Update mit Diagnose: Kein Wadenbeinbruch bei Darmoul, aber mehrere Wochen Pause für GWD-Torjäger Astrid Plaßhenrich Minden. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Amine Darmoul hat sich am Dienstagabend bei den Eulen Ludwigshafen keinen Wadenbeinbruch zugezogen. Das konnte bereits nach den ersten Röntgenuntersuchungen in einem Ludwigshafener Krankenhaus ausgeschlossen werden. Am späten Mittwochnachmittag folgte ein MRT in Minden und am frühen Abend dann die Diagnose von Teamarzt Dr. Jörg Pöhlmann: Der Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten GWD Minden hat eine schwere Stauchung im linken Sprunggelenk erlitten. In den Untersuchungen wurden Bänder- und Muskelverletzungen mit Einblutungen am unteren Unterschenkel festgestellt. Pöhlmann prognostiziert eine zwei- bis dreiwöchige Verletzungspause. Damit wird der in Ludwigshafen mit sieben Toren beste GWD-Schütze im Derby und voraussichtlich auch in den folgenden Spielen beim HSV Hamburg und gegen den TBV Lemgo fehlen. „Das ist eine Katastrophe. Bis zu seiner Verletzung war Amine unser wichtigster Angreifer“, sagte Frank Carstens bereits am Dienstag über den Ausfall des Tunesiers. Doch man ist bei GWD froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. „Unter den Umständen ist das wohl die bestmögliche Diagnose“, kommentierte Sport-Geschäftsführer Frank von Behren. Noch in der Nacht waren von Behren, Physiotherapeut Philipp Roessler und Amine Darmoul zurück nach Minden. Wie sich der Tunesier in der 48. Minute die Verletzung zugezogen hatte, konnte am späten Dienstagabend niemand sagen. „Es hat keiner gesehen“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens, „ich habe auch nur aus den Augenwinkel wahrgenommen, dass Amine vom Feld gehumpelt ist.“ Wie der GWD-Trainer den Ausfall im Derby gegen den TuS N-Lübbecke am Samstagabend kompensieren wird, bleibt abzuwarten. Aber sicherlich wird Miro Schluroff mehr Spielanteile erhalten als in Ludwigshafen. Dort gewannen die Mindener am Dienstagabend in der zweiten Runde des DHB-Pokals knapp mit 24:23 (12:9). Carstens ließ nach dem ersten Pflichtspielsieg in dieser Saison keine Kritik an seiner Mannschaft aufkommen, sondern konzentrierte sich in seiner kurzen Analyse direkt nach Spielschluss auf die positiven Aspekte des beherzten Auftritt seines Teams. Der Mindener Coach war über weite Strecken sowohl mit der Abwehr- als auch Angriffsleistung seines Teams zufrieden. „Ludwigshafen ist trotz des Abstiegs bis auf den Trainer großteils zusammengeblieben. Das ist kein schlechter Haufen“, sagte Carstens. Allerdings sind auch die Eulen enttäuschend in die Zweitliga-Saison gestartet. In vier Spielen hagelte es für Ludwigshafen drei Niederlagen und nur einen Sieg. Immerhin stellen die Eulen in Hendrik Wagner aber den aktuellen Top-Torschützen der 2. Liga. Der Rückraumshooter traf in den ersten vier Meisterschaftsspielen 34-mal und verwandelte elf von 13 Siebenmeter. Der Torjäger erhielt aufgrund seiner Leistungen von Bundestrainer Alfred Gislason auch eine Einladung für den Perspektiv-Lehrgang der Nationalmannschaft Mitte des Monats. Seine Qualitäten konnte Wagner gegen GWD aber nicht ausspielen. Die Mindener Abwehr nahm den 23-Jährigen völlig aus dem Spiel. Selbst von der Marke konnte der Halblinke gegen den stark haltenden Carsten Lichtlein den Ball nicht im Tor unterbringen. Damit war den Eulen einer ihrer stärksten Waffen beraubt. Dazu erhielt GWD-Regisseur Niclas Pieczkowski ein Sonderlob von seinem Trainer. „Er hatte eine klare Spielsteuerung“, sagte Frank Carstens über seinen Mittelmann. Das hat dem Team Sicherheit gegeben. Dass die Eulen noch einmal gefährlich nah rankamen (21:22, 57.), war für den Mindener Coach wenig dramatisch: „Wir haben erst 48 Stunden zuvor ein schweres Spiel in Kiel bestritten. Die Vorbereitungszeit war kurz. Viel wichtiger ist, dass wir dem Druck standgehalten haben.“ Diese mentale Stärke, die GWD bereits in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, könnte in den kommenden Spielen von Vorteil und auch ausschlaggebend sein. Denn der Druck wird aufgrund der schlechten Tabellensituation auf dem hohen Level bleiben. Gegen den TuS wird der Derbycharakter zusätzlich für eine spezielle Atmosphäre sorgen.

Update mit Diagnose: Kein Wadenbeinbruch bei Darmoul, aber mehrere Wochen Pause für GWD-Torjäger

Schmerzverzehrtes Gesicht: Mindens Amine Darmoul verletzte sich im DHB-Pokalspiel bei den Eulen Ludwigshafen. © Eibner-Pressefoto / Michael Bermel

Minden. Die schlimmsten Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Amine Darmoul hat sich am Dienstagabend bei den Eulen Ludwigshafen keinen Wadenbeinbruch zugezogen. Das konnte bereits nach den ersten Röntgenuntersuchungen in einem Ludwigshafener Krankenhaus ausgeschlossen werden. Am späten Mittwochnachmittag folgte ein MRT in Minden und am frühen Abend dann die Diagnose von Teamarzt Dr. Jörg Pöhlmann: Der Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten GWD Minden hat eine schwere Stauchung im linken Sprunggelenk erlitten. In den Untersuchungen wurden Bänder- und Muskelverletzungen mit Einblutungen am unteren Unterschenkel festgestellt.

