Mats Korte trifft für GWD Minden ins Glück gegen Hannover Jörg Wehling Lübbecke (mt). GWD Minden bleibt die Drama-Queen der Handball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Frank Carsten machte es am Pfingst-Sonntag gegen die TSV Hannover-Burgdorf erneut spannend. Der Held hieß diesmal Mats Korte beim 28:27 (14:16)-Erfolg. Der Mindener warf 18 Sekunden vor Schluss den Ball quer übers Feld in das leere Tor der Hannoveraner zum umjubelten Siegtor. Durch den Erfolg zogen sie mit den Recken nach Punkten gleich und stehen mit nun 25 Punkten fast vor dem Klassenerhalt. "Heute hatten wir das Glück auf unsere Seite", sagte Trainer Frank Carstens anschließend, der die entscheidende Szene von Korte so sah: "Gefühlt wurde der Ball immer langsamer, während die Uhr immer schneller lief. Es hat ja gepasst. Prima, dass Mats diese Situation richtig eingeschätzt hat", sagte Carstens. "So ein Tor vergisst man natürlich nicht so schnell. Ich hoffe, dass mir noch mehr davon gelingen. Es war auch viel Glück dabei. Aber man weiß ja ungefähr, wo das Tor steht", sagt Korte. Ein Lob verdiente sich auch Miro Schluroff, der sieben Treffer für GWD markierte. "Er hat mit seinen Toren dafür gesorgt, dass Hannover nicht mehr ganz so offensiv decken konnte", sagte Carstens. Sichtlich geknickt war anschließend Hannovers Trainer Carlos Ortega, der mit dem letzten Spielzug alles riskierte in dem er den Torwart herausnahm und damit das Spiel verlor. Diese Niederlage nehme ich auf meine Kappe", so Ortega. Glücklich war der Erfolg für GWD deshalb, weil die Gäste teilweise mit fünf Treffern führten. Doch GWD ließ sich nicht abschütteln und wurde für die tolle Moral am Ende belohnt Die Gastgeber begannen die Partie sehr konzentriert. Nach dem schnellen Rückstand durch Evgeni Pevnov übernahmen die Grün-Weißen die Initiative. Kevin Gulliksen per Siebenmeter und Lucas Meister sorgten für die 2:1-Führung. Dank der starken Paraden von Malte Semisch sorgte Miro Schluroff sogar für eine 5:3- Führung. Doch Hannover, die die vergangenen drei Auswärtsspiele gewonnen hatten, kamen zurück. Für das 5:5 war Filip Kuzmanovski verantwortlich (13.). Nachdem GWD auch den nächsten Zwei-Tore-Vorsprung wenig später aus den Händen gegeben hatte, nahm Trainer Frank Carstens beim Stande von 7:7 seine erste Auszeit. "Wir müssen insgesamt konsequenter sein. Wir geben die Richtung vor", mahnte der GWD-Trainer. Doch es kam anders. Ab der 16. Minute waren die Gäste aus Hannover viel besser im Spiel. Aufgrund von zwei technischen Fehlern zogen die Hannoveraner auch vorbei. Insbesondere das Kreisläuferspiel, das anfangs Janke und Meister unterbinden konnten, funktionierte nun besser. Nach zwanzig Minuten führten die Gäste sogar mit 11:8. Weil bei den Grün-Weißen aber nun auch das Offensivspiel stockte, drohten sie in der Schlussphase der ersten Halbzeit sogar noch den Anschluss zu verlieren. Beim Stande von 11:16 nahm Carstens seine zweite Auszeit und rüttelte seine Schützlinge richtig wach. "Fangt endlich an zu arbeiten und erledigt euren Job", sagte der unzufriedene Trainer. Es funktionierte. GWD verkürze auf 14:16, wobei das 14. Tor durch Christoffer Rambo perfekt mit der Schlusssirene fiel. In der zweiten Halbzeit waren Mindener zunächst hellwach. Kevin Gulliksen per Tempogegenstoß und Juri Knorr sorgten für den Gleichstand zum 16:16. Nach 35 Minuten war sogar wieder die GWD-Führung möglich, doch Juri Knorrs Rückraumwurf hielt TSV-Keeper Urban Lesjak. Die Partie blieb ausgeglichen. Beim Stande von 17:17 hatten die Gastgeber durch Rambo die Chance zur Führung. Die erzielten auf der Gegenseite die Gäste. Nach 39 Minuten hieß es 18:20. Insgesamt wirkten die Hannoveraner entschlossener. Nach 42 Minuten hieß es 20:20. Und diesmal vergab Joshua Thiele frei durch am Kreis gegen Torwart Lesjak. Ebenfalls ärgerlich: Zudem handelte sich erst Thiele und einen Angriff später Lucas Meister eine Zeitstrafe ein. Dennoch hieß es 21:21, weil Gulliksen von Außen traf. (46.). Den Ausgleich zum 22:22 markierte Miro Schluroff mit einem Dreher. Eine feine Aktion des Nachwuchsspielers. Zudem holte er noch eine Zeitstrafe gegen Johann Hansen heraus. Und wieder bot sich den Gastgebern die Chance zur Führung. Und wieder funktionierte es nicht. Diesmal scheiterte Lucas Meister freistehend an Lesjak. (49.). Carlos Ortega nahm eine Auszeit und versuchte das Spiel für die Schlussphase erneut zu ordnen. Auch ein Kompliment für das nun wieder konzentriertere GWD-Spiel. In der Schlussphase führten zunächst wieder die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeter. Aber GWD blieb dran. Wieder traf Miro Schluroff mit seinem fünften Treffer. GWD-Trainer Frank Carstens nahm seine letzte Auszeit und ordnete das Spiel neu. Und wieder wurde es ärgerlich. Lucas Meister scheiterte erneut frei am Kreis an Torwart Urban Lesjak. Doch auf der Gegenseite traf auch Hannover nicht. Beim 27:25 durch Johann Hansen, sah Hannover schon wieder der Sieger aus. Aber das Blatt wendete sich noch einmal zu Gunsten der Grün-Weißen. Die Gäste legten zwar weiter zwei Treffer vor. Doch GWD bekam noch eine Chance in der 59. Minute. Miro Schluroff glich zum 27:27 aus (60.). Und dann spitzte sich die Situation weiter zu. Hannover wollte den letzten Angriff ausspielen und spielte ohne Torwart. Doch der Ball landete letztendlich bei Mats Korte. Er schnappte sich den Ball und warf diagonal quer über das Feld ins leere Tor zum umjubelten Heimsieg. TSV GWD Minden- Hannover Burgdorf 28:27 (14:16) Tore für GWD Minden: Gulliksen (7/2), Schluroff (7), Rambo (5), Korte (2), Meister (2), Knorr (2), Thiele (1), Strakeljahn (1), Zeitz (1) Tore für Hannover-Burgdorf: Martinovic (5/1), Brozovic (4), Hansen (4), Hanne (4), Büchner (3), Feise (2), Pevnov (2), Kuzmanovski (1), Mavers (1), Cehte (1).

