Plan und Wirklichkeit: Der Abstiegskandidat sammelt Punkte ein, GWD Minden nicht Marcus Riechmann Minden. Die Rechnung vor Saisonbeginn war einfach: Zwei der vier Abstiegsplätze sind für die beiden Aufsteiger Tusem Essen und HSC Coburg vorgesehen. Nur die beiden – der Corona-Situation geschuldeten – zusätzlichen Absteiger aus der auf 20 Teams angewachsenen Handball-Bundesliga müssen noch unter dem Establishment ausgespielt werden. Und auch hier gab es schon eine klare Richtung. Ein Platz war sozusagen für die HSG Nordhorn-Lingen reserviert. Schließlich lag das Team aus der Grafschaft in der vor einem Jahr abgebrochenen Saison mit vier Punkten aus 27 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Doch Plan und Wirklichkeit stimmen nicht immer überein. Denn auch, wenn die genannten Klubs gemeinsam mit den Eulen Ludwigshafen – ebenfalls als „heißer“ Anwärter für den Gang in die 2. Liga gehandelt – wie erwartet die vier letzten Tabellenplätze belegen: Sie scheinen die ihnen zugedachte Rollen nicht widerstandslos annehmen zu wollen. Nordhorn-Lingen meldete sich vor einer Woche mit einem Remis bei GWD Minden aus der langen Winterpause zurück, Ludwigshafen (in Stuttgart) und Essen (in Ludwigshafen) feierten erste Siege des neuen Jahres. Und Coburg? Die Oberfranken haben nach der Weltmeisterschaftspause einen Blitzstart hingelegt. Beim TVB Stuttgart siegten sie 29:23 und sattelten am vergangenen Donnerstag einen 27:26-Erfolg im fränkischen Derby gegen den HC Erlangen obendrauf. Vier Punkte in drei Spielen – mit dem 26:34 in Balingen als einzigem Ausreißer – haben der Mannschaft um die erfahrenen Schweden Pontus Zetterman und Tobias Varvne sowie Torjäger Florian Billek Auftrieb gegeben. Das Liga-Schlusslicht hat in der Tabelle den Anschluss hergestellt und darf sich wieder Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. In dieser Phase kommt dem HSC das Heimspiel gegen GWD Minden morgen Abend in der HUK-Coburg-Arena gerade recht. „Die haben mit dem Derbysieg Selbstvertrauen getankt“, sagt Mindens Trainer Frank Carstens über den nächsten Gegner. Über sein eigenes Team kann er das nicht sagen: Ein einziger Punkt aus bisher vier Spielen beträgt die Februar-Ausbeute für GWD. Von einem „nicht so geglückten Start ins Jahr“ spricht Carstens, „das war nicht, was wir uns vorgenommen hatten.“ Er sagt daher über die Partie in Coburg am Donnerstag um 19 Uhr. „Das Spiel ist für uns superwichtig.“ Damit hat der Coach gleich doppelt Recht: Zum einen geht es für die Mindener gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, zum anderen ist Coburg auf absehbare Zeit die letzte gute Chance für einen Sieg. Denn der Spielplan meint es in den kommenden Wochen nicht gut mit GWD, sondern führt das Team hinein ins Titelrennen und in den Kampf um internationale Startplätze: Rhein-Neckar Löwen, SG Flensburg-Handewitt und Füchse Berlin heißen die kommenden Kontrahenten ehe dann am 21. März im Heimspiel der Gegner erneut HSC Coburg heißt. „Das ist keine leichte Situation“ sagt Carstens über den Spielplan, „das werden interessante Wochen.“ Was er meint, ist das: Der Druck ist vor dem 17. von 38 Spielen groß, seinem Team droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz. „Auf den Coburg-Spielen liegt ein bisschen was drauf. Ein Sieg würde die Arbeit leichter machen“, weiß der Trainer. Die personelle Situation hellt die angespannte Stimmung bei GWD nicht auf. Neben den dauerverletzten Christoph Reißky, Miljan Pusica und Lucas Meister wird auch Christian Zeitz fehlen, der im Heimspiel gegen Nordhorn-Lingen als erster Spieler der aktuellen Bundesliga-Saison eine Blaue Karte sah und damit gesperrt ist. Ein Fragezeichen steht hinter Kevin Gulliksen, der gegen Nordhorn mit acht Treffern bester GWD-Schütze war. Der Rechtsaußen war im Training umgeknickt und leidet nun unter Beschwerden im Fußgelenk.

