Nur der erste Schritt: Nach dem Pokalerfolg will GWD Minden im Derby nachlegen Sebastian Külbel Minden. Der erste Schritt ist gemacht. Mit dem Sieg beim Pokalspiel in Ludwigshafen haben GWD Mindens Profi-Handballer gezeigt, dass sie doch noch gewinnen können. „Die Umkehrung eines Trends ist das schwierigste, was es gibt“, sagt Trainer Frank Carstens. Vollendet wäre die Wende aber erst, wenn seine Mannschaft auch das Derby am Sonntag in der Kampa-Halle gegen den TuS N-Lübbecke (20.30 Uhr) gewinnt. Das weiß auch Carstens, der daher das Positive betont: „Wir haben in Ludwigshafen relativ überlegen gespielt und den Gegner im Zaum gehalten, als er aufkam. Das war eine reife Leistung.“ Getrübt wurde diese durch die Verletzung von Amine Darmoul, der mit einer schweren Stauchung im Sprunggelenk bis zu drei Wochen ausfällt. Damit fehlt GWD der zurzeit wichtigste Angriffsspieler, der zuletzt in Kiel (8/1) und Ludwigshafen (7) jeweils bester Torschütze seines Teams war. „Mit ihm haben wir individuelle Vorteile, er hat viele Zweikämpfe gewonnen“, sagt Carstens. Nun müssen das andere Spieler tun und ihre Qualitäten zeigen. Zum Beispiel Miro Schluroff: „Er ist nicht so weit weg, aber Darmoul hat zuletzt im linken Rückraum einfach fantastisch funktioniert“, sagt Carstens. Der plant zudem taktische Umstellungen: „Wir müssen ohne Darmoul ein bisschen anders spielen, da geht es mehr um Gruppentaktik.“ Besonders gefordert ist Niclas Pieczkowski, der als Regisseur seine Form gefunden hat. „Er hat die Spielsteuerung im Griff, die letzten beiden Spiele waren sehr gut“, findet sein Trainer. Gemeinsam mit dem verbesserten Zusammenwirken von Torwart und Abwehr (siehe Text oben) zeigen bei GWD viele Trends nach oben. Dennoch weiß Carstens, dass sein Team noch nicht da ist, wo es sein sollte: „Es gibt ein paar Sachen, die wir können. Aber es hat bisher noch nie alles richtig zusammengepasst.“ Auch beim Pokalspiel am Dienstag missfielen ihm im Angriff einige schlecht vorbereitete Abschlüsse: „Da sind wir teilweise in bisschen naiv. Aber das ist mir lieber als zu zögerlich.“ Entschlossen wollen er und sein Team nun ihre Chance im Kreisduell suchen, das ein Wegweiser für die nächsten Wochen wird: Nach dem Derby folgen Spiele bei Aufsteiger Hamburg, gegen Lemgo und in Hannover – allesamt Gegner, wo Punkte für Minden möglich erscheinen. Deshalb muss der Schwung aus Ludwigshafen anhalten, wie Carstens betont: „Der Sieg war wichtig, keine Frage. Er verändert die Lage in der Bundesliga aber nullkommanull. Die 0:10 Punkte sind Fakt.“ Der Trend ist noch nicht umgekehrt.

Nur der erste Schritt: Nach dem Pokalerfolg will GWD Minden im Derby nachlegen

Miro Schluroff (rechts) ist nach dem Ausfall von Amine Darmoul im GWD-Angriff gefordert. Foto: Angela Metge © Copyright 2021 Angela Metge – All rights reserved

Minden. Der erste Schritt ist gemacht. Mit dem Sieg beim Pokalspiel in Ludwigshafen haben GWD Mindens Profi-Handballer gezeigt, dass sie doch noch gewinnen können. „Die Umkehrung eines Trends ist das schwierigste, was es gibt“, sagt Trainer Frank Carstens. Vollendet wäre die Wende aber erst, wenn seine Mannschaft auch das Derby am Sonntag in der Kampa-Halle gegen den TuS N-Lübbecke (20.30 Uhr) gewinnt.

Das weiß auch Carstens, der daher das Positive betont: „Wir haben in Ludwigshafen relativ überlegen gespielt und den Gegner im Zaum gehalten, als er aufkam. Das war eine reife Leistung.“ Getrübt wurde diese durch die Verletzung von Amine Darmoul, der mit einer schweren Stauchung im Sprunggelenk bis zu drei Wochen ausfällt.

Damit fehlt GWD der zurzeit wichtigste Angriffsspieler, der zuletzt in Kiel (8/1) und Ludwigshafen (7) jeweils bester Torschütze seines Teams war. „Mit ihm haben wir individuelle Vorteile, er hat viele Zweikämpfe gewonnen“, sagt Carstens. Nun müssen das andere Spieler tun und ihre Qualitäten zeigen. Zum Beispiel Miro Schluroff: „Er ist nicht so weit weg, aber Darmoul hat zuletzt im linken Rückraum einfach fantastisch funktioniert“, sagt Carstens.

Der plant zudem taktische Umstellungen: „Wir müssen ohne Darmoul ein bisschen anders spielen, da geht es mehr um Gruppentaktik.“ Besonders gefordert ist Niclas Pieczkowski, der als Regisseur seine Form gefunden hat. „Er hat die Spielsteuerung im Griff, die letzten beiden Spiele waren sehr gut“, findet sein Trainer. Gemeinsam mit dem verbesserten Zusammenwirken von Torwart und Abwehr (siehe Text oben) zeigen bei GWD viele Trends nach oben.

Dennoch weiß Carstens, dass sein Team noch nicht da ist, wo es sein sollte: „Es gibt ein paar Sachen, die wir können. Aber es hat bisher noch nie alles richtig zusammengepasst.“ Auch beim Pokalspiel am Dienstag missfielen ihm im Angriff einige schlecht vorbereitete Abschlüsse: „Da sind wir teilweise in bisschen naiv. Aber das ist mir lieber als zu zögerlich.“

Entschlossen wollen er und sein Team nun ihre Chance im Kreisduell suchen, das ein Wegweiser für die nächsten Wochen wird: Nach dem Derby folgen Spiele bei Aufsteiger Hamburg, gegen Lemgo und in Hannover – allesamt Gegner, wo Punkte für Minden möglich erscheinen. Deshalb muss der Schwung aus Ludwigshafen anhalten, wie Carstens betont: „Der Sieg war wichtig, keine Frage. Er verändert die Lage in der Bundesliga aber nullkommanull. Die 0:10 Punkte sind Fakt.“ Der Trend ist noch nicht umgekehrt.

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