Nachruf: Gerhard „Zahni“ Müller prägte den Handball-Bundesligisten GWD Minden Es gibt Menschen, die geben einem Verein ein Gesicht. Im Fall von Gerhard Müller, den alle nur „Zahni“ nannten, war es ein markantes und gleichsam sympathische Gesicht, das meist ein verschmitztes Lächeln unter dem buschigen Schnurrbart zeigte. Als der Ur-Dankerser 1981 das Amt als Betreuer der Profi-Mannschaft übernahm, war nicht abzusehen, dass er nahezu ein Vierteljahrhundert der Mann für alle Fälle werden sollte. Bis zum Sommer 2005 kümmerte sich Zahni um das Bundesliga-Team: Er organisierte die nötigen Dinge, nahm die Spieler in den Arm. Auch mal die des Gegners. Kurzum: Müller sorgte dafür, dass der Laden lief. Rau war er und immer herzlich. Aufrecht und doch für fast jeden Spaß zu haben. Er hat Abstiege erlebt, Aufstiege gefeiert, Trainer kommen und gehen sehen. Er hat so manche GWD-Krise erlebt und gemeistert, beim Sport wie privat die Aura nach außen getragen: Es wird schon wieder gut. Die Kampa-Halle war sein zweites Zuhause. Dort verbrachte er endlose Stunden. Sogar einen „geheimen“ eigenen Raum hatte er sich in den Katakomben eingerichtet: Mit Schreibtisch, Kaffeemaschine und Kühlschrank. „Raum B“ war legendär, ebenso der Kümmerling mit Kumpel Artur Brand vor jedem Spiel nach dem Motto: Für zwei Punkte tun wir alles. Müller war das, was man eine gute Seele nennt, ein Mann, der mit seiner Persönlichkeit für einen ganzen Verein steht: Grün-weiß und erdverbunden. Natürlich blieb er GWD nach seiner aktiven Zeit als Begleiter treu. Immer auf seinem festen Platz, immer unterwegs mit einem festen Händedruck. Dieser zupackende Mann wird GWD fehlen. Gerhard Müller starb am vergangenen Dienstag, einen Tag vor seinem 82. Geburtstag, an einem Krebsleiden. (rich)

Nachruf: Gerhard „Zahni“ Müller prägte den Handball-Bundesligisten GWD Minden

Gerhard „Zahni“ Müller Foto: MT-Archiv © MT-Archiv

Es gibt Menschen, die geben einem Verein ein Gesicht. Im Fall von Gerhard Müller, den alle nur „Zahni“ nannten, war es ein markantes und gleichsam sympathische Gesicht, das meist ein verschmitztes Lächeln unter dem buschigen Schnurrbart zeigte.

Als der Ur-Dankerser 1981 das Amt als Betreuer der Profi-Mannschaft übernahm, war nicht abzusehen, dass er nahezu ein Vierteljahrhundert der Mann für alle Fälle werden sollte. Bis zum Sommer 2005 kümmerte sich Zahni um das Bundesliga-Team: Er organisierte die nötigen Dinge, nahm die Spieler in den Arm. Auch mal die des Gegners. Kurzum: Müller sorgte dafür, dass der Laden lief.

Rau war er und immer herzlich. Aufrecht und doch für fast jeden Spaß zu haben. Er hat Abstiege erlebt, Aufstiege gefeiert, Trainer kommen und gehen sehen. Er hat so manche GWD-Krise erlebt und gemeistert, beim Sport wie privat die Aura nach außen getragen: Es wird schon wieder gut.

Die Kampa-Halle war sein zweites Zuhause. Dort verbrachte er endlose Stunden. Sogar einen „geheimen“ eigenen Raum hatte er sich in den Katakomben eingerichtet: Mit Schreibtisch, Kaffeemaschine und Kühlschrank. „Raum B“ war legendär, ebenso der Kümmerling mit Kumpel Artur Brand vor jedem Spiel nach dem Motto: Für zwei Punkte tun wir alles.

Müller war das, was man eine gute Seele nennt, ein Mann, der mit seiner Persönlichkeit für einen ganzen Verein steht: Grün-weiß und erdverbunden. Natürlich blieb er GWD nach seiner aktiven Zeit als Begleiter treu. Immer auf seinem festen Platz, immer unterwegs mit einem festen Händedruck.

Dieser zupackende Mann wird GWD fehlen. Gerhard Müller starb am vergangenen Dienstag, einen Tag vor seinem 82. Geburtstag, an einem Krebsleiden. (rich)

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