GWD Minden gestaltet die Partie bei Frisch Auf Göppingen lange Zeit offen: Doch in der Schlussphase lässt die Kraft nach Astrid Plaßhenrich Göppingen. Sie waren die Taktgeber, die Schlüsselspieler. Die beiden jungen deutschen Nationalspieler Juri Knorr und Sebastian Heymann waren gestern Abend das Herzstück ihrer Mannschaften. Mit ihrer individuellen Klasse lenkten sie das jeweilige Offensivspiel und waren an den entscheidenden Situationen beteiligt. Am Ende gaben Kleinigkeiten den Ausschlag. Und so verlor Knorr mit seinem GWD Minden das Nachholspiel der Handball-Bundesliga gegen Heymanns Frisch Auf Göppingen mit 29:33 (16:15). „Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gemacht. In den letzten Minuten fehlte uns die Kraft“, sagte GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren. Den Mindenern stand in den Schlussminuten eine unglaubliche Wucht entgegen. Mit ihrer enormen Präsenz und Entschlossenheit katapultierten sich die Göppinger zum siebten Sieg in Folge. Dabei war GWD nah dran, die Erfolgsserie der Baden-Württemberger zu brechen. Als Mindens Linksaußen Mats Korte den Anschluss zum 27:28 hergestellt hatte (52.), schien alles möglich. Dann allerdings ging bei GWD immer mehr die Luft aus. Vermeidbare Fehler, die zu leichten Ballverlusten führten, schlichen sich ins Mindener Spiel ein. Zudem taten die Zwei-Minuten-Strafen gegen Max Janke beim Stand von 27:29 (55.) und Doruk Pehlivan beim 29:31 (58.) extrem weh. „Wir haben in einzelnen Aktionen in der Phase glücklos agiert – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr“, meint von Behren. Auf der anderen Seite drehte Sebastian Heymann in der Schlussphase noch einmal auf. Das 23-jährige Kraftpaket traf zum 29:27 (54.) und 31:28 (55.). Der Nationalspieler, der die Göppinger gegen die HSG Wetzlar und Rhein-Neckar Löwen mit seinen Toren in der letzten Sekunde zum Sieg geworfen hatte, sparte sich den entscheidenden Wurf dieses Mal nicht bis zum Schluss auf. Er hielt Minden auf Distanz. Doch zunächst war es GWD, das die Göppinger auf Abstand hielt. „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen“, sagt Mindens Trainer Frank Carstens. Christoffer Rambo traf mit seinem 100. Saisontor zum 1:0. Schnell bauten die Grün-Weißen ihre Führung auf 5:2 aus (7.). Aber danach musste der Mindener Trainer mit ansehen, wie fahrlässig seine Spieler mit den Chancen umgingen. Die Göppinger kamen heran. Marcel Schiller, mit zehn Toren bester Werfer der Partie, glich zum 5:5 aus (11.), Heymann brachte den Tabellenfünften mit 9:8 (18.) erstmals in Führung. Die Mindener behielten die Ruhe. Knorr traf viele kluge Entscheidungen, die Rambo und Pehlivan in Tore ummünzten. Der 20-jährige Mittelmann, der auch immer wieder das Eins gegen Eins suchte, holte mit dem 15:14 die Führung zurück und traf zum 16:15-Pausenstand. „Wir hätten aber auch mit einem Vorsprung von drei, vier oder sogar fünf Toren in die Kabine gehen können“, ist Carstens überzeugt. Nach dem Wechsel änderte sich das Spiel. Göppingen intensivierte nun seine Deckungsarbeit. „Wir hingegen konnten nicht an unsere Abwehrleistung aus der ersten Hälfte anknüpfen“, sagt der GWD-Trainer. Der stellte beim 20:22 auf eine 5:1-Deckung um (44.). „Wir wollten so schnell in die Tempogegenstöße kommen“, erklärt Carstens. Doch nach zwei weiteren Treffern zogen zunächst die Göppinger auf 24:20 davon (45.). Allerdings spricht es für die Mentalität der jungen Mindener Mannschaft, dass sie – wie bereits in Berlin – trotz des Rückstandes weiterhin an sich glaubt. GWD kämpfte sich zurück ins Spiel, rückte nach dem Korte-Treffer gefährlich nah an die Göppinger heran. „Mit ein bisschen mehr Erfahrung wäre mehr drin gewesen“, ist sich Frank Carstens sicher. Die Fehler wären nicht passiert. So bleibt wieder einmal die Erkenntnis, dass die Mindener mit den Topteams mithalten können, der letzte Schritt zu den Big Points aber noch fehlt. Die GWD-Spieler werden die vermeidbare Niederlage schnell abhaken. Bereits am Samstagabend spielen die Grün-Weißen in der Mannheimer SAP-Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen. Dann bietet sich erneut die Chance, gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenregion zu punkten.

