Getrübte Freude: Mindens erster Pflichtspielsieg, aber Darmoul fällt aus Astrid Plaßhenrich Ludwigshafen. Es liefen die letzten zehn Spielminuten als Amine Darmoul aus der Friedrich-Ebert-Halle getragen wird. Auf seinem Knöchel und dem unteren Schienbein lagen zwei blaue Kühlpads. So erlebte der Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten GWD Minden nicht mehr live mit, wie sein Team beim Zweitligisten Eulen Ludwigshafen mit 24:23 (12:9) gewann und in die dritte Runde des DHB-Pokals einzog. Der Tunesier befand sich zu dem Zeitpunkt zusammen mit GWD-Geschäftsführer Frank von Behren auf dem Weg ins Krankenhaus. „Verdacht auf Wadenbeinbruch“, meldete von Behren kurz nach Spielschluss. Die genaue Diagnose steht noch aus. Der Manager blieb mit Physiotherapeut Philipp Roessler für die Erstuntersuchungen in Ludwigshafen. In der Nacht sollte es aber bereits zurück nach Minden gehen. Wie sich Darmoul in der 48. Minute verletzte, konnte am späten Abend niemand sagen. „Es hat keiner gesehen“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens, „ich habe auch nur aus den Augenwinkel wahrgenommen, dass Amine vom Feld gehumpelt ist.“ Zu dem Zeitpunkt führten die Mindener 19:15. Ohne den Tunesier wurde es noch einmal spannend. Ludwigshafen verkürzte, nachdem GWD bereits 18:12 und 19:13 (43.) geführt hatte, nach einem Treffer von Jannik Hofmann auf 21:22 (57.). Doch Mindens Rechtsaußen Tomas Urban machte mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter zum 23:21 den Einzug in die dritte Runde endgültig klar. „Wir haben dem Druck standgehalten. Das war eine ganz starke Leistung“, zollte Carstens seiner Mannschaft Respekt. Überhaupt war der Mindener Trainer mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut verteidigt und machen nur drei technische Fehler.“ Bis zum 4:4 in der zwölften Minute hielt der Zweitligist aus Ludwigshafen munter mit. Ein Klassenunterschied war bis dahin nicht zu erkennen. Dann setzte Minden zu einem Zwischenspurt an und führte nach einem 4:0-Lauf mit 8:4 (17.). Fortan sorgte Nikola Jukic mit seinen Toren für die nötige Power aus dem Rückraum, Niclas Pieczkowski führte umsichtig Regie und Amine Darmoul setzte sich immer wieder im Eins-gegen-eins durch. Der flinke Tunesier konnte von der Ludwigshafener Abwehr nie gestoppt werden. Dazu war Torwart Carsten Lichtlein ein sicherer Rückhalt und zog der Eulen-Offensive mit seinen Paraden den Zahn. In der Abwehr konzentrierten sich die Mindener vor allem darauf, die Kreise von Ludwigshafens Rückraumshooter Hendrik Wagner einzuengen. Das gelang von Anfang an. Dem Torjäger gelang kein einziger Treffer. Dass noch einmal ein Bruch ins Mindener Spiel kam und es zu kippen drohte, hatte nach Carstens’ Ansicht mehrere Gründe: „Ludwigshafen hat uns mit dem siebten Feldspieler vor neue Aufgaben gestellt und sich mit den Fans im Rücken gegen die Niederlage in den Schlussminuten aufgebäumt.“ Die Mindener retteten den knappen Vorsprung mit ihrem beherzten Auftritt und letzter Kraft über die Ziellinie. Allein das zählt. Nach diesem Erfolgserlebnis kann das Bundesligaspiel gegen den TuS N-Lübbecke kommen. Auch wenn die Freude über den ersten Pflichtspielsieg in dieser Saison nach Darmouls Verletzung getrübt ist. Das Derby wird am Samstagabend (20.30 Uhr) wie geplant in der Kampa-Halle ausgetragen. Nach der kurzfristigen Schließung am vergangenen Freitag ist die Arena am Dienstagmittag (mal wieder) ans Netz gegangen.

