Per Express zurück in die Bundesliga: Nordhorns neuer Abwehrchef Nils Torbrügge trifft überall alte Kumpel Stefan Rüter Minden/Nordhorn. Eigentlich wollte Nils Torbrügge nach seiner Zeit bei der HSG Wetzlar mit dem Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV zurück in die Bundesliga. Doch es kam anders. Denn dem Verein ging das Geld aus, Torbrügges Vertrag wurde aufgelöst, und am nächsten Tag unterschrieb er beim heutigen GWD-Gegner HSG Nordhorn-Lingen einen Vertrag bis Juni 2023. Per Express ging es zurück ins Oberhaus. „Das waren verrückte Tage. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder in der Bundesliga bin“, erzählt der 28-Jährige. Die letzten Monate waren für Nordhorns neuen Abwehrchef immer wieder von Begegnungen mit seiner achtjährigen Mindener Vergangenheit geprägt. In Wilhelmshaven spielte er zusammen mit Jens Vortmann, den er von GWD noch bestens kannte. Außerdem wohnte er quasi neben seinem Kumpel und ehemaligen Mindener Mitspieler Georg „Schorse“ Auerswald. „Das war super. Aber Schorse ist jetzt ein verrückter Langstrecken-Läufer geworden. Das war echt anstrengend“, berichtet Torbrügge von gemeinsamen Läufen von bis zu 17 Kilometern. Mehr ging nicht. Torbrügge änderte lieber seine Strategie: „Wenn Schorse die nächsten zehn Kilometer drangehängt hat, habe ich schon mal den Grill vorbereitet.“ Das Leben mit dem Strand vor der Tür hat dem Abwehrspezialisten gefallen. Und doch war er viel in Minden für die Rehabilitation nach seiner Schulter-Operation. Dort schuftete er mit GWD-Physio Philipp Roessler und ließ sich von Dr. Jörg Pöhlmann untersuchen. Zu den beiden habe er einfach ein riesiges Vertrauen, berichtet Torbrügge. Nebenbei kümmerte er sich darum, die Wohnung im Obergeschoss seines Elternhauses zu renovieren. „Da haben meine Freundin und ich jetzt ein schönes Nest mitten in OWL“, freut sich Torbrügge über die Heimat am Oerlinghauser Tönsberg. Einen Teil seiner Reha absolvierte er auch in Dankersen und nutzte die Trainingszeit von GWD II für seine eigenen Übungen. Den Ball hat er nur ein, zwei Mal in die Hand genommen. „Dann habe ich im Rückraum meinen Spielwitz auftrumpfen lassen“, erzählt der Kreisläufer lachend. Jetzt also Nordhorn-Lingen. Abstiegskampf, Druck, Erwartungen. Das gefällt dem Kämpfer Torbrügge. Er hat gern ein klares Ziel vor Augen. Fünf Spiele hat er seit seinem Wechsel Anfang Dezember absolviert, seine ersten beiden Tore erzielt und beim 29:27 gegen HBW Balingen-Weilstetten, dem bisher letzten Pflichtspiel des Teams am 23. Dezember, auch schon den ersten Sieg im roten Trikot gefeiert. Jetzt soll gegen seinen alten Klub der nächste folgen. „Gegen GWD müssen wir jetzt zwei Punkte holen, um sie richtig unten mitreinzuziehen“, erklärt Torbrügge ohne Gnade, aber er fügt an: „Hoffentlich stehen wir am Ende beide über dem Strich.“ Auch in Nordhorn spielt er mit einem ehemaligen Mindener zusammen: Torwart Björn Buhrmester. „Ich bin da so eine Art Ziehsohn für ihn. Dass ich ihn kenne, hat mir den Einstieg leicht gemacht.“ Auf die Begegnung mit GWD freut sich Torbrügge sehr, auch weil die Partie in Lübbecke stattfindet, wo er zwei Jahre lang für den TuS spielte. Seitdem war er nie wieder in der Halle. „Passt ja irgendwie, dass sich da meine Vergangenheit in Mühlenkreis zusammenfügt“, findet Torbrügge und hofft auf eine Rückkehr als Punktedieb.