GWD Minden gestaltet die Partie bei Frisch Auf Göppingen lange Zeit offen: Doch in der Schlussphase lässt die Kraft nach

In die Zange genommen: Mit vereinten Kräften versuchen die Mindener Doruk Pehlivan (links) und Max Janke Göppingens Sebastian Heymann am Abschluss zu hindern. Foto: Jürgen Weber/Pix-Sportfotos © Juergen Weber/PIX-Sportfotos

Göppingen. Sie waren die Taktgeber, die Schlüsselspieler. Die beiden jungen deutschen Nationalspieler Juri Knorr und Sebastian Heymann waren gestern Abend das Herzstück ihrer Mannschaften. Mit ihrer individuellen Klasse lenkten sie das jeweilige Offensivspiel und waren an den entscheidenden Situationen beteiligt. Am Ende gaben Kleinigkeiten den Ausschlag. Und so verlor Knorr mit seinem GWD Minden das Nachholspiel der Handball-Bundesliga gegen Heymanns Frisch Auf Göppingen mit 29:33 (16:15). „Wir haben über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gemacht. In den letzten Minuten fehlte uns die Kraft“, sagte GWD-Sportgeschäftsführer Frank von Behren.

Den Mindenern stand in den Schlussminuten eine unglaubliche Wucht entgegen. Mit ihrer enormen Präsenz und Entschlossenheit katapultierten sich die Göppinger zum siebten Sieg in Folge. Dabei war GWD nah dran, die Erfolgsserie der Baden-Württemberger zu brechen. Als Mindens Linksaußen Mats Korte den Anschluss zum 27:28 hergestellt hatte (52.), schien alles möglich. Dann allerdings ging bei GWD immer mehr die Luft aus. Vermeidbare Fehler, die zu leichten Ballverlusten führten, schlichen sich ins Mindener Spiel ein. Zudem taten die Zwei-Minuten-Strafen gegen Max Janke beim Stand von 27:29 (55.) und Doruk Pehlivan beim 29:31 (58.) extrem weh. „Wir haben in einzelnen Aktionen in der Phase glücklos agiert – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr“, meint von Behren.

Auf der anderen Seite drehte Sebastian Heymann in der Schlussphase noch einmal auf. Das 23-jährige Kraftpaket traf zum 29:27 (54.) und 31:28 (55.). Der Nationalspieler, der die Göppinger gegen die HSG Wetzlar und Rhein-Neckar Löwen mit seinen Toren in der letzten Sekunde zum Sieg geworfen hatte, sparte sich den entscheidenden Wurf dieses Mal nicht bis zum Schluss auf. Er hielt Minden auf Distanz.

Doch zunächst war es GWD, das die Göppinger auf Abstand hielt. „Wir sind sehr gut in die Partie gekommen“, sagt Mindens Trainer Frank Carstens. Christoffer Rambo traf mit seinem 100. Saisontor zum 1:0. Schnell bauten die Grün-Weißen ihre Führung auf 5:2 aus (7.). Aber danach musste der Mindener Trainer mit ansehen, wie fahrlässig seine Spieler mit den Chancen umgingen. Die Göppinger kamen heran. Marcel Schiller, mit zehn Toren bester Werfer der Partie, glich zum 5:5 aus (11.), Heymann brachte den Tabellenfünften mit 9:8 (18.) erstmals in Führung.

Die Mindener behielten die Ruhe. Knorr traf viele kluge Entscheidungen, die Rambo und Pehlivan in Tore ummünzten. Der 20-jährige Mittelmann, der auch immer wieder das Eins gegen Eins suchte, holte mit dem 15:14 die Führung zurück und traf zum 16:15-Pausenstand. „Wir hätten aber auch mit einem Vorsprung von drei, vier oder sogar fünf Toren in die Kabine gehen können“, ist Carstens überzeugt.

Nach dem Wechsel änderte sich das Spiel. Göppingen intensivierte nun seine Deckungsarbeit. „Wir hingegen konnten nicht an unsere Abwehrleistung aus der ersten Hälfte anknüpfen“, sagt der GWD-Trainer. Der stellte beim 20:22 auf eine 5:1-Deckung um (44.). „Wir wollten so schnell in die Tempogegenstöße kommen“, erklärt Carstens. Doch nach zwei weiteren Treffern zogen zunächst die Göppinger auf 24:20 davon (45.). Allerdings spricht es für die Mentalität der jungen Mindener Mannschaft, dass sie – wie bereits in Berlin – trotz des Rückstandes weiterhin an sich glaubt.

GWD kämpfte sich zurück ins Spiel, rückte nach dem Korte-Treffer gefährlich nah an die Göppinger heran. „Mit ein bisschen mehr Erfahrung wäre mehr drin gewesen“, ist sich Frank Carstens sicher. Die Fehler wären nicht passiert. So bleibt wieder einmal die Erkenntnis, dass die Mindener mit den Topteams mithalten können, der letzte Schritt zu den Big Points aber noch fehlt. Die GWD-Spieler werden die vermeidbare Niederlage schnell abhaken. Bereits am Samstagabend spielen die Grün-Weißen in der Mannheimer SAP-Arena gegen die Rhein-Neckar Löwen. Dann bietet sich erneut die Chance, gegen eine Mannschaft aus der oberen Tabellenregion zu punkten.

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