GWD kämpft sich zum Sieg - verliert aber Darmoul Astrid Plaßhenrich Ludwigshafen. GWD Minden kann es noch: Der Handball-Bundesligist gewann in der zweiten Runde des DHB-Pokals beim Zweitligisten Eulen Ludwigshafen mit 24:23 (12:9). Da ist es also, das lang ersehnte Erfolgserlebnis. Aber es war ein hartes Stück Arbeit und ein teuer erkaufter Sieg. In der 48. Minute verletzte sich Amine Darmoul schwer und wurde auf einer Liege aus der Friedrich-Ebert-Halle getragen. Für den Tunesier ging es zusammen mit GWD-Geschäftsführer Frank von Behren direkt ins Krankenhaus. In den ersten zwölf Minuten war ein Klassenunterschied nicht zu erkennen. Den Mindenern war die Verunsicherung nach den fünf verlorenen Meisterschaftsspielen zum Saisonauftakt anzumerken. Die Eulen waren nach ihrem Abstieg in die 2. Liga in den ersten vier Partien mit nur einem Sieg ebenfalls unter den Erwartungen geblieben, hielten in der Anfangsphase aber munter mit. Bereits nach 60 Sekunden entschied das Schiedsrichtergespann Suresh und Ramesh Thiyagarajah (Gummersbach) auf Siebenmeter für die Mindener. Tomas Urban, der bei der 25:34-Niederlage beim THW Kiel sogar zwei Strafwürfe neben das Tor gesetzt hatte, verwandelte sicher zum 1:0. GWD blieb danach zwar immer in Führung, musste sich aber zunächst jedes Tor hart erarbeiten - nichts lief von alleine. In der Abwehr konzentrierten sich die Mindener vor allem darauf, die Kreise von Ludwigshafens Rückraumshooter Hendrik Wagner einzuengen. Das gelang von Anfang an. Und auch im Angriff führten zum gewünschten Erfolg: Nach einem 4:0-Lauf setzte sich Minden von einem 4:4 auf 8:4 ab (17.). Nikola Jukic sorgte mit seinen Toren für die nötige Power aus dem Rückraum, Niclas Pieczkowski führte umsichtig Regie, Amine Darmoul setzte sich immer wieder im Eins-gegen-eins durch und Torwart Carsten Lichtlein war ein sicherer Rückhalt. Er zog der Eulen-Offensive mit seinen Paraden den Zahn. "Zudem haben wir in der ersten Halbzeit eine sehr starke Abwehrleistung gezeigt", sagte GWD-Trainer Frank Carstens. GWD baute in der 43. Minute seine Führung auf sechs Tore aus (18:12 und 19:13). Trotzdem schafften es die Mindener nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Im Gegenteil - und so wurde es noch einmal richtig spannend. Die Eulen kämpften sich auf 17:19 heran (49.). Zudem verletzte sich in dieser Phase Darmoul schwer. Der Tunesier wurde von GWD-Physiotherapeut Philipp Roessler und Ludwigshafens Mannschaftsarzt betreut und musste aus der Halle getragen werden. "Verdacht auf Wadenbeinbruch", meldete Frank von Behren aus dem Krankenhaus. Darmouls Ausfall brachte einen zusätzlichen Bruch ins Mindener Spiel. Die Eulen verkürzten nach einem Treffer von Jannik Hofmann auf 21:22 (57.). Doch Urban machte mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter zum 21:23 dann den Einzug in die dritte Runde klar (58.). Florian Kranzmann traf neun Sekunden vor Schluss zum 22:24.. Nach diesem Erfolgserlebnis kann das Bundesligaderby gegen den TuS N-Lübbecke kommen. Das wird am Samstagabend (20.30 Uhr) wie geplant in der Kampa-Halle ausgetragen. Nach der kurzfristigen Schließung am Freitag ist die Arena am Dienstagnachmittag (mal wieder) ans Netz gegangen.

