GWD Minden nach schwacher erster Halbzeit ohne Chance bei den Rhein-Neckar Löwen Sebastian Külbel Mannheim. GWD Minden muss weiter auf die nächsten Punkte in der Handball-Bundesliga warten. Die Rhein-Neckar Löwen waren am Donnerstagabend bei ihrem 31:27 (15:9)-Sieg zu stark für den Tabellenletzten. Der vergab vor allem in der ersten Halbzeit die Chance auf ein besseres Ergebnis. Denn wie schon gegen Göppingen verschliefen die Mindener auch in Mannheim die Anfangsphase komplett und fanden auch bis zur Pause nicht richtig ins Spiel. "Das bricht uns das Genick, es sind immer dieselben Fehler", sagte Miro Schluroff kurz nach dem Spiel am Fernsehmikrofon. Vor allem die Fehlerquote im Angriff war viel zu hoch - ebenfalls eine Parallele zum jüngsten Heimspiel am vorigen Samstag. Immerhin steigerte sich GWD erneut im zweiten Durchgang, doch der Gegner brachte seinen Vorsprung dank seiner starken Offensive über die Zeit. Die Gäste fanden von Anfang an nicht ins Spiel und waren zeitweise völlig von der Rolle. Gerade neun Minuten waren vorbei, da führten die Löwen durch den dritten Siebenmeter von Andy Schmid schon 6:1. Der Schweizer Spielmacher zerlegte die Mindener im Zusammenspiel mit Kreisläufer Jannik Kohlbacher, der in der ersten Halbzeit fünfmal traf und zudem die Siebenmeter herausholte. Genau diese Achse wollte Mindens Trainer Frank Carstens eigentlich lahm legen. Im GWD-Angriff lief dagegen gar nichts zusammen. Niclas Pieczkowski war aufgrund seiner Erkältung sichtlich nicht auf der Höhe und fiel daher als wichtiger Anker im Mindener Spiel aus. Dieses Vakuum konnten seine Nebenleute nicht füllen. Von den Halbpositionen kam viel zu wenig Druck, Jan Grebenc und Nikola Jukic blieben blass. Dennoch hatten auch sie ihre Chancen, die sie jedoch ebenso mitunter kläglich vergaben wie ihre Kollegen. Da auch die Löwen nicht fehlerfrei spielten, kamen die Mindener auch dank zweier Gegenstöße zwischenzeitlich von 10:4 (18.) auf 10:7 (22.) heran. Es war ihre beste Phase. Danach stieg die Fehlerquote wieder rasant an. Die Unzulänglichkeiten waren vielfältig, oft haarsträubend und betrafen die ganze Mannschaft. So zog der Gegner wieder davon, der in einem stellenweise wilden Schlagabtausch besser den Durchblick behielt und zur Pause völlig verdient mit sechs Toren führte. Diesen Vorsprung verteidigten die Gastgeber im zweiten Durchgang zunächst souverän, wenngleich GWD jetzt besser dagegen hielt. Das lag vor allem daran, dass die grün-weißen Angriffe deutlich strukturierter abliefen und der für Grebenc eingewechselte Miro Schluroff endlich Druck aus dem Rückraum machte. Bei den Löwen lief derweil Linksaußen Benjamin Helander zu großer Form auf und verwandelte zudem die Siebenmeter sicher. So wurde aus dem wilden Hin und Her in den zehn Minuten vor der Pause ein ansehnliches Handballspiel. Das lag allerdings auch daran, dass vor allem die Deckung der Löwen nicht mehr mit der allerhöchsten Intensität zupackte. Die Gastgeber, bei denen der Ex-Mindener Juri Knorr unauffällig agierte, verließen sich vielmehr auf ihren Angriff. Die Youngster Mamadou Diocou und Philipp Ahouansou zeigten mit schönen Aktionen ihr Potenzial, Helander erzielte in der 48. Minute bereits sein zehntes Tor. Dennoch war die Strategie der Löwen riskant, denn GWD zog weiter konzentriert sein Spiel durch und war zur Stelle, wenn sich die Chance bot. So gelang zwischenzeitlich ein 3:0-Lauf zum 27:23 (50.). Diesen Abstand hielten die Mindener und machten es sogar noch einmal spannend, als Amine Darmoul sie in der 56. Minute auf 26:29 heranbrachte. Die Gäste hätten sogar noch weiter verkürzen können, doch ein Wurf von Schluroff wurde gehalten und ein Gegenstoß-Pass von Malte Semisch geriet zu lang. So setzte auf der Gegenseite Andy Schmid mit einem Schlagwurf zum 31:27 den Schlusspunkt.

