Heimspielpremiere als Testlauf mit Taktik-Tipps für den 8. Mann: GWD Minden empfängt die HSG Wetzlar Marcus Riechmann Minden. Alles neu? Daran ist man bei GWD Minden mittlerweile gewöhnt. Nach dem Kraftakt des Umzugs von Minden nach Lübbecke Anfang des Jahres stemmt man beim heimischen Handball-Bundesligisten nun die nächste umfangreiche Aufgabe. Das Team der Geschäftsstelle organisiert mit der Begegnung gegen die HSG Wetzlar am Mittwoch um 19 Uhr das erste Heimspiel unter Corona-Bedingungen. Die gerade eingespielten Abläufe für die Lübbecker Heimspiele werden in der besonderen Situation völlig über den Haufen geworfen. Zum einen ist das Hygiene-Konzept des Liga-Verbandes HBL umzusetzen, das die Handballer und den Stab der Teams komplett abschottet. Zum anderen wird erstmals das für die Lübbecker Kreissporthalle ausgearbeitete Maßnahmenpaket angewendet, damit die Zuschauer zurückkehren können. „Wir freuen uns darauf, endlich wieder vor Fans spielen zu können“, sagt Sportgeschäftsführer Frank von Behren. Das bedeutet viel Arbeit für die GWD-Mitarbeiter und eine ungewohnte Situation für die Besucher, die auf manches verzichten müssen, was sonst zum „Bundesliga-Erlebnis“ dazugehört. Es gilt: Tickets gibt es nur online, beim Einlass und in der Halle gelten umfangreiche Schutzvorschriften, die Theken bleiben geschlossen und lediglich auf den Sitzplätzen besteht keine Maskenpflicht. Alle Vorgaben hat GWD gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke als Hallenpartner zusammengefasst, die wichtigsten Leitlinien werden jedem Zuschauer als Abdruck auf den Klatschpappen beim Betreten der Halle in die Hand gegeben. „Auch wenn die Vorgaben auf den ersten Blick sehr komplex erscheinen, geben wir uns große Mühe, unseren Fans den Besuch der Spiele so angenehm wie möglich zu gestalten und dabei gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten. Vor allem aber sind wir froh, dass uns das Szenario von Geisterspielen erst einmal erspart bleibt und dass wir die Zuschauer schon am ersten Spieltag an unserer Seite haben werden“, sagt Anke Brinkmann als Ticketing-Verantwortliche bei den Grün-Weißen. 762 Fans dürfen am Mittwoch dabei sein, wenn GWD im zweiten Spiel der neuen Saison die HSG Wetzlar empfängt. Doch wie schon bei der Liga-Premiere am vergangenen Donnerstag werden wohl längst nicht alle Kapazitäten ausgeschöpft werden. Beim GWD-Gastspiel in Hannover waren in der 10.000 Zuschauer fassenden ZAG-Arena nur 1.200 Zuschauer live dabei. Und auch am Mittwoch in Lübbecke werden nicht nur die zwangsweise freizuhaltenden Sitzschalen unbesetzt bleiben. Die Fans sind offenbar vorsichtig. „Die Resonanz ist noch verhalten“, beschreibt Brinkmann die aktuellen Buchungszahlen vor allem auf der Vip-Südtribüne. Auf der anderen Tribünenseite waren gestern Mittag noch rund 100 Karten erhältlich. Für den freien Verkauf könne man die Sponsoren-Plätze nicht nutzen, da das bereits bei den Parkplätzen ansetzende Hygiene-Konzept derartige kurzfristige Änderungen nicht erlaube. Wichtige Fan-Infos nennt Brinkmann gemeinsam mit von Behren: frühzeitig anreisen, Personalausweis für die Einlasskontrolle sowie Mund-Nase-Schutz nicht vergessen. „Das ist für uns alle ein großer Test“, sagt Brinkmann über die Premiere. Die Handballprofis sind da einen Schritt weiter. Ihren Corona-Testlauf haben sie bereits in Hannover hinter sich gebracht. „Wir haben den Auftakt halbwegs hinbekommen, aber über das Ergebnis sind wir natürlich enttäuscht“, sagt GWD-Coach Frank Carstens über die 25:26-Niederlage, die besonders schmerze. „weil alle gemerkt haben, dass da mehr drin war.“ Am vergangenen Donnerstag hatte der Trainer, bewegt von der Rückkehr in den Liga-Betrieb nach fast sieben Monaten Pause, noch über manche Schwäche seines Teams hinweggesehen: „Es gab Unsicherheiten bei allen Beteiligten. Die Automatismen fehlen noch, aber nicht nur bei uns“, meinte der Coach im Rückblick auf den gesamten ersten Spieltag der Saison. Nun gibt Carstens eine neue Devise aus: „Jetzt wird es ernst“, sagt der Coach vor dem Wetzlar-Heimspiel: „Wir haben unsere Lehren aus den Spiel in Hannover gezogen. Wir sind optimistisch.“ Vor seinem Debüt im GWD-Trikot steht Christian Zeitz. Der für den langzeitverletzten Christoph Reißky nachverpflichtete Ex-Weltmeister steht seit Sonntag im Training. Gegen Wetzlar wird der Routinier erstmals zum Mindener Kader gehören.

