GWD Minden erhält Bundesliga-Lizenz - aber nur für Heimspiele in Lübbecke Marcus Riechmann Minden/Köln. Die gute Nachricht aus Köln kam zur Mittagszeit: GWD Minden hat die wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein weiteres Jahr in der Handball-Bundesliga geschaffen. Die unabhängige Lizenzierungskommission des Ligaverbandes HBL hat dem Traditionsklub die Zulassung für eine weitere Spielzeit ohne Auflagen und Bedingungen erteilt. Allerdings wird die Freude getrübt: Die Genehmigung gilt nur für Heimspiele in der Kreissporthalle in Lübbecke. Eine Rückkehr nach Minden in die Kampa-Halle ist nicht von der Lizenz umfasst. „Wir müssen auf den aktuellen Stand schauen", macht Rolf Nottmeier, Vorsitzender der Lizenzierungskommission deutlich. Und dieser aktuelle Stand sieht kein konkretes Datum zu Wiedereröffnung der Kampa-Halle vor. Die Öffnung der aus Brandschutzgründen zum 31. Dezember 2019 geschlossenen Heimspielarena sei bisher lediglich von der Kreisverwaltung in Aussicht gestellt worden. Doch die reine „Möglichkeit der Wiederöffnung" reiche für die Lizenzierung nicht aus. Mit dem Thema des fehlenden VIP-Raums musste sich die Kommission, der neben dem Mindener Arbeitsrichter auch HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann und der Wirtschaftsprüfer Olaf Rittmeier angehören, nicht eingehend befassen. Doch sie stellten klar, dass die Kampa-Halle derzeit den infrastrukturellen Anforderungen der HBL nicht genügt. In diesem Kontext hatte Nottmeier aber auch eine gute Botschaft für Minden: „GWD besitzt jederzeit die Möglichkeit, einen neuen Lizenzantrag zu stellen, wenn Klarheit besteht, ob und in welchem Umfang die Kampa-Halle zu Verfügung steht." GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche nahm die Erteilung der Lizenz ausschließlich für den Spielort Lübbecke zum Anlass für erneute Kritik. „Von Politik und Verwaltung wurde die Rückkehr von GWD nach Minden in Aussicht gestellt. Aber die Voraussetzungen werden einfach nicht geschaffen", sagte der Manager und zeigte auf den Zeitrahmen: „Im Februar wurde davon gesprochen, dass die Halle nach Ostern eröffnet werden kann. Doch es ist uns bis jetzt kein Datum genannt worden." Kalusche stellte klar: „Wir wollen und wir müssen in Minden spielen. Hier sind unsere Fans und unsere Sponsoren. GWD gehört hierher. Wir hoffen, dass es Politik und Verwaltung gelingt, die Rückkehr zur neuen Saison zu ermöglichen." Ohne die individuellen Hallen-Probleme der Mindener haben die anderen 19 Bundesligisten sowie fast alle Zweitligisten die Lizenz für die kommende Saison erhalten. So auch Mindens OWL-Rivale TBV Lemgo-Lippe und der Mühlenkreis-Konkurrent TuS N-Lübbecke, mit dem sich GWD die Heimspielhalle teilt. Der TuS, der als Tabellenzweiter der 2. Liga der Rückkehr ins Oberhaus entgegenstrebt, hat die Lizenz für beide Spielklassen erhalten. "Dass wir mitten in der Corona-Krise so dastehen, verdanken wir zu einem sehr großen Teil unseren Sponsoren", sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel. Dem schloss sich auch sein GWD-Kollege Kalusche an: „Dank der Treue unsere Partner und Sponsoren sind wir wirtschaftlich stabil aufgestellt." Nur eben nicht am richtigen Ort.

GWD Minden erhält Bundesliga-Lizenz - aber nur für Heimspiele in Lübbecke

Das Maskottchen Tornado darf weiter in der Lübbecker Kreissporthalle jubeln: GWD Minden hat die Lizenz für ein weiteres Jahr in der Handball-Bundesliga erhalten. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden/Köln. Die gute Nachricht aus Köln kam zur Mittagszeit: GWD Minden hat die wirtschaftlichen Voraussetzungen für ein weiteres Jahr in der Handball-Bundesliga geschaffen. Die unabhängige Lizenzierungskommission des Ligaverbandes HBL hat dem Traditionsklub die Zulassung für eine weitere Spielzeit ohne Auflagen und Bedingungen erteilt. Allerdings wird die Freude getrübt: Die Genehmigung gilt nur für Heimspiele in der Kreissporthalle in Lübbecke. Eine Rückkehr nach Minden in die Kampa-Halle ist nicht von der Lizenz umfasst.

„Wir müssen auf den aktuellen Stand schauen", macht Rolf Nottmeier, Vorsitzender der Lizenzierungskommission deutlich. Und dieser aktuelle Stand sieht kein konkretes Datum zu Wiedereröffnung der Kampa-Halle vor. Die Öffnung der aus Brandschutzgründen zum 31. Dezember 2019 geschlossenen Heimspielarena sei bisher lediglich von der Kreisverwaltung in Aussicht gestellt worden. Doch die reine „Möglichkeit der Wiederöffnung" reiche für die Lizenzierung nicht aus.

Mit dem Thema des fehlenden VIP-Raums musste sich die Kommission, der neben dem Mindener Arbeitsrichter auch HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann und der Wirtschaftsprüfer Olaf Rittmeier angehören, nicht eingehend befassen. Doch sie stellten klar, dass die Kampa-Halle derzeit den infrastrukturellen Anforderungen der HBL nicht genügt. In diesem Kontext hatte Nottmeier aber auch eine gute Botschaft für Minden: „GWD besitzt jederzeit die Möglichkeit, einen neuen Lizenzantrag zu stellen, wenn Klarheit besteht, ob und in welchem Umfang die Kampa-Halle zu Verfügung steht."

GWD-Geschäftsführer Markus Kalusche nahm die Erteilung der Lizenz ausschließlich für den Spielort Lübbecke zum Anlass für erneute Kritik. „Von Politik und Verwaltung wurde die Rückkehr von GWD nach Minden in Aussicht gestellt. Aber die Voraussetzungen werden einfach nicht geschaffen", sagte der Manager und zeigte auf den Zeitrahmen: „Im Februar wurde davon gesprochen, dass die Halle nach Ostern eröffnet werden kann. Doch es ist uns bis jetzt kein Datum genannt worden." Kalusche stellte klar: „Wir wollen und wir müssen in Minden spielen. Hier sind unsere Fans und unsere Sponsoren. GWD gehört hierher. Wir hoffen, dass es Politik und Verwaltung gelingt, die Rückkehr zur neuen Saison zu ermöglichen."

Ohne die individuellen Hallen-Probleme der Mindener haben die anderen 19 Bundesligisten sowie fast alle Zweitligisten die Lizenz für die kommende Saison erhalten. So auch Mindens OWL-Rivale TBV Lemgo-Lippe und der Mühlenkreis-Konkurrent TuS N-Lübbecke, mit dem sich GWD die Heimspielhalle teilt. Der TuS, der als Tabellenzweiter der 2. Liga der Rückkehr ins Oberhaus entgegenstrebt, hat die Lizenz für beide Spielklassen erhalten.

"Dass wir mitten in der Corona-Krise so dastehen, verdanken wir zu einem sehr großen Teil unseren Sponsoren", sagte TuS-Geschäftsführer Torsten Appel. Dem schloss sich auch sein GWD-Kollege Kalusche an: „Dank der Treue unsere Partner und Sponsoren sind wir wirtschaftlich stabil aufgestellt." Nur eben nicht am richtigen Ort.

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