Zurück in die Kampa-Halle: GWD Minden ist bereit für Saisonauftakt Sebastian Külbel Minden. Beim Abschied im Dezember 2019 flossen ein paar Tränen, und auch die Rückkehr in die Kampa-Halle dürfte für GWD Mindens Bundesliga-Handballer emotional werden. „Wir sind zurück zu Hause und brennen darauf, wieder dort zu spielen“, sagt Trainer Frank Carstens. Am Mittwochabend ist es so weit: Um 19.05 Uhr beginnt das erste Saisonspiel gegen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt, und das markiert in mehrerlei Hinsicht einen Neuanfang. Denn der unerwartete neue Anlauf in der Kampa-Halle nach mehr als 20 Monaten bringt auch die Rückkehr der Zuschauer mit sich. Etwa 1.000 Tickets hat GWD Minden bis gestern verkauft, rund 1.800 Fans können zum Saisonauftakt in die Halle kommen, es gilt die 3G-Regel. Zwischen jeder Besuchergruppe wird links und rechts jeweils ein Platz freigelassen. „Wir hoffen, dass wir mit den Zuschauern eine gute Atmosphäre erzeugen können“, sagt Coach Carstens. Sport-Geschäftsführer Frank von Behren betont: „Die Rückkehr in die Kampa-Halle ist nicht nur für den Klub wichtig, sondern auch für die Stadt Minden.“ In diese kehren die Gastgeber als neue Mannschaft zurück. Nur noch vier Namen, die beim letzten Heimspiel in der Kampa-Halle am 29. Dezember 2019 beim 29:29 gegen Hannover auf dem Spielbericht standen, gehören auch heute noch zum GWD-Aufgebot. Vor allem nach der vorigen Saison hat der Verein sein Personal im großen Stil getauscht, neun Abgängen stehen inklusive Anschlusskader 14 Zugänge gegenüber. Trainer Frank Carstens fing also in vielen Bereichen bei Null an, zeigt sich aber nach der Vorbereitung zufrieden: „Die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, haben wir in den Testspielen gegen schwere Gegner gut entwickeln können.“ Das betrifft vor allem den Angriff, der mit den Mittelmännern Amine Darmoul und Niclas Pieczkowski sowie den Rückraumspielern Nikola Jukic und Jan Grebenc neu besetzt wurde. „Wir haben Angriffsmittel für jedes Thema erarbeitet, das in der Bundesliga auftritt“, schildert der Coach den Stand seines Teams. Damit ist er zufrieden, auch wenn das Repertoire noch wachsen soll: „Wir haben noch nicht viele Antworten, aber wir haben Antworten.“ Der entscheidende Schritt für seine Mannschaft ist es jetzt, in den Wettkampfmodus zu schalten. „Es wird sich zeigen, wie belastbar wir sind, wenn wir unter Feuer stehen“, sagt Carstens. Das jüngste Testspiel bei der MT Melsungen hat ihm gezeigt, was auf das neue GWD Minden zukommen könnte: „Da war ich überrascht von der Intensität. Aber wir müssen uns an die Atmosphäre und das Spiel in der Bundesliga gewöhnen. Und das muss möglichst schnell gehen.“ Personell sehen sich die Mindener trotz des großen Umbruchs gut gerüstet. „Ich bin jetzt sehr zufrieden mit dem Kader“, sagt Manager von Behren, der in den vorigen Wochen in Grebenc und Rechtsaußen Tomas Urban noch zwei erfahrene Akteure nachverpflichtet hat. „Beide tun dem Team gut, und das schon vom ersten Tag. Es gab keine großen Anpassungsprobleme“, schildert Carstens. Beide werden morgen Abend gleich besonders gefordert sein, denn der Einsatz ihrer Positionspartner ist noch nicht final geklärt. Im linken Rückraum laboriert Miro Schluroff an einer Risswunde am Finger, Rechtsaußen Max Staar erlitt beim Spielo-Cup eine Bänderverletzung im Knie. „Wir haben noch nicht wieder alle gemeinsam trainiert, aber es gibt die Chance, dass am Mittwoch alle Spieler dabei sind“, betont Carstens. Es wäre die perfekte Voraussetzung für ein besonderes Spiel, schließlich wollen sich die Gastgeber dem Publikum nach der langen Pause in ihrem Wohnzimmer so gut wie möglich präsentieren. Dass Flensburg neben Kiel zurzeit die größte Herausforderung im deutschen Handball darstellt, spornt GWD Minden eher an. Denn auch die Top-Teams sind am Saisonbeginn noch nicht so eingespielt wie nach einigen Wettkampfwochen. Carstens: „Die Fragezeichen bei uns und beim Gegner sind groß. Aber unsere Chance ist es auch.“

Zurück in die Kampa-Halle: GWD Minden ist bereit für Saisonauftakt

Nach dem Testspiel gegen Lemgo applaudieren die GWD-Profis ihren Fans in Stemmer. Morgen kehren alle in die Kampa-Halle zurück. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Beim Abschied im Dezember 2019 flossen ein paar Tränen, und auch die Rückkehr in die Kampa-Halle dürfte für GWD Mindens Bundesliga-Handballer emotional werden. „Wir sind zurück zu Hause und brennen darauf, wieder dort zu spielen“, sagt Trainer Frank Carstens. Am Mittwochabend ist es so weit: Um 19.05 Uhr beginnt das erste Saisonspiel gegen Vizemeister SG Flensburg-Handewitt, und das markiert in mehrerlei Hinsicht einen Neuanfang.