Mats Korte trifft für GWD Minden ins Glück gegen Hannover

Matchwinner unter sich: Torwart Malte Semisch (links) und Mats Korte klatschen sich ab. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Lübbecke (mt). GWD Minden bleibt die Drama-Queen der Handball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Frank Carsten machte es am Pfingst-Sonntag gegen die TSV Hannover-Burgdorf erneut spannend. Der Held hieß diesmal Mats Korte beim 28:27 (14:16)-Erfolg. Der Mindener warf 18 Sekunden vor Schluss den Ball quer übers Feld in das leere Tor der Hannoveraner zum umjubelten Siegtor. Durch den Erfolg zogen sie mit den Recken nach Punkten gleich und stehen mit nun 25 Punkten fast vor dem Klassenerhalt.

"Heute hatten wir das Glück auf unsere Seite", sagte Trainer Frank Carstens anschließend, der die entscheidende Szene von Korte so sah: "Gefühlt wurde der Ball immer langsamer, während die Uhr immer schneller lief. Es hat ja gepasst. Prima, dass Mats diese Situation richtig eingeschätzt hat", sagte Carstens. "So ein Tor vergisst man natürlich nicht so schnell. Ich hoffe, dass mir noch mehr davon gelingen. Es war auch viel Glück dabei. Aber man weiß ja ungefähr, wo das Tor steht", sagt Korte.

Doruk Pehlivan (links) und Mats Korte im Gespräch. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Doruk Pehlivan (links) und Mats Korte im Gespräch. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel

Ein Lob verdiente sich auch Miro Schluroff, der sieben Treffer für GWD markierte. "Er hat mit seinen Toren dafür gesorgt, dass Hannover nicht mehr ganz so offensiv decken konnte", sagte Carstens.

Sichtlich geknickt war anschließend Hannovers Trainer Carlos Ortega, der mit dem letzten Spielzug alles riskierte in dem er den Torwart herausnahm und damit das Spiel verlor. Diese Niederlage nehme ich auf meine Kappe", so Ortega.

Ein starkes Spiel mache Rückraumschütze Miro Schluroff. Foto: Noah Wedel. - © Noah Wedel
Ein starkes Spiel mache Rückraumschütze Miro Schluroff. Foto: Noah Wedel. - © Noah Wedel

Glücklich war der Erfolg für GWD deshalb, weil die Gäste teilweise mit fünf Treffern führten. Doch GWD ließ sich nicht abschütteln und wurde für die tolle Moral am Ende belohnt

Die Gastgeber begannen die Partie sehr konzentriert. Nach dem schnellen Rückstand durch Evgeni Pevnov übernahmen die Grün-Weißen die Initiative. Kevin Gulliksen per Siebenmeter und Lucas Meister sorgten für die 2:1-Führung. Dank der starken Paraden von Malte Semisch sorgte Miro Schluroff sogar für eine 5:3- Führung. Doch Hannover, die die vergangenen drei Auswärtsspiele gewonnen hatten, kamen zurück. Für das 5:5 war Filip Kuzmanovski verantwortlich (13.).

