Gemeinsame Sache: GWD Minden und der TuS N-Lübbecke machen mit bei Teamsport NRW Marcus Riechmann Minden/Lübbecke. Das gab es noch nie: Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball ziehen an einem Strang. Der Profis-Teamsport in NRW macht künftig gemeinsame Sache. Bereits 20 Spitzensportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen organisieren sich in der neu gegründeten Initiative „Teamsport NRW“. Mit dabei sind auch die heimischen Handball-Bundesligisten GWD Minden und TuS N-Lübbecke. „Wir wollen eine gemeinsame Stimme haben und uns neben dem Fußball bemerkbar machen“, erläutert GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche eine Idee der Interessengemeinschaft. Der Austausch unter den Klubs sei ein wichtiges Element. „Kurzarbeit, Soforthilfe, Hygieneregeln und vieles mehr. Uns verbinden ähnliche Probleme. Es ist hilfreich, wenn man erfährt, wie die Dinge in anderen Sportarten gesehen werden“, sagt der GWD-Manager. Zweiter wichtiger Punkt: „Wir wollen ein Sprachrohr bilden, um unsere Interessen in Richtung Landespolitik und in die Verbände zu vertreten.“ Die Gemeinschaft „Teamsport NRW“ sei ein zweites Standbein neben dem Verband der Handball-Bundesliga HBL. „Wir werden davon profitieren“, sagt GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren, der mit Kalusche bereits einige digitale Konferenzen begleitet hat: „Die Idee zu einem solchen Zusammenschluss lag eigentlich auf der Hand. Es ist eine Chance für uns alle, unsere Situation in der Corona-Krise deutlich zu machen.“ Große Unsicherheiten begleiten die Profi-Klubs in der Corona-Zeit auf dem Weg in den Wiedereinstieg in den Trainings- und Spielbetriebsmodus. Dabei sehen sich alle Vereine sportartübergreifend mit vergleichbaren organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Das Bündnis soll Solidarität und Synergien in der Corona-Situation schaffen und eine „neue Stimme des Spitzen- und Profisports“ werden. Initiator Björn Barthel, Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TSV Bayer Dormagen, sagt: „Uns verbindet die ernste Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer Vereine und deren wirtschaftlicher Träger, denen der Virus die Geschäftsgrundlage entzieht. Anders als beim Fußball sind für uns die Ticketerlöse unverzichtbar. Geisterspiele stellen für uns keine Lösung dar. Diesen existenziell wichtigen Unterschied wollen wir deutlicher machen.“ Barthel beschreibt die Profiklubs als „Leuchttürme“ und die darin organisierten Athleten als „Vorbilder für den gesamten Sport, insbesondere für den Nachwuchs. Diese Vorbildfunktion ist gerade jetzt gefragt.“ Diese Rolle hebt auch Torsten Appel, Geschäftsführer des Zweitligisten TuS N-Lübbecke, hervor: „Der Bundesligahandball hat für den Kreis Minden-Lübbecke eine große Bedeutung. Der Profisport schafft es, Menschen unterschiedlicher Herkunft für sich zu begeistern.“ Appel betont die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns: „Die aktuelle Krise stellt die NRW-Profi-Vereine vor größte Herausforderungen. Diese können alleine nur schwer bewältigt werden.“ Teamsport NRW Derzeit sind 20 namhafte Spitzen- und Profiteamsport-Vereine aus ganz NRW in der Interessensgemeinschaft „Teamsport NRW“ vertreten: ASV Hamm-Westfalen (Handball), Bayer Giants Leverkusen (Basketball), Bergischer HC (Handball), Düsseldorfer EG (Eishockey), HSG Blomberg-Lippe (Handball), Iserlohn Roosters (Eishockey), Kölner Haie (Eishockey), Ladies in Black Aachen (Volleyball), Uni Baskets Paderborn (Basketball), Phönix Hagen (Basketball), TBV Lemgo-Lippe (Handball), Telekom Baskets Bonn (Basketball), TSV GWD Minden (Handball), TSV Bayer Dormagen (Handball).

