GWD Minden spielt 27:27 beim Testspiel gegen Ligarivalen HSG Nordhorn-Lingen Jörg Wehling Nordhorn. Sehr gerne hätte Frank Carstens, Trainer des Handball-Bundesligisten GWD Minden, das Testspiel beim Ligarivalen HSG Nordhorn-Lingen gewonnen. Doch obwohl seine Mannschaft in den letzten Minuten eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gab und den letzten Spielzug etwas fahrlässig vertändelte, war der Trainer anschließend mit dem 27:27 (11:13)-Unentschieden zufrieden. „Wenn man so will, war das ein Präzedenzfall. Ich bin mir sicher, dass es in der Bundesliga Woche für Woche darum gehen wird, noch kurzfristiger als bisher auf Ausfälle im Kader reagieren zu müssen“, sagt Carstens. Eigentlich sollte Zugang Doruk Pehlivan in Nordhorn verstärkt Spielanteile bekommen und auch auf Christoffer Rambo hatte Carstens insgeheim gesetzt. Doch Rambo hatte zwar eine negativen Corona-Test in der Tasche, blieb aber aufgrund anhaltenden Fiebers ebenso zu Hause, wie Pehlivan. Auch der türkische Nationalspieler plagte sich mit Erkältungssymptomen herum und fehlte aufgrund eines fehlendes Tests. „Eigentlich haben wir ohne Linkshänder im Rückraum gespielt. Dieses Defizit hat die Mannschaft im Kollektiv sehr gut gelöst“, lobte der GWD-Trainer. Auf der halbrechten Position probierten sich Aliaksandr Padshyvalau, Max Staar und Simon Strakeljahn aus, wobei Strakeljahn den besten Eindruck des Trios hinterließ. „In der ersten Halbzeit haben wir zu viel zugeschaut und zu viel über den Kreis versucht“, bericht Carstens. Nach gut zehn Minuten führte sein Team zwar mit 6:4. Doch die Gastgeber nutzten die Passivität in der GWD-Deckung und zogen dank eines Zwischenspurts auf 8:6 vorbei und hielten den Vorsprung bis zur Pause konstant. „Wir hätten da auch noch höher zurückliegen können“, fand Carstens. Gerade in der Schlussphase zeigte aber Torwart Malte Semisch sein Können und verhinderte auch dank zweier gehaltener Siebenmeter eine höheren Pausen-Rückstand. Deutlich zufriedener war der GWD-Trainer mit dem zweiten Durchgang. „Da haben wir mit mehr Überzeugung gespielt“, sagte der GWD-Trainer anschließend. Schnell egalisierten die Grün-Weißen mit einem gut Regie führenden Juri Knorr den Rückstand und hatten die Partie nach gut 40 Minuten scheinbar im Griff. Über 19:16 (43.), 22:19 und 25:22 (53.) nach einem Gegenstoßtreffer von Max Staar schien der Erfolg greifbar, bevor die Hausherren beim 26:26 wieder dran waren. Die letzte Angriffsaktion hatten die Mindener. Weil Milan Pusica der Ball auf den Fuß prallte, gab es keinen geordneten Abschluss mehr. Mit der Angriffsleistung war Carstens dennoch zufrieden. „In der Abwehr fehlt es noch etwas an Präzision.“ Bis auf Tim Brand, der vorsorglich mit im Bundesliga-Kader stand und Torwart Carsten Lichtlein, der verabredungsgemäß pausierte, bekamen alle GWD-Akteure ihre Spielanteile. GWD Minden: Semisch 1.-60. - Knorr 7/3, Meister 5, Pusica 3, Padshyvalau 3, Staar 3, Korte 2, Strakeljahn 2, Thiele 1, Gulliksen 1.

GWD Minden spielt 27:27 beim Testspiel gegen Ligarivalen HSG Nordhorn-Lingen

Mit Wucht: Juri Knorr (rechts) setzt sich hier gegen die kompakte Abwehr der Gastgeber durch und erzielt einen seiner insgesamt sieben Treffer. © Foto: Bültmann/HSG Nordhorn-Lingen

Nordhorn. Sehr gerne hätte Frank Carstens, Trainer des Handball-Bundesligisten GWD Minden, das Testspiel beim Ligarivalen HSG Nordhorn-Lingen gewonnen. Doch obwohl seine Mannschaft in den letzten Minuten eine Zwei-Tore-Führung aus der Hand gab und den letzten Spielzug etwas fahrlässig vertändelte, war der Trainer anschließend mit dem 27:27 (11:13)-Unentschieden zufrieden.

„Wenn man so will, war das ein Präzedenzfall. Ich bin mir sicher, dass es in der Bundesliga Woche für Woche darum gehen wird, noch kurzfristiger als bisher auf Ausfälle im Kader reagieren zu müssen“, sagt Carstens. Eigentlich sollte Zugang Doruk Pehlivan in Nordhorn verstärkt Spielanteile bekommen und auch auf Christoffer Rambo hatte Carstens insgeheim gesetzt. Doch Rambo hatte zwar eine negativen Corona-Test in der Tasche, blieb aber aufgrund anhaltenden Fiebers ebenso zu Hause, wie Pehlivan. Auch der türkische Nationalspieler plagte sich mit Erkältungssymptomen herum und fehlte aufgrund eines fehlendes Tests. „Eigentlich haben wir ohne Linkshänder im Rückraum gespielt. Dieses Defizit hat die Mannschaft im Kollektiv sehr gut gelöst“, lobte der GWD-Trainer. Auf der halbrechten Position probierten sich Aliaksandr Padshyvalau, Max Staar und Simon Strakeljahn aus, wobei Strakeljahn den besten Eindruck des Trios hinterließ.

„In der ersten Halbzeit haben wir zu viel zugeschaut und zu viel über den Kreis versucht“, bericht Carstens. Nach gut zehn Minuten führte sein Team zwar mit 6:4. Doch die Gastgeber nutzten die Passivität in der GWD-Deckung und zogen dank eines Zwischenspurts auf 8:6 vorbei und hielten den Vorsprung bis zur Pause konstant. „Wir hätten da auch noch höher zurückliegen können“, fand Carstens. Gerade in der Schlussphase zeigte aber Torwart Malte Semisch sein Können und verhinderte auch dank zweier gehaltener Siebenmeter eine höheren Pausen-Rückstand.

Deutlich zufriedener war der GWD-Trainer mit dem zweiten Durchgang. „Da haben wir mit mehr Überzeugung gespielt“, sagte der GWD-Trainer anschließend. Schnell egalisierten die Grün-Weißen mit einem gut Regie führenden Juri Knorr den Rückstand und hatten die Partie nach gut 40 Minuten scheinbar im Griff. Über 19:16 (43.), 22:19 und 25:22 (53.) nach einem Gegenstoßtreffer von Max Staar schien der Erfolg greifbar, bevor die Hausherren beim 26:26 wieder dran waren. Die letzte Angriffsaktion hatten die Mindener. Weil Milan Pusica der Ball auf den Fuß prallte, gab es keinen geordneten Abschluss mehr. Mit der Angriffsleistung war Carstens dennoch zufrieden. „In der Abwehr fehlt es noch etwas an Präzision.“

Bis auf Tim Brand, der vorsorglich mit im Bundesliga-Kader stand und Torwart Carsten Lichtlein, der verabredungsgemäß pausierte, bekamen alle GWD-Akteure ihre Spielanteile.

GWD Minden: Semisch 1.-60. - Knorr 7/3, Meister 5, Pusica 3, Padshyvalau 3, Staar 3, Korte 2, Strakeljahn 2, Thiele 1, Gulliksen 1.

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