Neues Design und neue Partner: GWD-Handballer testen Spielverständnis und frische Trikots mit besonderem Pfiff Marcus Riechmann Minden. Eigentlich hätten die Handballer von GWD Minden gestern Abend ein Trainingsspiel gegen den Verbandsligisten TSV Hahlen absolvieren sollen. Doch aus der gemeinsamen Übungseinheit in der Kreissporthalle II wurde nichts. Denn unter den besonderen Bedingungen der Corona-Situation verzichteten die GWD-Profis auf den Körperkontakt mit den Amateuren. „Es liegt ein Sportarten übergreifend entwickeltes Hygienekonzept auf dem Tisch“, erläuterte GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren den Hintergrund. Das Papier für den Wiedereinstieg in Spiel- und Trainingsbetrieb sei noch nicht beschlossen. „Aber jetzt, wo der Vorschlag auf dem Tisch liegt, wollen wir die Inhalte bereits umsetzen“, berichtete von Behren die Linie des Vereins. Vorgesehen ist ein geschlossenen System für Profi-Ligen mit wöchentlichen Corona-Tests. Für GWD bedeutet das: Die üblichen Einlagespiele und auch das traditionelle Sportmenü in Dankersen fallen aus. Testspiele wird man unter Ausschluss der Öffentlichkeit nur noch gegen Teams aus 1. und 2. Liga absolvieren. Das erste am Samstag, 29. August, beim Klassenpartner HSG Nordhorn-Lingen. Dann folgen im September ein Turnier beim Zweitliga-Aufsteiger Wilhelmshavener HV mit der TSV Hannover-Burgdorf und dem TBV Lemgo-Lippe, Partien gegen ASV Hamm-Westfalen (2. Liga), bei MT Melsungen (1. Liga) am 12. September, der Spielo-Cup in Lübbecke am 18. und 19. September mit dem TuS N-Lübbecke (2. Liga) sowie den Erstligisten Bergischer HC und SC Leipzig und kurz vor dem Saisonstart Anfang Oktober noch ein letzter Heimtest gegen den Zweitligisten TV Emsdetten. Die beiden Heimspiele gegen die Zweitligisten wird GWD in der Sporthalle Minden-Süd in Häverstädt bestreiten. Dort werden die Profis ihre neue Trainingsheimat beziehen, denn nach dem kurzfristigen Auszug aus Stemmer (Renovierung) muss das Team zum Ferienende auch das Domizil in der Kreissporthalle II wegen der Rückkehr des Schulsports räumen. „Das ist dann der dritte Umzug in der Vorbereitung“, sagt von Behren trocken, „aber die Mannschaft steckt das weg.“ Er hat kurz vor Ende der aktuellen Trainingsphase eine gute Atmosphäre im Team festgestellt: „Da entwickelt sich was“, meint der langjährige GWD-Profi, der angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage jüngst mit den Spielern eine temporäre Gehaltskürzung vereinbart hat. „Das Team hat Verständnis für die besondere Situation des Klubs in der Corona-Zeit gezeigt. Die Spieler tragen ihren Teil zum Gesamtpaket bei“, berichtete von Behren von guten Verhandlungen. Statt gegen die Handballer aus Hahlen spielte GWD gestern teamintern und testete unter Ernstfall-Bedingungen Ballgefühl und Spielverständnis. Die drei neuen Profis Carsten Lichtlein, Joshua Thiele und Doruk Pehlivan spielten zusammen im Team Weiß, im Team Grün agierten schon gut harmonierend unter anderem Christoffer Rambo, Juri Knorr und Lucas Meister zusammen. Erstmals kamen die neuen und durchaus modern designten Trikots zum Einsatz, wie bereits seit 1964 vom Ausrüster Hummel aus Dänemark. Grün kommt das Heimtrikot daher. Zwei prägende schwarze Längsstreifen zieren die Vorderseite. Schwarz sind auch der Schulterbereich und die Ärmel gestaltet. Weiß ist die Grundfarbe des Auswärtstrikots. Verändert ist nicht nur das Design. Die langjährigen Partner Porta-Möbel und Harting haben die Trikotfront verlassen. Die Technologie-Gruppe Harting ist nur noch vorn auf einem Hosenbein abgebildet, der Porta-Schriftzug steht auf den hinteren Flächen der Hosenbeine. Neben dem bekannten roten Logo des Hauptsponsors Melitta, das sehr präsent auch auf Hosenbein und – gemeinsam mit Edeka – an der Schulter und auf dem Rücken abgebildet ist, finden sich zwei neue Partner auf der Vorderseite: Zum einen die Hammer Einrichtungsfachmärkte und zum anderen das Symbol Team 17. Bei Team 17 handelt es sich um einen Pltzhalter für einen Werbeplatz der zu den Heimspielen im Wechsel von 17 verschiedenen Sponsoren belegt werden soll. Einen echten Clou bietet die Rückseite der neuen Dienstkleidung: Dort sind in sanftem Grau die Namen von Dauerkartenbesitzer und Pool-Mitglieder gelistet, die in der Corona-Zeit Solidarität gezeigt und trotz des Saisonabbruchs auf die Rückerstattung der Ticketkosten und Pool-Beiträge verzichtet haben. „Das ist ein starkes Zeichen unserer Fans und Partner“, dankt Teammanager Günter Gieseking. Dafür sei die Namensnennung auf dem Trikot eine kleine Geste der Wertschätzung. Hygienekonzept begrenzt Zuschauerzahl drastisch¶ Gemeinsam mit dem Zweitligisten TuS N-Lübbecke erarbeitet GWD Minden derzeit ein Hygiene-Konzept für die gemeinsam genutzte Lübbecker Kreissporthalle, damit zum zum Liga-Start wieder Zuschauer auf die Tribünen dürfen. „Der TuS hat gute Vorarbeit geleistet“, sagt GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren. Vier abgegrenzte Fanzonen werden erwogen, jeweils mit eigenen Parkflächen und Toiletten. „Ziel ist es, die Gruppen klein zu halten und Abstand zu gewährleisten“, erläutert der Sportchef. Viele Fans werden zunächst nicht in der 3000 Plätze bietenden Halle dabei sein können: Im unteren dreistelligen Bereich werde man sich bewegen, sagt von Behren, „aber die Entwicklung ist dynamisch, die Zahlen werden sich abhängig vom Pandemie-Level noch ändern.“ Nun wird das Konzept mit dem Kreisgesundheitsamt abgestimmt. Beschlossen ist bereits: Einen Testlauf beim Spielo-Cup wird es nicht geben. Dort werden die Teams am 18. und 19. September unter sich bleiben. Für die Fans wird ein Live-Stream im Internet angeboten. (rich)

