Mangelnde Chancenverwertung: GWD Minden verliert gegen die HSG Wetzlar Astrid Plaßhenrich Minden. Was für eine verrückte Schlussphase: Handball-Bundesligist GWD Minden lief in der zweiten Halbzeit ständig einem Rückstand hinterher, glich zwei Minuten vor der Schlusssirene zum 22:22 aus, um dann doch noch mit 23:24 (10:12) zu verlieren. "Wir haben zu viele, teilweise zu leichte Fehler gemacht", sagte GWD-Trainer Frank Carstens. Damit reißt die Mindener Miniserie von drei Siegen in Folgen. Die Mindener knüpften an die starke Abwehrleistung vom Leipzig-Sieg an und erwischten auch offensiv einen sehr guten Start. Tomas Urban per Siebenmeter und Max Staar mit zwei Treffern sorgten für die 3:1-Führung. Doch die Treffsicherheit des Mindener Rechtsaußens hielt nicht an. Staar verballerte in der Folgezeit zu viele Chancen. Aber nicht nur den 23-Jährigen verließ das Glück, auch seine Kollegen zeigten vor dem gegnerischen Tor, das von Anadin Suljakovic und nicht vom deutschen Nationaltorwart Till Klimpke gehütet wurde, Nerven. Das sollte sich zum Ende der ersten Halbzeit rächen. Doch zunächst gab GWD den Ton in der Kampa-Halle an. Die Mindener hielten ihren Drei-Tore-Vorsprung von einem 5:2 (9.) bis zum 7:4 (15.). Maximilian Holst brachte mit seinen beiden Treffern die Hessen auf Tuchfühlung - 7:6 (21.). Dann ein Tumult: Wetzlars Felix Danner traf Jan Grebenc mit dem Ellenbogen am Hals. Grebenc ging zu Boden, hielt sich die Hände vor das Gesicht, doch Danner riss den Mindener wieder hoch. Kurze Rudelbildung, dann entschärften die Schiedsrichter Jannik Otto und Raphael Piper die Situation. Danner sah die Rote Karte, Urban musste zwei Minuten vom Feld (22.). Sekunden danach beendete GWD-Kapitän Niclas Pieczkowski eine knapp achtminütigen Durststrecke und erzielte das 8:6. Aber fünf Minuten vor der Pause erarbeiteten sich die Gäste aus Wetzlar ihren Vorteil: Adam Nyfjäll und Holst trafen zum 10:8 für die HSG. Das Abwehr- und Rückzugsverhalten der Mindener stimmte zwar auch weiterhin, doch die Chancenauswertung war mangelhaft. Auch deshalb verlor GWD die erste Halbzeit mit 10:12. Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Die Mindener bewegten sich mit der HSG spielerisch auf Augenhöhe. Immer wieder tauchten die GWD-Angreifer frei vor Suljakovic auf. Doch entweder verfehlten die Würfe ihr Ziel, der HSG-Keeper hielt oder aber das Aluminium stand im Weg. Dagegen gingen die Hessen cleverer mit ihren Chancen um. Lars Weissgerber traf zum 15:11 (39.). Aber wie so oft in dieser Saison gaben die Grün-Weißen trotz des Rückstandes nicht auf, zeigten Moral. "Davor kann ich nur meinen Hut ziehen", lobte Carstens. Darmoul mit seinem fünften Treffer (43.) und Tomas Urban (45.) brachten mit ihren Toren die Grün-Weißen wieder auf 16:17 heran und damit auf Kurs. In der Schlussphase hieß die Lebensversicherung der Mindener Amine Darmoul. Der Tunesier warf die GWD-Tore 18, 19 und 20. "Amine hat eine phantastische zweite Halbzeit gespielt. Aber ein einzelner Spieler reicht nicht aus", meinte der GWD-Trainer. Schließlich brachte Mats Korte nach einem langen Pass von GWD-Schlussmann Malte Semisch die Gastgeber auf 21:22 heran, Darmoul glich zum 22:22 aus (58.). Emil Mellegard erzielte für die HSG zunächst das 23:22 und schließlich machte Magnus Fredriksen mit dem 24:22 den Auswärtssieg der Hessen perfekt.

