GWD Minden vergibt sicher geglaubten Sieg im Abstiegsduell gegen Balingen Astrid Plaßhenrich Minden. Es war das dramatische Ende einer nervenaufreibenden ersten Saisonhälfte: GWD Minden gibt in einer wilden Schlussphase den schon fast sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Das Duell "Letzter gegen Vorletzter" gegen HBW Balingen-Weilstetten endete 23:23 (11:12). Als die Zeit bereits abgelaufen war, bekamen die Mindener noch einen Siebenmeter zugesprochen. Tomas Urban übernahm die Verantwortung - und setzte den Ball über das Tor. Maximilian Janke brachte die Mindener mit 1:0 in Front - das sollte lange Zeit die einzige Führung im ersten Durchgang bleiben. Denn schnell geriet GWD nach mehreren Passfehlern mit 1:3 ins Hintertreffen. Bis zum 4:4 ging es dann im Gleichschritt weiter (14.). Doch dann setzte sich Balingen mit einem 4:0-Lauf ab. Die Mindener waren von der Rolle, spielten ihre Angriffe in Unterzahl nur schlecht aus. Auch deswegen konnte HBW-Torwart Mario Ruminsky zum 7:4 und 8:4 gleich doppelt ins leere GWD-Tor treffen. Hinzu kamen bis zu dem Zeitpunkt vier Tore über die Außenpositionen von den Balinger Flügelstürmern Moritz Strosack und Tim Nothdurft (17.). Wie bereits im vergangenen Spielen gegen Wetzlar schwangen sich zwei Mindener Protagonisten auf, um GWD ins Spiel zurück zu bringen. Zum einen brachte die Einwechslung von Amine Darmoul neuen Schwung ins Mindener Angriffsspiel - der Tunesier traf in der ersten Halbzeit selbst dreimal. Zum anderen hielt Schlussmann Malte Semisch mit seinen Paraden GWD im Spiel. Der 2,08 Meter lange Riese hielt in den ersten 30 Minuten neun von 21 Bälle - das waren sehr gute 43 Prozent. So schaffte es der Tabellenletzte einen 6:10-Rückstand (21.) in eine 11:10-Führung zu drehen (29.). Trotzdem mussten die Mindener mit einem Rückstand in die Kabine gehen, weil Niclas Pieczkowski einen Angriff zu hastig abgeschlossen hatte, auf der Gegenseite Moritz Strosack mit dem achten Tor von Außen zum 12:11 für Balingen traf. Nach der Pause vergaben die Mindener wie schon gegen Wetzlar beste Chancen. Mats Korte verfehlte das Ziel, Amine Darmoul traf von der Sieben-Meter-Linie nur das Aluminium. Aber das brachte GWD nicht aus der Spur. Die Mindener hatten ihre Nerven in diesem schwierigen Spiel im Griff. Nachdem Jona Schoch zum 15:13 aus Balinger Sicht geworfen hatte, drehte das Tabellenschlusslicht mit einem 6:1-Lauf das Ergebnis auf 19:16 (48.). Nun stand die Mindener Abwehr sicher, und im Angriff ließen sie den Ball schnell laufen. Die Gallier von der Alb hatten es schwer, die Ballstafetten zu verteidigen. Aber wie nicht anders zu erwarten, blieb es bis zum Schluss spannend. Die Baden-Württemberger setzten in der Crunchtime auf den siebten Feldspieler und glichen zum 21:21 aus. Dann aber packte Miro Schlurof den Hammer aus, und Malte Semisch traf zum 23:21 ins leere Tor (59.). Die Mindener zerrissen sich für den Sieg. Die 1.421 Zuschauer hielt es in den letzten Minuten nicht mehr auf den Sitzen. 24 Sekunden vor dem Ende nahm GWD-Coach Frank Carstens beim Stand von 23:22 eine Auszeit. "Wir werfen das Tor, und dann ziehen wir uns zurück", war die klare Ansage des Mindener Trainers. Doch Schluroff verlor den Ball, Vladen Lipovina erzielte das 23:23 sechs Sekunden vor dem Ende. Dann konnten die Balinger den schnell ausgeführten Angriff nur im Kreis verteidigen. Siebenmeter. Tomas Urban trat an - und scheiterte.

