GWD behält im Abstiegskrimi die Nerven: Minden siegt bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 22:20 Astrid Plaßhenrich Lingen. Dass es kein schönes Handballspiel werden wird, war klar. Es war eine kampfbetonte Partie, bei der nur das Ergebnis zählte, die von der Spannung lebte. Das richtungsweisende Abstiegsduell zwischen den Bundesligisten GWD Minden und der HSG Nordhorn-Lingen in der Emsland-Arena gewannen schließlich die Grün-Weißen mit 22:20 (11:10). Damit haben die Mindener jetzt ein Fünf-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz, den aktuell die Eulen Ludwigshafen belegen. Bock oder Druck? "Bock! 100 Prozent Bock", antwortete GWD-Trainer Frank Carstens im Vorfeld des Spiels auf dei Frage des TV-Senders Sky. Und einer seiner Spieler zeigte das von der ersten Sekunde an: Juri Knorr übernahm Verantwortung, lenkte das Spiel, nutzte die Räume und war extrem torgefährlich. Der Spielmacher hatte bis zur zwischenzeitlichen 6:4-Führung bereits viermal getroffen (13.) - und war auch danach nicht zu stoppen. Die Mindener präsentierten ganz anders als noch in Essen oder Lemgo. Agiler im Angriff, zupackender und aufmerksamer in der Defensive. Dazu war der seit Wochen konstant spielende GWD-Torwart Malte Semisch erneut ein sicherer Rückhalt. "Ihr macht das prima. Dran bleiben", sagte Carstens während der ersten Auszeit (20.). Kurz danach erhielt Lucas Meister nach viermonatiger Verletzungspause seine erste Einsatzzeit in der Offensive. Der Schweizer Kreisläufer blieb mit seinem ersten Torabschluss an Nordhorns Schlussmann Bart Ravensbergen hängen. Auch deswegen verpassten es die Grün-Weißen, ihren Drei-Tore-Vorsprung (9:6, 19./10:7, 25.) zu verteidigen oder weiter auszubauen. Stattdessen glichen Patrick Miedema, Philipp Vorlicek und Robert Weber mit schnellen Treffern zum Nordhorner 10:10 aus (27.). Immerhin gingen die Gäste nach einem Tor von Joscha Ritterbach mit einer knappen Führung in die Pause. Wie groß die Verletzungssorgen bei GWD aktuell sind, zeigt auch folgende Personalie: Frank Carstens berief Rückraumspieler Alexej Demerza, der seit Dezember mit Zweitspielrecht für den Zweitligisten TV Emsdetten ausgestattet war, kurzfristig in den Kader. Dafür fehlte Christian Zeitz, so dass Christoffer Rambo nahezu durchspielte. Ihn entlastete Simon Strakeljahn mit Kurzeinsätzen, der sich trotz einer Rippenprellung quälte. Nach dem Wechsel entwickelte sich zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann hielt GWD-Torwart Carsten Lichtlein beim Stand von 14:13 für Minden einen Siebenmeter gegen Robert Weber (37.). Das war anscheinend eine Initialzündung. Die gut spielenden Max Staar und Miro Schluroff bauten die Führung auf 16:13 aus (39.). In dieser entscheidenden Phase brachte Semisch mit seinen zahlreichen Paraden die Nordhorner Angreifer zur Verzweiflung. Die Gastgeber blieben neun Minuten ohne Torerfolg. Erst Pavel Mickal verkürzte auf 14:17 (46.). Doch GWD zog nach dem neunten Treffer von Knorr auf 19:14 davon (47.). Trotzdem wurde es noch einmal spannend. Georg Pöhle brachte die Nordhorner auf zwei Tore heran (17:19, 54.). Weber schloss per Siebenmeter sogar zum 18:19 auf (56.). Doch Rambo nahm sich in Unterzahl ein Herz und stellte den alten Abstand wieder her (57.). Schließlich reichte das für die Mindener zum immens wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. Das zweite Kellerduell des Abends gewann HBW Balingen-Weilstetten gegen TuSEM Essen.