Plan und Wirklichkeit: Der Abstiegskandidat sammelt Punkte ein, GWD Minden nicht

Carsten Lichtlein ist mit GWD im Jahr 2021 hart gelandet. Dem Keeper, der beim 27:27 gegen Nordhorn eine starke Leistung zeigte, gelang mit Minden bisher noch kein Sieg. Das soll morgen anders werden. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Die Rechnung vor Saisonbeginn war einfach: Zwei der vier Abstiegsplätze sind für die beiden Aufsteiger Tusem Essen und HSC Coburg vorgesehen. Nur die beiden – der Corona-Situation geschuldeten – zusätzlichen Absteiger aus der auf 20 Teams angewachsenen Handball-Bundesliga müssen noch unter dem Establishment ausgespielt werden. Und auch hier gab es schon eine klare Richtung. Ein Platz war sozusagen für die HSG Nordhorn-Lingen reserviert. Schließlich lag das Team aus der Grafschaft in der vor einem Jahr abgebrochenen Saison mit vier Punkten aus 27 Spielen abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz.

Doch Plan und Wirklichkeit stimmen nicht immer überein. Denn auch, wenn die genannten Klubs gemeinsam mit den Eulen Ludwigshafen – ebenfalls als „heißer“ Anwärter für den Gang in die 2. Liga gehandelt – wie erwartet die vier letzten Tabellenplätze belegen: Sie scheinen die ihnen zugedachte Rollen nicht widerstandslos annehmen zu wollen.

Nordhorn-Lingen meldete sich vor einer Woche mit einem Remis bei GWD Minden aus der langen Winterpause zurück, Ludwigshafen (in Stuttgart) und Essen (in Ludwigshafen) feierten erste Siege des neuen Jahres. Und Coburg? Die Oberfranken haben nach der Weltmeisterschaftspause einen Blitzstart hingelegt. Beim TVB Stuttgart siegten sie 29:23 und sattelten am vergangenen Donnerstag einen 27:26-Erfolg im fränkischen Derby gegen den HC Erlangen obendrauf. Vier Punkte in drei Spielen – mit dem 26:34 in Balingen als einzigem Ausreißer – haben der Mannschaft um die erfahrenen Schweden Pontus Zetterman und Tobias Varvne sowie Torjäger Florian Billek Auftrieb gegeben. Das Liga-Schlusslicht hat in der Tabelle den Anschluss hergestellt und darf sich wieder Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen.

In dieser Phase kommt dem HSC das Heimspiel gegen GWD Minden morgen Abend in der HUK-Coburg-Arena gerade recht. „Die haben mit dem Derbysieg Selbstvertrauen getankt“, sagt Mindens Trainer Frank Carstens über den nächsten Gegner. Über sein eigenes Team kann er das nicht sagen: Ein einziger Punkt aus bisher vier Spielen beträgt die Februar-Ausbeute für GWD. Von einem „nicht so geglückten Start ins Jahr“ spricht Carstens, „das war nicht, was wir uns vorgenommen hatten.“ Er sagt daher über die Partie in Coburg am Donnerstag um 19 Uhr. „Das Spiel ist für uns superwichtig.“

Damit hat der Coach gleich doppelt Recht: Zum einen geht es für die Mindener gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, zum anderen ist Coburg auf absehbare Zeit die letzte gute Chance für einen Sieg. Denn der Spielplan meint es in den kommenden Wochen nicht gut mit GWD, sondern führt das Team hinein ins Titelrennen und in den Kampf um internationale Startplätze: Rhein-Neckar Löwen, SG Flensburg-Handewitt und Füchse Berlin heißen die kommenden Kontrahenten ehe dann am 21. März im Heimspiel der Gegner erneut HSC Coburg heißt.

„Das ist keine leichte Situation“ sagt Carstens über den Spielplan, „das werden interessante Wochen.“ Was er meint, ist das: Der Druck ist vor dem 17. von 38 Spielen groß, seinem Team droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz. „Auf den Coburg-Spielen liegt ein bisschen was drauf. Ein Sieg würde die Arbeit leichter machen“, weiß der Trainer. Die personelle Situation hellt die angespannte Stimmung bei GWD nicht auf. Neben den dauerverletzten Christoph Reißky, Miljan Pusica und Lucas Meister wird auch Christian Zeitz fehlen, der im Heimspiel gegen Nordhorn-Lingen als erster Spieler der aktuellen Bundesliga-Saison eine Blaue Karte sah und damit gesperrt ist. Ein Fragezeichen steht hinter Kevin Gulliksen, der gegen Nordhorn mit acht Treffern bester GWD-Schütze war. Der Rechtsaußen war im Training umgeknickt und leidet nun unter Beschwerden im Fußgelenk.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in GWD Minden