Neues Design und neue Partner: GWD-Handballer testen Spielverständnis und frische Trikots mit besonderem Pfiff

Team Grün mit Juri Knorr im Vorwärtsgang. Joshua Thiele eilt dem GWD-Spielmacher hinterher. MT-Fotos: Riechmann

Minden. Eigentlich hätten die Handballer von GWD Minden gestern Abend ein Trainingsspiel gegen den Verbandsligisten TSV Hahlen absolvieren sollen. Doch aus der gemeinsamen Übungseinheit in der Kreissporthalle II wurde nichts. Denn unter den besonderen Bedingungen der Corona-Situation verzichteten die GWD-Profis auf den Körperkontakt mit den Amateuren.

„Es liegt ein Sportarten übergreifend entwickeltes Hygienekonzept auf dem Tisch“, erläuterte GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren den Hintergrund. Das Papier für den Wiedereinstieg in Spiel- und Trainingsbetrieb sei noch nicht beschlossen. „Aber jetzt, wo der Vorschlag auf dem Tisch liegt, wollen wir die Inhalte bereits umsetzen“, berichtete von Behren die Linie des Vereins. Vorgesehen ist ein geschlossenen System für Profi-Ligen mit wöchentlichen Corona-Tests.

GWD-Coach Frank Carstens erläutert den Neulingen Joshua Thiele (links) und Doruk Pehlivan spielerische Feinheiten.
GWD-Coach Frank Carstens erläutert den Neulingen Joshua Thiele (links) und Doruk Pehlivan spielerische Feinheiten.

Für GWD bedeutet das: Die üblichen Einlagespiele und auch das traditionelle Sportmenü in Dankersen fallen aus. Testspiele wird man unter Ausschluss der Öffentlichkeit nur noch gegen Teams aus 1. und 2. Liga absolvieren. Das erste am Samstag, 29. August, beim Klassenpartner HSG Nordhorn-Lingen. Dann folgen im September ein Turnier beim Zweitliga-Aufsteiger Wilhelmshavener HV mit der TSV Hannover-Burgdorf und dem TBV Lemgo-Lippe, Partien gegen ASV Hamm-Westfalen (2. Liga), bei MT Melsungen (1. Liga) am 12. September, der Spielo-Cup in Lübbecke am 18. und 19. September mit dem TuS N-Lübbecke (2. Liga) sowie den Erstligisten Bergischer HC und SC Leipzig und kurz vor dem Saisonstart Anfang Oktober noch ein letzter Heimtest gegen den Zweitligisten TV Emsdetten.

Wertschätzung: Auf der Rückseite der neuen GWD-Trikots, hier von Max Staar, finden sich die Namen von solidarischen Fans.
Wertschätzung: Auf der Rückseite der neuen GWD-Trikots, hier von Max Staar, finden sich die Namen von solidarischen Fans.

