Metern zur frühen Werster Führung (12.). Auch danach blieben die Gastgeber auf ihrem Kunstrasenplatz am Drücker. GWD-Torwart Carsten Lichtlein bellte seine Vorderleute bei misslungenen Aktionen mitunter gehörig an.

Auch Carstens war unzufrieden, machte in der Pause ein paar Ansagen – und fortan biss sich sein Team besser ins Spiel. Der Ausgleich von Semisch war der Lohn für diese Steigerung, die verpassten Chancen danach jedoch rächten sich: Erneut Jutzewitz, der jede Schusschance rund um den Strafraum nutzte, zog aus zehn Metern ab, und der Ball flog abgefälscht zum Endstand ins Tor (56.). Vor allem versäumten es die Mindener, ihre körperlichen Vorteile auszuspielen. „Wir hätten mehr Bälle hinter deren Abwehr spielen müssen, wir waren deutlich schneller als die meisten Gegenspieler“, meinte Carstens.

Torschütze Semisch zeigte sich trotzdem zufrieden mit dem Auftritt seines Teams: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir gegen eine Landesliga-Mannschaft so gut mithalten können.“ Und auch Carstens hatte positive Dinge gesehen: „Für mich ist es vor allem wichtig, wie die Gruppe kooperiert. Und das haben die Spieler gut gemacht. Sie haben über Probleme geredet und Lösungen entwickelt. Genau darum geht es in dieser Saison.“

Dennoch dürften er und seine Spieler froh sein, dass es heute nach einer Woche voller Vorarbeiten endlich losgeht. Dem Gesundheitscheck im Herzzentrum Bad Oeynhausen folgten noch der sportmotorische Test, weitere Untersuchungen der Mannschaftsärzte Arndt Middelschulte und Dr. Jörg Pöhlmann sowie der Maximalkrafttest am gestrigen Vormittag. Heute nehmen die GWD-Profis beim ersten gemeinsamen Mannschaftstraining des neuen Kaders dann endlich wieder den Ball in die Hand.

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