Getrübte Freude: Mindens erster Pflichtspielsieg, aber Darmoul fällt aus

Trotz der Schmerzen blickt Amine Darmoul weiterhin auf das Spielfeld. GWD-Physiotherapeut Philipp Roessler (vorne) behandelt den Tunesier, dann geht es direkt ins Krankenhaus. © Eibner-Pressefoto / Michael Bermel

Ludwigshafen. Es liefen die letzten zehn Spielminuten als Amine Darmoul aus der Friedrich-Ebert-Halle getragen wird. Auf seinem Knöchel und dem unteren Schienbein lagen zwei blaue Kühlpads. So erlebte der Rückraumspieler des Handball-Bundesligisten GWD Minden nicht mehr live mit, wie sein Team beim Zweitligisten Eulen Ludwigshafen mit 24:23 (12:9) gewann und in die dritte Runde des DHB-Pokals einzog. Der Tunesier befand sich zu dem Zeitpunkt zusammen mit GWD-Geschäftsführer Frank von Behren auf dem Weg ins Krankenhaus.

„Verdacht auf Wadenbeinbruch“, meldete von Behren kurz nach Spielschluss. Die genaue Diagnose steht noch aus. Der Manager blieb mit Physiotherapeut Philipp Roessler für die Erstuntersuchungen in Ludwigshafen. In der Nacht sollte es aber bereits zurück nach Minden gehen. Wie sich Darmoul in der 48. Minute verletzte, konnte am späten Abend niemand sagen. „Es hat keiner gesehen“, sagte GWD-Trainer Frank Carstens, „ich habe auch nur aus den Augenwinkel wahrgenommen, dass Amine vom Feld gehumpelt ist.“ Zu dem Zeitpunkt führten die Mindener 19:15.

Ohne den Tunesier wurde es noch einmal spannend. Ludwigshafen verkürzte, nachdem GWD bereits 18:12 und 19:13 (43.) geführt hatte, nach einem Treffer von Jannik Hofmann auf 21:22 (57.). Doch Mindens Rechtsaußen Tomas Urban machte mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter zum 23:21 den Einzug in die dritte Runde endgültig klar. „Wir haben dem Druck standgehalten. Das war eine ganz starke Leistung“, zollte Carstens seiner Mannschaft Respekt. Überhaupt war der Mindener Trainer mit der Vorstellung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut verteidigt und machen nur drei technische Fehler.“

Bis zum 4:4 in der zwölften Minute hielt der Zweitligist aus Ludwigshafen munter mit. Ein Klassenunterschied war bis dahin nicht zu erkennen. Dann setzte Minden zu einem Zwischenspurt an und führte nach einem 4:0-Lauf mit 8:4 (17.). Fortan sorgte Nikola Jukic mit seinen Toren für die nötige Power aus dem Rückraum, Niclas Pieczkowski führte umsichtig Regie und Amine Darmoul setzte sich immer wieder im Eins-gegen-eins durch. Der flinke Tunesier konnte von der Ludwigshafener Abwehr nie gestoppt werden. Dazu war Torwart Carsten Lichtlein ein sicherer Rückhalt und zog der Eulen-Offensive mit seinen Paraden den Zahn. In der Abwehr konzentrierten sich die Mindener vor allem darauf, die Kreise von Ludwigshafens Rückraumshooter Hendrik Wagner einzuengen. Das gelang von Anfang an. Dem Torjäger gelang kein einziger Treffer.

Dass noch einmal ein Bruch ins Mindener Spiel kam und es zu kippen drohte, hatte nach Carstens’ Ansicht mehrere Gründe: „Ludwigshafen hat uns mit dem siebten Feldspieler vor neue Aufgaben gestellt und sich mit den Fans im Rücken gegen die Niederlage in den Schlussminuten aufgebäumt.“ Die Mindener retteten den knappen Vorsprung mit ihrem beherzten Auftritt und letzter Kraft über die Ziellinie. Allein das zählt.

Nach diesem Erfolgserlebnis kann das Bundesligaspiel gegen den TuS N-Lübbecke kommen. Auch wenn die Freude über den ersten Pflichtspielsieg in dieser Saison nach Darmouls Verletzung getrübt ist. Das Derby wird am Samstagabend (20.30 Uhr) wie geplant in der Kampa-Halle ausgetragen. Nach der kurzfristigen Schließung am vergangenen Freitag ist die Arena am Dienstagmittag (mal wieder) ans Netz gegangen.

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