Die beiden Heimspiele gegen die Zweitligisten wird GWD in der Sporthalle Minden-Süd in Häverstädt bestreiten. Dort werden die Profis ihre neue Trainingsheimat beziehen, denn nach dem kurzfristigen Auszug aus Stemmer (Renovierung) muss das Team zum Ferienende auch das Domizil in der Kreissporthalle II wegen der Rückkehr des Schulsports räumen. „Das ist dann der dritte Umzug in der Vorbereitung“, sagt von Behren trocken, „aber die Mannschaft steckt das weg.“ Er hat kurz vor Ende der aktuellen Trainingsphase eine gute Atmosphäre im Team festgestellt: „Da entwickelt sich was“, meint der langjährige GWD-Profi, der angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage jüngst mit den Spielern eine temporäre Gehaltskürzung vereinbart hat. „Das Team hat Verständnis für die besondere Situation des Klubs in der Corona-Zeit gezeigt. Die Spieler tragen ihren Teil zum Gesamtpaket bei“, berichtete von Behren von guten Verhandlungen.

Statt gegen die Handballer aus Hahlen spielte GWD gestern teamintern und testete unter Ernstfall-Bedingungen Ballgefühl und Spielverständnis. Die drei neuen Profis Carsten Lichtlein, Joshua Thiele und Doruk Pehlivan spielten zusammen im Team Weiß, im Team Grün agierten schon gut harmonierend unter anderem Christoffer Rambo, Juri Knorr und Lucas Meister zusammen.

Erstmals kamen die neuen und durchaus modern designten Trikots zum Einsatz, wie bereits seit 1964 vom Ausrüster Hummel aus Dänemark. Grün kommt das Heimtrikot daher. Zwei prägende schwarze Längsstreifen zieren die Vorderseite. Schwarz sind auch der Schulterbereich und die Ärmel gestaltet. Weiß ist die Grundfarbe des Auswärtstrikots.

Verändert ist nicht nur das Design. Die langjährigen Partner Porta-Möbel und Harting haben die Trikotfront verlassen. Die Technologie-Gruppe Harting ist nur noch vorn auf einem Hosenbein abgebildet, der Porta-Schriftzug steht auf den hinteren Flächen der Hosenbeine. Neben dem bekannten roten Logo des Hauptsponsors Melitta, das sehr präsent auch auf Hosenbein und – gemeinsam mit Edeka – an der Schulter und auf dem Rücken abgebildet ist, finden sich zwei neue Partner auf der Vorderseite: Zum einen die Hammer Einrichtungsfachmärkte und zum anderen das Symbol Team 17. Bei Team 17 handelt es sich um einen Pltzhalter für einen Werbeplatz der zu den Heimspielen im Wechsel von 17 verschiedenen Sponsoren belegt werden soll.

Einen echten Clou bietet die Rückseite der neuen Dienstkleidung: Dort sind in sanftem Grau die Namen von Dauerkartenbesitzer und Pool-Mitglieder gelistet, die in der Corona-Zeit Solidarität gezeigt und trotz des Saisonabbruchs auf die Rückerstattung der Ticketkosten und Pool-Beiträge verzichtet haben. „Das ist ein starkes Zeichen unserer Fans und Partner“, dankt Teammanager Günter Gieseking. Dafür sei die Namensnennung auf dem Trikot eine kleine Geste der Wertschätzung.

Hygienekonzept begrenzt Zuschauerzahl drastisch

Gemeinsam mit dem Zweitligisten TuS N-Lübbecke erarbeitet GWD Minden derzeit ein Hygiene-Konzept für die gemeinsam genutzte Lübbecker Kreissporthalle, damit zum zum Liga-Start wieder Zuschauer auf die Tribünen dürfen. „Der TuS hat gute Vorarbeit geleistet“, sagt GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren. Vier abgegrenzte Fanzonen werden erwogen, jeweils mit eigenen Parkflächen und Toiletten. „Ziel ist es, die Gruppen klein zu halten und Abstand zu gewährleisten“, erläutert der Sportchef.

Viele Fans werden zunächst nicht in der 3000 Plätze bietenden Halle dabei sein können: Im unteren dreistelligen Bereich werde man sich bewegen, sagt von Behren, „aber die Entwicklung ist dynamisch, die Zahlen werden sich abhängig vom Pandemie-Level noch ändern.“ Nun wird das Konzept mit dem Kreisgesundheitsamt abgestimmt. Beschlossen ist bereits: Einen Testlauf beim Spielo-Cup wird es nicht geben. Dort werden die Teams am 18. und 19. September unter sich bleiben. Für die Fans wird ein Live-Stream im Internet angeboten. (rich)

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