Pöhlmann prognostiziert eine zwei- bis dreiwöchige Verletzungspause. Damit wird der in Ludwigshafen mit sieben Toren beste GWD-Schütze im Derby und voraussichtlich auch in den folgenden Spielen beim HSV Hamburg und gegen den TBV Lemgo fehlen. „Das ist eine Katastrophe. Bis zu seiner Verletzung war Amine unser wichtigster Angreifer“, sagte Frank Carstens bereits am Dienstag über den Ausfall des Tunesiers. Doch man ist bei GWD froh, dass es nicht noch schlimmer gekommen ist. „Unter den Umständen ist das wohl die bestmögliche Diagnose“, kommentierte Sport-Geschäftsführer Frank von Behren.

Ausgelassene Freude herrschte bei GWD über den ersten Pflichtspielsieg der Saison. Mittendrin der junge Linksaußen Florian Kranzmann (Mitte rechts, Nr. 5) der zum 24:22 traf, und direkt daneben Spielmacher Niclas Pieczkowski (Mitte/Nr. 14), der von GWD-Trainer Frank Carstens ein Sonderlob erhielt. Foto: PIX-Sportfotos/Michael Ruffler - © PIX-Sportfotos /Michael Ruffler
Ausgelassene Freude herrschte bei GWD über den ersten Pflichtspielsieg der Saison. Mittendrin der junge Linksaußen Florian Kranzmann (Mitte rechts, Nr. 5) der zum 24:22 traf, und direkt daneben Spielmacher Niclas Pieczkowski (Mitte/Nr. 14), der von GWD-Trainer Frank Carstens ein Sonderlob erhielt. Foto: PIX-Sportfotos/Michael Ruffler - © PIX-Sportfotos /Michael Ruffler

Noch in der Nacht waren von Behren, Physiotherapeut Philipp Roessler und Amine Darmoul zurück nach Minden. Wie sich der Tunesier in der 48. Minute die Verletzung zugezogen hatte, konnte am späten Dienstagabend niemand sagen. „Es hat keiner gesehen“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens, „ich habe auch nur aus den Augenwinkel wahrgenommen, dass Amine vom Feld gehumpelt ist.“

Wie der GWD-Trainer den Ausfall im Derby gegen den TuS N-Lübbecke am Samstagabend kompensieren wird, bleibt abzuwarten. Aber sicherlich wird Miro Schluroff mehr Spielanteile erhalten als in Ludwigshafen. Dort gewannen die Mindener am Dienstagabend in der zweiten Runde des DHB-Pokals knapp mit 24:23 (12:9). Carstens ließ nach dem ersten Pflichtspielsieg in dieser Saison keine Kritik an seiner Mannschaft aufkommen, sondern konzentrierte sich in seiner kurzen Analyse direkt nach Spielschluss auf die positiven Aspekte des beherzten Auftritt seines Teams.

Der Mindener Coach war über weite Strecken sowohl mit der Abwehr- als auch Angriffsleistung seines Teams zufrieden. „Ludwigshafen ist trotz des Abstiegs bis auf den Trainer großteils zusammengeblieben. Das ist kein schlechter Haufen“, sagte Carstens. Allerdings sind auch die Eulen enttäuschend in die Zweitliga-Saison gestartet. In vier Spielen hagelte es für Ludwigshafen drei Niederlagen und nur einen Sieg.

Immerhin stellen die Eulen in Hendrik Wagner aber den aktuellen Top-Torschützen der 2. Liga. Der Rückraumshooter traf in den ersten vier Meisterschaftsspielen 34-mal und verwandelte elf von 13 Siebenmeter. Der Torjäger erhielt aufgrund seiner Leistungen von Bundestrainer Alfred Gislason auch eine Einladung für den Perspektiv-Lehrgang der Nationalmannschaft Mitte des Monats. Seine Qualitäten konnte Wagner gegen GWD aber nicht ausspielen. Die Mindener Abwehr nahm den 23-Jährigen völlig aus dem Spiel. Selbst von der Marke konnte der Halblinke gegen den stark haltenden Carsten Lichtlein den Ball nicht im Tor unterbringen. Damit war den Eulen einer ihrer stärksten Waffen beraubt.

Dazu erhielt GWD-Regisseur Niclas Pieczkowski ein Sonderlob von seinem Trainer. „Er hatte eine klare Spielsteuerung“, sagte Frank Carstens über seinen Mittelmann. Das hat dem Team Sicherheit gegeben. Dass die Eulen noch einmal gefährlich nah rankamen (21:22, 57.), war für den Mindener Coach wenig dramatisch: „Wir haben erst 48 Stunden zuvor ein schweres Spiel in Kiel bestritten. Die Vorbereitungszeit war kurz. Viel wichtiger ist, dass wir dem Druck standgehalten haben.“ Diese mentale Stärke, die GWD bereits in der vergangenen Saison ausgezeichnet hat, könnte in den kommenden Spielen von Vorteil und auch ausschlaggebend sein. Denn der Druck wird aufgrund der schlechten Tabellensituation auf dem hohen Level bleiben. Gegen den TuS wird der Derbycharakter zusätzlich für eine spezielle Atmosphäre sorgen.

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