GWD bekommt seinen VIP-Raum: Rückkehr nach Minden steht nichts mehr im Weg Sebastian Radermacher,Astrid Plaßhenrich Minden. Eine Rückkehr des Handball-Bundesligisten GWD Minden in die Kampa-Halle zum Saisonstart 2021/ 2022 nimmt endgültig konkrete Formen an. Eine letzte große Hürde ist seit Mittwochabend aus dem Weg geräumt: Die von der HBL geforderte VIP-Infrastruktur in der sanierungsbedürftigen Halle an der Hahler Straße wird kurzfristig und vergleichsweise kostengünstig im Nordfoyer eingerichtet. Der Kreis Minden-Lübbecke, dem die Halle gehört, wird die Kosten in Höhe von etwa 50.000 Euro übernehmen – das beschloss die Politik im Bauausschuss einstimmig. „Wir planen jetzt 100-prozentig für Minden. Lübbecke spielt für uns ab sofort keine Rolle mehr“, sagte GWDs kaufmännischer Geschäftsführer Markus Kalusche. Zum Hintergrund: Die Kampa-Halle hat zurzeit keinen baurechtlich zugelassenen VIP-Bereich – dieser ist aber Voraussetzung, damit GWD die Lizenz der Handball-Bundesliga für die Halle in Minden erhält. In den vergangenen Wochen war über verschiedene Optionen diskutiert worden, zum Beispiel den Bau eines VIP-Zeltes auf einem Parkplatz. Die kalkulierten Kosten lagen allerdings bei mehr als 200.000 Euro für eine Saison. Am Ende verständigten sich Vertreter des Kreises, der Stadt Minden als Bauaufsichtsbehörde und des Handballvereins auf den Umbau im Nordfoyer, was deutlich günstiger ist. Dort müssen nun einige Wände und Türen eingebaut werden, um zum Beispiel den Catering-Bereich abzugrenzen. Außerdem wird die VIP-Zone mit Licht-, Ton- und Videotechnik ausgestattet. Die Kosten allein dafür schätzt der Kreis auf knapp 40.000 Euro. „Wir wollten den gleichen Standard bieten, wie es in der Vergangenheit der Fall war“, sagte Bauamtsleiter Markus Pfeiffer. Allerdings wird der Raum kleiner sein als der ehemalige VIP-Bereich. Und das stellt für GWD ein Problem dar. „Wir haben nicht umsonst die Zeltlösung angestrebt“, sagt Markus Kalusche, „der Bedarf ist da. Der ehemalige VIP-Raum war bereits zu klein. Jetzt wird es noch enger.“ Nichtsdestotrotz ist Kalusche dankbar für die temporäre Lösung. „Die Rückkehr nach Minden steht über allem“, macht der Manager noch einmal deutlich. Mit Kompromissen muss gelebt werden. Des Weiteren wird der ebenfalls von der HBL geforderte Pressebereich bei den GWD-Spielen auf der Innenlaufbahn hergerichtet – das ziehe laut Pfeiffer keine großen Kosten nach sich. Kalusche wartet nun auf einen offiziellen Eröffnungstermin. Der Kreis will die Halle zum September dieses Jahres wieder für die Nutzer freigeben. Ein genaues Datum fehlt noch. Das ist für GWD aber wichtig, weil HBL-Funktionäre die Halle noch einmal vor Ort abnehmen werden. Zeit, um eventuell Nachbesserungen vorzunehmen, bleibt kaum, weil auch die neue Bundesligasaison Anfang September startet. Ob GWD dann mit einem Heimspiel beginnt, steht noch nicht fest – zumal der sportliche Klassenerhalt auch noch nicht geschafft ist. „Das Konzept liegt der HBL aber bereits seit Wochen vor und dem ist zugestimmt worden“, sagt Markus Kalusche. Politik und Verwaltung hatten die Übernahme der Umbaukosten an eine Bedingung geknüpft: Der neu gestaltetet Bereich soll nicht nur GWD Minden zur Verfügung gestellt werden. Vereine und Schulen werden also in Zukunft weiterhin die Möglichkeit haben, die VIP-Zone zu nutzen. In der Vergangenheit hatten sich dort zum Beispiel Gruppen zu Gymnastikstunden getroffen. „Die Medientechnik könnten zum Beispiel später einmal die Schulen verwenden“, ergänzte Baudezernent Lutz Freiberg. Das Geld für den Umbau werde also sinnvoll investiert. Parallel zur Planung der VIP-Infrastruktur treibt die Kreisverwaltung auch die übrigen Baumaßnahmen voran, um die Kampa-Halle schnellstmöglich wieder interimsmäßig zu öffnen. Bis Ende März 2023 ist ein Übergangsbetrieb möglich, dann soll die Halle grundlegend saniert werden. Der Beschluss dazu steht allerdings noch aus, abgestimmt werden soll Anfang nächsten Jahres. Laut Auskunft von Markus Pfeiffer müssen für den Interimsbetrieb momentan unter anderem die Sanitäranlagen, der Trinkwasserhausanschluss, die Brandmeldeanlage oder auch die Raumlufttechnik ertüchtigt werden. Im Haushalt stehen dafür 200.000 Euro plus eine Rückstellung von 120.000 Euro zur Verfügung. Bislang seien etwa 120.000 Euro ausgegeben worden, sagte er im Bauausschuss.