Per Express zurück in die Bundesliga: Nordhorns neuer Abwehrchef Nils Torbrügge trifft überall alte Kumpel

Neu in Nordhorn: Nils Torbrügge. Foto: privat © Foto: privat

Minden/Nordhorn. Eigentlich wollte Nils Torbrügge nach seiner Zeit bei der HSG Wetzlar mit dem Handball-Zweitligisten Wilhelmshavener HV zurück in die Bundesliga. Doch es kam anders. Denn dem Verein ging das Geld aus, Torbrügges Vertrag wurde aufgelöst, und am nächsten Tag unterschrieb er beim heutigen GWD-Gegner HSG Nordhorn-Lingen einen Vertrag bis Juni 2023. Per Express ging es zurück ins Oberhaus. „Das waren verrückte Tage. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so schnell wieder in der Bundesliga bin“, erzählt der 28-Jährige.

Die letzten Monate waren für Nordhorns neuen Abwehrchef immer wieder von Begegnungen mit seiner achtjährigen Mindener Vergangenheit geprägt. In Wilhelmshaven spielte er zusammen mit Jens Vortmann, den er von GWD noch bestens kannte. Außerdem wohnte er quasi neben seinem Kumpel und ehemaligen Mindener Mitspieler Georg „Schorse“ Auerswald. „Das war super. Aber Schorse ist jetzt ein verrückter Langstrecken-Läufer geworden. Das war echt anstrengend“, berichtet Torbrügge von gemeinsamen Läufen von bis zu 17 Kilometern.

Mehr ging nicht. Torbrügge änderte lieber seine Strategie: „Wenn Schorse die nächsten zehn Kilometer drangehängt hat, habe ich schon mal den Grill vorbereitet.“ Das Leben mit dem Strand vor der Tür hat dem Abwehrspezialisten gefallen. Und doch war er viel in Minden für die Rehabilitation nach seiner Schulter-Operation. Dort schuftete er mit GWD-Physio Philipp Roessler und ließ sich von Dr. Jörg Pöhlmann untersuchen.

Zu den beiden habe er einfach ein riesiges Vertrauen, berichtet Torbrügge. Nebenbei kümmerte er sich darum, die Wohnung im Obergeschoss seines Elternhauses zu renovieren. „Da haben meine Freundin und ich jetzt ein schönes Nest mitten in OWL“, freut sich Torbrügge über die Heimat am Oerlinghauser Tönsberg.

Einen Teil seiner Reha absolvierte er auch in Dankersen und nutzte die Trainingszeit von GWD II für seine eigenen Übungen. Den Ball hat er nur ein, zwei Mal in die Hand genommen. „Dann habe ich im Rückraum meinen Spielwitz auftrumpfen lassen“, erzählt der Kreisläufer lachend.

Jetzt also Nordhorn-Lingen. Abstiegskampf, Druck, Erwartungen. Das gefällt dem Kämpfer Torbrügge. Er hat gern ein klares Ziel vor Augen. Fünf Spiele hat er seit seinem Wechsel Anfang Dezember absolviert, seine ersten beiden Tore erzielt und beim 29:27 gegen HBW Balingen-Weilstetten, dem bisher letzten Pflichtspiel des Teams am 23. Dezember, auch schon den ersten Sieg im roten Trikot gefeiert. Jetzt soll gegen seinen alten Klub der nächste folgen. „Gegen GWD müssen wir jetzt zwei Punkte holen, um sie richtig unten mitreinzuziehen“, erklärt Torbrügge ohne Gnade, aber er fügt an: „Hoffentlich stehen wir am Ende beide über dem Strich.“

Auch in Nordhorn spielt er mit einem ehemaligen Mindener zusammen: Torwart Björn Buhrmester. „Ich bin da so eine Art Ziehsohn für ihn. Dass ich ihn kenne, hat mir den Einstieg leicht gemacht.“

Auf die Begegnung mit GWD freut sich Torbrügge sehr, auch weil die Partie in Lübbecke stattfindet, wo er zwei Jahre lang für den TuS spielte. Seitdem war er nie wieder in der Halle. „Passt ja irgendwie, dass sich da meine Vergangenheit in Mühlenkreis zusammenfügt“, findet Torbrügge und hofft auf eine Rückkehr als Punktedieb.

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