Knorr und Gulliksen stehen auf den Wunschzetteln: Zehn Verträge bei GWD laufen aus Marcus Riechmann Minden. Christoffer Rambo geht. GWD-Leistungsträger wie der pfeilschnelle Rechtsaußen Kevin Gulliksen oder Jung-Nationalspieler Juri Knorr stehen auf den Wunschzetteln mehrerer Bundesliga-Klubs. Insgesamt zehn Verträge laufen aus. Es stellt sich Ende November die Frage: Mit welcher Mannschaft wird GWD Minden in die nächste Spielzeit der Handball-Bundesliga starten? „Wir wollen ein wettbewerbsfähiges Team zusammenstellen“, sagt Frank von Behren. Doch der Sport-Geschäftsführer hat ein Problem: Für ein konkurrenzfähiges Team bedarf es eines wettbewerbsfähigen Budgets. Angesichts der Corona-Einbußen und der kaum zeitnah zu realisierenden Rückkehr in die Kampa-Halle reißen Lücken in der Wirtschaftskraft des Bundesligisten auf. Ein verlässlicher Etat ist nicht in Sicht. Das erschwert die Personalplanung des Sportchefs erheblich. „Es ist noch offen, mit welchem Budget ich arbeiten kann“, erwartet von Behren eine Entscheidung über die Ausrichtung von Partnern und Gesellschaftern. Aktuell, so stellt er fest, „reicht es nicht.“ Er rechnet damit, dass sich Corona-Lage, weiter fehlende Zuschauereinnahmen und steigende Zahlungen an die Berufsgenossenschaft auf die Liga auswirken werden. „Wir müssen Geduld haben. Der Markt wird noch in Bewegung kommen“, sagt von Behren. Damit meint er nicht nur den Spielermarkt, sondern auch die Gehaltsfragen. „Noch nicht alle Spieler haben erkannt, dass das bisherige Niveau der Situation angepasst werden muss“, sagt von Behren eine allgemeine Absenkung der Bezüge voraus – jedenfalls bei allen neuen Verträgen. Neue Arbeitspapiere muss er mit den meisten seiner Spieler aushandeln. Lediglich sieben Profis besitzen Verträge bis 2022 und sind damit als Kern des Kaders gesetzt. Darunter Kreisläufer Lucas Meister, der jedoch eine Ausstiegsklausel für das dritte GWD-Jahr besitzen soll, und Doruk Pehlivan, dessen Leihe vom polnische Klub Kielce vorzeitig beendet werden könnte. „Das ist theoretisch möglich, aber ich gehe nicht davon aus“, rechnet von Behren bei beiden Profis mit stabilen Verhältnissen. Anders ist die Lage bei Juri Knorr, der sich derzeit von einer Corona-Erkrankung erholt und erst nächste Woche zum medizinischen Check zurückerwartet wird. Der 20-Jährige hat in seinem zweiten Jahr bei GWD zahlreiche Begehrlichkeiten geweckt. So sollen ihn die Rhein-Neckar Löwen als Nachfolger von Spielmacher Andy Schmid erwählt haben. „Es gibt Interesse an ihm“, bestätigt von Behren: „Es ist bei Juri sicher nicht nur eine finanzielle Frage. Er muss für sich klären: Was will ich? Bei uns weiß er, was er sportlich bekommt. Bei uns kann er weiter reifen. Am Ende liegt es bei ihm.“ Gleiches gilt für Gulliksen: „Natürlich würden wir Kevin gerne halten.“ Hier ist zumindest klar, dass in Max Staar der zweite Rechtsaußen noch ein Jahr bleibt. Anders sieht es auf Linksaußen aus. Hier laufen die Verträge von Mats Korte und Joscha Ritterbach aus. Für Korte liegt ein fertiger Vertrag seit Wochen auf dem Tisch. Von Behren spielt auf Zeit und verweist auf die wirtschaftlichen Verwerfungen, macht aber deutlich: „Wir wollen Mats natürlich halten.“ Auf Linksaußen rückt zudem aus der A-Jugend der hochtalentierte Florian Kranzmann nach. Eine Problemzone ist die Rückraummitte. Neben Knorr läuft auch der Vertrag mit dem Weißrussen Aliaksandr Padshyvalau läuft aus. Von Behren kündigt an: „Da brauchen wir eine stabile Lösung.“ Gleiches gilt im linken Rückraum, wo neben Pehlivan mehr Power gewünscht wird, als sie der abwehrstarke Kapitän Miljan Pusica derzeit bieten kann. ZUM THEMA Zehn Verträge laufen aus: Malte Semisch, Joscha Ritterbach, Justus Richtzenhain, Christoffer Rambo, Mats Korte, Aliaksandr Padshyvalau, Simon Strakeljahn, Juri Knorr, Miljan Pusica, Kevin Gulliksen. Sieben Verträge laufen bis 2022: Carsten Lichtlein, Lucas Meister, Joschua Thiele, Doruk Pehlivan, Christian Zeitz, Max Staar, Christoph Reißky. Neue Spieltermine für GWD und TuS Zwei coronbedingt abgesagte Heimspiele von GWD Minden und des TuS N-Lübbecke sind neu angesetzt worden. So wird der Mindener Bundesligist die Partie gegen den Bergischen HC am Donnerstag, 11. Februar 2021, austragen. Der zunächst angedachte 6. Dezember als Ersatztermin ließ sich nicht realisieren. Das jüngst wegen Corona-Fällen bei den Gästen abgesagte Zweitliga Heimspiel der Lübbecker gegen den EHV Aue wird am Mittwoch, 16. Dezember, 18 Uhr, in der Merkur Arena ausgetragen.