GWD bekommt seinen VIP-Raum: Rückkehr nach Minden steht nichts mehr im Weg

Fans vor und in der Kampa-Halle: Dieses Bild aus der Saison 2019/2020 könnte auch in der kommenden Spielzeit wieder Realität werden. Foto: © Noah Wedel

Minden. Eine Rückkehr des Handball-Bundesligisten GWD Minden in die Kampa-Halle zum Saisonstart 2021/ 2022 nimmt endgültig konkrete Formen an. Eine letzte große Hürde ist seit Mittwochabend aus dem Weg geräumt: Die von der HBL geforderte VIP-Infrastruktur in der sanierungsbedürftigen Halle an der Hahler Straße wird kurzfristig und vergleichsweise kostengünstig im Nordfoyer eingerichtet. Der Kreis Minden-Lübbecke, dem die Halle gehört, wird die Kosten in Höhe von etwa 50.000 Euro übernehmen – das beschloss die Politik im Bauausschuss einstimmig. „Wir planen jetzt 100-prozentig für Minden. Lübbecke spielt für uns ab sofort keine Rolle mehr“, sagte GWDs kaufmännischer Geschäftsführer Markus Kalusche.

Zum Hintergrund: Die Kampa-Halle hat zurzeit keinen baurechtlich zugelassenen VIP-Bereich – dieser ist aber Voraussetzung, damit GWD die Lizenz der Handball-Bundesliga für die Halle in Minden erhält. In den vergangenen Wochen war über verschiedene Optionen diskutiert worden, zum Beispiel den Bau eines VIP-Zeltes auf einem Parkplatz. Die kalkulierten Kosten lagen allerdings bei mehr als 200.000 Euro für eine Saison. Am Ende verständigten sich Vertreter des Kreises, der Stadt Minden als Bauaufsichtsbehörde und des Handballvereins auf den Umbau im Nordfoyer, was deutlich günstiger ist.

Der VIP-Raum erhält seinen neuen Platz im Nordfoyer der sanierungsbedürftigen Kampa-Halle. Foto: Kreis Minden-Lübbecke - © Bennet (Kreis Mi-Lk)
Der VIP-Raum erhält seinen neuen Platz im Nordfoyer der sanierungsbedürftigen Kampa-Halle. Foto: Kreis Minden-Lübbecke - © Bennet (Kreis Mi-Lk)

Dort müssen nun einige Wände und Türen eingebaut werden, um zum Beispiel den Catering-Bereich abzugrenzen. Außerdem wird die VIP-Zone mit Licht-, Ton- und Videotechnik ausgestattet. Die Kosten allein dafür schätzt der Kreis auf knapp 40.000 Euro.

„Wir wollten den gleichen Standard bieten, wie es in der Vergangenheit der Fall war“, sagte Bauamtsleiter Markus Pfeiffer. Allerdings wird der Raum kleiner sein als der ehemalige VIP-Bereich. Und das stellt für GWD ein Problem dar. „Wir haben nicht umsonst die Zeltlösung angestrebt“, sagt Markus Kalusche, „der Bedarf ist da. Der ehemalige VIP-Raum war bereits zu klein. Jetzt wird es noch enger.“ Nichtsdestotrotz ist Kalusche dankbar für die temporäre Lösung. „Die Rückkehr nach Minden steht über allem“, macht der Manager noch einmal deutlich. Mit Kompromissen muss gelebt werden.

Des Weiteren wird der ebenfalls von der HBL geforderte Pressebereich bei den GWD-Spielen auf der Innenlaufbahn hergerichtet – das ziehe laut Pfeiffer keine großen Kosten nach sich. Kalusche wartet nun auf einen offiziellen Eröffnungstermin. Der Kreis will die Halle zum September dieses Jahres wieder für die Nutzer freigeben. Ein genaues Datum fehlt noch. Das ist für GWD aber wichtig, weil HBL-Funktionäre die Halle noch einmal vor Ort abnehmen werden. Zeit, um eventuell Nachbesserungen vorzunehmen, bleibt kaum, weil auch die neue Bundesligasaison Anfang September startet. Ob GWD dann mit einem Heimspiel beginnt, steht noch nicht fest – zumal der sportliche Klassenerhalt auch noch nicht geschafft ist. „Das Konzept liegt der HBL aber bereits seit Wochen vor und dem ist zugestimmt worden“, sagt Markus Kalusche.

Politik und Verwaltung hatten die Übernahme der Umbaukosten an eine Bedingung geknüpft: Der neu gestaltetet Bereich soll nicht nur GWD Minden zur Verfügung gestellt werden. Vereine und Schulen werden also in Zukunft weiterhin die Möglichkeit haben, die VIP-Zone zu nutzen. In der Vergangenheit hatten sich dort zum Beispiel Gruppen zu Gymnastikstunden getroffen. „Die Medientechnik könnten zum Beispiel später einmal die Schulen verwenden“, ergänzte Baudezernent Lutz Freiberg. Das Geld für den Umbau werde also sinnvoll investiert.

Parallel zur Planung der VIP-Infrastruktur treibt die Kreisverwaltung auch die übrigen Baumaßnahmen voran, um die Kampa-Halle schnellstmöglich wieder interimsmäßig zu öffnen. Bis Ende März 2023 ist ein Übergangsbetrieb möglich, dann soll die Halle grundlegend saniert werden. Der Beschluss dazu steht allerdings noch aus, abgestimmt werden soll Anfang nächsten Jahres. Laut Auskunft von Markus Pfeiffer müssen für den Interimsbetrieb momentan unter anderem die Sanitäranlagen, der Trinkwasserhausanschluss, die Brandmeldeanlage oder auch die Raumlufttechnik ertüchtigt werden. Im Haushalt stehen dafür 200.000 Euro plus eine Rückstellung von 120.000 Euro zur Verfügung. Bislang seien etwa 120.000 Euro ausgegeben worden, sagte er im Bauausschuss.

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