GWD in Wilhelmshaven: Die Abwehr steht, der Angriff schwächelt Sebastian Külbel Wilhelmshaven/Minden. Die eine Prüfung haben GWD Mindens Bundesliga-Handballer bestanden, die nächste türmt sich aber schon vor ihnen auf. Denn obwohl die Profis das Hauptthema Abwehr am Wochenende abhakten, legten die zwei Niederlagen beim Vorbereitungsturnier in Wilhelmshaven das zentrale Defizit vor dem Saisonstart in vier Wochen offen. „Wir haben extreme Probleme in der Ordnung des Angriffs“, sagte Trainer Frank Carstens nach dem 22:24 (8:8) im Spiel um Platz vier gegen Ausrichter Wilhelmshavener HV. Denn die Mindener Offensivmittel reichten am Sonntag auch gegen einen motivierten Zweitligisten nicht aus. „Wir leiden gerade sehr, uns fehlen die Struktur und auch die Konsequenz“, bemängelte Carstens. Das zeigte sich gestern vor allem in der ersten Halbzeit, als seine Mannschaft dank einer starken Abwehr bis zur 20. Minute nur zwei Gegentore kassierte, daraus aber viel zu wenig machte. Das lag auch am starken WHV-Torwart Jens Vortmann, dessen Team mit der Pausensirene kurios zum Ausgleich kam: „Da schießen sie den Ball aus der eigenen Hälfte Carsten Lichtlein um die Füße“, haderte dessen Coach: „Das was symbolhaft.“ Am Torwart lag es jedoch nicht, dass GWD auch danach nicht ins Spiel fand. „Wir müssen einfach reifer in unserer Spielanlage und Spielführung werden“, sagte Carstens. Das ist zum einen ein klarer Appell an die Spielmacher Juri Knorr, Aliaksandr Padshyvalau und Simon Strakeljahn. Zum anderen sieht der Coach das auch als Auftrag an sich selbst: „Wir haben in den nächsten Wochen viel Arbeit vor uns. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.“ Bereits am Samstag hatten die Mindener große Schwächen im Angriff gezeigt, die Gegner TBV Lemgo Lippe beim 33:27 (13:14)-Sieg gnadenlos ausnutzte: 17 technische Fehler von GWD nutzte der Bundesliga-Kontrahent zu insgesamt 15 Kontern. „So etwas ist dann schwer aufzuholen“, meinte Carstens. Dessen Team hatte nach schwachem Beginn ins Spiel gefunden und in der zweiten Halbzeit schon 21:17 geführt. Vier Fehler in Folge leiteten dann aber die Wende ein. „Wir hatten vorne einfach keine gute Qualität“, sagte Carstens am Samstagabend. Tags darauf wurde es nicht besser. GWD Minden - TBV Lemgo Lippe 27:33 (14:13). GWD Minden: Semisch (1. - 30.), Lichtlein (ab 30.) - Rambo 6/2, Knorr 5, Meister 5, Staar 4, Pusica 2, Ritterbach 2, Thiele 2, Pelivan 1, Padshyvalau. Wilhelmshavener HV - GWD Minden 24:22 (8:8). GWD Minden: Lichtlein (1. - 30., 45. - 60.), Semisch (31. - 44.) - Gulliksen 5, Korte 5/3, Meister 4, Knorr 3, Rambo 3, Strakeljahn 1, Thiele 1, Padsyhvalau, Pusica.

GWD in Wilhelmshaven: Die Abwehr steht, der Angriff schwächelt

Wilhelmshaven/Minden. Die eine Prüfung haben GWD Mindens Bundesliga-Handballer bestanden, die nächste türmt sich aber schon vor ihnen auf. Denn obwohl die Profis das Hauptthema Abwehr am Wochenende abhakten, legten die zwei Niederlagen beim Vorbereitungsturnier in Wilhelmshaven das zentrale Defizit vor dem Saisonstart in vier Wochen offen.

Christoffer Rambo bleibt mit seinem Wurf im Lemgoer Block hängen. - © Foto: Klaus Freede
Christoffer Rambo bleibt mit seinem Wurf im Lemgoer Block hängen. - © Foto: Klaus Freede

„Wir haben extreme Probleme in der Ordnung des Angriffs“, sagte Trainer Frank Carstens nach dem 22:24 (8:8) im Spiel um Platz vier gegen Ausrichter Wilhelmshavener HV. Denn die Mindener Offensivmittel reichten am Sonntag auch gegen einen motivierten Zweitligisten nicht aus.

„Wir leiden gerade sehr, uns fehlen die Struktur und auch die Konsequenz“, bemängelte Carstens. Das zeigte sich gestern vor allem in der ersten Halbzeit, als seine Mannschaft dank einer starken Abwehr bis zur 20. Minute nur zwei Gegentore kassierte, daraus aber viel zu wenig machte.

Das lag auch am starken WHV-Torwart Jens Vortmann, dessen Team mit der Pausensirene kurios zum Ausgleich kam: „Da schießen sie den Ball aus der eigenen Hälfte Carsten Lichtlein um die Füße“, haderte dessen Coach: „Das was symbolhaft.“ Am Torwart lag es jedoch nicht, dass GWD auch danach nicht ins Spiel fand. „Wir müssen einfach reifer in unserer Spielanlage und Spielführung werden“, sagte Carstens.

Das ist zum einen ein klarer Appell an die Spielmacher Juri Knorr, Aliaksandr Padshyvalau und Simon Strakeljahn. Zum anderen sieht der Coach das auch als Auftrag an sich selbst: „Wir haben in den nächsten Wochen viel Arbeit vor uns. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen.“

Bereits am Samstag hatten die Mindener große Schwächen im Angriff gezeigt, die Gegner TBV Lemgo Lippe beim 33:27 (13:14)-Sieg gnadenlos ausnutzte: 17 technische Fehler von GWD nutzte der Bundesliga-Kontrahent zu insgesamt 15 Kontern. „So etwas ist dann schwer aufzuholen“, meinte Carstens. Dessen Team hatte nach schwachem Beginn ins Spiel gefunden und in der zweiten Halbzeit schon 21:17 geführt. Vier Fehler in Folge leiteten dann aber die Wende ein. „Wir hatten vorne einfach keine gute Qualität“, sagte Carstens am Samstagabend. Tags darauf wurde es nicht besser.

GWD Minden - TBV Lemgo Lippe 27:33 (14:13).

GWD Minden: Semisch (1. - 30.), Lichtlein (ab 30.) - Rambo 6/2, Knorr 5, Meister 5, Staar 4, Pusica 2, Ritterbach 2, Thiele 2, Pelivan 1, Padshyvalau.

Wilhelmshavener HV - GWD Minden 24:22 (8:8).

GWD Minden: Lichtlein (1. - 30., 45. - 60.), Semisch (31. - 44.) - Gulliksen 5, Korte 5/3, Meister 4, Knorr 3, Rambo 3, Strakeljahn 1, Thiele 1, Padsyhvalau, Pusica.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in GWD Minden