Im Porträt: Olle Forsell-Schefvert kehrt an den alten Arbeitsplatz des Vaters zurück Stefan Rüter Minden. Olle Forsell-Schefvert kennt Minden. Gut sogar. Denn sein Vater Ulf Schefvert hat drei Jahre lang die Bundesliga-Handballer von GWD trainiert. Das ist mittlerweile mehr als sieben Jahre her. „Ich war in der Zeit zweimal bei ihm. Da war ich noch Teenager und durfte bei Anders Persson ein paar Bälle draufwerfen und hatte Spaß mit Aljoscha Schmidt“, erinnert sich der Spieler der HSG Wetzlar. Das ist lange her, damals spielte er selbst noch in Schweden. Den Sprung nach Deutschland wagte Forsell-Schefvert erst viel später – nämlich 2017. Vorher hatte er die Familientradition weitergelebt. Denn sowohl seine Eltern Britt und Ulf als auch seine beiden Brüder Erik und Anders spielten oder spielen in der höchsten schwedischen Handball-Liga. „Handball ist schon ein großes Thema für uns. Aber wir sprechen auch noch über andere Dinge“, sagt der HSG-Spieler lachend. Für ihn war es immer ein Traum, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Es folgte ein kleiner Kulturschock – handballerisch und gesellschaftlich. Denn in Schweden sind die Rückraumspieler oft etwas kleiner, leichter und technischer. „Hier in der Bundesliga wiegt jeder Rückraumspieler mindestens 95 Kilo. Alle sind viel stärker als in Schweden“, sagt der Halblinke. Forsell-Schefvert hat sich dran gewöhnt. Nur die geschlossenen Geschäfte am Sonntag irritieren ihn noch immer: „In Schweden hat auch sonntags alles geöffnet.“ Aber nicht alles, was aus Schweden kommt, gefällt Forsell-Schefvert automatisch. Ikea zum Beispiel ist nicht gerade sein liebster Ort, um shoppen zu gehen. „Für mich die Hölle auf Erden. Vor allem, wenn meine Freundin Astrid dabei ist, weil es dann ewig dauert. Zum Glück baut sie die Möbel bei uns zusammen“, erzählt der 27-Jährige. Er verbringt seine Freizeit lieber auf dem Golfplatz, spielt Gitarre oder trinkt mal ein Feierabend-Bier mit Freunden. Aber sein Job ist Handball. Und da hat er große Ziele. Das erste hat er allerdings in dieser Saison schon verpasst: „Ich wollte unbedingt gegen Flensburg gewinnen. Das war ein knappes Ding“, ärgert sich Olle Forsell-Schefvert über die 27:29-Niederlage vom vergangenen Sonntag. Mit Wetzlar will er auf einem einstelligen Tabellenplatz landen. Der Schwede ist hochmotiviert. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus und er würde sehr gerne in der Bundesliga bleiben und in prall gefüllten Hallen spielen. Die Zuschauer fehlen ihm natürlich. „Aber es war toll zu sehen, wie viel Stimmung selbst 800 Leute machen können.“ Heute hofft er auf ein erstes Erfolgserlebnis in der neuen Saison. Er weiß aus den vergangenen Jahren, dass die Spiele zwischen Wetzlar und Minden immer heiß umkämpft sind. Schefvert sagt dazu in seiner sympathischen Art: „Ich gebe einen typisch schwedischen Tipp ab: 25:25.“

Im Porträt: Olle Forsell-Schefvert kehrt an den alten Arbeitsplatz des Vaters zurück

GWD-Trainer Frank Carstens beschreibt Olle Forsell Schefvert als Handballer mit Übersicht. Foto: Strohdiek /Eibner © Eibner-Pressefoto/Jan Strohdiek

Minden. Olle Forsell-Schefvert kennt Minden. Gut sogar. Denn sein Vater Ulf Schefvert hat drei Jahre lang die Bundesliga-Handballer von GWD trainiert. Das ist mittlerweile mehr als sieben Jahre her. „Ich war in der Zeit zweimal bei ihm. Da war ich noch Teenager und durfte bei Anders Persson ein paar Bälle draufwerfen und hatte Spaß mit Aljoscha Schmidt“, erinnert sich der Spieler der HSG Wetzlar.

Das ist lange her, damals spielte er selbst noch in Schweden. Den Sprung nach Deutschland wagte Forsell-Schefvert erst viel später – nämlich 2017. Vorher hatte er die Familientradition weitergelebt. Denn sowohl seine Eltern Britt und Ulf als auch seine beiden Brüder Erik und Anders spielten oder spielen in der höchsten schwedischen Handball-Liga.

„Handball ist schon ein großes Thema für uns. Aber wir sprechen auch noch über andere Dinge“, sagt der HSG-Spieler lachend. Für ihn war es immer ein Traum, den Sprung in die Bundesliga zu schaffen. Es folgte ein kleiner Kulturschock – handballerisch und gesellschaftlich.

Denn in Schweden sind die Rückraumspieler oft etwas kleiner, leichter und technischer. „Hier in der Bundesliga wiegt jeder Rückraumspieler mindestens 95 Kilo. Alle sind viel stärker als in Schweden“, sagt der Halblinke. Forsell-Schefvert hat sich dran gewöhnt. Nur die geschlossenen Geschäfte am Sonntag irritieren ihn noch immer: „In Schweden hat auch sonntags alles geöffnet.“

Aber nicht alles, was aus Schweden kommt, gefällt Forsell-Schefvert automatisch. Ikea zum Beispiel ist nicht gerade sein liebster Ort, um shoppen zu gehen. „Für mich die Hölle auf Erden. Vor allem, wenn meine Freundin Astrid dabei ist, weil es dann ewig dauert. Zum Glück baut sie die Möbel bei uns zusammen“, erzählt der 27-Jährige. Er verbringt seine Freizeit lieber auf dem Golfplatz, spielt Gitarre oder trinkt mal ein Feierabend-Bier mit Freunden.

Aber sein Job ist Handball. Und da hat er große Ziele. Das erste hat er allerdings in dieser Saison schon verpasst: „Ich wollte unbedingt gegen Flensburg gewinnen. Das war ein knappes Ding“, ärgert sich Olle Forsell-Schefvert über die 27:29-Niederlage vom vergangenen Sonntag. Mit Wetzlar will er auf einem einstelligen Tabellenplatz landen.

Der Schwede ist hochmotiviert. Sein Vertrag läuft am Saisonende aus und er würde sehr gerne in der Bundesliga bleiben und in prall gefüllten Hallen spielen. Die Zuschauer fehlen ihm natürlich. „Aber es war toll zu sehen, wie viel Stimmung selbst 800 Leute machen können.“

Heute hofft er auf ein erstes Erfolgserlebnis in der neuen Saison. Er weiß aus den vergangenen Jahren, dass die Spiele zwischen Wetzlar und Minden immer heiß umkämpft sind. Schefvert sagt dazu in seiner sympathischen Art: „Ich gebe einen typisch schwedischen Tipp ab: 25:25.“

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