GWD geht beim 25:35 gegen Magdeburg nach der Pause unter Sebastian Külbel Lübbecke. Bis zur Pause war es ein genauso ausgeglichenes wie intensives Duell, am Ende stand GWD Minden beim 25:35 (15:16) im Heimspiel gegen den SC Magdeburg als bedröppelter Verlierer da. Eine Schwächephase in der zweiten Halbzeit brachte die Gäste entscheidend in Führung, danach gaben sich die Hausherren förmlich auf und ermöglichten dem Gegner den Kantersieg. Mit diesem Ausgang hätte nach der ersten Halbzeit keiner gerechnet. Doch GWD scheiterte wie schon bei der knappen Niederlage beim Bergischen HC an seiner Wurfschwäche. "Wir nehmen zu viele schlechte Abschlussmöglichkeiten", sagte Rechtsaußenspieler Kevin Gulliksen kurz nach dem Spiel im TV-Interview. Auch deshalb wurde SCM-Torwart Tobias Thulin nach der Pause mit 14 Paraden zum entscheidenden Mann, der das gefürchtete Tempospiel seiner Mannschaft ins Rollen brachte. "Da waren sie heute einfach viel besser", räumte Gulliksen ein. GWD-Trainer Frank Carstens sah dagegen nicht nur die Defizite im Angriff: "Das Problem war, dass wir uns in der entscheidenden Phase vorne und hinten eine Auszeit nehmen. Das war zu viel." So machte sich GWD die gute erste Halbzeit kaputt. Denn die Gastgeber bissen sich zunächst förmlich in das Duell mit dem favorisierten Tabellenvierten. Der erwischte den besseren Start und führte 4:2 (5.), weil er wie erwartet seine Abschlüsse effizient nutzte. Auf der Gegenseite tat sich Minden im Angriff wieder einmal schwer, einige Aktionen verpufften. "Das war vor der Pause aber noch kein großes Problem", meinte Carstens. Seine Mannschaft überzeugte allerdings eher mit ihrer kämpferischen Leistung. GWD kam auch nach Rückständen immer wieder heran und ließ den Gegner nicht davon ziehen. Beim 10:9 hatte Kevin Gulliksen die Grün-Weißen sogar bei einem Gegenstoß erstmals in Führung geworfen (19.). Magdeburg antwortete im Stile eines Spitzenteams mit einem Kempa-Anspiel von Tim Hornke quer durch den Kreis zu Lukas Mertens, der zum 10:10 ausglich. Trotzdem lobte Carstens sein Team in der folgenden Auszeit zurecht: "Ihr habt euch super reingefightet, jetzt schmeißt euch hinten in die Zweikämpfe!" Der Coach stand gegen seinen Ex-Klub gehörig unter Strom, haderte schon früh mit den Schiedsrichter-Entscheidungen und sah in der 21. Minute die Gelbe Karte wegen Meckerns. Seine Mannen folgten seinen Anweisungen und machte dem Gegner im Positionsspiel mit einer starken Abwehrleistung das Leben schwer. Dennoch entglitt ihnen kurzzeitig das Spiel und sie lagen 11:14 zurück (24.) - erneut hatte der SCM die Mindener Nachlässigkeiten im Angriff gnadenlos bestraft. Mit drei Toren von Juri Knorr, Meister und Mats Korte kam GWD beim 15:15 aber wieder zum Ausgleich, Michael Damgaard (29.) bescherte den Gästen die knappe Pausenführung. Diese glich GWD beim 17:17 von Kevin Gulliksen das letzte Mal aus (33.) - danach gewannen die Magdeburger immer mehr die Oberhand. Bis zum 19:20 blieben die Mindener dran, dann gelang ihnen sieben Minuten kein Tor mehr und der Gegner zog auf 19:24 davon. Das war schon die Vorentscheidung. Die GWD-Angriffe endeten regelmäßig in Fehlwürfen von allen Positionen, auch beste Chancen blieben bei Torwart Tobias Thulin hängen oder flogen an dessen Tor vorbei. Der schwedische Keeper war mit 47 Prozent gehaltener Bälle und 14 Paraden nach der Pause ein entscheidender Faktor und Basis für das gefürchtete Magdeburger Tempospiel. "Lauft schneller zurück!", brüllte Coach Carstens seine Spieler in einer Auszeit beim Stand von 19:22 an, doch der Weckruf kam schon da zu spät. Zwar kaufte auch GWD-Keeper Malte Semisch den SCM-Schützen einige Würfe ab, insgesamt jedoch machten sie deutlich mehr aus ihren Angriffen gegen eine im Vergleich zur ersten Hälfte deutlich nachlassende Mindener Abwehr. In der Schlussphase verkrampften die Gastgeber zusehends, so dass der Gegner immer weiter davon zog. Beim 21:26 (46.) schien zumindest noch ein achtbares Ergebnis möglich, zehn Minuten später stand es 23:33 und Magdeburg strebte einem Kantersieg entgegen. Der fiel nach desaströsen 20 Minuten der Mindener im zweiten Durchgang dann auch in dieser Höhe verdient aus. Den kleinen versöhnlichen Schlusspunkt setzte immerhin Nachwuchsspieler Paul Holzhacker, der in der Schlussphase für Kevin Gulliksen aufs Feld durfte und acht Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter zum 25:35-Endstand verwandelte.