GWD kämpft sich zum Sieg - verliert aber Darmoul

Mindens Amine Darmoul machte bis zu seiner Verletzung ein starkes Spiel in Ludwigshafen. © Michael Bermel

Ludwigshafen. GWD Minden kann es noch: Der Handball-Bundesligist gewann in der zweiten Runde des DHB-Pokals beim Zweitligisten Eulen Ludwigshafen mit 24:23 (12:9). Da ist es also, das lang ersehnte Erfolgserlebnis. Aber es war ein hartes Stück Arbeit und ein teuer erkaufter Sieg. In der 48. Minute verletzte sich Amine Darmoul schwer und wurde auf einer Liege aus der Friedrich-Ebert-Halle getragen. Für den Tunesier ging es zusammen mit GWD-Geschäftsführer Frank von Behren direkt ins Krankenhaus.

In den ersten zwölf Minuten war ein Klassenunterschied nicht zu erkennen. Den Mindenern war die Verunsicherung nach den fünf verlorenen Meisterschaftsspielen zum Saisonauftakt anzumerken. Die Eulen waren nach ihrem Abstieg in die 2. Liga in den ersten vier Partien mit nur einem Sieg ebenfalls unter den Erwartungen geblieben, hielten in der Anfangsphase aber munter mit.

Bereits nach 60 Sekunden entschied das Schiedsrichtergespann Suresh und Ramesh Thiyagarajah (Gummersbach) auf Siebenmeter für die Mindener. Tomas Urban, der bei der 25:34-Niederlage beim THW Kiel sogar zwei Strafwürfe neben das Tor gesetzt hatte, verwandelte sicher zum 1:0. GWD blieb danach zwar immer in Führung, musste sich aber zunächst jedes Tor hart erarbeiten - nichts lief von alleine. In der Abwehr konzentrierten sich die Mindener vor allem darauf, die Kreise von Ludwigshafens Rückraumshooter Hendrik Wagner einzuengen. Das gelang von Anfang an.

Und auch im Angriff führten zum gewünschten Erfolg: Nach einem 4:0-Lauf setzte sich Minden von einem 4:4 auf 8:4 ab (17.). Nikola Jukic sorgte mit seinen Toren für die nötige Power aus dem Rückraum, Niclas Pieczkowski führte umsichtig Regie, Amine Darmoul setzte sich immer wieder im Eins-gegen-eins durch und Torwart Carsten Lichtlein war ein sicherer Rückhalt. Er zog der Eulen-Offensive mit seinen Paraden den Zahn. "Zudem haben wir in der ersten Halbzeit eine sehr starke Abwehrleistung gezeigt", sagte GWD-Trainer Frank Carstens.

GWD baute in der 43. Minute seine Führung auf sechs Tore aus (18:12 und 19:13). Trotzdem schafften es die Mindener nicht, Ruhe ins Spiel zu bringen. Im Gegenteil - und so wurde es noch einmal richtig spannend. Die Eulen kämpften sich auf 17:19 heran (49.). Zudem verletzte sich in dieser Phase Darmoul schwer. Der Tunesier wurde von GWD-Physiotherapeut Philipp Roessler und Ludwigshafens Mannschaftsarzt betreut und musste aus der Halle getragen werden. "Verdacht auf Wadenbeinbruch", meldete Frank von Behren aus dem Krankenhaus.

Darmouls Ausfall brachte einen zusätzlichen Bruch ins Mindener Spiel. Die Eulen verkürzten nach einem Treffer von Jannik Hofmann auf 21:22 (57.). Doch Urban machte mit seinem zweiten verwandelten Siebenmeter zum 21:23 dann den Einzug in die dritte Runde klar (58.). Florian Kranzmann traf neun Sekunden vor Schluss zum 22:24..

Nach diesem Erfolgserlebnis kann das Bundesligaderby gegen den TuS N-Lübbecke kommen. Das wird am Samstagabend (20.30 Uhr) wie geplant in der Kampa-Halle ausgetragen. Nach der kurzfristigen Schließung am Freitag ist die Arena am Dienstagnachmittag (mal wieder) ans Netz gegangen.

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