Denn der unerwartete neue Anlauf in der Kampa-Halle nach mehr als 20 Monaten bringt auch die Rückkehr der Zuschauer mit sich. Etwa 1.000 Tickets hat GWD Minden bis gestern verkauft, rund 1.800 Fans können zum Saisonauftakt in die Halle kommen, es gilt die 3G-Regel. Zwischen jeder Besuchergruppe wird links und rechts jeweils ein Platz freigelassen. „Wir hoffen, dass wir mit den Zuschauern eine gute Atmosphäre erzeugen können“, sagt Coach Carstens. Sport-Geschäftsführer Frank von Behren betont: „Die Rückkehr in die Kampa-Halle ist nicht nur für den Klub wichtig, sondern auch für die Stadt Minden.“

In diese kehren die Gastgeber als neue Mannschaft zurück. Nur noch vier Namen, die beim letzten Heimspiel in der Kampa-Halle am 29. Dezember 2019 beim 29:29 gegen Hannover auf dem Spielbericht standen, gehören auch heute noch zum GWD-Aufgebot. Vor allem nach der vorigen Saison hat der Verein sein Personal im großen Stil getauscht, neun Abgängen stehen inklusive Anschlusskader 14 Zugänge gegenüber. Trainer Frank Carstens fing also in vielen Bereichen bei Null an, zeigt sich aber nach der Vorbereitung zufrieden: „Die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, haben wir in den Testspielen gegen schwere Gegner gut entwickeln können.“

Das betrifft vor allem den Angriff, der mit den Mittelmännern Amine Darmoul und Niclas Pieczkowski sowie den Rückraumspielern Nikola Jukic und Jan Grebenc neu besetzt wurde. „Wir haben Angriffsmittel für jedes Thema erarbeitet, das in der Bundesliga auftritt“, schildert der Coach den Stand seines Teams. Damit ist er zufrieden, auch wenn das Repertoire noch wachsen soll: „Wir haben noch nicht viele Antworten, aber wir haben Antworten.“

Der entscheidende Schritt für seine Mannschaft ist es jetzt, in den Wettkampfmodus zu schalten. „Es wird sich zeigen, wie belastbar wir sind, wenn wir unter Feuer stehen“, sagt Carstens. Das jüngste Testspiel bei der MT Melsungen hat ihm gezeigt, was auf das neue GWD Minden zukommen könnte: „Da war ich überrascht von der Intensität. Aber wir müssen uns an die Atmosphäre und das Spiel in der Bundesliga gewöhnen. Und das muss möglichst schnell gehen.“

Personell sehen sich die Mindener trotz des großen Umbruchs gut gerüstet. „Ich bin jetzt sehr zufrieden mit dem Kader“, sagt Manager von Behren, der in den vorigen Wochen in Grebenc und Rechtsaußen Tomas Urban noch zwei erfahrene Akteure nachverpflichtet hat. „Beide tun dem Team gut, und das schon vom ersten Tag. Es gab keine großen Anpassungsprobleme“, schildert Carstens.

Beide werden morgen Abend gleich besonders gefordert sein, denn der Einsatz ihrer Positionspartner ist noch nicht final geklärt. Im linken Rückraum laboriert Miro Schluroff an einer Risswunde am Finger, Rechtsaußen Max Staar erlitt beim Spielo-Cup eine Bänderverletzung im Knie. „Wir haben noch nicht wieder alle gemeinsam trainiert, aber es gibt die Chance, dass am Mittwoch alle Spieler dabei sind“, betont Carstens.

Es wäre die perfekte Voraussetzung für ein besonderes Spiel, schließlich wollen sich die Gastgeber dem Publikum nach der langen Pause in ihrem Wohnzimmer so gut wie möglich präsentieren. Dass Flensburg neben Kiel zurzeit die größte Herausforderung im deutschen Handball darstellt, spornt GWD Minden eher an. Denn auch die Top-Teams sind am Saisonbeginn noch nicht so eingespielt wie nach einigen Wettkampfwochen. Carstens: „Die Fragezeichen bei uns und beim Gegner sind groß. Aber unsere Chance ist es auch.“

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