GWD geht beim 25:35 gegen Magdeburg nach der Pause unter

GWD Mindens Kevin Gulliksen (links) bei einem seiner Würfe gegen Magdeburgs Torwart Tobias Thulin. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Lübbecke. Bis zur Pause war es ein genauso ausgeglichenes wie intensives Duell, am Ende stand GWD Minden beim 25:35 (15:16) im Heimspiel gegen den SC Magdeburg als bedröppelter Verlierer da. Eine Schwächephase in der zweiten Halbzeit brachte die Gäste entscheidend in Führung, danach gaben sich die Hausherren förmlich auf und ermöglichten dem Gegner den Kantersieg.

Mit diesem Ausgang hätte nach der ersten Halbzeit keiner gerechnet. Doch GWD scheiterte wie schon bei der knappen Niederlage beim Bergischen HC an seiner Wurfschwäche. "Wir nehmen zu viele schlechte Abschlussmöglichkeiten", sagte Rechtsaußenspieler Kevin Gulliksen kurz nach dem Spiel im TV-Interview. Auch deshalb wurde SCM-Torwart Tobias Thulin nach der Pause mit 14 Paraden zum entscheidenden Mann, der das gefürchtete Tempospiel seiner Mannschaft ins Rollen brachte. "Da waren sie heute einfach viel besser", räumte Gulliksen ein. GWD-Trainer Frank Carstens sah dagegen nicht nur die Defizite im Angriff: "Das Problem war, dass wir uns in der entscheidenden Phase vorne und hinten eine Auszeit nehmen. Das war zu viel."

So machte sich GWD die gute erste Halbzeit kaputt. Denn die Gastgeber bissen sich zunächst förmlich in das Duell mit dem favorisierten Tabellenvierten. Der erwischte den besseren Start und führte 4:2 (5.), weil er wie erwartet seine Abschlüsse effizient nutzte. Auf der Gegenseite tat sich Minden im Angriff wieder einmal schwer, einige Aktionen verpufften. "Das war vor der Pause aber noch kein großes Problem", meinte Carstens. Seine Mannschaft überzeugte allerdings eher mit ihrer kämpferischen Leistung. GWD kam auch nach Rückständen immer wieder heran und ließ den Gegner nicht davon ziehen. Beim 10:9 hatte Kevin Gulliksen die Grün-Weißen sogar bei einem Gegenstoß erstmals in Führung geworfen (19.). Magdeburg antwortete im Stile eines Spitzenteams mit einem Kempa-Anspiel von Tim Hornke quer durch den Kreis zu Lukas Mertens, der zum 10:10 ausglich.

Trotzdem lobte Carstens sein Team in der folgenden Auszeit zurecht: "Ihr habt euch super reingefightet, jetzt schmeißt euch hinten in die Zweikämpfe!" Der Coach stand gegen seinen Ex-Klub gehörig unter Strom, haderte schon früh mit den Schiedsrichter-Entscheidungen und sah in der 21. Minute die Gelbe Karte wegen Meckerns. Seine Mannen folgten seinen Anweisungen und machte dem Gegner im Positionsspiel mit einer starken Abwehrleistung das Leben schwer. Dennoch entglitt ihnen kurzzeitig das Spiel und sie lagen 11:14 zurück (24.) - erneut hatte der SCM die Mindener Nachlässigkeiten im Angriff gnadenlos bestraft. Mit drei Toren von Juri Knorr, Meister und Mats Korte kam GWD beim 15:15 aber wieder zum Ausgleich, Michael Damgaard (29.) bescherte den Gästen die knappe Pausenführung.

Diese glich GWD beim 17:17 von Kevin Gulliksen das letzte Mal aus (33.) - danach gewannen die Magdeburger immer mehr die Oberhand. Bis zum 19:20 blieben die Mindener dran, dann gelang ihnen sieben Minuten kein Tor mehr und der Gegner zog auf 19:24 davon. Das war schon die Vorentscheidung. Die GWD-Angriffe endeten regelmäßig in Fehlwürfen von allen Positionen, auch beste Chancen blieben bei Torwart Tobias Thulin hängen oder flogen an dessen Tor vorbei. Der schwedische Keeper war mit 47 Prozent gehaltener Bälle und 14 Paraden nach der Pause ein entscheidender Faktor und Basis für das gefürchtete Magdeburger Tempospiel. "Lauft schneller zurück!", brüllte Coach Carstens seine Spieler in einer Auszeit beim Stand von 19:22 an, doch der Weckruf kam schon da zu spät. Zwar kaufte auch GWD-Keeper Malte Semisch den SCM-Schützen einige Würfe ab, insgesamt jedoch machten sie deutlich mehr aus ihren Angriffen gegen eine im Vergleich zur ersten Hälfte deutlich nachlassende Mindener Abwehr.

In der Schlussphase verkrampften die Gastgeber zusehends, so dass der Gegner immer weiter davon zog. Beim 21:26 (46.) schien zumindest noch ein achtbares Ergebnis möglich, zehn Minuten später stand es 23:33 und Magdeburg strebte einem Kantersieg entgegen. Der fiel nach desaströsen 20 Minuten der Mindener im zweiten Durchgang dann auch in dieser Höhe verdient aus. Den kleinen versöhnlichen Schlusspunkt setzte immerhin Nachwuchsspieler Paul Holzhacker, der in der Schlussphase für Kevin Gulliksen aufs Feld durfte und acht Sekunden vor Schluss einen Siebenmeter zum 25:35-Endstand verwandelte.

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