Nach der Corona-Pause: Mit maximaler Leidenschaft gegen die Eulen Jörg Wehling Minden. Die Corona-Lage hat für den Handball-Bundesligisten GWD Minden Spuren hinterlassen: Nach neun Spieltagen hat das Team von Trainer Frank Carstens erst sechs Spiele absolviert. Die Punktebilanz der Grün-Weißen ist mit bisher nur einem Sieg und einem Unentschieden überschaubar. Mit 3:9-Punkten liegen die Minden auf Rang 17 und damit auf einem der vier Abstiegsplätze. Als „Brot-und-Butter-Spiele“ bezeichnet Trainer Frank Carstens die Partien, in denen man sich mit dem Gegner sportlich auf Augenhöhe wähnt. Und in denen es um das Saisonziel geht. Zum Auftakt steht am heutigen Samstag um 18.30 Uhr das Auswärtsspiel bei den Eulen aus Ludwigshafen an. Sechs weitere Partien folgen im Dezember, wo es für die Grün-Weißen darum geht, Punkte zu sammeln, um sich ins Tabellenmittelfeld zu verabschieden. „Die Chancen sind in diesen Spielen natürlich höher für uns“, sagt Frank Carstens und nennt gleich die Tugenden, auf die es ankommt, um in Ludwigshafen erfolgreich aufzutreten. „Es wird wichtig sein, dass wir uns dort auf harte Zweikämpfe einstellen, maximale Leidenschaft zu zeigen und dabei die spielerische Linie nicht zu verlieren. Mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, ist keine Option“, sagt Carstens. Die Eulen, zuletzt beim 11:29 in Wetzlar übel gerupft, haben die maximale Zahl von neun Spielen absolviert. Ihre Erfolgsbilanz ist aber kaum besser als die der Grün-Weißen. Mit ebenfalls erst einem Sieg und einem Unentschieden auf dem Konto, rangieren sie mit 3:15 Punkten in der Tabelle unmittelbar hinter GWD ebenfalls auf einem Rang, der in die 2. Liga führen würde. Schlechter sind nur noch die beiden Aufsteiger Tusem Essen (2:12 Punkte, Platz 19) und der punktlose HSC Coburg mit 0:16. „Die hohe Niederlage in Wetzlar ist für mich kein Maßstab, um das Leistungsniveau von Ludwigshafen zu beurteilen. Das wäre fatal“, sagt Carstens. Beide Mannschaften eint, dass sie in ihren letzten Auftritten gegen Wetzlar beziehungsweise gegen Kiel deutliche Niederlagen kassierten. „Das war eine Leistung, die den Eulen ganz und gar nicht gerecht worden ist“, sagt Ludwigshafens Mannschaftskapitän Gunnar Dietrich, der die Partie gegen Minden zum Anlass nimmt, Wiedergutmachung zu betreiben. „Vielleicht ist es ein Vorteil für uns, dass die Partie ohne Zuschauer stattfindet. Gefühlt waren da immer 5000 gegen uns“, sagt Carstens. Richtig Lust, wieder auf der Platte zu stehen, haben Lucas Meister und Torwart Malte Semisch. Das äußersten beide zuletzt im GWD-Live Talk im Internet. „Das wir da stehen, wo wir stehen ist ja auch der Corona-Situation geschuldet. Jetzt kommen die Wochen, die für uns wichtig werden. Und darauf freue ich mich“, sagt Meister. Auch Torwart Malte Semisch strotzt vor Tatendrang: „Ein Sieg und ein Unentschieden sind sicher nicht das Ende der Fahnenstange. Wir wollen jetzt Punkte holen.“ Kein Hadern gibt es darüber, dass mit Juri Knorr eine zentrale Figur bei den Grün-Weißen ausfällt. In der Offensive sollen Aliaksandr Padshyvalau und wahlweise Simon Strakeljahn den Part übernehmen. Und in der Defensive soll der wiedergenesene Joshua Thiele nach seinem Syndesmosebandanriss die Deckungsaufgabe von Knorr übernehmen. Insbesondere in der Abwehr müssen die Grün-Weißen auf der Hut sein, wenn man die Partie in Ludwigshafen gegen Azat Valiullin, Dominik Mappes und Gunnar Dietrich erfolgreich gestalten will. „Für uns wird es wichtig sein, nach den Ballbesitzwechseln sofort hinter den Ball zu kommen und damit sofort eine Organisation und Zweikampfbereitschaft herzustellen, um die Tempotore zu verhindern“, sagt Carstens. Zufrieden ist der GWD-Trainer mit der Trainingsleistung seiner Spieler nach der Quarantäne-Pause. „Einigen wie Joshua Thiele hat diese gut getan. Es war nicht nur alles negativ“, sagt Carstens. Im Spiel wird es nun darum gehen, die Abstimmungsfehler auf ein kleines Maß zu reduzieren. Die Botschaft an den Gegner lautet: „Wir sind bereit.“

Nach der Corona-Pause: Mit maximaler Leidenschaft gegen die Eulen

Den Überblick behalten und die Lücke finden: Darum geht es für Aliaksandr Padshyvalau auch in der Partie bei den Eulen Ludwigshafen. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Die Corona-Lage hat für den Handball-Bundesligisten GWD Minden Spuren hinterlassen: Nach neun Spieltagen hat das Team von Trainer Frank Carstens erst sechs Spiele absolviert. Die Punktebilanz der Grün-Weißen ist mit bisher nur einem Sieg und einem Unentschieden überschaubar. Mit 3:9-Punkten liegen die Minden auf Rang 17 und damit auf einem der vier Abstiegsplätze.