Gemeinsame Sache: GWD Minden und der TuS N-Lübbecke machen mit bei Teamsport NRW

Jubel bei Trainer Frank Carstens (vorn) und Mitstreitern nach dem Sieg von GWD Minden gegen Berlin. Um die Zukunft zu sichern, macht der Handball-Bundesligist mit bei der Initiative Teamsport NRW. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden/Lübbecke. Das gab es noch nie: Handball, Eishockey, Basketball und Volleyball ziehen an einem Strang. Der Profis-Teamsport in NRW macht künftig gemeinsame Sache. Bereits 20 Spitzensportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen organisieren sich in der neu gegründeten Initiative „Teamsport NRW“. Mit dabei sind auch die heimischen Handball-Bundesligisten GWD Minden und TuS N-Lübbecke.

„Wir wollen eine gemeinsame Stimme haben und uns neben dem Fußball bemerkbar machen“, erläutert GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche eine Idee der Interessengemeinschaft. Der Austausch unter den Klubs sei ein wichtiges Element. „Kurzarbeit, Soforthilfe, Hygieneregeln und vieles mehr. Uns verbinden ähnliche Probleme. Es ist hilfreich, wenn man erfährt, wie die Dinge in anderen Sportarten gesehen werden“, sagt der GWD-Manager. Zweiter wichtiger Punkt: „Wir wollen ein Sprachrohr bilden, um unsere Interessen in Richtung Landespolitik und in die Verbände zu vertreten.“ Die Gemeinschaft „Teamsport NRW“ sei ein zweites Standbein neben dem Verband der Handball-Bundesliga HBL.

„Wir werden davon profitieren“, sagt GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren, der mit Kalusche bereits einige digitale Konferenzen begleitet hat: „Die Idee zu einem solchen Zusammenschluss lag eigentlich auf der Hand. Es ist eine Chance für uns alle, unsere Situation in der Corona-Krise deutlich zu machen.“

Große Unsicherheiten begleiten die Profi-Klubs in der Corona-Zeit auf dem Weg in den Wiedereinstieg in den Trainings- und Spielbetriebsmodus. Dabei sehen sich alle Vereine sportartübergreifend mit vergleichbaren organisatorischen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Das Bündnis soll Solidarität und Synergien in der Corona-Situation schaffen und eine „neue Stimme des Spitzen- und Profisports“ werden.

Initiator Björn Barthel, Geschäftsführer des Handball-Bundesligisten TSV Bayer Dormagen, sagt: „Uns verbindet die ernste Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer Vereine und deren wirtschaftlicher Träger, denen der Virus die Geschäftsgrundlage entzieht. Anders als beim Fußball sind für uns die Ticketerlöse unverzichtbar. Geisterspiele stellen für uns keine Lösung dar. Diesen existenziell wichtigen Unterschied wollen wir deutlicher machen.“ Barthel beschreibt die Profiklubs als „Leuchttürme“ und die darin organisierten Athleten als „Vorbilder für den gesamten Sport, insbesondere für den Nachwuchs. Diese Vorbildfunktion ist gerade jetzt gefragt.“

Diese Rolle hebt auch Torsten Appel, Geschäftsführer des Zweitligisten TuS N-Lübbecke, hervor: „Der Bundesligahandball hat für den Kreis Minden-Lübbecke eine große Bedeutung. Der Profisport schafft es, Menschen unterschiedlicher Herkunft für sich zu begeistern.“ Appel betont die Notwendigkeit gemeinsamen Handelns: „Die aktuelle Krise stellt die NRW-Profi-Vereine vor größte Herausforderungen. Diese können alleine nur schwer bewältigt werden.“

Teamsport NRW

Derzeit sind 20 namhafte Spitzen- und Profiteamsport-Vereine aus ganz NRW in der Interessensgemeinschaft „Teamsport NRW“ vertreten: ASV Hamm-Westfalen (Handball), Bayer Giants Leverkusen (Basketball), Bergischer HC (Handball), Düsseldorfer EG (Eishockey), HSG Blomberg-Lippe (Handball), Iserlohn Roosters (Eishockey), Kölner Haie (Eishockey), Ladies in Black Aachen (Volleyball), Uni Baskets Paderborn (Basketball), Phönix Hagen (Basketball), TBV Lemgo-Lippe (Handball), Telekom Baskets Bonn (Basketball), TSV GWD Minden (Handball), TSV Bayer Dormagen (Handball).

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Weiterlesen in GWD Minden