Heimspielpremiere als Testlauf mit Taktik-Tipps für den 8. Mann: GWD Minden empfängt die HSG Wetzlar

Mit diesen Tipps informiert GWD auf den Klatschpappen die Fans über die aktuellen Maßnahmen rund um die Heimspiele. © Foto: pr

Minden. Alles neu? Daran ist man bei GWD Minden mittlerweile gewöhnt. Nach dem Kraftakt des Umzugs von Minden nach Lübbecke Anfang des Jahres stemmt man beim heimischen Handball-Bundesligisten nun die nächste umfangreiche Aufgabe. Das Team der Geschäftsstelle organisiert mit der Begegnung gegen die HSG Wetzlar am Mittwoch um 19 Uhr das erste Heimspiel unter Corona-Bedingungen.

Die gerade eingespielten Abläufe für die Lübbecker Heimspiele werden in der besonderen Situation völlig über den Haufen geworfen. Zum einen ist das Hygiene-Konzept des Liga-Verbandes HBL umzusetzen, das die Handballer und den Stab der Teams komplett abschottet. Zum anderen wird erstmals das für die Lübbecker Kreissporthalle ausgearbeitete Maßnahmenpaket angewendet, damit die Zuschauer zurückkehren können. „Wir freuen uns darauf, endlich wieder vor Fans spielen zu können“, sagt Sportgeschäftsführer Frank von Behren.

In Hannover absolvierte Juri Knorr mit GWD Minden das erste Saisonspiel vor nur teilweise besetzten Rängen. Auch zur Heimpremiere werden nicht alle 762 verfügbaren Plätze belegt sein. - © MT-Foto: Riechmann
In Hannover absolvierte Juri Knorr mit GWD Minden das erste Saisonspiel vor nur teilweise besetzten Rängen. Auch zur Heimpremiere werden nicht alle 762 verfügbaren Plätze belegt sein. - © MT-Foto: Riechmann

Das bedeutet viel Arbeit für die GWD-Mitarbeiter und eine ungewohnte Situation für die Besucher, die auf manches verzichten müssen, was sonst zum „Bundesliga-Erlebnis“ dazugehört. Es gilt: Tickets gibt es nur online, beim Einlass und in der Halle gelten umfangreiche Schutzvorschriften, die Theken bleiben geschlossen und lediglich auf den Sitzplätzen besteht keine Maskenpflicht. Alle Vorgaben hat GWD gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke als Hallenpartner zusammengefasst, die wichtigsten Leitlinien werden jedem Zuschauer als Abdruck auf den Klatschpappen beim Betreten der Halle in die Hand gegeben.

„Auch wenn die Vorgaben auf den ersten Blick sehr komplex erscheinen, geben wir uns große Mühe, unseren Fans den Besuch der Spiele so angenehm wie möglich zu gestalten und dabei gleichzeitig ein Höchstmaß an Sicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten. Vor allem aber sind wir froh, dass uns das Szenario von Geisterspielen erst einmal erspart bleibt und dass wir die Zuschauer schon am ersten Spieltag an unserer Seite haben werden“, sagt Anke Brinkmann als Ticketing-Verantwortliche bei den Grün-Weißen.

762 Fans dürfen am Mittwoch dabei sein, wenn GWD im zweiten Spiel der neuen Saison die HSG Wetzlar empfängt. Doch wie schon bei der Liga-Premiere am vergangenen Donnerstag werden wohl längst nicht alle Kapazitäten ausgeschöpft werden. Beim GWD-Gastspiel in Hannover waren in der 10.000 Zuschauer fassenden ZAG-Arena nur 1.200 Zuschauer live dabei. Und auch am Mittwoch in Lübbecke werden nicht nur die zwangsweise freizuhaltenden Sitzschalen unbesetzt bleiben. Die Fans sind offenbar vorsichtig. „Die Resonanz ist noch verhalten“, beschreibt Brinkmann die aktuellen Buchungszahlen vor allem auf der Vip-Südtribüne. Auf der anderen Tribünenseite waren gestern Mittag noch rund 100 Karten erhältlich. Für den freien Verkauf könne man die Sponsoren-Plätze nicht nutzen, da das bereits bei den Parkplätzen ansetzende Hygiene-Konzept derartige kurzfristige Änderungen nicht erlaube. Wichtige Fan-Infos nennt Brinkmann gemeinsam mit von Behren: frühzeitig anreisen, Personalausweis für die Einlasskontrolle sowie Mund-Nase-Schutz nicht vergessen.

„Das ist für uns alle ein großer Test“, sagt Brinkmann über die Premiere. Die Handballprofis sind da einen Schritt weiter. Ihren Corona-Testlauf haben sie bereits in Hannover hinter sich gebracht. „Wir haben den Auftakt halbwegs hinbekommen, aber über das Ergebnis sind wir natürlich enttäuscht“, sagt GWD-Coach Frank Carstens über die 25:26-Niederlage, die besonders schmerze. „weil alle gemerkt haben, dass da mehr drin war.“

Am vergangenen Donnerstag hatte der Trainer, bewegt von der Rückkehr in den Liga-Betrieb nach fast sieben Monaten Pause, noch über manche Schwäche seines Teams hinweggesehen: „Es gab Unsicherheiten bei allen Beteiligten. Die Automatismen fehlen noch, aber nicht nur bei uns“, meinte der Coach im Rückblick auf den gesamten ersten Spieltag der Saison. Nun gibt Carstens eine neue Devise aus: „Jetzt wird es ernst“, sagt der Coach vor dem Wetzlar-Heimspiel: „Wir haben unsere Lehren aus den Spiel in Hannover gezogen. Wir sind optimistisch.“

Vor seinem Debüt im GWD-Trikot steht Christian Zeitz. Der für den langzeitverletzten Christoph Reißky nachverpflichtete Ex-Weltmeister steht seit Sonntag im Training. Gegen Wetzlar wird der Routinier erstmals zum Mindener Kader gehören.

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