Als „Brot-und-Butter-Spiele“ bezeichnet Trainer Frank Carstens die Partien, in denen man sich mit dem Gegner sportlich auf Augenhöhe wähnt. Und in denen es um das Saisonziel geht. Zum Auftakt steht am heutigen Samstag um 18.30 Uhr das Auswärtsspiel bei den Eulen aus Ludwigshafen an. Sechs weitere Partien folgen im Dezember, wo es für die Grün-Weißen darum geht, Punkte zu sammeln, um sich ins Tabellenmittelfeld zu verabschieden.

„Die Chancen sind in diesen Spielen natürlich höher für uns“, sagt Frank Carstens und nennt gleich die Tugenden, auf die es ankommt, um in Ludwigshafen erfolgreich aufzutreten. „Es wird wichtig sein, dass wir uns dort auf harte Zweikämpfe einstellen, maximale Leidenschaft zu zeigen und dabei die spielerische Linie nicht zu verlieren. Mit dem Kopf durch die Wand zu wollen, ist keine Option“, sagt Carstens.

Die Eulen, zuletzt beim 11:29 in Wetzlar übel gerupft, haben die maximale Zahl von neun Spielen absolviert. Ihre Erfolgsbilanz ist aber kaum besser als die der Grün-Weißen. Mit ebenfalls erst einem Sieg und einem Unentschieden auf dem Konto, rangieren sie mit 3:15 Punkten in der Tabelle unmittelbar hinter GWD ebenfalls auf einem Rang, der in die 2. Liga führen würde. Schlechter sind nur noch die beiden Aufsteiger Tusem Essen (2:12 Punkte, Platz 19) und der punktlose HSC Coburg mit 0:16.

„Die hohe Niederlage in Wetzlar ist für mich kein Maßstab, um das Leistungsniveau von Ludwigshafen zu beurteilen. Das wäre fatal“, sagt Carstens. Beide Mannschaften eint, dass sie in ihren letzten Auftritten gegen Wetzlar beziehungsweise gegen Kiel deutliche Niederlagen kassierten. „Das war eine Leistung, die den Eulen ganz und gar nicht gerecht worden ist“, sagt Ludwigshafens Mannschaftskapitän Gunnar Dietrich, der die Partie gegen Minden zum Anlass nimmt, Wiedergutmachung zu betreiben. „Vielleicht ist es ein Vorteil für uns, dass die Partie ohne Zuschauer stattfindet. Gefühlt waren da immer 5000 gegen uns“, sagt Carstens.

Richtig Lust, wieder auf der Platte zu stehen, haben Lucas Meister und Torwart Malte Semisch. Das äußersten beide zuletzt im GWD-Live Talk im Internet. „Das wir da stehen, wo wir stehen ist ja auch der Corona-Situation geschuldet. Jetzt kommen die Wochen, die für uns wichtig werden. Und darauf freue ich mich“, sagt Meister. Auch Torwart Malte Semisch strotzt vor Tatendrang: „Ein Sieg und ein Unentschieden sind sicher nicht das Ende der Fahnenstange. Wir wollen jetzt Punkte holen.“

Kein Hadern gibt es darüber, dass mit Juri Knorr eine zentrale Figur bei den Grün-Weißen ausfällt. In der Offensive sollen Aliaksandr Padshyvalau und wahlweise Simon Strakeljahn den Part übernehmen. Und in der Defensive soll der wiedergenesene Joshua Thiele nach seinem Syndesmosebandanriss die Deckungsaufgabe von Knorr übernehmen. Insbesondere in der Abwehr müssen die Grün-Weißen auf der Hut sein, wenn man die Partie in Ludwigshafen gegen Azat Valiullin, Dominik Mappes und Gunnar Dietrich erfolgreich gestalten will. „Für uns wird es wichtig sein, nach den Ballbesitzwechseln sofort hinter den Ball zu kommen und damit sofort eine Organisation und Zweikampfbereitschaft herzustellen, um die Tempotore zu verhindern“, sagt Carstens.

Zufrieden ist der GWD-Trainer mit der Trainingsleistung seiner Spieler nach der Quarantäne-Pause. „Einigen wie Joshua Thiele hat diese gut getan. Es war nicht nur alles negativ“, sagt Carstens. Im Spiel wird es nun darum gehen, die Abstimmungsfehler auf ein kleines Maß zu reduzieren. Die Botschaft an den Gegner lautet: „Wir sind bereit.“

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