GWD Minden vergibt sicher geglaubten Sieg im Abstiegsduell gegen Balingen

Im Tiefflug: GWD-Kreisläufer Lucas Meister. ©Angela Metge

Minden. Es war das dramatische Ende einer nervenaufreibenden ersten Saisonhälfte: GWD Minden gibt in einer wilden Schlussphase den schon fast sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Das Duell "Letzter gegen Vorletzter" gegen HBW Balingen-Weilstetten endete 23:23 (11:12). Als die Zeit bereits abgelaufen war, bekamen die Mindener noch einen Siebenmeter zugesprochen. Tomas Urban übernahm die Verantwortung - und setzte den Ball über das Tor.

Maximilian Janke brachte die Mindener mit 1:0 in Front - das sollte lange Zeit die einzige Führung im ersten Durchgang bleiben. Denn schnell geriet GWD nach mehreren Passfehlern mit 1:3 ins Hintertreffen. Bis zum 4:4 ging es dann im Gleichschritt weiter (14.). Doch dann setzte sich Balingen mit einem 4:0-Lauf ab. Die Mindener waren von der Rolle, spielten ihre Angriffe in Unterzahl nur schlecht aus. Auch deswegen konnte HBW-Torwart Mario Ruminsky zum 7:4 und 8:4 gleich doppelt ins leere GWD-Tor treffen. Hinzu kamen bis zu dem Zeitpunkt vier Tore über die Außenpositionen von den Balinger Flügelstürmern Moritz Strosack und Tim Nothdurft (17.).

Amine Darmoul (2. von rechts) brachte nach seiner Einwechslung neuen Schwung ins Mindener Angriffsspiel. - ©Angela Metge
Amine Darmoul (2. von rechts) brachte nach seiner Einwechslung neuen Schwung ins Mindener Angriffsspiel. - ©Angela Metge

Wie bereits im vergangenen Spielen gegen Wetzlar schwangen sich zwei Mindener Protagonisten auf, um GWD ins Spiel zurück zu bringen. Zum einen brachte die Einwechslung von Amine Darmoul neuen Schwung ins Mindener Angriffsspiel - der Tunesier traf in der ersten Halbzeit selbst dreimal. Zum anderen hielt Schlussmann Malte Semisch mit seinen Paraden GWD im Spiel. Der 2,08 Meter lange Riese hielt in den ersten 30 Minuten neun von 21 Bälle - das waren sehr gute 43 Prozent.

So schaffte es der Tabellenletzte einen 6:10-Rückstand (21.) in eine 11:10-Führung zu drehen (29.). Trotzdem mussten die Mindener mit einem Rückstand in die Kabine gehen, weil Niclas Pieczkowski einen Angriff zu hastig abgeschlossen hatte, auf der Gegenseite Moritz Strosack mit dem achten Tor von Außen zum 12:11 für Balingen traf.

Nach der Pause vergaben die Mindener wie schon gegen Wetzlar beste Chancen. Mats Korte verfehlte das Ziel, Amine Darmoul traf von der Sieben-Meter-Linie nur das Aluminium. Aber das brachte GWD nicht aus der Spur. Die Mindener hatten ihre Nerven in diesem schwierigen Spiel im Griff. Nachdem Jona Schoch zum 15:13 aus Balinger Sicht geworfen hatte, drehte das Tabellenschlusslicht mit einem 6:1-Lauf das Ergebnis auf 19:16 (48.). Nun stand die Mindener Abwehr sicher, und im Angriff ließen sie den Ball schnell laufen. Die Gallier von der Alb hatten es schwer, die Ballstafetten zu verteidigen.

Aber wie nicht anders zu erwarten, blieb es bis zum Schluss spannend. Die Baden-Württemberger setzten in der Crunchtime auf den siebten Feldspieler und glichen zum 21:21 aus. Dann aber packte Miro Schlurof den Hammer aus, und Malte Semisch traf zum 23:21 ins leere Tor (59.). Die Mindener zerrissen sich für den Sieg. Die 1.421 Zuschauer hielt es in den letzten Minuten nicht mehr auf den Sitzen. 24 Sekunden vor dem Ende nahm GWD-Coach Frank Carstens beim Stand von 23:22 eine Auszeit. "Wir werfen das Tor, und dann ziehen wir uns zurück", war die klare Ansage des Mindener Trainers. Doch Schluroff verlor den Ball, Vladen Lipovina erzielte das 23:23 sechs Sekunden vor dem Ende. Dann konnten die Balinger den schnell ausgeführten Angriff nur im Kreis verteidigen. Siebenmeter. Tomas Urban trat an - und scheiterte.

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