Nachdem GWD auch den nächsten Zwei-Tore-Vorsprung wenig später aus den Händen gegeben hatte, nahm Trainer Frank Carstens beim Stande von 7:7 seine erste Auszeit. "Wir müssen insgesamt konsequenter sein. Wir geben die Richtung vor", mahnte der GWD-Trainer.

Doch es kam anders. Ab der 16. Minute waren die Gäste aus Hannover viel besser im Spiel. Aufgrund von zwei technischen Fehlern zogen die Hannoveraner auch vorbei. Insbesondere das Kreisläuferspiel, das anfangs Janke und Meister unterbinden konnten, funktionierte nun besser. Nach zwanzig Minuten führten die Gäste sogar mit 11:8.

Weil bei den Grün-Weißen aber nun auch das Offensivspiel stockte, drohten sie in der Schlussphase der ersten Halbzeit sogar noch den Anschluss zu verlieren. Beim Stande von 11:16 nahm Carstens seine zweite Auszeit und rüttelte seine Schützlinge richtig wach. "Fangt endlich an zu arbeiten und erledigt euren Job", sagte der unzufriedene Trainer. Es funktionierte. GWD verkürze auf 14:16, wobei das 14. Tor durch Christoffer Rambo perfekt mit der Schlusssirene fiel.

In der zweiten Halbzeit waren Mindener zunächst hellwach. Kevin Gulliksen per Tempogegenstoß und Juri Knorr sorgten für den Gleichstand zum 16:16. Nach 35 Minuten war sogar wieder die GWD-Führung möglich, doch Juri Knorrs Rückraumwurf hielt TSV-Keeper Urban Lesjak.

Die Partie blieb ausgeglichen. Beim Stande von 17:17 hatten die Gastgeber durch Rambo die Chance zur Führung. Die erzielten auf der Gegenseite die Gäste. Nach 39 Minuten hieß es 18:20. Insgesamt wirkten die Hannoveraner entschlossener. Nach 42 Minuten hieß es 20:20. Und diesmal vergab Joshua Thiele frei durch am Kreis gegen Torwart Lesjak. Ebenfalls ärgerlich: Zudem handelte sich erst Thiele und einen Angriff später Lucas Meister eine Zeitstrafe ein. Dennoch hieß es 21:21, weil Gulliksen von Außen traf. (46.).

Den Ausgleich zum 22:22 markierte Miro Schluroff mit einem Dreher. Eine feine Aktion des Nachwuchsspielers. Zudem holte er noch eine Zeitstrafe gegen Johann Hansen heraus. Und wieder bot sich den Gastgebern die Chance zur Führung. Und wieder funktionierte es nicht. Diesmal scheiterte Lucas Meister freistehend an Lesjak. (49.).

Carlos Ortega nahm eine Auszeit und versuchte das Spiel für die Schlussphase erneut zu ordnen. Auch ein Kompliment für das nun wieder konzentriertere GWD-Spiel.

In der Schlussphase führten zunächst wieder die Gäste durch einen verwandelten Siebenmeter. Aber GWD blieb dran. Wieder traf Miro Schluroff mit seinem fünften Treffer. GWD-Trainer Frank Carstens nahm seine letzte Auszeit und ordnete das Spiel neu. Und wieder wurde es ärgerlich. Lucas Meister scheiterte erneut frei am Kreis an Torwart Urban Lesjak. Doch auf der Gegenseite traf auch Hannover nicht. Beim 27:25 durch Johann Hansen, sah Hannover schon wieder der Sieger aus. Aber das Blatt wendete sich noch einmal zu Gunsten der Grün-Weißen.

Die Gäste legten zwar weiter zwei Treffer vor. Doch GWD bekam noch eine Chance in der 59. Minute. Miro Schluroff glich zum 27:27 aus (60.). Und dann spitzte sich die Situation weiter zu. Hannover wollte den letzten Angriff ausspielen und spielte ohne Torwart. Doch der Ball landete letztendlich bei Mats Korte. Er schnappte sich den Ball und warf diagonal quer über das Feld ins leere Tor zum umjubelten Heimsieg.

TSV GWD Minden- Hannover Burgdorf 28:27 (14:16)

Tore für GWD Minden: Gulliksen (7/2), Schluroff (7), Rambo (5), Korte (2),
Meister (2), Knorr (2), Thiele (1), Strakeljahn (1), Zeitz (1)

Tore für Hannover-Burgdorf: Martinovic (5/1), Brozovic (4), Hansen (4), Hanne (4), Büchner (3), Feise (2), Pevnov (2), Kuzmanovski (1), Mavers (1), Cehte (1).

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