GWD behält im Abstiegskrimi die Nerven: Minden siegt bei der HSG Nordhorn-Lingen mit 22:20

Der Ball klebt an der Handfläche: Mindens Miro Schluroff setzt sich gegen Nordhorns Julian Possehl durch. © Noah Wedel

Lingen. Dass es kein schönes Handballspiel werden wird, war klar. Es war eine kampfbetonte Partie, bei der nur das Ergebnis zählte, die von der Spannung lebte. Das richtungsweisende Abstiegsduell zwischen den Bundesligisten GWD Minden und der HSG Nordhorn-Lingen in der Emsland-Arena gewannen schließlich die Grün-Weißen mit 22:20 (11:10). Damit haben die Mindener jetzt ein Fünf-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz, den aktuell die Eulen Ludwigshafen belegen.

Bock oder Druck? "Bock! 100 Prozent Bock", antwortete GWD-Trainer Frank Carstens im Vorfeld des Spiels auf dei Frage des TV-Senders Sky. Und einer seiner Spieler zeigte das von der ersten Sekunde an: Juri Knorr übernahm Verantwortung, lenkte das Spiel, nutzte die Räume und war extrem torgefährlich. Der Spielmacher hatte bis zur zwischenzeitlichen 6:4-Führung bereits viermal getroffen (13.) - und war auch danach nicht zu stoppen.

Die Mindener präsentierten ganz anders als noch in Essen oder Lemgo. Agiler im Angriff, zupackender und aufmerksamer in der Defensive. Dazu war der seit Wochen konstant spielende GWD-Torwart Malte Semisch erneut ein sicherer Rückhalt. "Ihr macht das prima. Dran bleiben", sagte Carstens während der ersten Auszeit (20.).

Kurz danach erhielt Lucas Meister nach viermonatiger Verletzungspause seine erste Einsatzzeit in der Offensive. Der Schweizer Kreisläufer blieb mit seinem ersten Torabschluss an Nordhorns Schlussmann Bart Ravensbergen hängen. Auch deswegen verpassten es die Grün-Weißen, ihren Drei-Tore-Vorsprung (9:6, 19./10:7, 25.) zu verteidigen oder weiter auszubauen. Stattdessen glichen Patrick Miedema, Philipp Vorlicek und Robert Weber mit schnellen Treffern zum Nordhorner 10:10 aus (27.). Immerhin gingen die Gäste nach einem Tor von Joscha Ritterbach mit einer knappen Führung in die Pause.

Wie groß die Verletzungssorgen bei GWD aktuell sind, zeigt auch folgende Personalie: Frank Carstens berief Rückraumspieler Alexej Demerza, der seit Dezember mit Zweitspielrecht für den Zweitligisten TV Emsdetten ausgestattet war, kurzfristig in den Kader. Dafür fehlte Christian Zeitz, so dass Christoffer Rambo nahezu durchspielte. Ihn entlastete Simon Strakeljahn mit Kurzeinsätzen, der sich trotz einer Rippenprellung quälte.

Nach dem Wechsel entwickelte sich zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Dann hielt GWD-Torwart Carsten Lichtlein beim Stand von 14:13 für Minden einen Siebenmeter gegen Robert Weber (37.). Das war anscheinend eine Initialzündung. Die gut spielenden Max Staar und Miro Schluroff bauten die Führung auf 16:13 aus (39.). In dieser entscheidenden Phase brachte Semisch mit seinen zahlreichen Paraden die Nordhorner Angreifer zur Verzweiflung. Die Gastgeber blieben neun Minuten ohne Torerfolg. Erst Pavel Mickal verkürzte auf 14:17 (46.).

Doch GWD zog nach dem neunten Treffer von Knorr auf 19:14 davon (47.). Trotzdem wurde es noch einmal spannend. Georg Pöhle brachte die Nordhorner auf zwei Tore heran (17:19, 54.). Weber schloss per Siebenmeter sogar zum 18:19 auf (56.). Doch Rambo nahm sich in Unterzahl ein Herz und stellte den alten Abstand wieder her (57.). Schließlich reichte das für die Mindener zum immens wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.

Das zweite Kellerduell des Abends gewann HBW Balingen-Weilstetten gegen TuSEM Essen.

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