GWD Minden nach schwacher erster Halbzeit ohne Chance bei den Rhein-Neckar Löwen

Löwen-Kreisläufer Jannik Kohlbacher war von den Mindenern, hier rechts Jan Grebenc, kaum zu stoppen. © imago images/foto2press

Mannheim. GWD Minden muss weiter auf die nächsten Punkte in der Handball-Bundesliga warten. Die Rhein-Neckar Löwen waren am Donnerstagabend bei ihrem 31:27 (15:9)-Sieg zu stark für den Tabellenletzten. Der vergab vor allem in der ersten Halbzeit die Chance auf ein besseres Ergebnis.

Denn wie schon gegen Göppingen verschliefen die Mindener auch in Mannheim die Anfangsphase komplett und fanden auch bis zur Pause nicht richtig ins Spiel. "Das bricht uns das Genick, es sind immer dieselben Fehler", sagte Miro Schluroff kurz nach dem Spiel am Fernsehmikrofon. Vor allem die Fehlerquote im Angriff war viel zu hoch - ebenfalls eine Parallele zum jüngsten Heimspiel am vorigen Samstag. Immerhin steigerte sich GWD erneut im zweiten Durchgang, doch der Gegner brachte seinen Vorsprung dank seiner starken Offensive über die Zeit.

Die Mindener Joshua Thiele (links) und Amine Darmoul zeigten die Enttäuschung über die eigene Leistung schon während des Spiels. - © imago images/foto2press
Die Mindener Joshua Thiele (links) und Amine Darmoul zeigten die Enttäuschung über die eigene Leistung schon während des Spiels. - © imago images/foto2press

Die Gäste fanden von Anfang an nicht ins Spiel und waren zeitweise völlig von der Rolle. Gerade neun Minuten waren vorbei, da führten die Löwen durch den dritten Siebenmeter von Andy Schmid schon 6:1. Der Schweizer Spielmacher zerlegte die Mindener im Zusammenspiel mit Kreisläufer Jannik Kohlbacher, der in der ersten Halbzeit fünfmal traf und zudem die Siebenmeter herausholte. Genau diese Achse wollte Mindens Trainer Frank Carstens eigentlich lahm legen. Im GWD-Angriff lief dagegen gar nichts zusammen. Niclas Pieczkowski war aufgrund seiner Erkältung sichtlich nicht auf der Höhe und fiel daher als wichtiger Anker im Mindener Spiel aus. Dieses Vakuum konnten seine Nebenleute nicht füllen.

Von den Halbpositionen kam viel zu wenig Druck, Jan Grebenc und Nikola Jukic blieben blass. Dennoch hatten auch sie ihre Chancen, die sie jedoch ebenso mitunter kläglich vergaben wie ihre Kollegen. Da auch die Löwen nicht fehlerfrei spielten, kamen die Mindener auch dank zweier Gegenstöße zwischenzeitlich von 10:4 (18.) auf 10:7 (22.) heran. Es war ihre beste Phase. Danach stieg die Fehlerquote wieder rasant an. Die Unzulänglichkeiten waren vielfältig, oft haarsträubend und betrafen die ganze Mannschaft. So zog der Gegner wieder davon, der in einem stellenweise wilden Schlagabtausch besser den Durchblick behielt und zur Pause völlig verdient mit sechs Toren führte.

Diesen Vorsprung verteidigten die Gastgeber im zweiten Durchgang zunächst souverän, wenngleich GWD jetzt besser dagegen hielt. Das lag vor allem daran, dass die grün-weißen Angriffe deutlich strukturierter abliefen und der für Grebenc eingewechselte Miro Schluroff endlich Druck aus dem Rückraum machte. Bei den Löwen lief derweil Linksaußen Benjamin Helander zu großer Form auf und verwandelte zudem die Siebenmeter sicher. So wurde aus dem wilden Hin und Her in den zehn Minuten vor der Pause ein ansehnliches Handballspiel. Das lag allerdings auch daran, dass vor allem die Deckung der Löwen nicht mehr mit der allerhöchsten Intensität zupackte.

Die Gastgeber, bei denen der Ex-Mindener Juri Knorr unauffällig agierte, verließen sich vielmehr auf ihren Angriff. Die Youngster Mamadou Diocou und Philipp Ahouansou zeigten mit schönen Aktionen ihr Potenzial, Helander erzielte in der 48. Minute bereits sein zehntes Tor. Dennoch war die Strategie der Löwen riskant, denn GWD zog weiter konzentriert sein Spiel durch und war zur Stelle, wenn sich die Chance bot. So gelang zwischenzeitlich ein 3:0-Lauf zum 27:23 (50.). Diesen Abstand hielten die Mindener und machten es sogar noch einmal spannend, als Amine Darmoul sie in der 56. Minute auf 26:29 heranbrachte. Die Gäste hätten sogar noch weiter verkürzen können, doch ein Wurf von Schluroff wurde gehalten und ein Gegenstoß-Pass von Malte Semisch geriet zu lang. So setzte auf der Gegenseite Andy Schmid mit einem Schlagwurf zum 31:27 den Schlusspunkt.

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