Mangelnde Chancenverwertung: GWD Minden verliert gegen die HSG Wetzlar

Mindens Max Janke (rechts) stoppt Wetzlars Stefan Cavor. ©Angela Metge

Minden. Was für eine verrückte Schlussphase: Handball-Bundesligist GWD Minden lief in der zweiten Halbzeit ständig einem Rückstand hinterher, glich zwei Minuten vor der Schlusssirene zum 22:22 aus, um dann doch noch mit 23:24 (10:12) zu verlieren. "Wir haben zu viele, teilweise zu leichte Fehler gemacht", sagte GWD-Trainer Frank Carstens. Damit reißt die Mindener Miniserie von drei Siegen in Folgen.

Die Mindener knüpften an die starke Abwehrleistung vom Leipzig-Sieg an und erwischten auch offensiv einen sehr guten Start. Tomas Urban per Siebenmeter und Max Staar mit zwei Treffern sorgten für die 3:1-Führung. Doch die Treffsicherheit des Mindener Rechtsaußens hielt nicht an. Staar verballerte in der Folgezeit zu viele Chancen. Aber nicht nur den 23-Jährigen verließ das Glück, auch seine Kollegen zeigten vor dem gegnerischen Tor, das von Anadin Suljakovic und nicht vom deutschen Nationaltorwart Till Klimpke gehütet wurde, Nerven. Das sollte sich zum Ende der ersten Halbzeit rächen.

Doch zunächst gab GWD den Ton in der Kampa-Halle an. Die Mindener hielten ihren Drei-Tore-Vorsprung von einem 5:2 (9.) bis zum 7:4 (15.). Maximilian Holst brachte mit seinen beiden Treffern die Hessen auf Tuchfühlung - 7:6 (21.). Dann ein Tumult: Wetzlars Felix Danner traf Jan Grebenc mit dem Ellenbogen am Hals. Grebenc ging zu Boden, hielt sich die Hände vor das Gesicht, doch Danner riss den Mindener wieder hoch. Kurze Rudelbildung, dann entschärften die Schiedsrichter Jannik Otto und Raphael Piper die Situation. Danner sah die Rote Karte, Urban musste zwei Minuten vom Feld (22.).

Sekunden danach beendete GWD-Kapitän Niclas Pieczkowski eine knapp achtminütigen Durststrecke und erzielte das 8:6. Aber fünf Minuten vor der Pause erarbeiteten sich die Gäste aus Wetzlar ihren Vorteil: Adam Nyfjäll und Holst trafen zum 10:8 für die HSG. Das Abwehr- und Rückzugsverhalten der Mindener stimmte zwar auch weiterhin, doch die Chancenauswertung war mangelhaft. Auch deshalb verlor GWD die erste Halbzeit mit 10:12.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Die Mindener bewegten sich mit der HSG spielerisch auf Augenhöhe. Immer wieder tauchten die GWD-Angreifer frei vor Suljakovic auf. Doch entweder verfehlten die Würfe ihr Ziel, der HSG-Keeper hielt oder aber das Aluminium stand im Weg. Dagegen gingen die Hessen cleverer mit ihren Chancen um. Lars Weissgerber traf zum 15:11 (39.).

Aber wie so oft in dieser Saison gaben die Grün-Weißen trotz des Rückstandes nicht auf, zeigten Moral. "Davor kann ich nur meinen Hut ziehen", lobte Carstens. Darmoul mit seinem fünften Treffer (43.) und Tomas Urban (45.) brachten mit ihren Toren die Grün-Weißen wieder auf 16:17 heran und damit auf Kurs.

In der Schlussphase hieß die Lebensversicherung der Mindener Amine Darmoul. Der Tunesier warf die GWD-Tore 18, 19 und 20. "Amine hat eine phantastische zweite Halbzeit gespielt. Aber ein einzelner Spieler reicht nicht aus", meinte der GWD-Trainer. Schließlich brachte Mats Korte nach einem langen Pass von GWD-Schlussmann Malte Semisch die Gastgeber auf 21:22 heran, Darmoul glich zum 22:22 aus (58.). Emil Mellegard erzielte für die HSG zunächst das 23:22 und schließlich machte Magnus Fredriksen mit dem 24:22 den Auswärtssieg der Hessen perfekt.

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