Knorr und Gulliksen stehen auf den Wunschzetteln: Zehn Verträge bei GWD laufen aus

Kevin Gulliksens Vertrag läuft aus. Foto: Wedel © Noah Wedel

Minden. Christoffer Rambo geht. GWD-Leistungsträger wie der pfeilschnelle Rechtsaußen Kevin Gulliksen oder Jung-Nationalspieler Juri Knorr stehen auf den Wunschzetteln mehrerer Bundesliga-Klubs. Insgesamt zehn Verträge laufen aus. Es stellt sich Ende November die Frage: Mit welcher Mannschaft wird GWD Minden in die nächste Spielzeit der Handball-Bundesliga starten?

„Wir wollen ein wettbewerbsfähiges Team zusammenstellen“, sagt Frank von Behren. Doch der Sport-Geschäftsführer hat ein Problem: Für ein konkurrenzfähiges Team bedarf es eines wettbewerbsfähigen Budgets. Angesichts der Corona-Einbußen und der kaum zeitnah zu realisierenden Rückkehr in die Kampa-Halle reißen Lücken in der Wirtschaftskraft des Bundesligisten auf. Ein verlässlicher Etat ist nicht in Sicht. Das erschwert die Personalplanung des Sportchefs erheblich.

„Es ist noch offen, mit welchem Budget ich arbeiten kann“, erwartet von Behren eine Entscheidung über die Ausrichtung von Partnern und Gesellschaftern. Aktuell, so stellt er fest, „reicht es nicht.“

Er rechnet damit, dass sich Corona-Lage, weiter fehlende Zuschauereinnahmen und steigende Zahlungen an die Berufsgenossenschaft auf die Liga auswirken werden. „Wir müssen Geduld haben. Der Markt wird noch in Bewegung kommen“, sagt von Behren. Damit meint er nicht nur den Spielermarkt, sondern auch die Gehaltsfragen. „Noch nicht alle Spieler haben erkannt, dass das bisherige Niveau der Situation angepasst werden muss“, sagt von Behren eine allgemeine Absenkung der Bezüge voraus – jedenfalls bei allen neuen Verträgen.

Neue Arbeitspapiere muss er mit den meisten seiner Spieler aushandeln. Lediglich sieben Profis besitzen Verträge bis 2022 und sind damit als Kern des Kaders gesetzt. Darunter Kreisläufer Lucas Meister, der jedoch eine Ausstiegsklausel für das dritte GWD-Jahr besitzen soll, und Doruk Pehlivan, dessen Leihe vom polnische Klub Kielce vorzeitig beendet werden könnte. „Das ist theoretisch möglich, aber ich gehe nicht davon aus“, rechnet von Behren bei beiden Profis mit stabilen Verhältnissen.

Anders ist die Lage bei Juri Knorr, der sich derzeit von einer Corona-Erkrankung erholt und erst nächste Woche zum medizinischen Check zurückerwartet wird. Der 20-Jährige hat in seinem zweiten Jahr bei GWD zahlreiche Begehrlichkeiten geweckt. So sollen ihn die Rhein-Neckar Löwen als Nachfolger von Spielmacher Andy Schmid erwählt haben. „Es gibt Interesse an ihm“, bestätigt von Behren: „Es ist bei Juri sicher nicht nur eine finanzielle Frage. Er muss für sich klären: Was will ich? Bei uns weiß er, was er sportlich bekommt. Bei uns kann er weiter reifen. Am Ende liegt es bei ihm.“ Gleiches gilt für Gulliksen: „Natürlich würden wir Kevin gerne halten.“ Hier ist zumindest klar, dass in Max Staar der zweite Rechtsaußen noch ein Jahr bleibt.

Anders sieht es auf Linksaußen aus. Hier laufen die Verträge von Mats Korte und Joscha Ritterbach aus. Für Korte liegt ein fertiger Vertrag seit Wochen auf dem Tisch. Von Behren spielt auf Zeit und verweist auf die wirtschaftlichen Verwerfungen, macht aber deutlich: „Wir wollen Mats natürlich halten.“ Auf Linksaußen rückt zudem aus der A-Jugend der hochtalentierte Florian Kranzmann nach.

Eine Problemzone ist die Rückraummitte. Neben Knorr läuft auch der Vertrag mit dem Weißrussen Aliaksandr Padshyvalau läuft aus. Von Behren kündigt an: „Da brauchen wir eine stabile Lösung.“ Gleiches gilt im linken Rückraum, wo neben Pehlivan mehr Power gewünscht wird, als sie der abwehrstarke Kapitän Miljan Pusica derzeit bieten kann.

ZUM THEMA

Zehn Verträge laufen aus: Malte Semisch, Joscha Ritterbach, Justus Richtzenhain, Christoffer Rambo, Mats Korte, Aliaksandr Padshyvalau, Simon Strakeljahn, Juri Knorr, Miljan Pusica, Kevin Gulliksen.

Sieben Verträge laufen bis 2022: Carsten Lichtlein, Lucas Meister, Joschua Thiele, Doruk Pehlivan, Christian Zeitz, Max Staar, Christoph Reißky.

Neue Spieltermine für GWD und TuS

Zwei coronbedingt abgesagte Heimspiele von GWD Minden und des TuS N-Lübbecke sind neu angesetzt worden. So wird der Mindener Bundesligist die Partie gegen den Bergischen HC am Donnerstag, 11. Februar 2021, austragen. Der zunächst angedachte 6. Dezember als Ersatztermin ließ sich nicht realisieren. Das jüngst wegen Corona-Fällen bei den Gästen abgesagte Zweitliga Heimspiel der Lübbecker gegen den EHV Aue wird am Mittwoch, 16. Dezember, 18 Uhr, in der Merkur Arena ausgetragen.

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